Kim Clijsters
Kim Clijsters
Karriere1998 erreichte Kim Clijsters als Juniorin das Wimbledon-Finale, gewann die French Open im Doppel an der Seite von Jelena Dokić und die US Open mit Eva Dyrberg. Ihr Debüt im Profitennis gab Clijsters im Mai 1999 in Antwerpen. Bereits Ende des Jahres gewann sie die ersten Titel im Einzel in Luxemburg und im Doppel in Bratislava mit Laurence Courtois. 2001 erreichte sie bereits ihr erstes Grand-Slam-Finale bei den French Open in Paris, wo sie nur knapp mit 10:12 im dritten Satz Jennifer Capriati unterlag. Den ersten großen Erfolg feierte sie 2002 bei den WTA Tour Championships in Los Angeles, wo sie im Finale die damalige Nummer 1 Serena Williams besiegte. Im Jahr 2001 wurde Clijsters zusammen mit Barbara Schett, Miriam Schnitzer und anderen auch Deutsche Mannschafts-Meisterin in der Damen-Tennis-Bundesliga mit dem TC Wattextra Bocholt. Kim Clijsters ist noch heute Mitglied in diesem Bocholter Verein. 2003 war eines der erfolgreichsten Jahre für Clijsters, als sie neun Turniere – darunter erneut die WTA-Tour-Championships – gewann, zwei Grand-Slam-Finale erreichte, die sie beide gegen Justine Henin verlor, einige Wochen die Weltrangliste anführte und die Saison als Zweite hinter ihrer Landsfrau Justine Henin-Hardenne beendete. Das Jahr 2004 fing für Clijsters mit einer Knöchelverletzung an, die sie allerdings rechtzeitig zu den Australian Open auskurierte, um dort erneut das Finale zu erreichen, in dem sie wieder gegen Justine Henin-Hardenne verlor. Wegen einer Sehnenentzündung im linken Handgelenk im März 2004, die sie sich bei ihrem Match in der zweiten Runde in Indian Wells gegen die Deutsche Angelika Roesch zuzog und darauffolgender operativen Entfernung einer Zyste verpasste Clijsters zehn Monate auf der WTA-Tour und fiel auf Platz 134 in der Weltrangliste. 2005 wurde unerwartet zu einem absoluten Highlight. Nach dem Comeback im Februar 2005 in Antwerpen gewann sie schon im März die aufeinanderfolgenden Tier-I-Turniere in Indian Wells und Miami. Nur Steffi Graf gelang es bis dahin, diese zwei Turniere in einem Jahr zu gewinnen. Innerhalb eines halben Jahres gewann sie weitere drei Turniere, kam zurück in die Top-Ten und erhielt dafür in San Diego die Auszeichnung „Comeback Player“ des Jahres. In den 16 gespielten Turnieren erreichte sie neun Finale, die sie alle gewann. Keine Spielerin konnte in diesem Jahr mehr Einzeltitel gewinnen. Zum ersten Mal in ihrer Karriere gelang ihr auch ein Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier. Kim Clijsters gewann die Einzelkonkurrenz bei den US Open 2005 mit einem Zwei-Satz-Sieg über die Französin Mary Pierce. Außerdem verhalf sie dem belgischen Fed-Cup-Team zu einem Sieg über Argentinien, indem sie zwei Einzelspiele und ein Doppelspiel mit Els Callens gewann. Zum zweiten Mal in ihrer Karriere nach 2003 beendete sie die Saison als Nr. 2 der Weltrangliste, obwohl sie im Jahr 2005 sechs Turniere weniger bestritten hatte. 