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Kastenwagen

Die Seiten Kleintransporter und Kastenwagen überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Beteilige dich dazu an der Diskussion über diese Überschneidungen. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz. Espoo 00:01, 6. Sep. 2011 (CEST)
Kastenwagen: Mercedes-Benz Vito

Ein Kastenwagen ist eine Aufbauvariante bei Nutzfahrzeugen mit einem nach allen Seiten hin fest umschlossenen Laderaum. Kastenwagen werden häufig als Lieferwagen eingesetzt.

Historisch gesehen stellt der Kastenwagen eine der ältesten Standard-Aufbauten von der Pferdekutsche bis zum motorgetriebenen Kraftfahrzeug dar. Die Karosserie des kastenförmigen Aufbaus bildet dabei im Gegensatz zum Kofferaufbau, der auf dem Fahrzeugrahmen als getrennte Einheit montiert ist, eine bauliche Einheit mit dem Fahrerhaus bzw. dem Fahrerarbeitsplatz. Der Laderaum ist dennoch meistens durch eine raumhohe oder halbhohe Trennwand oder ein Gitter von der Fahrerkabine getrennt.

Oft werden Lieferwagen-Versionen von PKW, also PKW ohne hintere seitliche Glas-Scheiben sondern mit einer Verblechung, auch als „Kastenwagen“ bezeichnet (analog zu den unterschiedlichen Varianten bei Kleintransportern: „Kastenwagen“, „Doppelkabine“, „Kombi“ (für den Personentransport).

Kastenwagen werden in Deutschland steuerlich unabhängig von ihrer Größe und ihrem zulässigen Gesamtgewicht wie LKW behandelt und deshalb nach Nutzlast und nicht nach Hubraum besteuert.

Seit etwa Anfang 1990 zählen bei der Begriffsbestimmung von Kastenwagen auch Reisemobile auf Basis von ausgebauten Kleintransportern zu dieser Gattung. Die Vielfalt der Basisfahrzeuge kennt dabei kaum Grenzen. Diese Fahrzeuge stellen mittlerweile aufgrund ihrer automotiven Nutzbarkeit einen nicht unerheblichen Teil der gesamten Freizeitfahrzeugflotte dar und werden von Jahr zu Jahr immer beliebter.

Kastenwagen als LKW und Kleintransporter

Bis in die 1970er Jahre waren Kastenwagen im Lastwagenbau besonders als Möbelwagen sehr verbreitet, verschwanden jedoch zugunsten der separaten Kofferaufbauten weitgehend mit dem Aufkommen kippbarer LKW-Fahrerhäuser, da ein Kippen mitsamt dem fest verbundenen Kasten nicht möglich wäre.

Bei Kleintransportern sind Kastenwagen sehr verbreitet, wobei es bei den größeren Kleintransportern auch die oben erwähnten getrennt aufgebauten Kofferaufbauten gibt. Kleinbusse, Kastenwagen, und Pritschenwagen werden von den Fahrzeugherstellern meistens auf demselben Chassis entwickelt (siehe VW Transporter).

PKW mit Kastenaufbau

Im PKW-Bereich gab es als Vorläufer der Hochdachkombis eine eigene Fahrzeugklasse: PKW mit Kastenaufbau, wie z.B. die Kastenente. Bei diesen Kastenwägen, war der Kasten noch im klassischen Sinn aufgesetzt, der meist in der Breite, immer jedoch in der Höhe über das Dach der Fahrersitze hinausragte. Die Karosserie weicht also deutlich von den Serien-PKW ab – Gegensatz zu PKW-Lieferwagen.

Sie sind als eigene Karosserieversion oft mit eigener Modell- bzw. Verkaufsbezeichnung versehen (etwa der Opel Corsa Kastenwagen als „Opel Combo“). Sie sind nicht nur als Lieferwagen, sondern auch als Fünfsitzer mit Seitenscheiben im Kastenaufbau erhältlich, aber auch da ohne seitliche Tür. Aus diesen Modellen entwickelte sich die Fahrzeuggattung des Hochdachkombis, bei den „Führerhaus“ und Kasten optisch eine Einheit bilden.

Begrifflichkeit

Für die Begriffe Lieferwagen, Kastenwagen und Kleintransporter gibt es keine exakte Definition. Folgende Übersicht zeigt die Verwendung und die Überschneidung - speziell, dass der Begriff "Kastenwagen" in zwei Weisen genutzt wird.

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