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| KiKA | |
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| Senderlogo | |
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| Allgemeine Informationen | |
| Empfang: | Analog: Kabel, Satellit Digital: DVB-T, DVB-C, DVB-S, IPTV |
| Länder: | |
| Sendeanstalt: | ARD, ZDF |
| Auflösung: | 576i (SDTV) 720p (HDTV) (KiKA HD (ab Mai 2012)) |
| Programmchef: | Steffen Kottkamp |
| Sendebeginn: | 1. Januar 1997 |
| Rechtsform: | Öffentlich-rechtlich |
| Programmtyp: | Spartenprogramm (Kinder) |
| Website: | www.kika.de |
| Liste von Fernsehsendern | |
KiKA [ˈkiːkaː] (eigentliche Bedeutung: Kinder-Kanal) ist der Name eines öffentlich-rechtlichen Fernsehkanals von ARD und ZDF für Kinder und Jugendliche.
Inhaltsverzeichnis |
Unter dem Namen Der Kinderkanal von ARD/ZDF ging der Sender am 1. Januar 1997 auf Sendung. Seit dem 1. Mai 2000 trägt er den Namen KI.KA, seit 14. Februar 2012 in geänderter Schreibweise KiKA. Der Kinderkanal, der seinen Sitz in Erfurt hat, ist ein Gemeinschaftsprogramm von ARD und ZDF, die je zur Hälfte daran beteiligt sind. Der MDR übernimmt dabei die Federführung ebenso wie die ARD-Koordination. Der KiKA ist als Spartenprogramm der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten werbefrei und bietet ein zielgruppenorientiertes Programm für 3- bis 13-jährige Zuschauer. Trick- und Realprogramme werden neben Serien und Spielfilmen, Magazinen und Informationsprogrammen ausgestrahlt.
Am 1. Januar 2003 wurde der Sendeschluss von 19:00 Uhr auf 21:00 Uhr verschoben. Zwischen 21:00 Uhr und 06:00 Uhr wird eine Nachtschleife (nur über DVB-S; IPTV und je nach Kabelnetzbetreiber über DVB-C) ausgestrahlt.
Der ORF plant eine Kooperation mit KiKA, die auch ein Programmfenster in einem ORF-Programm enthalten soll.[1][2]
Am 14. Februar 2012 erhielt der KiKA nicht nur ein neues Senderdesign, sondern auch ein neues Senderlogo. Das neue Design und Logo sei „online optimiert“ und wirke „jugendlicher“.[3]
kika.de hat das Design im Februar ebenfalls umgestellt.[4]
Ab dem 1. Mai 2012 wird der Sender auch parallel in HD ausgestrahlt werden.[5]
In den Anfangsjahren des Senders bestand das Programm hauptsächlich aus Serien und Sendungen, die bereits in den Programmen der ARD und im ZDF zu sehen waren. Auch wurden ganze Sendestrecken gleichzeitig in den Muttersendern und im Kinderkanal ausgestrahlt, beispielsweise das damalige ZDF-Nachmittagsprogramm. Magazinsendungen wie Tabaluga tivi, Löwenzahn und die Sendung mit der Maus wurden neben ihren bisherigen Sendeplätzen zusätzlich im KiKA ausgestrahlt. Sowohl deutsche als auch internationale Serien befanden sich im Programm des KiKA. Dazu gehörten Animeklassiker der 1970er- und 1980er-Jahre (etwa Heidi, Biene Maja oder Wickie und die starken Männer) sowie Realserien (etwa Neues vom Süderhof oder Ocean Girl). Auch Klassiker des Kinderfernsehens wie die Astrid-Lindgren-Verfilmungen oder die Augsburger Puppenkiste hatten ihren regelmäßigen Platz im Programm.
Nach und nach gab es auch immer mehr Erstausstrahlungen verschiedener Sendungen im KiKA. Dazu gehörten beispielsweise die Serien Schloss Einstein, The Tribe oder die Teletubbies.
