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Kimi Ga Yo

Noten der Nationalhymne

Datei:Kimigayo vocal 1930.ogg

Ein Sazare Ishi (細石), ein aus Steinen gewordener Fels, im Shimogamo-Schrein

Das Kimi Ga Yo (jap. å›ãŒä»£) ist die Nationalhymne Japans.

Inhaltsverzeichnis

Text

Original Hepburn-Transkription Deutsche Übersetzung
å›ãŒä»£ã¯ kimi ga yo wa Gebieter, Eure Herrschaft soll dauern
åƒä»£ã« chi-yo ni tausend Generationen,
å…«åƒä»£ã« yachi-yo ni achttausend Generationen,
細石㮠sazare ishi no bis der Stein
å·Œã¨ãªã‚Šã¦ iwao to narite zum Felsen wird
è‹”ã®ç”Ÿã™ã¾ã§ koke no musu made und Moos die Seiten bedeckt.

Entstehungsgeschichte

Der Text soll auf Ki no Tsurayuki (um 872–945) zurückgehen und taucht zum ersten Mal im 10. Jahrhundert als Tanka (japanisches Kurzgedicht) im Kokinshū auf.

Die Nutzung als Text der Nationalhymne geht auf Hauptmann Ōyama Iwao (1842–1916, später Armeeminister und Feldmarschall) zurück, der 1869 auf Anregung des in Yokohama stationierten britischen Militärmusikers John Fenton eine erste japanische Nationalhymne mit stark abweichender Melodie vorschlug.

Im Jahr 1880 legte eine vierköpfige Kommission unter Mithilfe des preußischen Militärberaters Franz Eckert eine getragenere Melodie von Hiromori Hayashi fest. Diese wurde erstmals anlässlich des Kaisergeburtstages am 3. November 1880 aufgeführt.

Um das Singen des Kimi Ga Yo ist nach dem Zweiten Weltkrieg ein ähnlicher Konflikt entstanden wie um die erste Strophe des Deutschlandliedes. Insbesondere die Lehrergewerkschaft weigerte sich, das Lied bei der am Schuljahresbeginn üblichen Flaggenhissung zu singen, und wurde dafür als „linksradikal“ gebrandmarkt.

Erst 1999 wurde das Kimi Ga Yo per Gesetz zum Nationalsymbol Japans erklärt, zusammen mit der japanischen Hinomaru-Flagge.

Siehe auch

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