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Konz

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Konz (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Konz
Konz
Deutschlandkarte, Position der Stadt Konz hervorgehoben
49.70277777786.57944444444130Koordinaten: 49° 42′ N, 6° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Konz
Höhe: 130 m ü. NN
Fläche: 44,54 km²
Einwohner:

17.923 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 402 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54329
Vorwahl: 06501
Kfz-Kennzeichen: TR
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 068
Webpräsenz: www.konz.de
Stadtbürgermeister: Karl-Heinz Frieden (CDU)
Lage der Stadt Konz im Landkreis Trier-Saarburg
LuxemburgSaarlandEifelkreis Bitburg-PrümLandkreis BirkenfeldTrierBescheid (Hunsrück)Beuren (Hochwald)DamflosGeisfeldGrimburgGusenburgHermeskeilHinzert-PölertNaurath (Wald)Neuhütten (Hochwald)RascheidReinsfeldZüschBaldringenGreimerath (bei Trier)HeddertHenternKell am SeeLampadenMandernPaschelSchillingenSchömerichVierherrenbornWaldweilerZerfKanzemKonzNittelOberbilligOnsdorfPellingenTawernTemmelsWasserlieschWawern (Saar)Wellen (Mosel)WiltingenBonerathFarschweilerGusterathGutweilerHerlHinzenburgHolzerathKasel (bei Trier)KorlingenLorscheidMertesdorfMorscheidOllmuthOsburgPluwigRiveris (Gemeinde)Schöndorf (an der Ruwer)Sommerau (an der Ruwer)ThommWaldrachAylFisch (Saargau)FreudenburgIrsch (bei Saarburg)Kastel-StaadtKirfMannebach (bei Saarburg)MerzkirchenOckfenPalzemSaarburgSchodenSerrigTaben-RodtTrassemWincheringenBekondDetzemEnschFell (Mosel)FöhrenKennKlüsserathKöwerichLeiwenLongenLonguichMehring (Mosel)Naurath (Eifel)PölichRiolSchleichSchweichThörnichTrittenheimAach (bei Trier)FranzenheimHockweilerIgel (Mosel)Kordel (Eifel)LangsurNewelRalingenTrierweilerWelschbilligZemmerKarte
Über dieses Bild
Mosel bei Konz, kurz nach dem Zufluss der Saar
Ruinen der römischen Kaiservilla
Volkskunde- und Freilichtmuseum Konz
Ölmühle in Konz-Niedermennig

Konz (von lateinisch Contionacum) ist eine Stadt im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Konz, der sie auch angehört. Konz ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Konz liegt an der Mündung der Saar in die Mosel, etwa acht Kilometer von Trier entfernt.

Stadtgliederung

Stadtteil Stand 31. Dez. 2007 Stand 31. Dez. 2010
Konz mit Karthaus 12.193 12.315
Filzen 370 333
Hamm 106 108
Kommlingen 393 409
Könen 2.304 2.295
Krettnach 494 494
Niedermennig 858 863
Oberemmel 1.627 1.630
Obermennig 277 294

Die Einwohnerzahlen wurden der Einwohner-Bestandsstatistik entnommen.[3]

Klima

Der Jahresniederschlag beträgt 764 mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 55 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im November. Im November fallen 1,4 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 1 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte

Contionacum war der Name einer spätrömischen Kaiservilla (die Kaiservilla von Konz), deren Reste ergraben und die auch in antiken Quellen genannt wird. Besondere geschichtliche Bedeutung erlangte die am 11. August 1675 bei Konz ausgefochtene „Schlacht an der Konzer Brücke“, in der kaiserliche Truppen unter Führung des Generals Grana ein Heer Ludwig XIV. unter Marschall François de Bonne de Créqui vernichtend schlugen. Zur Erinnerung an diese Schlacht errichtete man im Jahre 1892 auf der Granahöhe, einer niedrigen Felsterrasse am Rande des Schlachtfeldes unweit der Konzer Brücke, das Granadenkmal.

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Konz durch die verkehrsgünstige Lage zu einem Eisenbahnknotenpunkt. Die Linien von Saarbrücken, Metz, Luxemburg und aus dem Sauertal treffen sich hier mit der Verbindung nach Trier, Eisenbahnbrücken überspannen seitdem Mosel und Saar.

