| Klassifikation nach ICD-10
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| C40 |
Bösartige Neubildung des Knochens und des Gelenkknorpels der Extremitäten
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| C41 |
Bösartige Neubildung des Knochens und des Gelenkknorpels sonstiger und nicht näher bezeichneter Lokalisationen
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| D16 |
Gutartige Neubildung des Knochens und des Gelenkknorpels
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| D48 |
Neubildung unsicheren oder unbekannten Verhaltens an sonstigen und nicht näher bezeichneten Lokalisationen
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| D48.0 |
Knochen und Gelenkknorpel
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| C79.5 |
Sekundäre bösartige Neubildung des Knochens und des Knochenmarkes
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| ICD-10 online (WHO-Version 2011)
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Ein Knochentumor ist eine gut- (benigne) oder bösartige (maligne) Geschwulst des Knochens.
Definition
Die Knochentumoren lassen sich grundlegend in zwei Kategorien einteilen:
- primäre Knochentumoren gehen direkt vom Knochengewebe aus (Knorpel, Osteoblasten oder Osteoklasten). Typisch für die Primären Knochentumoren ist, dass diese Prädeliktionsalter und -ort besitzen. Ebenfalls gibt es meist einen Geschlechtsunterschied und oft spezielle Symptomatik. Die primären Knochentumoren kommen meist in der Zone des Längenwachstums (Epiphysenfuge und Metaphyse) vor, eine Ausnahme stellt das Ewing-Sarkom dar, da es meist in der Diaphyse lokalisiert ist. Da die Tumoren meist zerstörend (destruierend) wachsen, muss das Röntgenbild in die Diagnose mit einbezogen werden. Radiologisch werden sie nach der Lodwick-Klassifikation eingeteilt.
Mit anderen Worten: das Röntgenbild ist die makroskopische Betrachtung der Knochentumoren. Dabei stehen die Endungen -chondrom, -osteom und -blastom für gutartig, die Endung -sarkom für bösartig.
- sekundäre Knochentumoren sind Metastasen von Tumoren anderer Lokalisation in den Knochen. Diese Knochenmetastasen sind weitaus häufiger als die primären Knochentumoren und kommen häufig im Bereich der Wirbelsäule vor (etwa Metastasen des Bronchialkarzinoms oder Brustkrebs).
Ossäre Knochentumoren
Diese Tumoren gehen von den Osteoklasten oder den Osteoblasten aus. Gutartige Knochentumoren wachsen langsam-verdrängend und siedeln keine Metastasen ab.
- Osteom, gutartig, fast nur in den Nasennebenhöhlen vorkommend, tritt beim Gardner-Syndrom auf
- Enostom, auch „Kompaktainsel“ oder bone island genannt, Ansammlung kortikalen Knochens im Markraum
- Osteoidosteom: relativ häufig, kleiner Tumor am Knochenrand
- Osteoblastom: ähnlich dem Osteoidosteom, aber größer und oft in Rückenwirbeln
- Osteosarkom: häufigster bösartiger Knochentumor mit äußerst aggressivem Wachstum und früher Metastasierung
Knorplige Tumoren
Bindegewebige Tumoren
Diese primären Tumoren gehen vom Bindegewebe der Knochenmatrix aus. Sie werden als Knochenfibrome bezeichnet.
Histiozytäre Knochentumore
Osteomyelogene Tumoren
Diese vom Knochenmarksraum ausgehende Tumoren entstammen entweder Vorläuferzellen der Plasmazelle oder sind undifferenziert.
Knochenmetastasen
Tumorähnliche Knochenerkankungen
Literatur