Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Korbach

Dieser Artikel befasst sich mit der Kreisstadt Korbach im Landkreis Waldeck-Frankenberg; fĂŒr andere Bedeutungen siehe Korbach (BegriffsklĂ€rung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Korbach
Korbach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Korbach hervorgehoben
51.2833333333338.8666666666667384Koordinaten: 51° 17â€Č N, 8° 52â€Č O{{#coordinates:51,283333333333|8,8666666666667|primary
dim= globe= name= region=DE-HE type=city
  }}
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 384 m ĂŒ. NHN
FlĂ€che: 123,98 kmÂČ
Einwohner: {{#invoke:FormatNum|format|23367 |format=dewiki}} (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 188 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahlen: 34497,
34513 (KlippmĂŒhle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthĂ€lt Text
Vorwahlen: 05631, 05636 (Eppe), 02982 (Hillershausen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthÀlt Text
Kfz-Kennzeichen: left|06635015|5}} Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthÀlt Kleinbuchstaben
GemeindeschlĂŒssel: 06 6 35 015
Stadtgliederung: 15 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Stechbahn 1
34497 Korbach
WebprÀsenz: www.korbach.de
BĂŒrgermeister: Klaus Friedrich (parteilos)
Lage der Stadt Korbach im Landkreis Waldeck-Frankenberg
Hatzfeld (Eder)Battenberg (Eder)BromskirchenAllendorf (Eder)Burgwald (Gemeinde)Rosenthal (Hessen)Gemünden (Wohra)Haina (Kloster)Frankenberg (Eder)FrankenauBad WildungenLichtenfels (Hessen)KorbachWillingen (Upland)Diemelsee (Gemeinde)DiemelstadtVöhlVolkmarsenBad ArolsenTwistetalWaldeck (Stadt)EdertalNordrhein-WestfalenLandkreis KasselSchwalm-Eder-KreisLandkreis Marburg-BiedenkopfKarte
Über dieses Bild

Die Stadt Korbach, seit dem 18. Juni 2013 offiziell Hansestadt Korbach[2] (frĂŒher auch Corbach geschrieben, bahnamtlich bis zum 1. Februar 1935[3]), ist die Kreisstadt des Landkreises Waldeck-Frankenberg in Hessen und kann auf eine ĂŒber 1000-jĂ€hrige Geschichte zurĂŒckblicken.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Korbacher Spalte

Korbach liegt am Nordostrand des Rheinischen Schiefergebirges, hier auch als Waldeck'sches Upland bezeichnet. Die nördlichsten Stadtteile befinden sich in den AuslĂ€ufern des Sauerlandes. Die höchsten Berge im Korbacher Stadtgebiet sind der Widdehagen (635 m) und der fĂŒr seinen Reichtum an goldhaltigen Erzen bekannte Eisenberg (562 m). Die Kernstadt wird von dem Kuhbach (umgangssprachlich „Die Kuhbach“) durchflossen.

In der Korbacher Spalte, einer Erdspalte in der NĂ€he Korbachs, gab es bedeutende Fossilienfunde aus dem Oberperm. Es sind die einzigen Procynosuchus-Funde (auch „Korbacher Dackel“ genannt) auf der Nordhalbkugel.

Nachbargemeinden

Die Nachbargemeinden der Stadt Korbach sind Diemelsee, Lichtenfels, Twistetal, Vöhl, Waldeck und Willingen (Upland) alle im Landkreis Waldeck-Frankenberg sowie Medebach (im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen)

Stadtgliederung

Die Kernstadt selbst liegt auf der Waldecker Tafel, einer waldlosen Hochebene, die frĂŒher reich an wilden HĂŒhnern war (weswegen ihre Bewohner auch „FeldhĂŒhnerchen“ genannt werden).

Panorama von Korbach, vom Eisenberg aus gesehen

Geschichte

FrĂŒhgeschichte

Über die Herkunft und Bedeutung des Stadtnamens werden verschiedene Ansichten vertreten. Einigkeit herrscht, dass der Name altsĂ€chsischen Ursprungs ist. Die Ă€lteste Form lautet Curbecki (980). Einer Auffassung zufolge soll die erste Silbe aus dem mittelniederdeutschen „kurren, korren“ gebildet worden sein, was soviel wie das Murmeln eines Baches bedeutet.[4] Nach anderer Ansicht leitet sich die Silbe „Cor“ oder „Cur“ von „KĂŒr“ und „kĂŒren“ ab, was „Wahl“ bzw. „wĂ€hlen“ bedeutet.[5] Demnach handelte es sich bei Korbach um einen am Bache gewĂ€hlten Platz, möglicherweise auch um einen Versammlungsort an einem Bach, an dem das Volk einen AnfĂŒhrer wĂ€hlte.[5] Curbechi wird urkundlich erstmals im Jahre 980 erwĂ€hnt,[6] als der damalige König und spĂ€tere Kaiser Otto II. Korbach, Lelbach, Rhena und drei weitere Orte im damaligen Ittergau, unter Hinzuziehung des Grafen Asicho vom Ittergau und Nethegau als Zeugen, im Tausch gegen zwei Gemarkungen im Hassegau an das Kloster Corvey abgab. Auch auf dem ĂŒbrigen Stadtgebiet gibt es Hinweise auf frĂŒhzeitliche Besiedlungen, so z. B. auf dem Wipperberg bei Lengefeld.

