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| Jamhuri ya Kenya (Swahili) Republic of Kenya (englisch) | |||||
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| Wahlspruch: Harambee (Kiswahili, âLass uns zusammenarbeitenâ) | |||||
| Amtssprache | Swahili und Englisch | ||||
| Hauptstadt | Nairobi | ||||
| Staatsform | PrÀsidialrepublik | ||||
| Staatsoberhaupt | PrÀsident Mwai Kibaki | ||||
| Regierungschef | Premierminister Raila Odinga | ||||
| FlĂ€che | 580.367[1] kmÂČ | ||||
| Einwohnerzahl | 38.610.097 (2009)[2] | ||||
| Bevölkerungsdichte | 66,5 Einwohner pro kmÂČ | ||||
| Bruttoinlandsprodukt nominal (2007)[3] | 29.299 Mio. US$ (80.) | ||||
| Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner | 845 US$ (140.) | ||||
| Human Development Index | 0,470 (128.) | ||||
| WĂ€hrung | Kenia-Schilling (KES) | ||||
| UnabhĂ€ngigkeit | von GroĂbritannien am 12. Dezember 1963 | ||||
| Nationalhymne | Ee Mungu Nguvu Yetu | ||||
| Zeitzone | EAT (UTC+3) | ||||
| Kfz-Kennzeichen | EAK (East Africa) | ||||
| Internet-TLD | .ke | ||||
| Telefonvorwahl | +254 | ||||
Kenia [ËkeËniÌŻa] (Swahili, englisch: Kenya [ËkÉnjÉ, ËkiËnjÉ]) ist ein Staat in Ostafrika. Er grenzt an den SĂŒdsudan, Ăthiopien, Somalia, Tansania, Uganda und den Indischen Ozean.
Inhaltsverzeichnis |
Kenia grenzt im Nordwesten an den SĂŒdsudan, im Norden an Ăthiopien, im Osten an Somalia, im SĂŒden an Tansania und im Westen an Uganda. Im SĂŒdosten grenzt der ostafrikanische Staat an den Indischen Ozean.
Zentral-Mittel-Kenia wird vom Rift Valley durchzogen, einem Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Die höchste Erhebung - der Batian mit 5199 m - befindet sich im Mount-Kenya-Massiv. Der tiefste Punkt liegt bei 0 m an der 480 km langen KĂŒste des Indischen Ozeans; dort sind teilweise KorallenbĂ€nke vorgelagert. Die lĂ€ngsten FlĂŒsse des Landes sind: Tana, Sabaki und Kerio. Im Osten erstreckt sich das KĂŒnstentiefland als ein schmaler Saum. Die KĂŒstenlinie wird dabei von Buchten und Lagunen gegliedert. SĂŒdlich sind dabei Korallenriffe vorgelagert. Nach Westen schlieĂen sich HĂŒgel- und TafellĂ€nder an.[4]
Kenia kann in zwei Klimazonen unterteilt werden: Im Hochland, das höher als 1800 m liegt, kommt es von April bis Juni und von Oktober bis November zu Regenperioden. Der Niederschlag fĂ€llt meist nachmittags, abends und nachts. Die NĂ€chte sind relativ kĂŒhl. Die kĂ€lteste Zeit in dieser Region liegt im Juli und August mit etwa 10 °C tĂ€glichem Minimum. Die warme Periode liegt im Januar und Februar mit etwa 25 bis 26 °C tĂ€glichem Maximum. Die Luftfeuchtigkeit betrĂ€gt etwa 65 Prozent. In Nairobi liegen die Temperaturen im Juli bei 11 bis 21 °C und im Februar bei 13 bis 26 °C. Die jĂ€hrliche durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt in Nairobi bei 958 mm. Am Victoriasee sind die Temperaturen viel höher, hier gibt es zum Teil starke RegenfĂ€lle.
An der KĂŒste liegen die Temperaturen zwischen 22 und 32 °C, und die mittlere Luftfeuchtigkeit betrĂ€gt etwa 75 Prozent. Der meiste Niederschlag fĂ€llt von April bis Juni. Die trockensten Monate sind Januar und Februar. Die wĂ€rmsten Monate sind Januar bis Mai und Oktober bis Dezember.
Die Tier- und Pflanzenwelt Kenias ist sehr groĂ. Tier- und Pflanzenarten können auf Safari-Touren durch zahlreiche Parks entdeckt werden: BĂ€ume im Nairobi Arboretum, StrauĂe im Ostrich Park, Giraffen im Langâata Giraffe Centre und Elefanten im David Sheldrick Wildlife Trust.
Es gibt eine Vielzahl an Nationalparks in Kenia, die ein wichtiges Standbein fĂŒr den Tourismus darstellen. Der gröĂte Nationalpark ist der Tsavo-Nationalpark, der in Tsavo-Ost und Tsavo-West gegliedert ist. Die bekannte Masai Mara, der nördliche AuslĂ€ufer der Serengeti, ist formell kein Nationalpark, sondern ein Naturschutzgebiet. Hier findet man besonders in den Monaten Juli und August einen groĂen Tierreichtum, bedingt durch die Herdenwanderungen von Gnus, Zebras, Antilopen, BĂŒffeln und Impalas. Weitere bedeutende Nationalparks sind Amboseli, Lake Nakuru und Meru. Ebenso sehenswert ist der Nationalpark in Nairobi, ein kleineres tierreiches Reservat inmitten der Hauptstadt. Wohl nirgends sonst kann man Giraffen und Zebras so dicht vor einer GroĂstadtskyline beobachten.
Die zusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer lag im Jahr 2008 bei 4,9 Kindern pro Frau. Dies lag unter anderem daran, dass nur 32 % der Frauen moderne VerhĂŒtungsmethoden zur VerfĂŒgung standen.[5]
Kenia nimmt mit etwa 38,6 Millionen Einwohnern (2009) Rang 34 unter allen LÀndern der Erde ein. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt wird mit 55,6 bis 59,8 Jahren angegeben [6] [7] [8]. Mehr als 42 % der Bevölkerung ist weniger als 15 Jahre alt.[1]
Insgesamt leben in Kenia mehr als 40 verschiedene Volksgruppen, die mehr als 50 verschiedene Sprachen und Dialekte sprechen.[9]
Die meisten Einwohner Kenias gehören bantusprachigen Volksgruppen an. Zu diesen zĂ€hlen die Kikuyu (mit rund 17,1 % Bevölkerungsanteil[1] die gröĂte Volksgruppe Kenias), die Luhya (13,8 %), die Kamba (10,1 %), die Kisii (5,7 %), die Mijikenda (5,1 %) und die Meru (4,3 %).
Des Weiteren leben im Nordwesten Kenias nilotische Volksgruppen wie die Kalendschin (mit 12,9 % die drittgröĂte Gruppe), die Luo (mit 10,5 %), die Turkana (2,6 %), die Massai (2,2 %) und die Samburu (0,6 %).
