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| Ribaberiki Kiribati (kiribat.) Republic of Kiribati (engl.) | |||||
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| Wahlspruch: âte mauri, te raoi ao te tabomoaâ, âGesundheit, Frieden und Wohlstandâ | |||||
| Amtssprache | Kiribatisch und Englisch | ||||
| Hauptstadt | South Tarawa | ||||
| Staatsform | PrÀsidialrepublik | ||||
| Staatsoberhaupt und Regierungschef | PrÀsident Anote Tong | ||||
| FlĂ€che | 811 kmÂČ | ||||
| Einwohnerzahl | 112.850 (SchÀtzung: 2009) 92.533 (Stand: 2005) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 136,1 (SchĂ€tzung: 2009) Einwohner pro kmÂČ | ||||
| Bruttoinlandsprodukt nominal (2007)[1] | 67 Mio. US$ (181.) | ||||
| Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner | 686 US$ (148.) | ||||
| WĂ€hrung | Kiribati-Dollar und Australischer Dollar | ||||
| UnabhÀngigkeit | 12. Juli 1979 | ||||
| Nationalhymne | Teirake Kaini Kiribati | ||||
| Zeitzone | UTC+12 (Gilbertinseln und Banaba) UTC+13 (Phoenixinseln) UTC+14 (Line Islands) | ||||
| Kfz-Kennzeichen | KIR | ||||
| Internet-TLD | .ki | ||||
| Telefonvorwahl | +686 | ||||
Kiribati (['kiri:ba:s], offiziell auf Kiribatisch Ribaberiki Kiribati, dt. Republik Kiribati) ist ein Inselstaat im Pazifik. Das Staatsterritorium erstreckt sich ĂŒber eine Vielzahl von Inseln Mikronesiens und Polynesiens, die ĂŒber ein weites Gebiet nördlich und sĂŒdlich des Ăquators verstreut liegen.
Nationalfeiertag ist der 12. Juli, der Jahrestag der UnabhÀngigkeit im Jahre 1979.
Inhaltsverzeichnis |
Das Territorium hat eine West-Ost-Ausdehnung von 4835 km (Luftlinie von der westlichsten Insel Banaba bis zur östlichsten Insel im Caroline-Atoll) und eine Nord-SĂŒd-Ausdehnung von 1973 km (Luftlinie von der nördlichsten Insel Teraina (Washington Island) bis zur sĂŒdlichsten Insel Flint Island) in einem Meeresgebiet von rund 5,2 Mio. kmÂČ.
Das Staatsgebiet liegt nahezu auf der HĂ€lfte des Weges zwischen Hawaii und Australien in der Mikronesischen Region des SĂŒdpazifiks. Zwischen den Gilbert- und Phoenixinseln verlĂ€uft der 180. LĂ€ngengrad und damit, bis Ende des Jahres 1994, die internationale Datumsgrenze. Um innerhalb des gesamten Staatsgebietes ein Datum verwenden zu können, wurde zum 1. Januar 1995 die Datumsgrenze so geĂ€ndert, dass ganz Kiribati westlich davon liegt. Die östlichste der Line Islands, Caroline Island, heiĂt seit dem 1. Januar 2000 Millennium Island, weil auf dieser Insel der erste Sonnenaufgang des Jahres 2000 beobachtet werden konnte.
Der Inselstaat besteht aus 32 Atollen, welche in drei Inselgruppen zusammengefasst werden, sowie der Insel Banaba.
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Gilbertinseln | 16 Atolle 282 kmÂČ |
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Phoenixinseln | 8 Atolle 27,7 kmÂČ |
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Line Islands | 8 von insgesamt 11 Atollen 495 kmÂČ |
Der GroĂteil des Landes befindet sich weniger als zwei Meter ĂŒber dem Meeresspiegel. Eine Ausnahme bildet die Vulkaninsel Banaba, die mit 81 m ĂŒ. NN die höchste Erhebung des Inselstaates ist. Laut einem Bericht der Vereinten Nationen aus dem Jahre 1989 wird Kiribati eines der ersten LĂ€nder sein, welche im 21. Jahrhundert in Folge des Klimawandels zum GroĂteil ĂŒberflutet wĂŒrden. Mitte 1999 wurde bekannt gegeben, dass zwei unbewohnte Korallenriffe ĂŒberflutet wurden.