Seit einigen Jahren sind allerdings deutliche Veränderungen des Programms erkennbar. Obwohl es von Anfang an eines der Ziele des Kinderkanals war, sowohl Real- als auch Trickserien zu zeigen, beträgt der Anteil an Trickserien mittlerweile bis zu 85% des Gesamtprogramms. Die meisten Serien werden nach ihrem Ende wiederholt, teilweise auch mehrmals hintereinander. Viele Serien werden mittlerweile, wie bei einigen Privatsendern, in Doppelfolgen gesendet. Der Unterschied zwischen Werktags- und Wochenendprogramm verschwindet immer mehr, da viele Serien täglich gesendet werden. Manche Serien wie Hier ist Ian, Pet Alien oder Au Schwarte! sind so fast ständig im Programm.
Die Augsburger Puppenkiste, die lange Zeit ihren festen Programmplatz am Samstag- und Sonntagmorgen hatte, war seit Anfang 2004 vier Jahre lang nicht mehr im KiKA zu sehen, kehrte aber im April 2008 wieder ins Programm zurück. Doch die meisten älteren Serien, die zwischen 1997 und 2004 noch regelmäßig wiederholt wurden, werden mittlerweile nicht mehr ausgestrahlt. Teilweise liegt es daran, dass ARD oder ZDF nicht mehr im Besitz der entsprechenden Ausstrahlungsrechte sind (etwa bei Ocean Girl, The Tribe oder Spellbinder – Gefangen in der Vergangenheit). Viele Serien, vor allem ältere, sind aber trotz nach wie vor vorhandener Rechte nur im ZDF oder den Dritten Programmen zu sehen (etwa Pippi Langstrumpf, Es war einmal…, Pan Tau).
Neben zahlreichen Zeichentrickserien ist die Soapserie Schloss Einstein aktuell fast die einzige fiktionale Realserie im Tagesprogramm des KiKA. Daneben wird eine weitere Realserie am Nachmittag gezeigt sowie eine Realserie im Abendprogramm ausgestrahlt. Zwei Kinderrealfilme (freitags und sonntags) laufen weiterhin im KiKA, doch auch zu diesem Ausstrahlungszeitpunkt werden häufiger Zeichentrickfilme gezeigt.
„Mit 'Schloss Einstein' hat der KiKA gegen die Aneinanderreihung von Trickserien einen Trend gesetzt, dem die kommerziellen Sender jetzt folgen. Das öffentlich-rechtliche Kinderfernsehen zwingt unsere Konkurrenten mit unserem Markterfolg zu mehr Vielfalt und damit zu mehr Qualität“, bilanzierte der Geschäftsführer Frank Beckmann zum Jahresende 2007 gegenüber der Presse.[6]
Seit dem 1. Juli 2010 um 10:00 Uhr ist die KiKA-eigene Mediathek mit dem Namen KiKA+ im Internet aufrufbar. Hiermit sollen die Zuschauer ausgewählte Sendungen aus dem KiKA-Programm finden und diese noch einmal anschauen können. Die Mediathek ist gegliedert in 3 Kategorien: ab 3 Jahre, ab 6 Jahre und ab 10 Jahre. Der MDR-Rundfunkrat hatte diesem neuen Angebot Mitte April 2010 im Rahmen des 3-Stufen-Tests zugestimmt.[7] Im Zuge des Designwechsels des Kikas wurde auch die Mediathek umgestellt.[8] Durch den Wechsel wurde die Bedienbarkeit der Mediathek verbessert.[9]
In privaten Konkurrenzprogrammen fand eine ähnliche Entwicklung bereits viele Jahre früher statt. So zeigte Super RTL bereits von Anfang an fast ausschließlich Zeichentrickserien, während es bei RTL II samstags einen Kinderfilm gab und Nickelodeon bereits nachmittags Realserien wie beispielsweise Clarissa zeigte. Die Kinderfilme sind aus dem Programm von Super RTL fast gänzlich verschwunden und bei Nickelodeon läuft ab 20.15 Comedy Central.