Zu den kuschitischsprachigen Völkern im Nordosten des Landes gehören die kenianischen Somali (6,2 %) und die Oromo sowie kleinere Gruppen wie die Rendille (0,2 %) und die El Molo.[10]
Nicht-afrikanische Bevölkerungsgruppen (EuropÀer vorwiegend englischer Herkunft, Asiaten, Araber) machen etwa 1 %[1] der Bevölkerung aus.
Nach der geltenden Verfassung gilt seit 1992 Swahili mit Englisch als eine der offiziellen Sprachen des Parlamentes, jeder Kandidat muss Kenntnisse der Sprache nachweisen; aber alle BeschlĂŒsse des Parlamentes sind auf Englisch zu fassen [11]. Auf der unteren Ebene der Gerichte ist Swahili als Verhandlungssprache zugelassen, Niederschriften und Urteile sind hingegen auf Englisch auszufertigen; die öffentlichen Verwaltungen dĂŒrfen im Verkehr mit dem BĂŒrger Englisch und Swahili verwenden [12]; im Entwurf der neuen Verfassung sind Englisch und Swahili als die beiden offiziellen Sprachen des Staates vorgesehen, Swahili auĂerdem als nationale Sprache.[13] Die wichtigsten Sprachen von insgesamt 52 Volksgruppen (die Linguisten fĂŒhren ganz genau 61 Sprachvarianten inkl. indischer Sprachen und Dialekte auf) sind:[14]
Nach der VolkszÀhlung von 2009 sind 82,6 Prozent der Bevölkerung Christen, davon etwa 26 % Anglikaner, 23,3 % Katholiken, 2,5 % Orthodoxe sowie AnhÀnger der zahlreichen afrikanischen Kirchen.[15] Insgesamt sind 47,4 % der Bevölkerung Protestanten.[10]
Nur noch knapp 1,6 Prozent der Kenianer werden den traditionellen afrikanischen Naturreligionen zugerechnet.[10] Weiterhin gibt es vor allem an der KĂŒste Muslime der sunnitischen Richtung, die ungefĂ€hr 11,1 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen und vor allem in den sĂŒdöstlichen KĂŒstengebieten leben. Im östlichen Viertel des Landes dominieren muslimische Somali, die etwa die HĂ€lfte aller Muslime Kenias ausmachen. Genauere Zahlen sind umstritten, da eine Unterscheidung zwischen kenianischen Somali und zwischen einer halben und einer Million FlĂŒchtlingen aus Somalia schwierig ist. Daher könnten sie inzwischen bis zu 20 Prozent der Bevölkerung ausmachen.
Daneben sind 0,1 Prozent der Bevölkerung Hindus und 2,4 % der Bevölkerung sind konfessionslos.[10]
Das Gebiet des heutigen Staates Kenia war bereits vor mehr als vier Millionen Jahren von frĂŒhen Vormenschen wie Australopithecus anamensis und Kenyanthropus platyops besiedelt und gehört zu jenen Regionen Afrikas, in denen sich die Gattung Homo entwickelte.
Die Geschichte Kenias als Kolonie beginnt 1885 mit einem deutschen Protektorat ĂŒber die Besitzungen an der KĂŒste des Sultans von Sansibar. 1888 kam die Imperial British East Africa Company nach Kenia und verwaltete bis 1895 Britisch-Ostafrika. Deutschland ĂŒbergab seine kĂŒstennahen Gebiete 1898 an die Briten.
1895 rief die britische Regierung Britisch-Ostafrika als Protektorat aus und gab 1902 das fruchtbare Bergland als Siedlungskolonie fĂŒr WeiĂe frei. 1920 wurde Kenia offiziell zur Kronkolonie.
Kenia durchlebte Kolonialgeschichte und war lange Zeit in der Hand der Briten. Von 1952 bis 1960 war Kenia auf Grund von AufstÀnden im Ausnahmezustand. 1957 fanden die ersten Wahlen statt. Die Kenya African National Union (KANU) bildete die erste Regierung. Am 12. Dezember 1963 wurde Kenia unabhÀngig. Ein Jahr spÀter wurde Jomo Kenyatta der erste PrÀsident der Republik Kenia, in der das Einparteiensystem galt.
Die SĂ€uglingssterblichkeit lag im Jahr 2008 bei 77 je 1.000 Geburten, die MĂŒttersterblichkeit 560 je 100.000 Geburten. Nach Angaben von UNAIDS sind 7,1 bis 8,3 % der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) HIV-positiv.[16] Jugendliche sind besonders hĂ€ufig betroffen. AIDS hat in Kenia zu einem Absinken der Lebenserwartung beigetragen.
2002 wurde in Kenia mit dem Childrens Act eine moderne Kinderschutzgesetzgebung verankert. Hiernach ist die Genitalbeschneidung an unter 16-JĂ€hrigen gesetzlich verboten und wird in Artikel 14 unter Strafe gestellt. Es ist nicht bekannt, ob dieser Artikel vor Gericht schon einmal zur Anwendung kam.
Die kenianische Regierung hat im Ăbrigen einen âNationalen Aktionsplan zur Abschaffung der Genitalbeschneidung von 1999 bis 2019â (also ein Programm gegen die weibliche Genitalbeschneidung) aufgestellt. Dieser Plan deutet schon darauf hin, dass die Beschneidung von Frauen und MĂ€dchen - wie sie z. B. wieder von Mungiki praktiziert wird â noch nicht ĂŒberall erfolgreich verhindert werden kann.
HomosexualitĂ€t in Kenia ist in Teilen der Gesellschaft tabuisiert, und homosexuelle Handlungen zwischen MĂ€nnern sind strafbar. Allerdings gab es seit einigen Jahren keine strafrechtlichen Verurteilungen auf dieser Grundlage. DarĂŒber hinaus gibt es in Kenia kein Antidiskriminierungsgesetz oder eine Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren.
Im Januar 2006 litt der Nordosten des Landes unter den Folgen einer DĂŒrre und dem damit einhergehenden Nahrungsmittelmangel; von der Hungerkrise am Horn von Afrika 2006 waren auch in den angrenzenden LĂ€ndern Millionen Menschen bedroht.
Anfang April 2006 kam es nach rekordartigen RegenfĂ€llen (Nairobi: 54,5 mm) im ganzen Land zu Ăberflutungen. Viele Menschen starben in den Fluten. Mehrere Orte im Norden waren von der AuĂenwelt abgeschnitten, so dass die Armee Hubschrauber zur Versorgung der Bevölkerung einsetzte.
Der Lehrplan orientiert sich am sogenannten 8-4-4-System, welches das koloniale Schulsystem mit seinen eurozentristischen Inhalten ablöste, das heiĂt acht Jahre Grundschule, vier Jahre Gymnasium und vier Jahre Hochschule.
Jedes Jahr findet zwischen den Schulen ein spannender Wettkampf um die höchsten Punktzahlen im nationalen Wettbewerb statt. Die Medien berichten ausfĂŒhrlich und mit gefĂŒhlvollen Homestorys ĂŒber die stolzen Sieger und Siegerinnen. Die besten SchĂŒler des Landes erhalten vom PrĂ€sidenten manchmal einen Ochsen oder ein UniversitĂ€tsstipendium.
