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Kia Motors

KIA Motors.svg
Koreanische Schreibweise
koreanisches Alphabet: êž°ì•„ 자동찚
chinesische Schriftzeichen: è”·äșž è‡Șć‹•è»Š
Revidierte Romanisierung: Gia Jadongcha
McCune-Reischauer: Kia Chadongch'a
Kia-Logo von einem Sorento Limited

Kia Motors ist ein sĂŒdkoreanischer Kraftfahrzeughersteller, der seit 1998 zur Hyundai Kia Automotive Group gehört. Der Name Kia basiert auf Hanja: „ki“ (è”·, Hangeul: êž°) steht fĂŒr aufsteigen und „a“ (äșž, Hangeul: 아) fĂŒr Asien.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Unternehmens

Europazentrale in Frankfurt am Main
Am MessegelÀnde

Im Jahre 1944 wurde die „Kyongseong Precision Industry“ gegrĂŒndet, die ab 1952 in Korea unter dem neuen Namen „Kia Industry Company“ FahrrĂ€der herstellte. 1961/62 begrĂŒndete Kia die koreanische Fahrzeugindustrie mit dem Bau eines Motorrads und eines dreirĂ€drigen Minilasters. Knapp zehn Jahre spĂ€ter wurde dann der erste vierrĂ€drige Lkw, der Kia Titan, produziert, der in Korea noch heute als Synonym des Lasters gilt. Zwei Jahre spĂ€ter, 1973, ging das Unternehmen an die Börse. Im selben Jahre baute Kia den ersten Ottomotor Koreas. Wiederum ein Jahr spĂ€ter lief dann der erste Kia-Pkw, der Kia Brisa, vom Band, dessen Pick-Up-Version das erste koreanische Exportauto war.

1976 ĂŒbernahm Kia den Konkurrenten Asia Motors. Zwei Jahre spĂ€ter baute Kia auch den ersten koreanischen Dieselmotor. Von 1979 bis 1981 wurden in Lizenz die Modelle Peugeot 604 und Fiat 132 fĂŒr den koreanischen Markt gebaut.

Im Jahr 1981 wurde mit einem neuen Management der Grundstein fĂŒr ein weiteres Wachstum zu einem globalen Automobilhersteller gemacht. Der Fokus wurde zunĂ€chst auf die Nutzfahrzeuge gelegt – speziell auf den Kia Bongo. Investitionen und ein Lizenzvertrag mit Mazda im Jahr 1983 ermöglichte auch wieder die Produktion von PKW. Zusammen mit Mazda und Ford wurde ab 1986 der Topseller hergestellt: Der Kia Pride, welcher ĂŒber zwei Millionen Mal verkauft wurde. 1992 folgt die Expansion nach Amerika, ein Jahr spĂ€ter auch nach Deutschland. FĂŒr Europa wurde der Kia Sportage zwischen 1995 und 1998 von Karmann in OsnabrĂŒck gebaut.

1998 gerĂ€t Kia wegen der asiatischen Finanzkrise unter Insolvenzverwaltung und wird wenig spĂ€ter von der Hyundai Group ĂŒbernommen. 2000 entwickelte sich daraus die Hyundai Motor Group, die seit 2003 den Namen Hyundai Kia Automotive Group trĂ€gt. Seit 1999 schreibt Kia wieder schwarze Zahlen. Gemeinsam mit Hyundai stieg man 2004 zum siebtgrĂ¶ĂŸten Automobilhersteller der Welt auf.

Seit September 2007 befindet sich die Europazentrale des Unternehmens an der Theodor-Heuss-Allee in Frankfurt am Main in unmittelbarer NĂ€he zum MessegelĂ€nde. Entwickelt werden die Fahrzeuge fĂŒr den europĂ€ischen Markt im Entwicklungszentrum in RĂŒsselsheim (gemeinsames Entwicklungszentrum von KIA und Hyundai). Produziert werden Kia-Fahrzeuge im Ursprungsland des Herstellers Korea (mehr als 24.600 Angestellte), in China (ĂŒber 3.300 Arbeiter) und seit 2006 auch im hochautomatisierten Werk in der Slowakei (Kia Motors Slovakia).[1] In Georgia (USA) wurde ein weiteres Werk gebaut, in dem seit Ende 2009 bis zu 300.000 Einheiten pro Jahr produziert werden. (Kia Motors Manufacturing Georgia)[2]

