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Kollektivum

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Das Kollektivum (lat., Mehrzahl Kollektiva) ist ein sprachlicher Ausdruck, der eine unbestimmte Anzahl gleichartiger Dinge oder Sachverhalte in einer Klasse zusammenfasst.

In manchen Fällen wird als Kollektivum ein Wort verwendet, bei dem kein Zusammenhang zu einer entsprechenden Singularform ersichtlich ist, im Deutschen zum Beispiel Laub für eine Ansammlung von Blättern, Obst als Sammelbegriff für Früchte oder eine Herde für einen Verband von Tieren.

Daneben gibt es verschiedene Wortbildungsmuster zur Bildung von Kollektiva auf der Grundlage eines Singulars oder auch eines Verbs. Im Deutschen übliche sind -schaft (Belegschaft, Bürgerschaft), Ge- (Gebirge, Geflügel, Gefecht), -werk (Buschwerk, Regelwerk), -zeug (Handwerkszeug, Spielzeug, Rüstzeug, Segelzeug). Bei einigen Fremdworten wird auf Bildungen der Herkunftssprache zurückgegriffen (Software, Management, Instrumentarium, Klientel). Auch kann Formgleichheit mit dem Singular bestehen, wie zum Beispiel im Englischen fish als Nahrungsbezeichnung im Gegensatze zu fishes (einzelne Fische, Fischarten), im Deutschen der Ausdruck Wort im Sinn von „Aussage, Rede“. Auch die (oft abschätzige) Bezeichnung eines Volks durch eine Singularform (der Franzos', der Iwan, der Tommy) kann als Kollektivum angesehen werden.

Manchmal von den Kollektivum-Bildungen unterschieden werden die Kontinuativa, die unzählbare Dinge bezeichnen, vor allem Materialnamen (Stoffnamen) wie Wasser, Holz, oder denen selbst ein unzählbarer Begriff zugrunde liegt (Gehölz, Gestein, Gelände). [2]

Das Zahlwort des Kollektivs ist die Kollektivzahl.

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Kollektivum – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Werner König: dtv-Atlas zur deutschen Sprache (= dtv 3025). 10. überarbeitete Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1994, ISBN 3-423-03025-9, S. 11.
  2. Helmut Glück (Hrsg.), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler-Lexikon Sprache. 3. neubearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart / Weimar 2005, ISBN 978-3-476-02056-7, Stichwort „Stoffbezeichnung“.
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