KindergĂ€rten und Vorschulerziehung (preschool education) sind ĂŒberwiegend auf die StĂ€dte beschrĂ€nkt und kostenpflichtig. Sie werden meist von bildungsstarken und wohlhabenderen ElternhĂ€usern verlangt. Einige der KindergĂ€rten arbeiten z. B. nach der Montessori-PĂ€dagogik.
Besonders auf dem Land wurden viele Grundschulen nach dem Harambee-Prinzip unterhalten, das heiĂt die Eltern finanzierten sie durch Spenden selbst. Diese Schulen waren in jeder Hinsicht arm. Diese Situation verbesserte sich erst, als 2003 die Regierung Kibaki ihr Wahlversprechen einlöste und das Schulgeld fĂŒr die âPrimary Schoolsâ abschaffte. Damit ermöglichte sie zum ersten Mal den Zugang zur Bildung fĂŒr Kinder aus Ă€rmeren Familien. Es gingen plötzlich 1,7 Millionen Kinder mehr zur Schule. Jedoch blieben Investitionen im Bildungssektor aus, und das Schulsystem ist kaum im Stande, der steigenden Anzahl von SchĂŒlern gerecht zu werden.
Das Lehrer-SchĂŒler-VerhĂ€ltnis ist auf 1:100 gefallen, ein qualitativ guter Unterricht ist daher kaum möglich. Zudem nimmt die Zahl der Lehrer kontinuierlich ab. Und wer eine halbwegs akzeptable Lehrer-SchĂŒler-Relation fĂŒr seine Kinder wĂŒnscht mit dem daraus resultierenden besseren Lernerfolg und sich nicht zufrieden gibt, nur dem Papier nach seine Kinder eine Klasse weiter aufsteigen zu lassen, ist weiterhin gezwungen, seine Kinder gegen entsprechendes Schulgeld auf eine der vielen Privatschulen zu schicken.
WeiterfĂŒhrende Schulen (Klasse 9â12) sind kostenpflichtige Gesamtschulen. Ihre TrĂ€ger sind der Staat, groĂe Organisationen wie z. B. die Kirchen oder Privatleute. Die beiden letzteren werden allgemein als Privatschulen bezeichnet. Aufgrund der Kosten sind diese Schulen fĂŒr groĂe Teile der Bevölkerung unzugĂ€nglich, auch wenn die Privatschulen Stipendien vergeben. Einige Schulen nehmen kostenlos nur begabte Kinder aus den Slums auf.
Eine Berufsausbildung, wie sie in Deutschland etwa nach dem Dualen System oder in Berufsfachschulen flĂ€chendeckend bekannt ist, existiert in Kenia nicht. Entweder erfolgt eine Art Ausbildung im Betrieb (in-service-training) oder an einer in den StĂ€dten zahlreichen Privatinstituten, etwa fĂŒr Kfz-Mechaniker, Frisöre oder Computerfachleute. Alle diese Ausbildungen kosten Geld. Ein Hardware-Fachmann wird zum Beispiel in Nairobi fĂŒr 2000 Euro in 18 Monaten ausgebildet. So eine Ausbildung erhöht die Chancen auf dem freien Markt enorm.
Kenia hat heute sieben staatliche VolluniversitĂ€ten und eine Vielzahl von Colleges. Nur die besten SchĂŒler erhalten an den staatlichen UniversitĂ€ten kostenlose StudienplĂ€tze. Wer weniger âgutâ ist, ist auf die kostenpflichtigen (internationalen) PrivatuniversitĂ€ten angewiesen. An den UniversitĂ€ten fehlt es öfter an nötigen Geldern, daher sind Streiks der Dozenten oder Studenten hĂ€ufig.
Noch immer zieht es die Elite des Landes (oder Gemeinschaften, die ĂŒber Harambee das Geld aufbringen) vor, ihre Kinder in GroĂbritannien oder den USA studieren zu lassen. Einige kommen zum Studium auch nach Deutschland. Ein Auslandsstudium gibt ihnen in der Regel einen Startvorteil bei der Berufssuche. Manche StudiengĂ€nge können in Kenia nicht belegt werden.
Wegen KorruptionsvorwĂŒrfen wurden 2005/06 zehn Minister entlassen oder traten wegen gröĂerer Finanzskandale (Anglo-Leasing-Skandal und Goldenberg-Skandal) selbst zurĂŒck. Zu den aus mangelnder LoyalitĂ€t zur Regierung von PrĂ€sident Kibaki 2006 entlassenen Ministern gehörten unter anderem Bauminister Raila Odinga und AuĂenminister Kalonzo Musyoka.
Am 22. MĂ€rz 2006 trat das (nach der fĂŒr die Regierung gescheiterten Volksabstimmung ĂŒber die neue Verfassung) von PrĂ€sident Kibaki beurlaubte Parlament zur neunten Periode zusammen. Kibaki Ă€uĂerte sich zur neuen Verfassung und positiv zum Kampf gegen die Korruption. Er bejahte die Pressefreiheit (hier bezog er sich auf den âSturm auf den Standardâ), mahnte die Presse aber gleichzeitig zur Verantwortung.
Am 28. November 2006 gelang in der KANU ein interner Parteicoup, in dem durch eine nicht durch die FĂŒhrung der Partei einberufene Delegiertenkonferenz in Mombasa eine neue ParteifĂŒhrung gewĂ€hlt und wohl mit Hilfe der Regierung und Ex-PrĂ€sident Moi registriert wurde. Damit wurde trotz lautstarker Proteste Uhuru Kenyatta fast die gesamte alte ParteifĂŒhrung entmachtet und Nicolas Biwott neuer Parteichef. Gleichzeitig wurde er damit auch der mit zahlreichen Privilegien versehene offizielle FĂŒhrer der Opposition im Parlament.
Der Oberste Gerichtshof (High Court) hob diese Entscheidung am 29. Dezember 2006 wieder auf, bis in der Hauptsache am 11. Februar 2007 entschieden wĂŒrde. Damit war Uhuru wieder Partei- und OppositionsfĂŒhrer â auf Zeit.
PrĂ€sident Mwai Kibaki (vom Stamm der Kikuyu), Raila Odinga (vom Stamm der Luo) und Kalonzo Musyoka traten in der PrĂ€sidentenwahl im Dezember 2007 als Kandidaten an. Die Wahlen fanden am 27. Dezember statt. Kibaki wurde hierbei mit einer knappen Mehrheit von 300.000 Stimmen im Amt bestĂ€tigt. Die Opposition und internationale Wahlbeobachter sprechen von massiven WahlfĂ€lschungen. Nach der Bekanntgabe der Vereidigung von Mwai Kibaki zum PrĂ€sidenten kam es in ganz Kenia zu schweren Auseinandersetzungen zwischen den SicherheitskrĂ€ften und Demonstranten. Schwerpunkte der gewalttĂ€tigen Auseinandersetzungen waren die Hauptstadt Nairobi, Kisumu, und die StĂ€dte Nakuru, Naivasha und Eldoret in der Provinz Rift Valley. Es wurden bis zu 1.500 Menschen getötet und mehr als 600.000 Menschen vertrieben. Angeheizt wurde die Situation durch ethnisch motivierte Gewaltakte in mehreren Landesteilen, die fĂŒr einen Wechsel an der Spitze des politischen Systems stimmten.[17] Diese richteten sich vor allem gegen Kikuyu, Angehörige der Ethnie von PrĂ€sident Kibaki.