Marktstellung

Kia Motors verkauft ungefĂ€hr je ein Drittel aller seiner Fahrzeuge in Korea und in den USA. DrittgrĂ¶ĂŸter Abnahmemarkt fĂŒr Kia-Fahrzeuge ist Europa, in dem im Jahr 2008 insgesamt 12,3 % aller VerkĂ€ufe vonstatten gingen.[1]

Zulassungen in Deutschland
Jahr Anzahl
der Zulassungen
Prozent der
Gesamtzulassungen
2011 42.065 1,30 %
2010 36.624 1,26 %
2009 55.379 1,46 %
2008 34.322 1,11 %
2007 40.381 1,28 %
2006 46.184 1,33 %
2005 49.820 1,49 %
2004 34.103 1,04 %
2003 26.386 0,82 %
Zulassungen in Österreich
(2010 bis einschl. Oktober)
Jahr Anzahl
der Zulassungen
Prozent der
Gesamtzulassungen
2010 8.118 2,90 %
2009 8.954 2,80 %
2008 6.946 2,37 %
2007 5.168 1,73 %
2006 5.874 1,90 %
2005 5.588 1,81 %
2004 4.368 1,40 %
2003 2.400 -

Zeitleiste

Zeitleiste der Kia- und Asia-Modelle von 1970 bis heute
Kia „Kia Industry Company“ ab 1974 mit PKW-Bau „Kia Motors“ ab 1998 Teil von Hyundai
Asia Asia Motors Teil von Kia Industry Company bzw. Kia Motors 1999 komplett in Kia integriert
Typ 70er 80er 90er 2000er 2010er
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1
Kleinstwagen Pride [2] Picanto [6]
Visto / Hyundai Atos Prime
Kleinwagen Avella/Delta [4] Rio I Rio II [6]
Kompaktklasse Brisa [2] Shuma Cerato [6] cee’d [6]
Untere Mittelklasse K303 [2] Capital [2] Sephia/Mentor [2]
Mittelklasse Asia-FIAT 124 [1] Fiat 132 [1] Concord [2] Clarus/Credos [2] Magentis/ Optima I [6] Magentis/ Optima II [6] Optima III / K5 [6]
Obere Mittelklasse Peugeot 604 [3] Enterprise [2] Opirus [6] Cadenza / K7
Oberklasse Potentia [2]
Roadster Elan [5]
GelÀndewagen Rocsta Rocsta Retona
SUV Sportage Sportage II Sportage III
Sorento I Sorento II
Borrego
Minivan Venga
Soul
Van Carens I Carens II Carens III / Rondo
Joice [7]
Carnival I Carnival II
Kleintransporter Towner [8] Towner [8]
Besta [2] Besta Besta
Bongo [2] Bongo Frontier / Pregio Bongo III/ Pregio/ K-Serie

[1] fĂŒr Fiat unter Lizenz produziert
[2] baugleich oder basierend auf Mazda
[3] fĂŒr Peugeot unter Lizenz produziert
[4] in USA, Japan und Australien als Ford verkauft
[5] baugleich mit Lotus Elan
[6] baugleich oder basierend auf Hyundai
[7] in Zusammenarbeit mit Mitsubishi
[8] basiert auf Suzuki bzw. Daihatsu

Modelle

Bauzeit Baureihe Anmerkung Bild

Kleinstwagen

seit 2004 Kia Picanto/Morning Der Picanto hat laut Herstellerangabe den grĂ¶ĂŸten Innenraum seiner Klasse. Kia Picanto 20090906 front.JPG

Kleinwagen

1986–2000 Kia Pride Baugleich mit dem Mazda 121/Ford Festiva Kia Pride silver vl.jpg
1994–1998 Kia Avella Baugleich mit dem Ford Aspire in Nordamerika MHV Kia Avella 01.jpg
seit 2000 Kia Rio Die erste Generation gehört zum Segment der Kompaktklasse. 2005 wurde sie abgelöst, jedoch durch Downsizing zum Kleinwagen umplatziert. 2011 erschien die nunmehr dritte Generation. Kia Rio 1.4 CVVT Edition 7 (UB) – Frontansicht (2), 25. Oktober 2011, DĂŒsseldorf.jpg

