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Karl Lautenschlager

Karl Lautenschlager 1932
Lautenschlagers Grab

Karl Lautenschlager (* 15. Mai 1868 in Stuttgart; † 6. Dezember 1952 ebenda) war Ehrenbürger und ehemaliger Stadtschultheiß und ab 1930 Oberbürgermeister von Stuttgart. Er trug erstmals die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister, die vorher lediglich ein königlicher Ehrentitel war.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Lautenschlager studierte in Tübingen und Leipzig Staats- und Rechtswissenschaften und wurde Regierungsrat der Stadtdirektion Stuttgart. In Tübingen war er Mitglied der Tübinger Studentenverbindung „Akademische Gesellschaft Stuttgardia“, die dem süddeutschen Liberalismus nahestand. Am 12. Mai 1911 wurde er -unterstützt von Konservativen und Nationalliberalen- zum ersten Mal zum Stadtschuldheiß von Stuttgart gewählt. 1921 und 1931 stimmten die Stuttgarter Bürger mehrheitlich für seine Wiederwahl und setzte sein Amt mit dem Titel Oberbürgermeister fort . 1933 trat er auf Drängen der Nationalsozialisten in den Ruhestand.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lehnte er es mit Verweis auf sein fortgeschrittenes Alter ab, wieder für das Amt des Oberbürgermeisters zu kandidieren. Stattdessen wurde der junge Arnulf Klett in das Amt gewählt. 1952 starb Lautenschlager in seiner Heimatstadt. Sein Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof Stuttgart.

Wirken

Lautenschlager kümmerte sich besonders um die Infrastruktur, z. B. fielen die erste Kläranlage, der Bau des Stuttgarter Hauptbahnhofs, der Standseilbahn Stuttgart und der städtischen Badeanstalten in seine Wirkungszeit.

Ehrungen und Auszeichnungen

Am 21. September 1945 wurde Karl Lautenschlager zum Ehrenbürger der Stadt Stuttgart ernannt.

In Stuttgart wurde die Lautenschlagerstraße nach ihm benannt. Sie beginnt gegenüber vom Hauptbahnhof und ist häufig bei Demonstrationen Sammelstelle und Ausgangspunkt für Auftaktkundgebungen.

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