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Kiritimati (Christmas Island Weihnachtsinsel) |
375 kmÂČ | 5.200 Einwohner | Kiritimati hat von allen Koralleninseln der Welt die gröĂte LandflĂ€che. |
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Tabuaeran (Fanning Island) |
33,7 kmÂČ | 2500 Einwohner | Das Atoll wurde ursprĂŒnglich nach seinem US-amerikanischen Entdecker Edmund Fanning benannt. |
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Teraina (Washington Island) |
14,2 kmÂČ | 1150 Einwohner | Das Atoll wurde ebenfalls von Fanning entdeckt, der es nach dem US-PrĂ€sidenten George Washington benannte. |
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Banaba (Ocean Island) |
6 kmÂČ | 301 Einwohner | Im Jahr 1900 entdeckte man, dass das gesamte Felsgestein aus versteinertem Vogelkot (Guano) bestand. Banaba war damit neben Nauru die zweite Insel im Westpazifik, auf welcher groĂe Phosphatlager nachgewiesen wurden. |
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Tarawa | 32 kmÂČ | 50.000 Einwohner | Das Atoll war Hauptatoll der ehemaligen britischen Kolonie der Gilbertinseln und ist heute das Hauptatoll der Republik Kiribati. |
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Abariringa (Canton Island) |
9 kmÂČ | 41 Einwohner | Der englische Name des Atolls ist darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass 1854 der WalfĂ€nger Canton vor der Insel auf Grund lief. |
Die Bevölkerung Kiribatis ist ethnisch sehr homogen. AnnĂ€hernd 99 % sind Mikronesier. AuĂerdem leben 0,8 % Polynesier und 0,2 % EuropĂ€er in Kiribati.
Die Einwohner nennen sich im Singular wie im Plural I-Kiribati. Das Adjektiv der NationalitÀt und der Landessprache wird als Kiribati ohne PrÀfix 'I' bezeichnet.
Laut VolkszÀhlung von 2005 betrug die Einwohnerzahl 92.533 Menschen.[2]
Die Bevölkerungsdichte betrug 2005 fĂŒr alle Inseln durchschnittlich 127 Einwohner pro Quadratkilometer, fĂŒr das urbane South Tarawa jedoch 2558 Einwohner pro Quadratkilometer, damit eine der höchsten weltweit.
| Zensus | 1931 | 1947 | 1963 | 1968 | 1973 | 1978 | 1985 | 1990 | 1995 | 2000 | 2005 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 29.671 | 31.423 | 43.336 | 47.735 | 51.926 | 56.213 | 63.883 | 72.335 | 77.658 | 84.494 | 92.533 |
Die Bevölkerung von Kiribati hat eine Lebenserwartung von 60 Jahren (MĂ€nner 57, Frauen 63) und eine SĂ€uglingssterblichkeit von 54 Toten pro 1000 Lebendgeburten. Tuberkulose ist im Land verbreitet.[3] Die Regierung gab 2006 268 US-Dollar (KaufkraftparitĂ€t) pro Kopf aus. [4] Im Zeitraum von 1990 bis 2007 gab es 268 Ărzte pro 100.000 Personen. [5] Nach der Ankunft kubanischer Ărzte hat sich die SĂ€uglingssterblichkeit deutlich verringert.[6]
Ein GroĂteil der Bevölkerung gehört dem christlichen Glauben an. Mitglieder 2005:
Besiedelt wurden die Inseln, die heute zusammen Kiribati bilden, schon vor 2000 bis 3000 Jahren von einer einzigen ethnischen Gruppe aus Mikronesiern. Folgende EinfĂ€lle von Samoanern, Fidschis und Tonganern fĂŒgte polynesische Elemente in die errichtete mikronesische Kultur ein, aber viele Mischehen fĂŒhrten zu einer Bevölkerung, die recht homogen ist, sowohl in Erscheinung, Sprache als auch in ihrer Tradition.