Kompaktklasse

1974–1981 Kia Brisa Basiert auf dem Mazda 1000, ab 1976 als Brisa II bzw. K303 basierend auf Mazda 818. Mazda 1000 4 door.jpg
1992–1999 Kia Sephia/Mentor Erstes Modell von Kia auf dem deutschen Markt. Anfangs nur als Stufenheck, spĂ€ter auch als SchrĂ€gheck erhĂ€ltlich. Kia Sephia darkgreen vr.jpg
1997–2004 Kia Shuma/Cerato/Sephia Es gab ihn sowohl in einer SchrĂ€gheck- wie auch in einer Stufenheckversion und in zwei Versionen: Shuma I (1997-2001) und Shuma II (2001-2004). Beide Generationen waren in unterschiedlichen Ausstattungs- und Motorisierungsvarianten erhĂ€ltlich, jedoch gab es kaum technische Unterschiede. Optische Unterschiede bestanden in der Scheinwerferform und am Heck. Kia Shuma.JPG
seit 2004 Kia Cerato/Spectra/Shuma Der Cerato wurde 2004 vorgestellt und wurde schon drei Jahre nach Produktionsbeginn vom moderneren Kia cee'd in Europa abgelöst. Außerhalb Europas wurde das Modell als Faceliftvariante unter der Modellbezeichnung Kia Shuma/Spectra bis 2009 weiterverkauft. Kia Cerato 2.0 EX Automatik Iceblau.JPG
seit 2007 Kia cee'd Seit dem 20. Januar 2007 ist der Nachfolger des nur mĂ€ĂŸig erfolgreichen Cerato auf dem deutschen Markt erhĂ€ltlich. Entwickelt, gebaut fĂŒr und in Europa, stehen am Anfang fĂŒnf Motoren (drei Benziner, zwei Diesel,) und vier Ausstattungsversionen zur VerfĂŒgung. Es sind zurzeit drei Karosserieversionen erhĂ€ltlich: ceeÂŽd (FĂŒnftĂŒrer), proceeÂŽd (DreitĂŒrer, Foto) und Sporty Wagon (Kombi). Kia pro cee'd 2.0 TX Granadagelb.JPG

Mittelklasse

1987–1995 Kia Concord Basiert auf dem Mazda 626 20100902 kia new concord 01.jpg
1989–1996 Kia Capital Basierte auf dem Mazda 626  
1996–2001 Kia Clarus/Credos Er stellte 1996 den Einstieg des Konzerns in die Mittelklasse dar. Vorbild dieses Modells war der Mazda 626, mit dem er sich optische und technische Merkmale teilte. Nachfolger wurde der Magentis. Kia Clarus 2.0 GLX - BJ2001 - white.jpg
seit 2001 Kia Magentis/Optima Er basiert auf der gleichen Plattform wie der Hyundai Sonata, hat jedoch ein anderes Blechkleid als dieser. 20100823 kia k5 001.jpg

Obere Mittelklasse

1992–1996 Kia Potentia Basiert auf dem Mazda 929 20110131 kia new potentia 1.jpg
1997–2002 Kia Enterprise Basiert auf dem Mazda 929 20100731 kia enterprise 01.jpg
2003–2010 Kia Opirus/Amanti Der Kia Opirus ist eine Limousine, die der gehobenen Mittelklasse zugerechnet werden kann. Der Modellname leitet sich von der mesopotamischen Stadt Ophir ab und soll laut Kia Assoziationen zu Luxus und Stil vermitteln. In Nordamerika wird er jedoch unter dem Namen Amanti verkauft. Kia Amanti 2005.jpg
seit 2009 Kia Cadenza/K7 Die neue Limousine ersetzt seit November 2009 den Opirus in SĂŒdkorea. Der Export begann im MĂ€rz 2010 nach SĂŒd- und Mittelamerika, Asien (außer China), Ozeanien, dem Nahen Osten und Afrika. Ab Juni wird er auch in China angeboten. Nach Europa kommt der Cadenza vorerst nicht. 20100904 kia k7 1.jpg