→ siehe auch: Liste der KiKA-Sendungen
| Moderator | beim KiKA | Sendung(en) |
|---|---|---|
| Singa Gätgens | seit 1997 | Tanzalarm, Mit-Mach-Mühle, Baumhaus |
| Juri Tetzlaff | seit 1997 | Trickboxx, Mit-Mach Mühle, Baumhaus |
| Stephanie Müller-Spirra | seit 2005 | KAILEREI |
| Alex Huth | seit 2007 | KAILEREI |
| Ben | seit 2009 | KIKA LIVE |
| Christian Bahrmann | seit 2009 | KiKANiNCHEN |
| Jessica Lange | seit 2010 | KIKA LIVE |
| Julia Becker | seit 2012 | KiKANiNCHEN |
| Moderator | beim KiKA | Sendung(en) |
|---|---|---|
| Franziska Rubin | 1997–1999 | Aktiv Boxx, Spiel Boxx, Verabschiedung, Expo Boxx, Weinachtsboxx, Wenn. Dann. Die … Show! |
| Wolfgang Lippert | 1998–1999 | Wenn. Dann. Die … Show! |
| Andree Pfitzner | 1998–2002 | Kikania, TKKG – Der Club der Detektive, Aktiv Boxx, Weihnachtsboxx, Trickboxx |
| Angela Furtkamp | 1999–2002 | Aktiv Boxx, Kikania, Weihnachtsboxx, TKKG - Der Club der Detektive |
| Karsten Blumenthal | 1997–2004 | KIKA Live, Reläxx, Kikania, Weihnachtsboxx, Wenn. Dann. Die … Show!, Aktiv Boxx |
| Pia Ampaw | 2003–2005 | Kikania, KIKA Live, Weihnachtsboxx, Spiel Boxx |
| Lukas Koch | 2002–2009 | KIKA Live, Fortsetzung folgt, Spiel Boxx, Kikania, Platz für Helden |
| Tanja Mairhofer | 2005–2010 | KIKA Live, Die Sendung mit dem Elefanten |
Seit 2004 veranstaltet der KiKA jährlich eine Sommertour und besucht viele deutsche Städte. Hier können die Zuschauer bei freiem Eintritt Moderatoren und Figuren des Programms treffen und sich an verschiedenen Aktionen beteiligen.
Der KiKA kann sowohl analog als auch digital über verschiedene Übertragungswege empfangen werden.
In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau bezeichnete der Erfinder der Sendung mit der Maus, Armin Maiwald, das Programm des Kinderkanals als: „…nur schrill und schreiend bunt […] Heute werden Millionen für Sportrechte rausgeballert, aber im Kinderprogramm muss gespart werden […] Der Kinderkanal diene ohnehin nur als Alibi für ARD und ZDF, um in ihrem Hauptprogramm kein Kinderprogramm mehr zeigen zu müssen.“ Auf die Frage, ob es gut sei, dass Kinder im Alter von 11 bis 13 täglich im Schnitt etwa 100 Minuten fern sehen antwortete er: „Natürlich nicht. Es stimmt, dass es damals Kritik gehagelt hat, als wir angefangen haben, Fernsehen für Kinder zu machen. Wie konnten wir nur! Alle, die uns heute loben […], die hätten uns damals am liebsten auf den Mond geschossen. Heute ist die Entwicklung aber eine andere. Das Problem ist nicht das Kinderfernsehen, es nützt ja nichts, die Kinder von etwas fernzuhalten, das die Erwachsenen die ganze Zeit tun. Das Problem ist die Qualität des Kinderfernsehens. Wenn sie sich auf solche Läden wie RTL2 einlassen, wo ein Schundprogramm läuft, dann können Samson und die Maus nichts dafür. […] Ich halte das für eine schlechte Entwicklung, dass die ARD sich immer mehr aus dem Kinderprogramm zurückzieht und diesen Läden das Kinderfernsehen überlässt. Vor Jahren noch gab es etwa im WDR eine lange Strecke für Kinderprogramm, die ist weg, alles abgebaut zugunsten von irgendwelchen Talkshows oder sonstigem Kram. Seit 20 Jahren herrschen nur noch Quotendruck und Kommerz.