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Als Konterrevolution (lat. contra = gegen) bzw. Gegenrevolution bezeichnet man die einer Revolution tatsächlich oder vermeintlich entgegenwirkenden Kräfte, Klassen und Aktivitäten, sowie die innerhalb und außerhalb eines aus der Revolution hervorgegangenen Staates gegen diesen Staat oder sein System gerichteten Bestrebungen von Personen, Gruppen oder Staaten. Die Konterrevolution hat das Ziel, die Errungenschaften einer Revolution rückgängig zu machen und die alte Staatsmacht zu restaurieren, sowie mit der Revolution unter Umständen auch blutig abzurechnen.
Der Begriff der Konterrevolution erschien erstmals in Zusammenhang mit der Französischen Revolution von 1789 und bezeichnete die Bestrebungen ihrer Gegner Joseph de Maistre, Louis de Bonald u. a., die gestürzte Monarchie wieder herzustellen.
Die realsozialistischen Systeme, die sich als aus der proletarischen Revolution hervorgegangene Staaten verstanden, bezeichneten die gegen sie gerichtete innere Opposition häufig als konterrevolutionär - auch noch Jahrzehnte nach der jeweiligen Staatsgründung und völlig unabhängig von den tatsächlichen politischen Positionen der jeweiligen Oppositionellen. Gleiches gilt noch heute unter anderem für die Volksrepublik China, Nordkorea und Kuba.