2006 begann für Clijsters mit einem Sieg in einem Show-Turnier in Hongkong. Bei den offiziellen WTA-Turnieren hatte sie allerdings weniger Glück. Während des Turniers in Sydney verletzte sie sich im Training an der Hüfte und musste ihre Teilnahme vor dem Viertelfinale absagen. Bei den Australian Open trat sie mit schmerzender Hüfte und angeschlagenem Rücken an und kam trotzdem bis ins Halbfinale, in dem sie sich allerdings im dritten Satz gegen Amélie Mauresmo den Knöchel vertrat. Wegen dieser Knöchelverletzung war Clijsters zu einer zweimonatigen Pause gezwungen. Ab Februar verlief das Jahr ziemlich erfolgreich, Clijsters gewann das Turnier in Warschau und zum vierten Mal das Turnier in Stanford, erreichte jeweils das Halbfinale bei French Open und Wimbledon – beide Male verlor sie gegen Justine Henin – und führte die belgische Mannschaft bis ins Fed-Cup-Finale. Aufgrund erneuter Verletzung im linken Handgelenk war sie gezwungen beim Turnier in Montreal bereits in der zweiten Runde aufzugeben. Aus diesem Grund konnte sie ihren Titel bei den US Open 2006 nicht verteidigen und musste auch auf die Teilnahme am Fed-Cup-Finale verzichten. Abschiedsjahr 2007 und RücktrittIm August 2005 gab Clijsters bekannt, dass sie über den Rücktritt nachdenke. „Ich glaube, ich werde nach der Saison 2007 aufhören. Mein Körper bereitet mir jede Menge Probleme“. „Ich bin erst 22, aber mein Körper fühlt sich viel älter an“. Clijsters litt während ihrer siebenjährigen Profikarriere unter mehreren Verletzungen. Schon nach ihrer Handgelenksoperation 2004 gaben ihr viele Ärzte wenig Hoffnung, dass sie jemals wieder spielen würde. Seitdem teilt Clijsters ihre Karriere in zwei Abschnitte. Vor der gefährlichen Verletzung und danach. „Alles, was ich jetzt erleben darf, ist nur noch ein Bonus“. Clijsters begann die Saison 2007 wie die vorherige mit einem Exhibition-Turnier in Hong Kong, wo sie im Finale Marija Scharapowa in zwei Sätzen besiegte und den Titel erfolgreich verteidigte. Bei dem Turnier startete sie auch zum ersten Mal seit ihrer Handgelenkoperation im Doppel; ihre Partnerin war Swetlana Kusnezowa. Eine Woche später gewann sie das Turnier in Sydney, wie bereits im Jahr 2003, ihrem erfolgreichsten Jahr auf der Tour. Bei den Australian Open erreichte sie das Halbfinale mit gerade mal einem Satzverlust, verlor dort aber mit 4:6, 2:6 gegen Marija Scharapowa. In Antwerpen erreichte sie das Finale, das sie gegen Amélie Mauresmo 4:6, 6:7 (4) verlor. Im März spielte sie sich bei den Sony Ericsson Open in Miami ins Achtelfinale, das sie gegen die Chinesin Li Na verlor. In ihrem letzten Sandplatz-Turnier in Warschau verlor Kim bereits im Achtelfinale gegen Julija Wakulenko 6:7 (3), 3:6. Das Match gegen Julija Wakulenko galt bis zu ihrem Comeback 2009 als das letzte ihrer Karriere, denn kurz nach dem Warschauer Turnier gab Clijsters auf ihrer Website den sofortigen Rücktritt vom Profitennis bekannt. „Jetzt ist es Zeit für ein neues Leben“, erklärte sie und fuhr fort: „Es ist mehr als nur schön gewesen. Jetzt hänge ich meine Rackets an den Nagel. Nach dem fantastischen und bewegenden Abschied beim Turnier in Antwerpen ist der Faden gerissen. Die immer wiederkehrenden Verletzungen, das mühsame morgendliche Aufstehen und die verhärteten Muskeln machten es immer nur noch schwieriger. Außerdem sind da noch die Vorbereitungen auf meine Hochzeit. Dies alles ist Grund gewesen, nicht mehr weiterzumachen.