Am 4. August 2010 wurde ĂŒber eine neue Verfassung in einem Referendum abgestimmt, die mehrheitlich von der Bevölkerung angenommen wurde.[18]
Amnesty International bemĂ€ngelt in seinem Jahresbericht von 2010, dass es der kenianischen Regierung am politischen Willen fehlt, die Personen, die fĂŒr MenschenrechtsverstöĂe bei den gewalttĂ€tigen Ausschreitungen nach den Wahlen im Jahr 2007 verantwortlich waren, vor Gericht zu stellen und fĂŒr eine angemessene EntschĂ€digung der Opfer zu sorgen. Auch am Zustand der Straflosigkeit fĂŒr Mitarbeiter der Staatssicherheitsdienste, die ungesetzliche Tötungen und Folterungen zu verantworten hatten, Ă€nderte sich nichts, so der Bericht. Auch andere Menschenrechtsorganisationen wie zum Beispiel die Kenya National Commission of Human Rights (KNCHR) beklagen weiterhin eine âKultur der Straflosigkeitâ in Kenia, da es bislang nicht gelungen ist, ein lokales Strafgericht zur Aburteilung der Verursacher und HintermĂ€nner der gewaltsamen Ausschreitungen nach den Wahlen am 27. Dezember 2007 einzurichten. Eine endgĂŒltige Entscheidung, ob der IStGH in Den Haag sich des Falles Kenia offiziell annimmt, steht noch aus.
Menschenrechtsverteidiger sahen sich Bedrohungen und groĂen persönlichen Risiken ausgesetzt. Bei pogromartigen ZusammenstöĂen zwischen einzelnen Ethnien kommt es ebenfalls immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen. Tausende von Menschen wurden bereits gewaltsam aus ihren HĂ€usern vertrieben. Sexualverbrechen wie Vergewaltigungen und Zwangsbeschneidungen von Frauen und MĂ€dchen ist nach wie vor weit verbreitet. Im MĂ€rz erschien eine Studie der International Federation of Women Lawyers (FIDA), der zufolge in Kenia fĂŒr Frauen und MĂ€dchen mit Behinderungen das Risiko, Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden, dreimal so hoch ist wie fĂŒr nicht behinderte Frauen. Die Studie stellte auĂerdem fest, dass entsprechende VorfĂ€lle praktisch nie zur Anzeige gelangen.[19][20][21]
Die Kinderprostitution in dem ostafrikanischen Land hat gemÀà einem UNICEF-Bericht dramatische Ausmasse angenommen. Fast ein Drittel aller MĂ€dchen zwischen 12 und 18 Jahren hĂ€tten bereits Sex gegen Geld oder Geschenke gehabt. Bei rund 36% aller Geschlechtsakte mit Kinderprostituierten seien keine Kondome verwendet worden. Laut dem Bericht bieten bis zu 15.000 MĂ€dchen im Alter von 12 bis 18 Jahren an den kenianischen KĂŒsten gelegentlich Sex gegen Geld oder SachgĂŒter an. Das seien bis zu 30% dieser Altersgruppe in der Region. RegelmĂ€Ăig prostituierten sich dort zwei- bis dreitausend Jungen und MĂ€dchen.[22] Im Human Rights Report 2009 der vereinigten Staaten von Amerika wird zur Situation der Menschenrechte in Kenia zusĂ€tzlich der Menschenhandel und die Rekrutierung von Kindersoldaten erwĂ€hnt.[23]
In Kenia herrscht ein Klima der gesellschaftlichen Ablehnung, Diskriminierung und Gewalt gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder GeschlechtsidentitĂ€t. 2007 hat der Rat der Imame und Prediger von Kenia, HomosexualitĂ€t öffentlich verurteilt und sich gegen die Legalisierung von gleichgeschlechtlichen Ehen ausgesprochen.[24] Das Strafgesetzbuch kriminalisiert und verbietet homosexuelle Handlungen im Allgemeinen und sieht ein Höchststrafmass von 14 Jahren vor. Eine spezielle Klausel nennt explizit homosexuelle Handlungen unter MĂ€nnern und sieht hier eine Höchststrafe von 21 Jahren vor.[25] Im Februar 2010 wurden drei homosexuelle MĂ€nner im KĂŒstenort Mtwapa von einer durch einen Bischof aufgehetzten Menge gejagt, misshandelt und beinahe umgebracht.[26][27]
Im Turbi-Massaker, bei dem es um Viehdiebstahl, Weideland und Wasserrechte ging, waren 2005 bei KĂ€mpfen zwischen verfeindeten Ethnien 90 Menschen ums Leben gekommen.
Am 10. April 2006 ereignete sich in der NĂ€he von Marsabit ein FlugzeugunglĂŒck, bei dem 14 Menschen ums Leben kamen. Drei Insassen ĂŒberlebten den Absturz einer Harbin Yunshuji Y 12 II Turbo Panda (chinesische Weiterentwicklung der russischen Antonow An-26), die bei stĂŒrmischem Wetter und Nebel in einen HĂŒgel raste. Das Flugzeug brannte sofort völlig aus. Unter den 14 Personen befanden sich hochrangige Politiker. Es handelte sich hierbei um 4 (Assistant) Minister, 6 Parlamentarier, 1 anglikanischen Bischof und weitere Regierungsangestellte. Die Gruppe war auf dem Weg, um FriedensgesprĂ€che mit verfeindeten nomadischen Clans zu fĂŒhren. Drei der verunglĂŒckten Politiker reprĂ€sentierten die dort angesiedelten und seit langem verfeindeten Clans. MP Dr. Bonaya Godana war ein Gabbra, MP Abdi Sasura ein Borana und Vize-Minister Titus Ngoyoni ein Rendille. Erst kurz zuvor waren sie ĂŒbereingekommen, fĂŒr den Frieden in der Region zusammenzuarbeiten. Da fast alle Toten im Flugzeug aus dieser Gegend stammten, verlor die Provinz mit einem Schlag einen GroĂteil ihrer politischen Elite.
PrĂ€sident Kibaki ordnete drei Tage Staatstrauer an; das Parlament unterbrach seine Arbeit fĂŒr eine Woche. Die durch den Tod notwendigen fĂŒnf Nachwahlen brachten am 24. Juli 2006 in drei FĂ€llen Verwandte der Getöteten ins Parlament. In Nakuru gewann William Kariuki Mirugi, der 28-JĂ€hrige Sohn des verstorbenen Mirugi Kariuki. Er gehört der neuen â von PrĂ€sident Kibaki favorisierten â Partei NARC-K an.