Bereits 1606 entdeckte der spanische Seefahrer Pedro Fernåndez de Quirós als erster EuropÀer die Gilbertinseln. Erst ab 1765 wurden die Inseln nach und nach von englischen Seefahrern angesteuert, so 1777 von James Cook und 1788 von KapitÀn Thomas Gilbert, nach dem die Inselgruppe um 1820 vom deutsch-baltischen, in russischen Diensten stehenden Admiral Adam von Krusenstern und dem französischen KapitÀn Louis Isidore Duperrey benannt wurde.
Im 19. Jahrhundert kamen WalfĂ€nger, SklavenhĂ€ndler und HĂ€ndler in groĂer Zahl nach Kiribati. Der resultierende Umbruch schĂŒrte lokale Stammeskonflikte und die EuropĂ€er schleppten fĂŒr die Einheimischen gefĂ€hrliche europĂ€ische Krankheiten ein.
1837 kamen die ersten stĂ€ndigen europĂ€ischen Siedler und 1857 begann die christliche Missionierung. Dabei wurden die nördlichen Atolle der Gilbertgruppe vorwiegend von katholischen Missionaren aus Frankreich, die sĂŒdlichen von samoanischen Missionaren der stark puritanisch geprĂ€gten London Missionary Society missioniert. Noch heute ist ein deutlicher Unterschied in der Lebensauffassung erkennbar: Die Menschen im Norden gelten als lebenslustig und frohsinnig, wĂ€hrend im SĂŒden eine strenge Einstellung vorherrscht.
Im BemĂŒhen um die Wiederherstellung von Ordnung wurden die Gilbertinseln 1892 zusammen mit den nahen Elliceinseln zum britischen Protektorat der Gilbert- und Elliceinseln erklĂ€rt, blieben jedoch ohne Verwaltung. Banaba (Ocean Island) wurde 1901 nach der Entdeckung phosphatreicher Guanoablagerungen annektiert. Zusammen mit Fanning und Washington Island, welche bereits 1888 annektiert wurden, wurde das Protektorat auf Wunsch der Inselbewohner 1916 zur britischen Kolonie. Die meisten der Linie-Inseln, inklusive Kiritimati (Christmas Island), der Phönixinseln und der Union-Inseln, dem heutigen Tokelau, wurden ĂŒber die nĂ€chsten 20 Jahre, zuletzt 1937, sukzessive einverleibt. Das Gebiet unterstand bis 1976 der Gerichtsbarkeit des Hohen Kommissars fĂŒr die Westpazifischen Territorien, die tatsĂ€chliche Verwaltung lag jedoch in den HĂ€nden eines StĂ€ndigen Kommissars (Resident Commissioner).
1942â1943 hielt die japanische Armee einen Teil der Inseln besetzt, um mit ihnen eine Inselverteidigung zu formen. Vom 20. bis 23. November 1943 war das Atoll Tarawa Schauplatz eines der heftigsten KĂ€mpfe zwischen Japanern und US-Amerikanern im Pazifikkrieg. Diese Schlacht war fĂŒr die Alliierten ein Wendepunkt in diesem Krieg.
In den 1960er Jahren begann GroĂbritannien dann die Selbstverwaltung der Inseln auszuweiten. 1963 wurde das erste ReprĂ€sentantenhaus eröffnet, 1965 erfolgte die GrĂŒndung der ersten Partei (National Party). 1974 trennten sich die Elliceinseln nach einem Volksentscheid von der Kolonie, um 1978 den unabhĂ€ngigen Staat Tuvalu zu grĂŒnden. Die Gilbertinseln erlangten 1977 innere Autonomie und wurden, nachdem im Februar 1978 Wahlen abgehalten wurden, am 12. Juli 1979 eine unabhĂ€ngige Nation innerhalb des Commonwealth unter dem Namen Kiribati.[7]. Erster PrĂ€sident wurde Ieremia Tabai.
Der ursprĂŒngliche Name fĂŒr das Land war âTungaruâ. Er kommt gelegentlich noch in Namen wie âAir Tungaruâ (die nationale Fluggesellschaft) oder âTungaru Central Hospitalâ vor. Der Name Kiribati ist eigentlich die gilbertesische Aussprache des Namens Gilberts (die etwas saloppe Form der EnglĂ€nder, von den Gilbert Islands zu sprechen). Im Gilbertesischen gibt es kein 'G', 'L' oder 'S'. Diese werden mit 'K', 'R' und 'TI' (am Wortende 's' ausgesprochen) ersetzt. Spricht man den Namen 'Kiribati' schnell aus, so hört man durchaus das Wort 'Gilberts'. Ăhnlich ist es mit Christmas Island: Kiritimati = Christmas.