“[12] Auf die Kritik von Armin Maiwald zum Inhalt des Programms erklärte ARD-Koordinator Gerhard Fuchs vom BR: „Die Programmangebote haben sich der Zeit angepasst. Früher haben die Kinder mit der Modelleisenbahn gespielt […] Heute verbringen sie ihre Zeit auch am Computer, der Spielekonsole – und eben auch am Fernseher.“ Er gab weiterhin indirekt zu, dass heute mehr auf Quantität als auf Qualität im Kinderfernsehen gesetzt werde.[13] In einer Ausgabe von Fernsehkritik-TV wird unter anderem kritisiert, dass man die Kinder „verdumme“, indem man sie Doku-Soaps gnadenlos aussetzte: „Ist dies mit dem öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag vereinbar?“[14]
Seit November 2010 lief auf KiKA täglich die Sendung Chi Rho – das Geheimnis. Die Serie mit vorerst 13 Folgen entstand mit finanzieller Unterstützung der Evangelischen und Katholischen Kirche. Udo Hahn, Leiter des Medienreferats der Evangelischen Kirche in Deutschland, bezeichnete die Serie als „derzeit innovativste Vorhaben, Kinder mit der Bibel vertraut zu machen“. Kindern soll mit der Serie die Bibel nähergebracht werden. Kritiker werfen KiKA vor, keine weltanschaulich neutrale Position einzunehmen und Kinder mit religiösen Sendungen zu missionieren. Kritisiert wurde auch, dass der Großteil der Produktionskosten an der Missionssendung vom Steuerzahler in den überwiegend atheistisch geprägten Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen getragen wurde.[15]
Am 7. Dezember 2010 teilte der KiKA mit, dass ein Mitarbeiter aufgrund des Verdachts auf Untreue und Betrug suspendiert wurde. Dem Herstellungsleiter wurde vorgeworfen, seit 2005 erfundene Dienstleistungen im Wert von fünf Millionen Euro mit 72 Rechnungen bezahlt haben zu lassen.[16][17] Die Rechnungsbeträge sollen teilweise in die eigene Tasche geflossen sein. Bereits vor 2005 sollen durch den mittlerweile gekündigten Mitarbeiter ein ähnlicher Betrug stattgefunden haben, der jedoch bereits verjährt ist. Der geschätzte Schaden soll sich laut Medienberichten auf insgesamt sieben Millionen Euro belaufen.[18] Die Vorwürfe über den betroffenen Mitarbeiter sollen bereits seit 2009 dem MDR anhand Informationen aus dem Tätigkeitsbericht 2009 des MDR-Anti-Korruptions-Beauftragten bekannt gewesen sein.[19] Auch hatte das ZDF den federführenden MDR frühzeitig gewarnt.[20] Der Bericht der gemeinsamen Revision von MDR und ZDF belastet vor allem den ehemaligen und mittlerweile verurteilten Herstellungsleiter schwer, legt aber auch Versäumnisse anderer nahe.[21]
ARD: DW (TV) | LRAs: BR (Fs | α) | HR (Fs) | MDR (Fs) | NDR (Fs) | Radio Bremen (TV) | RBB (Fs) | SR (Fs) | SWR (Fs) | WDR (Fs)
Gemeinsame Fernsehprogramme der ARD: Das Erste | ex. ARD 2 | ex. Eins Plus | EinsExtra | EinsPlus | Einsfestival
Programme des ZDF: ZDF | ZDFinfo | ZDFkultur | ZDFneo | ex. ZDFdokukanal | ex. ZDFtheaterkanal
Gemeinsame Programme von ARD und ZDF: 3sat | ARTE | KiKA | Phoenix
Programme des Deutschlandradios: DLF | DKultur | DRadio Wissen | Dok&Deb | ex. D-Plus
50.962213888910.9957888889Koordinaten: 50° 57′ 44″ N, 10° 59′ 45″ O