Am 24. November 1937 wurde der Gemeindename Karthaus-Konz in Konz geändert.[4]

Am 20. Juli 1946 wurde Konz gemeinsam mit weiteren 60 Gemeinden der Landkreise Trier und Saarburg dem am 16. Februar 1946 an Frankreich abgetretenen Saarland angegliedert. Am 8. Juni 1947 wurde diese französische Gebietserweiterung bis auf 20 Gemeinden wieder zurückgenommen und damit kam Konz zum 1946 neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz.

Im Jahre 1959 wurde Konz zur Stadt erhoben. 2009 wurde das 50-jährige Stadtjubiläum gefeiert.

Am 7. Juni 1969 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Kommlingen eingemeindet. Am 7. November 1970 erfolgte die Eingemeindung von Filzen, Könen, Mennig und Oberemmel. Die Gemeinde Filzen war zuvor am 7. Juni 1969 aus den Gemeinden Filzen und Hamm bei Filzen neu gebildet worden, die Gemeinde Mennig entstand am selben Tag aus den Gemeinden Krettnach und Niedermennig.[5]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Konz bezogen auf das heutige Stadtgebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 2.002
1835 2.979
1871 3.806
1905 8.790
1939 10.617
Jahr Einwohner
1950 10.047
1961 10.838
1970 12.510
1987 15.433
2005 17.821

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat in Konz besteht aus 32 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Stadtrat:[6]

Wahl SPD CDU FDP GRÜNE FWG Gesamt
2009 7 12 2 3 8 32 Sitze
2004 7 14 2 3 6 32 Sitze

Partnerstädte

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Doktorbrunnen

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Konz

Wirtschaft und Infrastruktur

Bahnhof Konz
Bahnhof Konz-Karthaus

Konz ist erheblich geprägt vom Weinbau und mit 256 Hektar bestockter Rebfläche nach Piesport, Zell und Leiwen größte Weinbaugemeinde an der Mosel. Es wird traditionell überwiegend Riesling vor allem am Steilhang angebaut.

Industriell als auch städtebaulich entwickelte sich die Stadt in ihrem Ursprung durch die Eisenbahn, auch wenn seit den 1950er Jahren durch die Bahn bei den Bahnhöfen in Konz die meisten Arbeitsplätze abgebaut wurden. Die Eisenbahnanlagen waren für Konz dominant, wozu auch Bahnbrücken über die Mosel (Konzer Moselbrücke) und die Saar gehörten. Die im Volksmund als „Hindenburgbrücke“ bezeichnete zweite Eisenbahnbrücke (1912 in Betrieb genommen) führte über die Mosel, wurde jedoch Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört.

Im Jahre 1897 wurde durch Hubert Zettelmeyer das Straßenbau- und Maschinenbauunternehmen Zettelmeyer gegründet. Dieser Betrieb war neben der Eisenbahn ein weiterer Garant für die industrielle Entwicklung der Stadt. 1981 wurde der Traditionsbetrieb vom Stadtzentrum in das Industriegebiet Konz-Könen verlagert.

Die Arbeitsplatzverluste bei der Eisenbahn wurden durch die Ansiedlung zweier weiterer Betriebe der Kunststoff- bzw. Textilverarbeitungsindustrie (Pegulan-Werke und KUAG) Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre zumindest mittelfristig etwas kompensiert.

Ansässige Unternehmen

Öffentliche Einrichtungen

Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Stadt Konz ist für die Stadt Konz und als Stützpunktfeuerwehr für die Verbandsgemeinde Konz zuständig. Die Feuerwehr wurde 1925 gegründet. Im selben Jahr wurde im heutigen Stadtteil Karthaus die Feuerwehr Merzlich gegründet. Die Feuerwehren fusionierten 1929. 1991 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet. Die Feuerwehr besitzt 11 Fahrzeuge, darunter ein Wechselladerfahrzeug auf MAN TGA 26.390-Fahrgestell, welches 2007 aufgrund eines schweren Zugunglückes durch das Land Luxemburg und den Kreis Trier-Saarburg beschafft wurde. Als Beladung stehen ein Abrollbehälter AB-Rüst schwer und ein AB-Logistik zur Verfügung.[7]

Persönlichkeiten

Datei:Molter-penneschu.ogg

Weblinks

 Commons: Konz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistische Daten Stadt Konz
  4. Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939; Seite 268
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 183 (PDF)
  6. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Stadtrat
  7. Internetangebot der Freiwilligen Feuerwehr Konz. Abgerufen am 26. Juni 2009.
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