Mit der UnabhĂ€ngigkeit gaben auch die Vereinigten Staaten 1979 alle AnsprĂŒche auf die dĂŒnnbesiedelten Phönixinseln auf. Acht der elf Linien-Inseln wurden ebenfalls ein Teil des Kiribati-Territoriums.
1985 schloss sich der Inselstaat der atomwaffenfreien Zone des SĂŒdpazifiks an. Nachdem 1995 die französischen Atomtests wiederaufgenommen wurden, suspendierte Kiribati seine diplomatischen Beziehungen zu Frankreich. Im September 1999 wurde der Inselstaat in die UNO aufgenommen.
FĂŒr jede der 21 bewohnten Inseln gibt es einen Inselrat (Island Council) als lokale Verwaltungsbehörde:
Das Parlament Kiribatis, engl. House of Assembly, offiziell Maneaba ni Maungatabu[7][8] wird alle vier Jahre gewĂ€hlt und besteht aus 46 Mitgliedern (44 gewĂ€hlte Abgeordnete, ein bestelltes Mitglied von Banaba sowie dem Generalstaatsanwalt von Amts wegen). Die Wahlen in den 23 Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen werden nach Mehrheitswahlrecht in zwei Runden durchgefĂŒhrt: Erzielt in der ersten Runde kein Kandidat eine absolute Mehrheit, treten die drei (bzw. bei zwei/drei zu vergebenden Sitzen vier/fĂŒnf) Kandidaten mit den meisten Stimmen in einer Stichwahl gegeneinander an nach dem Borda-Wahlsystem.
Der StaatsprĂ€sident ist gleichzeitig Regierungschef sowie AuĂenminister und wird Te Beretitenti (gilbertesische Schreibweise fĂŒr âPresidentâ) genannt. Er wird aus den Reihen der Parlamentsmitgliedern des Maneaba ni Maungatabu gewĂ€hlt und bildet das Kabinett mit bis zu zehn Ministern. Seit 2003 wird das Land von Anote Tong, der im Januar 2012 in seine dritte Amtsperiode wiedergewĂ€hlt wurde, regiert.[9] Sein Stellvertreter ist der Kauoman-ni-Beretitenti (VizeprĂ€sident).[8]
Der Inselstaat ist geprĂ€gt von einem System groĂer lokaler Selbstverwaltung aufgrund der groĂen Differenzen zwischen den einzelnen Inselgruppen. Einen besonderen Status genieĂt die Insel Banaba, deren Einwohner unter Minderheitenschutz stehen. Die politischen Parteien in Kiribati sind auch heute noch stark von einem traditionellen HĂ€uptlingssystem beeinflusst.
| Partei | Stimmen | % | Sitze |
|---|---|---|---|
| Boutokaan Te Koaua (Regierungspartei) | . | 18 | |
| Maneaban Te Mauri (Oppositionspartei) | . | 7 | |
| UnabhÀngige | . | 19 | |
| Bestelltes Mitglied der Insel Banaba | 1 | ||
| Generalstaatsanwalt, von Amts wegen | 1 | ||
| Gesamt | 46 | ||
| Quelle: IPU | |||
Kiribati ist Mitglied unter anderen der folgenden Organisationen: ADB, AKP, Commonwealth, ESCAP, IBRD, IDA, FAO, IFRCS, IWF, PIF, Sparteca, SPC, UNO, UNESCO, WHO.
Kiribati verfĂŒgt laut Verfassung ĂŒber keine eigene Armee, sondern genieĂt militĂ€rischen Schutz durch Australien und Neuseeland.
Es existiert eine Polizei, die auf jeder der Inseln zumindest einen kleinen Posten unterhÀlt und polizeiliche und paramilitÀrische Aufgaben wahrnimmt.
