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Kirchheim (Thüringen)

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kirchheim
Kirchheim (Thüringen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kirchheim hervorgehoben
50.881944444411.0194444444250Koordinaten: 50° 53′ N, 11° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Ilm-Kreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Riechheimer Berg
Höhe: 250 m ü. NN
Fläche: 21,22 km²
Einwohner:

1.215 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99334
Vorwahlen: 036200, 0361 (Bechstedt-Wagd)
Kfz-Kennzeichen: IK
Gemeindeschlüssel: 16 0 70 031
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mönchgasse 81
99334 Kirchheim
Bürgermeister: Hans-Jürgen Langer (FWG)
Lage der Gemeinde Kirchheim im Ilm-Kreis
AlkerslebenAltenfeldAngelrodaArnstadtBöhlenBösleben-WüllerslebenDornheimElgersburgEllebenElxlebenFrankenhainFrauenwaldFriedersdorfGehlbergGehrenGerabergGeschwendaGillersdorfGosselGräfenrodaGroßbreitenbachHerschdorfIchtershausenIlmenauIlmtalKirchheimLangewiesenLiebensteinMartinrodaMöhrenbachNeusißNeustadt am RennsteigOsthausen-WülfershausenPennewitzPlaueRockhausenSchmiedefeld am RennsteigStadtilmStützerbachWachsenburggemeindeWildenspringWipfratalWitzlebenWolfsbergThüringenLandkreis Schmalkalden-MeiningenSuhlLandkreis HildburghausenLandkreis SonnebergLandkreis Saalfeld-RudolstadtLandkreis Weimarer LandErfurtLandkreis GothaKarte
Über dieses Bild

Kirchheim ist eine Gemeinde im Ilm-Kreis in Thüringen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Kirche St. Laurentius in Kirchheim (Lage→50.883552893611.0211083292)

Kirchheim liegt nordöstlich von Arnstadt an der Wipfra, einem Nebenfluss der Gera. Die Gemeinde ist Verwaltungssitz der Verwaltungsgemeinschaft Riechheimer Berg, die außerdem die Orte Alkersleben, Bösleben-Wüllersleben, Dornheim, Elleben, Elxleben, Osthausen-Wülfershausen, Rockhausen und Witzleben umfasst.

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Rockhausen - Erfurt - Klettbach - Elleben - Elxleben - Alkersleben - Arnstadt - Ichtershausen

Ortsteile

Geschichte

Die urkundliche Ersterwähnung von Kirchheim war im Dezember 1074.[2]

1923 bewirtschaftete das frühere Klostergut vom Kartäuserkloster Erfurt 169 Hektar. Pächter war damals Ernst Schmidt.[3]

Eischleben war und ist ein landwirtschaftlich geprägter Ort. Die Bauern und Güter gingen dann den Weg der Landwirtschaft in Ostdeutschland. Nach der Wende orientierten sie sich neu.

Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde Kirchheim besteht aus 12 Ratsfrauen und Ratsherren.

(Stand: Gemeinderatswahl vom 7. Juni 2009)

Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister Hans-Jürgen Langer (FWG) wurde am 7. Juni 2009 gewählt.

Wappen

Blasonierung: „In Rot mit grünem Schildfuß eine goldene Kirche mit linkem Turm, über dem Dach schwebend drei (2:1) silberne sechsspeichige Wagenräder.“

Gemeindepartnerschaft

Eine Partnerschaft besteht mit der Gemeinde Kirchheim am Neckar in Baden-Württemberg.

Sehenswürdigkeiten

Sternwarte

In Kirchheim befindet sich die 1969 errichtete Volkssternwarte Kirchheim.

Dorfkirche

Die dem Heiligen Laurentius geweihte Kirche existiert seit 1357. Sie wurde anstelle eines Vorgängerbaus errichtet. Im Innern ist das Sandsteinrelief, das zwischen 1400 und 1440 entstanden ist und die Ölberggruppe darstellt, besonders sehenswert. Der Turm entstand zur gleichen Zeit. Das Relief besteht vermutlich aus Teilen der Vorgängerkirche und wurde später an der heutigen Stelle angebracht. Im Jahr 1685 wurde der barocke Tauftisch mit geschnitzter Figurengruppe (Taufe Jesu) von den Brüdern Beyer aus Arnstadt gestiftet. Die Deckenmalerei aus 1898 ist ein Werk des Malers Ernst Liebermann. Seit 1921 läuten neue Glocken im Turm. Die Sakristei erhielt 1989 eine Sanierung, 1993 wurde eine funkgesteuerte Turmuhr und ein neues Zifferblatt installiert. Weitere Sanierungsarbeiten begannen 1996. 2006 wurde der Taufstein restauriert und anlässlich der Ausstellung “Tausend Jahre Taufen in Mitteldeutschland” im Magdeburger Dom dem Publikum präsentiert.[4]

Da die Kirche durch Hausschwamm bedroht war und auch andere Sanierungsarbeiten dringend nötig wurden, wird die Kirche seit dem Herbst 2010 unter der Betreuung des Architekten Peter Tandler aus Erfurt aufwändig restauriert. Das Kirchenschiff erhielt unter Mitverwendung noch erhaltener historischer Ziegelplatten ein neues Pflaster. Die bislang gesperrten Emporen sind wieder begehbar, die Fundamente unter den Stützen wurden erneuert sowie eine statisch wirksame Holzscheibe eingebaut und mit dem Westgiebel verbunden. An der Südseite des Gotteshauses (siehe Bild) wurde ein Teil der Wandfläche verputzt, so dass man jetzt schon eine Vorstellung haben kann, wie die Kirche später aussehen kann. Die Eingangstüren und der Haupteingang können wieder genutzt werden.[5] Im Herbst/Winter 2011 erhielt das Kirchendach eine neue Schiefereindeckung, am 18. November 2011 wurde ein feierliches Knopffest begangen.

Weitere Bilder der Kirche

Sport

Der Amateurfußballverein SG Eintracht Kirchheim 46 ist in Kirchheim ansässig.

Persönlichkeiten

Bilder aus Kirchheim

Einzelnachweise

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer.Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl,Bad Langensalza,2010, ISBN 978-3-86777-202-0,S.142
  3. Jürgen Gruhle: Schwarzbuch der Bodenreform-Thüringen. Abgerufen am 20.Juni 2011.
  4. Website des Fördervereins der Kirche
  5. Zeitungsartikel in der Thüringer Allgemeinen vom Mai 2011

Weblinks

 Commons: Kirchheim (Thüringen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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