Korruption kann in Kenia in allen Regierungsperioden der drei bisherigen PrĂ€sidenten Kenyatta, Moi und Kibaki beobachtet werden. Im Korruptions-Index (Corruption Perceptions Index; CPI) von Transparency International rangiert Kenia unter 178 LĂ€ndern an 154. Stelle[28] Eine SchĂ€tzung besagt, dass der durchschnittliche kenianische Stadtbewohner 16 Mal pro Monat besticht, z. B. Polizisten an StraĂensperren. Sicherlich sind die meisten dieser Bestechungsgelder klein und nicht immer im politischen Raum zu suchen. In die groĂen KorruptionsfĂ€lle, seien es Bestechungen, Verschwendungen oder das Abzweigen von Geldern bei völlig ĂŒberteuerten GeschĂ€ften, waren nicht nur GeschĂ€ftsleute, sondern immer auch Regierungsstellen, teils in groĂem AusmaĂ, verwickelt.
Zwei der bedeutendsten Korruptionsskandale waren der Goldenberg-Skandal, in dem Kenia Anfang der 1990er-Jahre 700 Millionen Euro durch gefÀlschte Gold- und Diamantenexporte verlor, sowie der Anglo-Leasing-Skandal.
Die aktuelle Politik ist stark mit der Auseinandersetzung um die Korruption beschÀftigt. Zwei Körperschaften bekÀmpfen neben der Presse und den gesellschaftlichen Gruppierungen offiziell die Korruption:
Die gröĂten StĂ€dte sind (Stand 1. Januar 2005):
Der Staat Kenia gliedert sich in sieben Provinzen und einen Hauptstadt-Distrikt:
| Karte | Nr. | Provinz | FlĂ€che (kmÂČ) | Einwohnerzahl | Hauptstadt |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Central | 13.236 | 4.304.300 | Nyeri | |
| 2 | Coast | 84.113 | 2.583.600 | Mombasa | |
| 3 | Eastern | 154.354 | 5.380.200 | Embu | |
| 4 | Nairobi | 693 | 2.165.600 | - | |
| 5 | North-Eastern | 126.186 | 459.000 | Garissa | |
| 6 | Nyanza | 12.507 | 4.889.700 | Kisumu | |
| 7 | Rift Valley | 182.413 | 7.630.300 | Nakuru | |
| 8 | Western | 8.285 | 3.569.400 | Kakamega | |
| gesamt | 581.787 | 30.982.100 | Nairobi |
Kenias Bruttosozialprodukt ist in den letzten Jahrzehnten im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten ĂŒberdurchschnittlich gewachsen. Da auch das Bevölkerungswachstum ĂŒberdurchschnittlich war, hat sich dies nicht in einer wesentlichen Verbesserung der LebensverhĂ€ltnisse der meisten Kenianer niedergeschlagen. Die Arbeitslosenquote lag 2008 bei etwa 40 %, die Inflationsrate bei etwa 26 %.[1]
Weit mehr als die HÀlfte der Kenianer leben von der Landwirtschaft, doch sind nur etwa 20 Prozent der FlÀche des Landes nutzbar. Der Rest ist wegen karger Böden oder zu geringen NiederschlÀgen meist Brach- oder Bergland. Angebaut werden neben Kaffee und Tee auch Sisal und Pyrethrum, das als Basis vieler InsektenbekÀmpfungsmittel dient.
Daneben erzeugen die Menschen hauptsĂ€chlich fĂŒr den Eigenbedarf Mais, Weizen, Gerste, Zuckerrohr, Bohnen, Bananen, Reis, Ananas und Baumwolle.
In der Viehwirtschaft sind die Mast- und Milchrinder vorherrschend. Die gröĂeren Betriebe im Hochland Kenias haben einen guten Entwicklungsstand erreicht. Umfangreiche Rinder-, Schaf-, Ziegen- und sogar Kamel-Herden mĂŒssen mit den kargen Mitteln des Landes ernĂ€hrt werden.
Viel Waldgebiet steht unter Naturschutz. DemgemÀà sind die BambuswĂ€lder fĂŒr die Papierindustrie und die Rinde der Akazien (als Gerbstoff genutzt) im Freiland von eher untergeordneter Bedeutung.
Allerdings wird etwa der besonders artenreiche Dakatcha-Tropenwald im SĂŒdosten des Landes aktuell durch den geplanten Bau einer Jatropha-Plantage durch die Firma Kenya Jatropha Energy zur Gewinnung von Agrarenergie bedroht. Die groĂflĂ€chige Plantage wĂŒrde auch Auswirkungen auf die traditionelle Landwirtschaft der mehr als 20.000 in dem Gebiet lebenden indigenen Kleinbauern mit sich ziehen, weshalb das Vorhaben allgemein umstritten ist.[29]
Kenia hat nur geringfĂŒgige Vorkommen an BodenschĂ€tzen. Man gewinnt in nennenswerter Menge Natriumcarbonat (z. B. im Magadi-See) und Salz, daneben geringe Mengen an Gips, Blei, Gold, Silber, Kupfer, Asbest, Kalkstein, Graphit sowie Flussspat, Kieselgur und Seifenstein.
Kenia lebt vom Kaffee- und Tee-Export, von der Industrie (Maschinen- und Fahrzeugbau, Textil und Bekleidung, ErnĂ€hrung und Genussmittel) und vom Tourismus (Nationalparks und Wildreservate). Der Handel mit Elfenbein und der Abschuss von Elefanten ist verboten, was gröĂtenteils auf das Engagement von Richard Leakey zurĂŒckzufĂŒhren ist.
Gegen Ende der 1990er-Jahre konnte im gleichen MaĂe, wie der Kaffee an Bedeutung verlor, die Blumen-Industrie gewinnen. Kenia hat 2003 Israel als gröĂten Blumenexporteur der Welt abgelöst und konnte 2005 seinen Marktanteil am europĂ€ischen Blumenmarkt auf 31 % ausdehnen.
Aus der Viehwirtschaft kommen Butter, Fleisch, HĂ€ute und Felle in den Export.
| VerĂ€nderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in % gegenĂŒber dem Vorjahr (real) | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | |
| VerÀnderung in % gg. Vj. | -0,2 | 1,1 | 1,1 | 2,8 | 4,6 | 5,7 | 6,1 | 7,0 | 4,1 | 5,5 | |
| Quelle: gtai [30] | |||||||||||
| Entwicklung der Inflationsrate in % gegenĂŒber dem Vorjahr |
Entwicklung des Haushaltssaldos in % des BIP (âminusâ bedeutet Defizit im Staatshaushalt) | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | Jahr | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 |
| Inflationsrate | 9,8 | 11,6 | 10,3 | 14,5 | 9,7 | 26,8 | 7,0 | Haushaltssaldo | -1,7 | -2,0 | ~-3 | -2,1 | -3,8 | -5,2 | -5,0 |
| Quelle: gtai [30] | |||||||||||||||
| Entwicklung des AuĂenhandels (AuĂenhandel in Mrd. US$ und seine VerĂ€nderung gegenĂŒber dem Vorjahr in %) | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2003 | 2004 | 2005 | ||||||
| Mrd. US$ | % gg. Vj. | Mrd. US$ | % gg. Vj. | Mrd. US$ | % gg. Vj. | |||
| Einfuhr | 4,18 | 28,6 | 5,56 | 33,0 | 6,89 | 28,5 | ||
| Ausfuhr | 2,74 | 2,6 | 3,26 | 19,0 | 3,56 | 9,2 | ||
| Saldo | -1,44 | -2,30 | -3,33 | |||||
| Quelle: bfai [31] | ||||||||
Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 8,76 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 6,86 Mrd. US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 6,2 % des BIP.[1]
Die Staatsverschuldung betrug 2009 16,54 Mrd. US-Dollar oder 54,1 % des BIP.[1]
2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:
Die San-Marco-Plattform (San Marco Equatorial Range â SMER, Centro Spaziale Luigi Broglio) ist ein Raketenstartplatz vor der KĂŒste Kenias zum Start von Feststoffraketen. Die San Marco Plattform besteht aus zwei ehemaligen Ălplattformen und zwei Versorgungschiffen, die bei einer Wassertiefe von etwa 20 m verankert sind. Der nĂ€chste Ort an der KĂŒste ist Malindi. Die NĂ€he zum Ăquator ist vorteilhaft, da durch die höhere Rotationsgeschwindigkeit der Erde gegenĂŒber Ă€quatorferneren RaketenstartplĂ€tzen weniger Treibstoff zum Erreichen der Erdumlaufbahn benötigt wird.