“[1] Insgesamt gewann Clijsters bis zu ihrem Rücktritt 34 Titel im Einzel, darunter einen Grand-Slam-Titel (US Open 2005), und 11 Titel im Doppel. Clijsters war die erste belgische Tennisspielerin auf Platz eins der Weltrangliste und behauptete diese Position 19 Wochen lang zwischen 2003 und 2006. Das ComebackIm März 2009 kündigte Clijsters, nunmehr als junge Mutter, auf einer Pressekonferenz in ihrem Tennisclub in Bree ihr Comeback an: „Angefangen hat das Ganze mit der Einladung, in Wimbledon gegen Steffi Graf zu spielen. Das fand ich eine große Ehre. Ich habe hart trainiert, um in Wimbledon so fit wie möglich antreten zu können. Und da ich wieder härter zu trainieren begonnen hatte, kam der Hunger wieder. Ich bin noch zu jung, um zuhause herumzusitzen.“[2] Das erste offizielle Turnier, für das Clijsters nach ihrer Rückkehr eine Wildcard erhalten hatte, war das WTA-Turnier in Cincinnati/USA, in welchem sie nach sehr guten Leistungen bis ins Viertelfinale vorstieß, dort jedoch der aktuellen Nummer 1 der Weltrangliste, Dinara Safina, in zwei Sätzen unterlag. Nach dem Erreichen des Achtelfinales des Turniers in Toronto/Kanada, bei dem sie gegen Jelena Janković verlor, startete sie ebenfalls mit einer Wildcard bei den US Open.[3] Hier krönte sie ihr Comeback und gewann nach 2005 die US Open zum zweiten Mal, wobei sie auf dem Weg ins Finale sowohl Venus als auch Serena Williams schlug. Im Finale besiegte die Belgierin Caroline Wozniacki aus Dänemark mit 7:5 und 6:3.[4] Rekorde
AuszeichnungenClijsters wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem als Spielerin des Monats im November 2002 und Mai, August und Oktober/November 2003. Sie erhielt auch dreifach (2000, 2003, 2005) den „Sportmanship Award“, fünffach Sportlerin des Jahres in Belgien und wurde von der Internationalen Tennis Federation zum ITF World Champion 2005 ernannt. Am 21. März 2006 erhielt sie in Miami den Titel der „WTA Spielerin des Jahres 2005“ und den für „Comeback Spielerin des Jahres 2005“. Außerdem erhielt sie drei Nominierungen für den Laureus World Sports Award, der auch als „sportlicher Oscar“ angesehen wird: 2006 in den Kategorien „Weltsportlerin des Jahres“ und „Comeback des Jahres“, 2002 in der Kategorie „Newcomer des Jahres“.[5] Turniersiege
Einzel (36)
Doppel (11)
Leistungen - Übersicht
(S: Sieg, F: Finale, HF: Halbfinale, VF: Viertelfinale, AF: Achtelfinale, 3r: 3. Runde, 2r: 2. Runde, 1r: 1. Runde) PrivatlebenKims Vater, Leo Clijsters (1956–2009), war belgischer Fußball-Nationalspieler. Ihre Mutter, Els Vandecaetsbeek, war belgische Meisterin in Rhythmischer Sportgymnastik. 2003 verlobte sich Clijsters mit ihrem langjährigen Freund, dem australischen Tennisspieler Lleyton Hewitt, die beiden trennten sich im Oktober 2004 kurz vor der geplanten Hochzeit. Seit April 2006 war sie mit dem Basketballspieler Brian Lynch verlobt, der für die Mannschaft ihrer belgischen Heimatstadt Bree spielt. Am 13. Juli 2007 heirateten die beiden. Am 27. Februar 2008 kam die Tochter Jada Ellie Lynch zur Welt. Wenige Wochen später brachte Kims 43-jährige Mutter einen Sohn, Zeth zur Welt, somit hat Jada einen jüngeren Onkel. Jada Ellies Patentante ist Elke Clijsters, Kims Schwester, die ebenfalls Tennisspielerin war und als Juniorin 2002 Weltmeisterin im Doppel wurde, allerdings wegen Rückenproblemen ihre Karriere aufgeben musste. Weblinks
Einzelnachweise
Tracy Austin | Jennifer Capriati | Kim Clijsters | Lindsay Davenport | Chris Evert | Evonne Goolagong | Steffi Graf | Justine Henin | Martina Hingis | Ana Ivanović | Jelena Janković | Amélie Mauresmo | Martina Navrátilová | Dinara Safina | Arantxa Sánchez-Vicario | Marija Scharapowa | Monica Seles | Serena Williams | Venus Williams
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