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Die Klimatologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft der Fachbereiche Meteorologie, Geographie, Geologie, Ozeanographie und Physik. Sie erforscht die Gesetzmäßigkeiten des Klimas, also den durchschnittlichen Zustand der Atmosphäre an einem Ort. Hierzu bedient sich die Klimatologie statistischer Methodik.
Die Gesetzmäßigkeiten ergeben sich aus der langfristigen Beobachtung der Strahlung, der Temperatur, des Luftdrucks, der Winde und Windsysteme und des Niederschlags sowie der geographischen Faktoren, wie Längen- und Breitengrad, Höhenlage, Oberflächengestalt, Bodenbeschaffenheit und der Vegetation. Weiterhin den Erkenntnissen aus Atmosphärenphysik sowie der Paläoklimatologie.
Inhaltsverzeichnis |
Die Klimatologie befasst sich mit atmosphärischen Phänomenen unterschiedlicher räumlicher und zeitlicher Größenordnungen. Weil sich aus den großen raumzeitlichen Unterschieden auch Unterschiede in der Methodik ergeben, hat sich eine dreistufige Einteilung der Maßstäbe bewährt.
Der zeitliche Maßstab schwankt zwischen wenigen Minuten einer Mikroturbulenz, über tägliche und monatliche Veränderungen von Jahreszeiten, bis hin zu jahrelangen Trends, wie beispielsweise der globalen Erwärmung.
In der Klimatologie werden Gebiete mit ähnlichen klimatischen Bedingungen Klimazonen zugeordnet. Die Klimaklassifikation nach Köppen benutzt hierfür die mittlere jährliche Temperatur- und Niederschlagsverteilung, dargestellt in einem hygrothermischen Klimadiagramm. Die einzelnen Zonen werden mit einem 2- bis 4-stelligen Buchstabencode versehen. Als Grenze einer Klimazone hat Wladimir Peter Köppen die natürliche Verbreitung bestimmter typischer Pflanzenarten vorgeschlagen.
Die Klimatologie und Klimaforschung ist keine scharf abgegrenzte, geschlossene Wissenschaft, sondern beschäftigt sich als primäres Teilgebiet der Meteorologie und Geographie mit den physikalischen Erscheinungen der Lufthülle der Erde und ihrer Interaktion mit den Gegebenheiten der Erdoberfläche in Raum und Zeit (Lauer 1995).
Es werden vier Teildisziplinen der Klimatologie unterschieden:
Darüber hinaus haben sich viele Spezialgebiete bzw. Unterdisziplinen der Klimatologie entwickelt. Einige dieser Überschneidungen sind jedoch häufig Gegenstand wissenschaftlicher Arbeiten, so dass sich feste Bezeichnungen etabliert haben, welche in der Regel der speziellen Klimatologie zugeordnet werden können.
Die Klimatologie verwendet Modelle, um komplexe Phänomene zu beschreiben. Diese Modelle werden als Computermodelle auch dazu verwendet, um die Auswirkungen des Klimawandels in verschiedenen Szenarien abzuschätzen.
Die klimatologischen Modelle dienen dem Auffinden möglicher Trends und der Gewichtung einzelner Faktoren. Sie werden beispielsweise in der Stadtplanung eingesetzt, um die Auswirkungen neuer oder veränderter Bebauungen abschätzen zu können. Ein Beispiel für ein solches Modell ist das Projekt ClimatePrediction.net, das mit den Methoden des verteilten Rechnens (distributed computing) Vorhersagen über die Klimaentwicklung im 21. Jahrhundert erreichen möchte, wobei jeder die Rechenleistung seines PCs miteinbringen kann.