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Know-Nothing Party

"Uncle Sam's youngest son, Citizen Know Nothing"

Know-Nothing-Party (Knownothings), eigentlich American Party, war der populäre Name einer politischen Partei in den Vereinigten Staaten, die vor allem im Vorfeld des Bürgerkrieges auftrat.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ihr Gründer war Edward Zane Judson (1820–1886), besser bekannt als Ned Buntline. Der Name stammte daher, dass ihre Mitglieder den Eid schworen, in der Öffentlichkeit nicht viel Geheimnisse über die Partei preiszugeben (Englisch: to know nothing); sollten sie zu der Partei von Externen gefragt werden, sollten sie antworten: "Ich weiß von nichts." [1] Sie gründeten die Freimaurerloge Supreme Order of the Star Spangled Banner. Zu dieser hatten nur protestantische Männer, englischer Herkunft Zugang. Der Hauptzweck der Partei war die Bekämpfung des Einflusses der Einwanderer und der Katholischen Kirche. Es kam häufiger zu Übergriffen von Mitgliedern der American Party gegen Katholiken, vor allem Iren aber auch katholischen Deutschen.

Wahlkampfposter von 1856 mit den Kandidaten Millard Fillmore (links) und Andrew Jackson Donelson

Die bereits 1842 gegründete Zeitschrift The Native American formierte die Bewegung der Nativisten. Die Gesellschaft, 1854 organisiert, ging aus der 1835 gegründeten Native American Association hervor, schien anfangs, mit den Demokraten überstimmend, eine bedeutende politische Rolle zu spielen. In diversen Bundesstaaten wurden Knownothings in den Kongress gewählt, darunter der spätere US-Senator Joshua Hill aus Georgia sowie Nathaniel Prentiss Banks, später Sprecher des Repräsentantenhauses, Gouverneur von Massachusetts und im Bürgerkrieg ein General der Union.

Als ihr eigens aufgestellter Präsidentschaftskandidat Millard Fillmore, zuvor schon als Whig von 1850 bis 1853 US-Präsident, die Wahl von 1856 verlor − er und sein Vizepräsidentschaftskandidat Andrew Jackson Donelson erhielten lediglich acht Wahlmännerstimmen aus Maryland − und die neu gebildete Republikanische Partei als Partei der arrivierten weißen Protestanten einige Forderungen der Nativisten übernahm, spalteten sie sich und verloren infolge des Bürgerkrieges alle Bedeutung. Die Partei hatte 1856 knapp ein Viertel der abgegebenen Stimmen erhalten.

Die meisten Nichtswisser unterstützten 1860 den Wahlkampf Abraham Lincolns und gingen eine Quasi-Koalition mit seiner Republikanischen Partei ein. Einige Parteimitglieder schlossen sich auch der kurzlebigen Constitutional Union Party an, deren Präsidentschaftskandidat John Bell gegen Lincoln aber ohne Chance war. Nach dem Bürgerkrieg verloren die anti-irischen und anti-katholischen Parolen an Wirkung.

In der Fiktion

  • Im Spielfilm Gangs of New York (2002) von Martin Scorsese wird der Hass der Natives auf die Neueinwanderer thematisiert.
  • Im Bestseller Der Schamane von Noah Gordon bildet das Thema American Party und Supreme Order of the Star-Spangled Banner, eine angebliche Geheimorganisation der AP, einen zentralen Handlungsstrang.

Einzelnachweise

  1. Billington, Ray A. The Protestant Crusade, 1800–1860: A Study of the Origins of American Nativism (1938), standard scholarly survey, Seiten 337, 380–406

Weblinks

 Wikisource: Know-Nothing Platform 1856 – Quellen und Volltexte (english)
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