Kiribati verfĂŒgt ĂŒber nur wenige natĂŒrliche Ressourcen. Die kommerziell interessanten Phosphatdepots waren zur Zeit der Erlangung der UnabhĂ€ngigkeit erschöpft. Zumindest erhĂ€lt der Staat noch Zinsen aus einem Fonds, den die EnglĂ€nder bei ihrem Abzug 1979 als Kompensation fĂŒr den völligen Abbau aller Phosphatvorkommen auf Banaba Island hinterlassen haben. Momentan stellen die Kopraproduktion mit Anbau von KokosnĂŒssen, Fischfang, Algen, Export von Haifischflossen und die Vergabe von Fischereirechten die wichtigsten Einnahmequellen dar.
Seit dem Beitreten zum SeerechtsĂŒbereinkommen der Vereinten Nationen 2003 besitzt Kiribati eine ausschlieĂliche Wirtschaftszone von 3,5 Millionen Quadratkilometer Seegebiet.
Die Wirtschaft schwankte in den letzten Jahren stark. Ihre Entwicklung wird beschrÀnkt durch das Fehlen qualifizierter Arbeiter, eine schwache Infrastruktur und die weite Entfernung zu den internationalen MÀrkten.
Seit 1967 besteht auf Betio, einer Insel im Hauptatoll Tarawa, eine staatseigene Seemannsschule (Kiribati Marine Training Center). Die etwa 100 Absolventen werden sehr hÀufig auf deutschen Handelsschiffen beschÀftigt. Bis zu 1500 Kiribatis fahren so zur See und schicken jÀhrlich etwa 8,9 Millionen Australische Dollar an ihre Familien und SippenverbÀnde in Kiribati.
Der Tourismus mit rund 3500 Besuchern jĂ€hrlich stellt mehr als ein FĂŒnftel des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Haupthandelspartner sind Australien, Japan, Neuseeland und die USA. Die auslĂ€ndische Finanzhilfe, gröĂtenteils aus GroĂbritannien und Japan, stellt eine entscheidende ErgĂ€nzung des BIP dar; es entsprach in den vergangenen Jahren etwa 25 % bis 50 % des BIP.
Der Kiribati-Dollar ist die WĂ€hrung von Kiribati. Die ersten MĂŒnzen wurden 1979 geprĂ€gt und ausgegeben. Der Kiribati-Dollar hat keine eigenen Banknoten, im Umlauf sind australische Banknoten, da der Australische Dollar ebenfalls gĂŒltiges Zahlungsmittel in Kiribati ist.
Auf den Inseln der Gilbertgruppe hat sich ein traditionelles bargeldloses, formalisiertes System der Nachbarschaftshilfe erhalten, das Bubutisystem.
Der Staatshaushalt umfasste 2005 Ausgaben von umgerechnet 59,71 Mio. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 55,52 Mio. US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 3,6 % des BIP.[10]
2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:
Ab dem 6. bis zum 15. Lebensjahr besteht eine neunjĂ€hrige Schulpflicht, wobei der Schulbesuch kostenlos ist. Die ĂŒberwiegende Zahl der Primarschulen sowie zehn der dreizehn weiterfĂŒhrenden Schulen werden von den Kirchen getragen.
Die University of the South Pacific (USP) unterhĂ€lt in Bairiki seit 1976 eine AuĂenstelle, die 2006 zum USP Kiribati Campus erhoben wurde - mit jetzt etwas ĂŒber 3000 eingeschriebenen Studenten[12]. Sitz ist seit 1978 der Ort Teaoraereke auf Bairiki.
Das âKiribati National Cultural Centre and Museumâ Te umanibong ist ein Volkskundemuseum in Bikenibeu und zeigt rund 250 AusstellungsstĂŒcke zur materiellen Kultur der Gilbertesen.
Das Bairiki National Stadium ist das einzige Sportstadion des Staates und liegt auf der gleichnamigen Insel.
Der Gewichtheber David Katoatau nahm als FahnentrĂ€ger seines Landes an den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking (China) teil und erreichte den fĂŒnfzehnten Rang in der Kategorie bis 85 kg mit 313 kg. Der Leichtathlet Rabangaki Nawai trat als Sprinter ĂŒber die 100-Meter-Distanz an.
