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Karl Heinrich Adelbert Lipsius

Karl Heinrich Adelbert Lipsius

Karl Heinrich Adelbert Lipsius (* 19. Januar 1805 in Großhennersdorf; † 2. Juli 1861 in Leipzig) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und Pädagoge.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Lipsius entstammt einer Theologenfamilie. Er wurde 1805 als jüngster Sohn des Oberpfarrers von Bernstadt Adolf Gottfried Wilhelm Lipsius (1768–1841) und dessen Ehefrau, der Lehrerin Magdalena Elisabeth Lipsius (geb. Garve), in Großhennersdorf in der Oberlausitz geboren. Sein älterer Bruder ist der Oberpfarrer Gustav Hermann Julius Lipsius (1802–1841). Bis 1820 wurde er von seinem Vater unterrichtet. Von 1820 bis 1823 besuchte er das Alte Gymnasium in Zittau.

Nach dem Abitur studierte er Theologie, Klassische Philologie, Philosophie und Orientalistik an der Universität Leipzig. Im Anschluss daran erwarb er den Liberalium Artium Magister und promovierte zum Dr. phil. Von 1826 bis 1827 wirkte er als Lehrer an der Thomasschule in Leipzig. Danach habilitierte er an der Philophischen Fakultät der Leipziger Universität mit der Schrift: De modorum usu in novo Testamento quaestiones grammaticae, pars prima indicativi usum explicans.

Im Jahr 1827 wurde er Konrektor am Goethe Gymnasium in Gera. Schließlich wurde er 1829 von dem Rat der Stadt Leipzig zurückberufen. Von 1829 bis 1831 war er als Privatdozent für Theologie an der Leipziger Universität tätig. Seit 1831/32 war er wieder Religionslehrer an der Thomasschule und gab Unterricht in Hebräisch und Philologie. Im Jahr 1847 übernahm er das Amt des Konrektors. 1861 wurde er Nachfolger von Rektor Johann Gottfried Stallbaum.

Er war darüber hinaus seit 1832 Mitglied der Historisch-Theologischen Gesellschaft zu Leipzig und seit 1837 korrespondierendes Mitglied der Oberlausitzer Gesellschaft der Wissenschaften zu Görlitz (OLGdW). Zum Vorsitzenden der sächsischen Gymniasallehrer-Versammlungen in Leipzig und Meissen wurde er 1848 einstimmig gewählt. Eine enge Freundschaft verband ihn zeitlebens mit dem Dichter Friedrich Rückert.

Lipsius starb 1861 in Leipzig. Der Mathematiker August Ferdinand Möbius hielt die Trauerrede.

Familie

Er war zweimal verheiratet, seit 1852 mit Lina Wohlfarth (* 15. März 1820) aus Plauen. Mit seiner ersten Ehefrau, Juliane Molly Rost (* 1805; † 1842), der Tochter Friedrich Wilhelm Ehrenfried Rosts (* 1768; † 1835), hatte er vier Kinder:

WĂĽrdigung

Die LipsiusstraĂźe, eine AnliegerstraĂźe in Reudnitz wurde 1908 nach ihm benannt.

Werke

  • Schulreden bei verschiedenen Gelegenheiten gehalten. Leipzig 1862.
  • Grammatische Untersuchungen ĂĽber die biblische Gräcität von Dr. Karl Heinrich Adelbert Lipsius. Leipzig 1863.
  • Meister Lipsius' Reise von Leipzig nach der Rudelsburg. Herausgegeben von Wulf Stratowa, Leipzig 1939.

Literatur

Weblinks

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