Im Zeitraum von 1964 bis 1988 wurden 18 Höhenforschungsraketen und neun Scout-TrĂ€gerraketen gestartet. Z.B. wurde von der San-Marco-Plattform 1972 der Röntgensatellit Uhuru (âFreiheitâ auf Swahili) mit einer Scout-Rakete in den Orbit gebracht. Am 16. Februar 1980 wurden von dieser Plattform zur Beobachtung einer totalen Sonnenfinsternis einige Höhenforschungsraketen gestartet.
Obwohl seit 1988, insbesondere durch die Einstellung der Scout-Produktion, keine Nutzung bekannt ist, wird der Startplatz in StartplÀnen russischer Feststoffraketen Start-1 oder dem europÀischen Vega-Programm genannt, da die Zulassung der Plattformen bis 2014 gilt.
Es sind insgesamt 3000 Kilometer Eisenbahnstrecken und fast 65.000 Kilometer StraĂen im Verkehrsnetz in Kenia verbaut. Den Touristen ermöglicht das auch, relativ problemlos zu ihren Ferienorten und ins Landesinnere zu reisen.
Die kenianische Fluggesellschaft Kenya Airways beschĂ€ftigt fast 3000 Arbeitnehmer und unterhĂ€lt ein internationales Liniennetz. In Kenia gibt es zwei groĂe internationale FlughĂ€fen Nairobi und Mombasa, neben vielen kleinen FlugplĂ€tzen. Allein ĂŒber 30 Fluglinien fliegen Nairobi an, da von dort viele Safaris starten.
Unter anderem sind folgende Verkehrsmittel dort verbreitet:
Mit Beginn des 21. Jahrhunderts hat die Zahl der MobilfunkanschlĂŒsse stark zugenommen. Es gibt etwa 19,4 Millionen MobilfunkanschlĂŒsse sowie etwa 664.000 FestnetzanschlĂŒsse (Stand 2009).[1] Durch die zunehmende Verbreitung von InternetcafĂ©s und der Nutzung des Mobilfunknetzes steht vielerorts Internet zur VerfĂŒgung.
Im Jahr 2010 waren nur etwa 13 % der kenianischen Haushalte an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Die Regierung plant die Versorgung bis 2012 auf 22 %, bis 2022 auf 65 % und schlieĂlich bis 2030 auf 100 % auszubauen. Dementsprechend wird auch mit einem starken Anstieg des Energiebedarfs von etwa 1300 MWel pro Jahr im Jahr 2010, ĂŒber 2500 MW im Jahr 2015 auf 15.000 MW im Jahr 2030 gerechnet.
Bis 2030 soll die installierte Leistung auf 19.200 MW ausgebaut werden, dabei sollen 5110 MW aus Geothermie, 1039 MW aus Wasserkraft, 2036 MW aus Windenergie, 3615 MW aus Ăl, 2420 MW aus Kohle, 2000 MW aus Importen sowie 3000 MW aus sonstigen EnergietrĂ€gern gedeckt werden.[33]
Kenia ist zu etwa 65 % auf Wasserkraft angewiesen. Lang anhaltende Trockenperioden seit 2009 und groĂflĂ€chige Abholzung der WĂ€lder reduzierten jedoch die VerfĂŒgbarkeit der Wasserkraftwerke auf etwa 30 %, was den vermehrten Einsatz von Ălkraftwerken erforderlich macht und damit zu einer verstĂ€rkten AbhĂ€ngigkeit von Importen fĂŒhrt.[34]
| EnergietrÀger | Strommenge 2011 (MWh) |
Anteil 2011 | Strommenge 2030 geplant (MWh) |
Anteil 2030 geplant |
|---|---|---|---|---|
| Wasserkraft | 743 | 52,1 % | 1039 | 5,4 % |
| Fossil | 456 | 32,5 % | 6035 | 31,4 % |
| Geothermie | 198 | 13,2 % | 5110 | 26,6 % |
| Biomasse | 26 | 1,8 % | ? | ? |
| Windkraft | 6 | 0,4 % | 2036 | 10,6 % |
| Sonstige | â | â | 3000 | 15,6 % |
| Import | â | â | 2000 | 10,4 % |
| Summe | 1429 | 100,0 % | 19.220 | 100,0 % |
| regenerativer Anteil | 973 | 67,5 % | ca. 11.000 | ca. 60 % |
Wegen der geringen Versorgungssicherheit der Wasserkraftwerke setzt Kenia verstÀrkt auf andere erneuerbare EnergietrÀger.[33]
Kenia errichtete 1981 als erstes afrikanisches Land ein Geothermiekraftwerk. Die im Besitz des staatlichen Energieerzeugers KenGen befindlichen Kraftwerke Olkaria IâIII sowie das in Privatbesitz befindliche Kraftwerk Olkaria IV in der Rift-Valley-Provinz decken mit einer Gesamtleistung von 198 MW 13,2 % des kenianischen Strombedarfs â damit liegt Kenia im internationalen Spitzenfeld. Bis 2017 soll die KapazitĂ€t um 576 MW erweitert werden und rund 35 % des Gesamtbedarfs decken.[35] Geologische Untersuchungen ergaben ein Potential fĂŒr Geothermie zwischen 7000 und 10.000 MW verteilt auf 14 LagerstĂ€tten.