Kiribatis StraĂennetz hat eine LĂ€nge von 670 km. Die HaupthĂ€fen sind Betio auf der Insel Betio sowie Bikenibeu auf der Insel Bonriki (beide sind Inseln des Tarawa-Atolls). Der internationale Flughafen Bonriki International Airport befindet sich im Norden der Insel Bonriki.
Auf Grund des Klimawandels und des Anstiegs des Meeresspiegels wird Kiribati schĂ€tzungsweise 2060 bis 2070 im Meer versunken sein. PrĂ€sident Anote Tong sagte, sich auf den Tag vorzubereiten, an dem man kein eigenes Land mehr habe, sei schmerzhaft, aber genau das mĂŒsse man tun. Tong bat Neuseeland, mehr Ăbersiedler aus Kiribati aufzunehmen; derzeit rund 100 jĂ€hrlich. 2009 nahm Tong mit einer Delegation an der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen teil.[13]
Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in CancĂșn (COP 16)[14][15] wurde auf der "Tarawa Climate Change Conference" am 10. November 2010 in Ambo die âAmbo Declarationâ[16] verabschiedet, die von Australien, Brasilien, China, Kuba, Fidschi, Japan, Kiribati, Malediven, Republik der Marshallinseln, Neuseeland, Solomoninseln und Tonga unterzeichnet wurde.
-3.36666666667-168.733333333Koordinaten: 3° S, 169° W
14 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen:
Australien |
Fidschi |
Kiribati |
Marshallinseln |
Mikronesien |
Nauru |
Neuseeland |
Palau |
Papua-Neuguinea |
Salomonen |
Samoa |
Tonga |
Tuvalu |
Vanuatu
Andere Gebiete
Amerikanisch-Samoa (US) |
Bakerinsel (US) |
Cookinseln (NZ) |
Französisch-Polynesien (FR) |
Guam (US) |
Hawaii (US) |
Howlandinsel (US) |
Jarvisinsel (US) |
Johnstoninsel (US) |
Kingmanriff (US) |
Korallenmeerinseln (AU) |
Midwayinseln (US) |
Neukaledonien (FR) |
Niue (NZ) |
Nördliche Marianen (US) |
Norfolkinsel (AU) |
Osterinsel (CL) |
Palmyra (US) |
Pitcairninseln (UK) |
Tokelau (NZ) |
Wake (US) |
Wallis und Futuna (FR) |
West-Neuguinea (ID)
Australien | Cookinseln | Fidschi | Föderierte Staaten von Mikronesien | Kiribati | Republik Marshallinseln | Nauru | Neuseeland | Niue | Palau | Papua-Neuguinea | Salomonen | Samoa | Tonga | Tuvalu | Vanuatu
Assoziierte Mitglieder: Neukaledonien | Französisch-Polynesien
Beobachter: Osttimor | Tokelau | Wallis und Futuna | Asiatische Entwicklungsbank | Commonwealth Secretariat | Vereinte Nationen | Western and Central Pacific Fisheries Commission
Antigua und Barbuda | Australien | Bahamas | Bangladesch | Barbados | Belize | Botswana | Brunei | Dominica | Fidschi | Gambia | Ghana | Grenada | Guyana | Indien | Jamaika | Kamerun | Kanada | Kenia | Kiribati | Lesotho | Malawi | Malaysia | Malediven | Malta | Mauritius | Mosambik | Namibia | Nauru | Neuseeland | Nigeria | Pakistan | Papua-Neuguinea | Ruanda | Salomonen | Sambia | Samoa | Seychellen | Sierra Leone | Singapur | Sri Lanka | St. Kitts und Nevis | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen | SĂŒdafrika | Swasiland | Tansania | Tonga | Trinidad und Tobago | Tuvalu | Uganda | Vanuatu | Vereinigtes Königreich | Zypern
Gilbertinseln: Abaiang | Abemama | Aranuka | Arorae | Beru | Butaritari | Kuria | Maiana | Makin | Marakei | Nikunau | Nonouti | Onotoa | Tabiteuea | Tamana | Tarawa
Line Islands: Caroline | Flint | Kiritimati | Malden | Starbuck | Tabuarean | Teraina | Vostok
Phoenixinseln: Birnie | Enderbury | Kanton | McKean | Manra | Nikumaroro | Orona | Rawaki
weitere Insel: Banaba