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Karl Friedrich Prinz von Hohenzollern[1][2] (* 20. April 1952 in Sigmaringen als Karl Friedrich Emich Meinrad Benedikt Fidelis Maria Michael Gerold Prinz von Hohenzollern) ist ein deutscher Unternehmer, der seit dem Tod seines Vaters im September 2010 allgemein als Fürst von Hohenzollern[3][4][5] bezeichnet wird. Seither gilt er als Chef der schwäbischen Linie des Hauses Hohenzollern.
Inhaltsverzeichnis |
Karl Friedrich ist der älteste Sohn des vormaligen Chefs des ehemals fürstlichen Hauses Hohenzollern, Friedrich Wilhelm Fürst von Hohenzollern[6] (1924–2010) und der Margarita, geborene Prinzessin zu Leiningen (1932–1996). Bereits vor dem Tode seines Vaters übernahm er als Bevollmächtigter die Geschäfte des Hauses.[7]
Seit 1984 arbeitet der Bankkaufmann im Familienunternehmen. Er hat ein Lizenziat (lic. rer. pol.) der Universität Bern[8] und ist Generalbevollmächtigter der Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern, ehemals Hofkammer, mit Sitz in Sigmaringen. Er ist Gesellschafter der Zollern GmbH und Co. KG, einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Sigmaringen. Als alleiniger Gesellschafter und Vorsitzender des Beirats der Prinz von Hohenzollern Capital GmbH & Co. KG besitzt er derzeit (Oktober 2009) sieben Equity-Beteiligungen und hält stille Beteiligungen an drei Unternehmen aus dem süddeutschen Raum. Des Weiteren ist er über die Arber-Bergbahn eine wichtige Person im Tourismuskonzept des Bayerischen Waldes.
Karl Friedrich Prinz von Hohenzollern ist seit Juni 2007 im Bundesvorstand des Wirtschaftsrates Deutschland der CDU gewählt.[9] Zudem ist er Mitglied des Landesvorstandes im Wirtschaftsrat Deutschland Landesverband Baden-Württemberg, im Bund Katholischer Unternehmer und in der Stiftung Familienunternehmen.
Zwischen dem 1. Dezember 2005 und dem 29. Februar 2008 war er Mitglied des Wirtschaftsbeirates der BayernLB.[10] 2008 hatte er einen Sitz im Aufsichtsrat der Südwestbank.[11] Des Weiteren war er Mitglied des Unternehmerbeirats der Gothaer Versicherungsbank VVaG.[8] Seit 2007 ist er Mitglied des Beirates der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)[12], seit 2006 bei der Baden-Württembergischen Bank (BW-Bank)[13] und seit 2008 Mitglied des Regionalbeirats Südwest der Commerzbank[14].
Karl Friedrich Prinz von Hohenzollern alias Charly[15] ist begeisterter Jazzmusiker (Sänger, Saxophonist und Gitarrist). Schon während des Wirtschaftsstudiums in der Schweiz besuchte er einmal wöchentlich die Berner Swiss Jazz School. Mit seiner Band „Charly and the Jivemates“ hat er regelmäßige regionale Auftritte.
Er ist Besitzer mehrerer historischer Fahrzeuge und Schirmherr von Oldtimer-Rundfahrten des Vereins Ferienland Hohenzollern.[16]
Karl Friedrich Prinz von Hohenzollern ist Vorstandsmitglied im Verein der Freunde und Förderer der Hochschule Albstadt-Sigmaringen e.V.[17] Außerdem förderte er in der Tradition seiner Familie das Erzbischöfliche Kinderheim Haus Nazareth in Sigmaringen sowie die Kinderkrebsnachsorgeklinik Tannheim und ist Vereinsmitglied im Mariaberg e.V.[18]. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Prinz Lennart von Hohenzollern-Stiftung. Die Stiftung wurde 2006 durch Nathalie Prinzessin von Hohenzollern, der Frau seines Bruders Albrecht, gegründet, um Gelder für die Forschung im Bereich der molekularen Pädiatrie zu sammeln.[19] Zudem organisierte und beteiligte er sich an musikalischen Benefizveranstaltungen. Er ist stellvertretender Vorstand des Vereins der Freunde der Erzabtei St. Martin e.V.[20].
Am 13. Oktober 2009 wurde Karl Friedrich Prinz von Hohenzollern in der Villa Reitzenstein in Stuttgart durch den Innenminister des Landes Baden-Württemberg, Heribert Rech, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Karl Friedrich Prinz von Hohenzollern[1] heiratete am 17. Mai 1985 in der Beuroner Klosterkirche die acht Jahre jüngere Alexandra Schenk Gräfin von Stauffenberg[7] (* 25. Mai 1960), Tochter des Clemens Anton Schenk Graf von Stauffenberg und der Clementine Elisabeth, geborene Gräfin Wolff-Metternich zur Gracht. Aus der Ehe von Karl Friedrich und Alexandra gingen ein Sohn und drei Töchter hervor. Bis zur Trennung 2006 lebte die Familie gemeinsam auf Schloss Krauchenwies. Prinz von Hohenzollern bewohnt seither den Wilhelmsbau von Schloss Sigmaringen am Karl-Anton-Platz. Am 21. Januar 2010 wurde die Ehe geschieden.[7] Alexandra behielt den Ehenamen Prinzessin von Hohenzollern.[21][22]
Am 17. Juli 2010 heiratete Prinz von Hohenzollern in Umkirch bei Freiburg die Hamburger Geschäftsfrau Katharina Maria de Zomer[23][24] (* 1959), die seither den Ehenamen Prinzessin von Hohenzollern[1] trägt.[21]
Karl Friedrich Prinz von Hohenzollern trat bis 2010 im historisch-genealogischen Sinne mit dem Erstgeburtstitel als „Erbprinz“, und seit dem Tode seines Vaters am 16. September 2010 in der familiären Erbfolge als neuer Chef des ehemals fürstlichen Hauses Hohenzollern auf. Nach privater Familienregelung beansprucht er im adelshistorischen Sinne, wie schon vor ihm sein Vater, die seit der Weimarer Reichsverfassung (1919) nicht mehr vererbbare primogene Bezeichnung „Fürst“ zu führen.
In einem Artikel der Schwäbischen Zeitung vom 26. Februar 2011, der sich auf diesen Wikipedia-Artikel bezieht, wurde Prinz von Hohenzollern zu der Thematik befragt und wird zitiert mit:[6]
„Die namensrechtliche Regelung betrachte ich als nicht relevant, wenn die Bürger den Titel akzeptieren. In Sigmaringen denkt so die überwiegende Mehrheit. Ich betrachte den Titel als Berufsbezeichnung.“
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Friedrich Wilhelm | Chef des Hauses Hohenzollern-Sigmaringen seit 2010 |
- |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hohenzollern, Karl Friedrich von |
| ALTERNATIVNAMEN | Hohenzollern, Karl Friedrich Prinz von (vollständiger Name); Hohenzollern-Sigmaringen, Karl Friedrich Emich Meinrad Benedikt Fidelis Maria Michael Gerold Prinz von (Geburtsname); Hohenzollern, Karl Friedrich Fürst von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bankmanager, Jazzmusiker |
| GEBURTSDATUM | 20. April 1952 |
| GEBURTSORT | Sigmaringen |