In der Lake-Turkana-Region soll bis 2013 Afrikas gröĂter Windpark mit einer Gesamtleistung von 310 MW entstehen. Die Bauarbeiten an dem 617 Millionen Euro teuren Lake Turkana Wind Power-Projekt sollen im Dezember 2011 beginnen. Nach der Fertigstellung sollen so jĂ€hrlich bis zu 700.000 Tonen CO2-Emissionen durch den Wegfall von Ălkraftwerken vermieden werden können, das entspricht den CO2-Emissionen von etwa 150.000 PKW.[36]
Im September 2010 gab Energieminister Patrick Nyoike bekannt, dass bis 2017 ein Atomkraftwerk mit einer Leistung von 1000 MW errichtet werden soll. Das Kraftwerk soll mit sĂŒdkoreanischer Technologie errichtet werden und etwa 2,6 Milliarden Euro (3,5 Mrd. US$) kosten.[37]
In Kenia sind lediglich etwa 70 % der stĂ€dtischen und nur 48 % der lĂ€ndlichen Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser versorgt.[38] Die kenianischen StĂ€dte Mombasa und Nairobi werden mit Wasser aus den Mzina Springs versorgt. Aus der Quelle von Mzima Springs im gröĂten National Park Kenias sprudeln tĂ€glich 200 Millionen Liter Trinkwasser. Das Quellwasser entstammt aus unterirdischen GĂ€ngen und wird durch das Lavagestein der Umgebung gefiltert. [39]
In Kenia findet sich eine Vielzahl an unterschiedlichen Landschaften, die alle charakteristisch fĂŒr den afrikanischen Kontinent sind. Schöne KĂŒstengebiete und ein langes Korallenriff, weite Savannen mit GroĂwildtieren, schneebedeckte Gipfel, WĂŒste und ein kleiner Dschungel (Regenwald). Dies alles ist im Wesentlichen fĂŒr den Tourismus erschlossen, sowohl was den Massentourismus â meist an der KĂŒste â aber auch den Individualtourismus â eher im Landesinneren, z. B. bei der Besteigung des Mount Kenya â angeht. Tragendes Element des Tourismus sind neben den weiĂen StrĂ€nden an der KĂŒste die groĂen Nationalparks (siehe oben).
PrÀhistorische StÀtten, die besucht werden können, sind z. B. die Olorgesailie Prehistoric Site oder Kariandusi bei Gilgil. Viele GrabungsstÀtten der PalÀoanthropologen, wie etwa des Orrorin tugenensis, können jedoch nicht besucht werden. Die anthropologische Forschung Kenias ist untrennbar mit dem Namen der Familie Leakey verbunden.
The Standard: Im MĂ€rz 2006 kam es zu einem recht mysteriösen Ăberfall einer Spezialeinheit der Polizei auf die Tageszeitung The Standard und deren Fernsehsender KTN. Bei der Polizeiaktion liefen die ĂŒblichen Ăberwachungskameras weiter. Die Spezialeinheit hatte vergessen, die Kameras auszuschalten oder wenigstens die Videos zu beschlagnahmen. Diese Bilder wurden am nĂ€chsten Tag im Fernsehen gesendet und konnten weltweit von der Website des Standard heruntergeladen werden.
Die Attacke wurde von einer Schnellen Eingreiftruppe namens Kanga Squad durchgefĂŒhrt, die von Offizieren der Geheimpolizei CID und der paramilitĂ€rischen Einheit General Service Unit (GSU) befehligt wurden. Die Kanga Squad waren mit russischen AK 47- und deutschen G3-Gewehren bewaffnet. Der Ăberfall erfolgte simultan auf die BĂŒros des Standard und der KTN-SenderĂ€ume in Nairobi. Gleichzeitig wurden die Druckanlagen im Industriegebiet stillgelegt und Stapel frisch gedruckter Zeitungen in Brand gesetzt. In den BĂŒros wurde Equipment wie Computer und Unterlagen beschlagnahmt. Die TV-Sendung wurde sofort unterbrochen.
Als spĂ€tere BegrĂŒndung fĂŒr die Attacke gab der Innenminister John Michuki einen Verdacht auf angebliche staatsfeindliche AktivitĂ€ten der Zeitungsredaktion an. Die Zeitung hatte zuvor veröffentlicht, dass sich Kibaki mit Kalonzo Musyoka, einem seiner stĂ€rksten politischen Gegner, heimlich im PrĂ€sidentenpalast getroffen haben sollte. Die Opposition protestierte.
Radio Hope: Am 12. Mai 2006 ereignete sich ein Ă€hnlicher Ăberfall auf Radio âHope FMâ, eine christliche Station der Nairobi Pentecostal Church, bei der bewaffnete Gangster die SenderĂ€ume stĂŒrmten, einen Wachmann erschossen und zwei weitere Menschen verletzten und anschlieĂend die RĂ€ume in Brand setzten.
Das Media Council of Kenya (MCK) grĂŒndete daraufhin am 2. Juni 2006 unter der Leitung des altgedienten Journalisten Mitch Odero einen Presserat (Ethics Team), um alle VorwĂŒrfe gegen die Presse selbst regeln zu können.
Die meisten der kenianischen Museen, die ĂŒber das ganze Land verstreut liegen, werden von den National Museums of Kenya (NMK) verwaltet.
Weitere Museen werden von anderen Organisationen unterhalten, so das Railway Museum oder die National Archives.
Besonders Nairobi bietet hĂ€ufige nationale oder internationale Musik-, Tanz- und Akrobatik-Shows, sei es in groĂen Hotels, TheaterspielstĂ€tten, Schulen oder Kulturzentren. Der Tradition verschrieben sind die Gonda Traditional Entertainers, die Bomas of Kenya und die Original Zengala Band.
Die bekannteste Band aus Kenia ist die Safari Sound Band, die bereits mehrfach mit Platin ausgezeichnete Alben veröffentlichen konnte. Auch in Europa feierte die Safari Sound Band bereits groĂe Erfolge auf Tourneen.
Kenia hat eine reiche Chormusikszene mit einer starken Betonung auf religiösen Gesang. Einer der bekanntestes Chöre ist der Muungano National Choir unter der Leitung von Boniface Mganga, der unter anderem auch die bekannte kongolesische Missa Luba singt.
Bekannte kenianische SĂ€nger sind: Susan Awiyo, Merry Johnson, Alex und Merry Ominde, Kim4Love, Necessary Noize (SĂ€ngerin: Nazizi), Longombaz und Redsan, Juacali.
Das Theaterleben wird stark vom Schultheater geprĂ€gt. Jedes Jahr finden in den Distrikten, Provinzen und auf nationaler Ebene Wettbewerbe und Festivals statt. Die StĂŒcke, die sich um das Genre des Volkstheaters bewegen â und thematisch z. B. hĂ€ufig AIDS oder frĂŒhe Schwangerschaft aufgreifen â werden hĂ€ufig im Fernsehen gezeigt.
Klassische TheaterspielstÀtten gibt es wenige, so das Kenya National Theater, welches jedoch kein festes Ensemble hat, sondern nationalen und internationalen Truppen und Show-Events Raum bietet.
Bekanntere Theatergruppen sind Heartstrings Ensemble, Mbalamwezi Players, Tufani, Hearts Ablaze und Winds of Change. Bekannte Schauspieler sind Winnifred Gitao, Angel Waruinge, Antony Kinuthia und Benta Stephanie Ochieng. Mumbi Kaugwa ist zudem StĂŒckeschreiber und Regisseurin.