SUV

seit 1994 Kia Sportage Mit diesem Modell stieg Kia ab 1994 in den boomenden GelĂ€ndewagenmarkt ein. Der Produktionsort lag zunĂ€chst nicht in SĂŒdkorea, sondern beim deutschen Fahrzeughersteller Karmann in OsnabrĂŒck. Jedoch entschieden sich die Koreaner aufgrund von VerarbeitungsmĂ€ngeln fĂŒr die Verlegung des Herstellungsortes. So wird der Sportage seit August 2007 fĂŒr Europa im neuen Kia-Werk im slowakischen Zilina gefertigt. Im August 2010 erschien die dritte Generation. Kia Sportage III front 20100805.jpg
seit 2002 Kia Sorento Der Kia Sorento wurde Mitte 2002 auf den Markt gebracht. Vom Äußeren her vermittelt er den Eindruck eines klassischen Sports Utility Vehicle (SUV), baut aber auf einem Leiterrahmen mit einer aufgeschraubten Karosserie mit hinterer Starrachse auf und entspricht von der Konstruktion her eher einem GelĂ€ndewagen. 2011 Kia Sorento EX 1 -- 11-25-2009.jpg
seit 2008 Kia Borrego/Mohave 20100801 kia mohave 1.jpg

GelÀndewagen

1990–1997 Asia Rocsta Zivile Version des MilitĂ€rjeeps MHV Asia Rocsta 01.jpg
1997–1999 Asia Rocsta R2 R2 1.jpg
1999–2001 Kia Retona Es handelt sich beim Retona (= Return to nature) um die Zivilversion des koreanischen MilitĂ€rfahrzeugs, der auf dem gleichen Chassis wie der Kia Sportage aufbaut. Kia Retona green vr.jpg

Roadster/Cabriolet

1996–1997 Kia Elan/Vigato/Roadster An Kia verkaufte Produktionsanlagen des Lotus Elan Lotus Elan.jpg

Van

seit 1999 Kia Visto Baugleich mit dem Hyundai Atos 20100731 kia visto 01.jpg
seit 2000 Kia Carens Dieser Kompaktvan wird in Deutschland seit Ende 2000 angeboten und mittlerweile in dritter Generation gefertigt. Kia Carens front 20081009.jpg
1999–2003 Kia Joice/Carstar Kia Joice front 20080123.jpg
1998–2011 Kia Carnival Der Großraum-Van zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten in Deutschland erhĂ€ltlichen Vans und ist mit sieben Sitzen ausgestattet. 2010 wurde er aus dem deutschen Modellprogramm, 2011 weltweit gestrichen. In Großbritannien und Nordamerika wurde er unter dem Namen Kia Sedona verkauft. Kia Carnival front - 2006.jpg

Nutzfahrzeuge

1986–1999 Kia/Asia Besta  
1981 Kia/Asia Bongo/K-Serie Basiert auf dem Mazda Bongo Kia K2700.JPG
seit 1997 Kia Pregio Basiert auf dem Mazda Bongo MHV Kia Pregio 01.jpg
1983 Kia/Asia Seres Allrad-Nutzfahrzeug  
1971 Kia/Asia Titan Ab 1971 Modell Titan E-2000  
1993–1999 Kia/Asia Topic/Hi-Topic Basiert auf dem Mazda Bongo  
1993–1999 Kia/Asia Towner Basiert auf dem Daihatsu Hijet bzw. Suzuki Carry 20110618 kia towner 1.jpg

Studien

  • Kia KEV-4 (1995)
  • Kia KMS-2 (1996)
  • Kia Elan.eks (1999)
  • Kia KMS-4 (1999)
  • Kia Genesis (1999)
  • Kia KCV-1 (2001)
  • Kia KCD-1 Slice (2003)
  • Kia KCV-III (2003)
  • Kia KCV-IV Mojave (2004)
  • Kia KCD-II Mesa (2005)
  • Kia Multi S (2005)
  • Kia Soul (2006)
  • Kia Kue (2007)
  • Kia ex_cee'd (2007)
  • Kia N° 3 (2009)
  • Kia Pop (2010)

Sponsoring

Seit 2003 trĂ€gt Kia die Amateur Australian Open aus, außerdem ist Kia Hauptsponsor der Australian Open (Tennis). Kia ist zudem noch Sponsor der Fußballklubs Girondins Bordeaux und AtlĂ©tico Madrid. Ab der Saison 2007/2008 wird Kia Hauptsponsor und Namensgeber aller Kreisligen des hessischen Fussballverbandes. 2007 war Kia Hauptsponsor der Handball WM in Deutschland, außerdem ein Sponsor der im Jahr 2008 stattfindenden UEFA EURO 2008.

Weblinks

 Commons: Kia Motors â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ a b MOVE - Kia Motors Sustainability Magazine 2009, S. 12f
  2. ↑ MOVE - Kia Motors Sustainability Magazine 2009, S. 23
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