Die einzige feste Truppe mit eigener SpielstĂ€tte, meist Laien mit einer erstaunlichen QualitĂ€t, haben die Phoenix Players Theatre Company. Der Theaterraum ohne BĂŒhne und Vorhang ist der Keller des Professional Centre in der Innenstadt Nairobis. Die Truppe ist unter seinem GrĂŒnder James Falkland 1984 aus dem kolonialen und von der Familie Maule betriebenen Donovan Maule Theater hervorgegangen, das im modernen Kenia nicht mehr lebensfĂ€hig war. Die Phoenix Players haben sich mit einem speziellen Programm dem Thema Anti-HIV gewidmet. Sie leben von ihren Mitgliedern und Spendern, kĂ€mpfen aber trotzdem stĂ€ndig um ihre Existenz.
Ansonsten bieten die Kulturzentren groĂer Nationen in Nairobi Theatergruppen und SĂ€le, in denen periodisch Theater gespielt wird, so im French Cultural Centre, dem Alliance Francaise oder im Goethe-Institut.
Aufgrund dieser Bedingungen hat sich eine kleine, aber lebhafte Theaterszene entwickelt. Autoren wie Cajetan Boy oder Jimmy Makotsi schreiben moderne authentische StĂŒcke in Englisch oder Swahili.
Das Filmleben wird in den groĂen StĂ€dten vom US-amerikanischen Mainstream und von Bollywood (aufgrund der starken indischen Minderheit im Land) beherrscht. Gemeinsam organisieren das Alliance Francaise und das Goethe-Institut in Nairobi z. B. Kinderfilm-Festivals.
Kenia ist ein Land, in dem relativ viele internationale Filme gedreht werden, z. B. Jenseits von Afrika (1986), Die weiĂe Massai (2004), Der ewige GĂ€rtner (2005) oder Afrika, mon amour (2007).[40]
FĂŒr das Fernsehen, die Kenya Broadcasting Corporation (KBC) werden auch Filme im Land produziert, so z. B. Reflections oder Naliaka von Brutus Serucho.
Die öffentlichen Feiertage wurden in der Verfassung von 2010 neu festgelegt. Darin wurden Feiertage, wie der 10. Oktober (Moi Day, zu Ehren des frĂŒheren PrĂ€sidenten Daniel arap Moi) gestrichen. Der 20. Oktober (Kenyatta Day, zu Ehren des ersten PrĂ€sidenten Jomo Kenyatta) wurde umbenannt in Mashujaa Day â einem Gedenktag fĂŒr alle Helden in der kenianischen Geschichte. Idd ul-Azha und Diwali gelten nur fĂŒr Angehörige der jeweiligen Glaubensrichtung als öffentliche Feiertage. Sollte ein öffentlicher Feiertag auf einen Sonntag fallen wird der nĂ€chste darauf folgende Werktag zum Feiertag.[41]
Auch werden zu bestimmten AnlÀssen immer wieder einzelne Tage zum Feiertag erklÀrt; dieses gilt jedoch nur in dem entsprechenden Jahr. Z.B. wurde anlÀsslich des Wahlsieges von US-PrÀsident Barack Obama der 6. November 2008 als Obama Day zum Feiertag erklÀrt.[42]
| Feiertage | |||
|---|---|---|---|
| Datum | Name | Deutscher Name | Anmerkungen |
| 1. Januar | New Years Day | Neujahr | |
| MĂ€rz/April | Good Friday | Karfreitag | Termin variabel |
| MĂ€rz/April | Easter Monday | Ostermontag | Termin variabel |
| 1. Mai | Labour Day | Erster Mai | |
| 1. Juni | Madaraka Day | â | siehe Jomo Kenyatta |
| September/Oktober | Idd ul-Fitr | Fest des Fastenbrechens | Termin variabel, abhÀngig vom Erscheinen des Mondes |
| 20. Oktober | Mashujaa Day | Tag der Helden | vor der Verfassung von 2010 als Kenyatta Day gefeiert |
| Oktober/November | Diwali | Hinduistisches Lichterfest | Termin variabel, abhÀngig vom Erscheinen des Mondes |
| 12. Dezember | Jamhuri Day | Tag der Republik | Nationalfeiertag, UnabhĂ€ngigkeit von GroĂbritannien (1963) |
| 25. Dezember | Christmas Day | Weihnachten | |
| 26. Dezember | Boxing Day | 2. Weihnachtsfeiertag | |
| Idd ul-Azha | Islamisches Opferfest | Termin variabel, abhÀngig vom Erscheinen des Mondes | |
Gemeinsam mit den afrikanischen Staaten Ăthiopien und Marokko stellt Kenia regelmĂ€Ăig die besten LangstreckenlĂ€ufer der Welt, insbesondere in den olympischen Disziplinen 5000-Meter-Lauf, 10.000-Meter-Lauf, dem Hindernislauf und zunehmend auch dem Marathonlauf.
Der aktuell bekannteste FuĂballspieler des Landes ist McDonald Mariga, welcher bei Inter Mailand spielt.
Portal:Kenia â Ăbersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Kenia
Ăgypten1 | Algerien | Angola | Ăquatorialguinea | Ăthiopien | Benin | Botswana | Burkina Faso | Burundi | Dschibuti | ElfenbeinkĂŒste | Eritrea | Gabun | Gambia | Ghana | Guinea | Guinea-Bissau | Kamerun | Kap Verde | Kenia | Komoren | Kongo (Dem. Rep.) | Kongo (Rep.) | Lesotho | Liberia | Libyen | Madagaskar | Malawi | Mali | Marokko | Mauretanien | Mauritius | Mosambik | Namibia | Niger | Nigeria | Ruanda | Sambia | SĂŁo TomĂ© und PrĂncipe | Senegal | Seychellen | Sierra Leone | Simbabwe | Somalia | SĂŒdafrika | Sudan | SĂŒdsudan | Swasiland | Tansania | Togo | Tschad | Tunesien | Uganda | Zentralafrikanische Republik
Andere Gebiete:
Ăles Ăparses |
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Kanarische Inseln |
Mayotte |
Plazas de soberanĂa (mit Ceuta und Melilla) |
Réunion
Umstrittene Gebiete:
Somaliland |
Westsahara
1 Liegt zum Teil auch in Asien.
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Andere Gebiete: Demokratische Arabische Republik Sahara
Suspendierte Mitglieder: Guinea, Madagaskar, Mauretanien, Niger
Ehemaliges Mitglied: Marokko
Antigua und Barbuda | Australien | Bahamas | Bangladesch | Barbados | Belize | Botswana | Brunei | Dominica | Fidschi | Gambia | Ghana | Grenada | Guyana | Indien | Jamaika | Kamerun | Kanada | Kenia | Kiribati | Lesotho | Malawi | Malaysia | Malediven | Malta | Mauritius | Mosambik | Namibia | Nauru | Neuseeland | Nigeria | Pakistan | Papua-Neuguinea | Ruanda | Salomonen | Sambia | Samoa | Seychellen | Sierra Leone | Singapur | Sri Lanka | St. Kitts und Nevis | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen | SĂŒdafrika | Swasiland | Tansania | Tonga | Trinidad und Tobago | Tuvalu | Uganda | Vanuatu | Vereinigtes Königreich | Zypern
0.437.85Koordinaten: 0° N, 38° O