Mittelalter und FrĂŒhe Neuzeit

1188 verlieh der Paderborner Bischof Bernhard Korbach das Soester Stadtrecht. Auf Grund der Lage Korbachs am Schnittpunkt der Handelswege Köln-Leipzig und Frankfurt-Bremen entwickelten sich Handwerk und Handel rasch, und Korbach blĂŒhte auf. Das Gebiet der Altstadt reichte bald nicht mehr aus, um alle Einwohner aufzunehmen. Die Kaufleute siedelten sich daher in zwei neuen StĂ€dten, der oberen und unteren Neustadt, außerhalb der Stadtgrenzen an, die sich bald zu einer gemeinsamen Stadt vereinigten. Im 14. Jahrhundert wurde in der Altstadt die Kilianskirche erbaut, in der Neustadt die Nikolaikirche. Korbach – Auszug aus der Topographia Hassiae von MatthĂ€us Merian 1655 Rathaus auf der Grenze zwischen Altstadt und Neustadt (2010)

Rathausvorplatz

1377 schließlich wurden die Altstadt und die Neustadt miteinander vereinigt. Auf der Grenze zwischen beiden StĂ€dten entstand das gemeinsame Rathaus, das sich noch heute dort befindet. 1349 besuchte Kaiser (damals noch römischer König) Karl IV. die Stadt, Korbach trat der Hanse bei, wurde erstmals 1469 als Mitglied im Hansebund erwĂ€hnt. 1414 wurde ein doppelter Mauerring, der die gesamte Siedlung umgab, vollendet. FĂŒnf Stadttore bewachten den Zugang zur Stadt: das TrĂ€nketor, das Dalwigker Tor, das Enser Tor, das Lengefelder Tor und das Berndorfer Tor. Von diesen ist heute nur noch das Enser Tor erhalten. Mit der Reformation wurde die Stadt wie die gesamte Grafschaft Waldeck protestantisch. Auch heute ist Korbach noch grĂ¶ĂŸtenteils protestantisch, auch wenn seit dem 19. Jahrhundert wieder vermehrt Katholiken in die Stadt zogen und die beiden katholischen Kirchen, die Ă€ltere Marienkirche und die moderne Josephskirche, errichteten. Zudem sind die westlichen Stadtteile an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen fast vollstĂ€ndig (Hillershausen) oder zu grĂ¶ĂŸeren Teilen (Nieder-Schleidern, Eppe) katholisch.

Im DreißigjĂ€hrigen Krieg musste Korbach immer wieder hohe Kontributionen an durchziehende Truppen leisten. Am Ende des Krieges war nur noch die HĂ€lfte der HĂ€user bewohnbar, und die Zahl der Einwohner war von 2600 auf 1100 zurĂŒckgegangen. Ein großer Stadtbrand vernichtete 1664 fast alle WohnhĂ€user; heute gibt es in Korbach nur ein Fachwerkhaus „Im Katthagen“, das vor diesem Brand, 1593, erbaut wurde.[7] Die gotischen Steinkirchen sowie die steinernen LagerhĂ€user hingegen blieben gut erhalten.

Im SiebenjĂ€hrigen Krieg kam es am 10. Juli 1760 zu einem grĂ¶ĂŸeren Gefecht vor den Toren der Stadt.

Neuzeit

Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts herrschte wieder bescheidener Wohlstand; eine erste wirtschaftliche BlĂŒte erreichte die Stadt wieder Ende des 19. Jahrhunderts. Hierzu trug vor allem die Eröffnung der Eisenbahn nach Kassel 1893 bei. Zudem siedelte der Industrielle Louis Peter eine große Gummi- und Reifenfabrik in Korbach an. GrĂ¶ĂŸere SchĂ€den (GebĂ€ude) durch weitere Kriege, insbesondere aufgrund der beiden Weltkriege, blieben der Stadt zum GlĂŒck erspart. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Einwohnerzahl durch Zuzug aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten stark zu.

Am 29. MĂ€rz 1961 stĂŒrzte am Stadtrand, unweit der Bahnstrecke Korbach–Berndorf und der Flechtdorfer Straße, ein Kampfflugzeug ab. Menschen kamen nicht zu Schaden. Es handelte sich um den ersten Absturz eines Starfighters der Bundeswehr. Die Piloten konnten sich mit dem Schleudersitz retten.[8]

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1970 wurden die bis dahin selbstÀndigen Gemeinden Alleringhausen, Eppe, Goldhausen, Helmscheid, Hillershausen, Lengefeld, Meineringhausen, Nieder-Schleidern, Rheda und Strothe eingegliedert. Am 31. Dezember 1970 kamen Nieder-Ense, Nordenbeck und Ober-Ense hinzu. Lelbach folgte am 1. Oktober 1971.[9]

Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)

  • 1998 – 24.510
  • 1999 – 24.552
  • 2000 – 24.515
  • 2001 – 24.490
  • 2002 – 24.537
  • 2003 – 24.503
  • 2004 – 24.540
  • 2005 – 24.384
  • 2009 – 23.900
  • 2011 – 23.533
  • 2012 – 23.367

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 27. MĂ€rz 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[10] Die Stadtverordnetenversammlung besteht in Korbach aus 37 Mitgliedern.

<div style="position:relative; background:#FFF; width:305px; height:Expression-Fehler: Unerwarteter Operator: <px; margin:0;">

Wahl zur Stadtverordnetenversammlung
<div style="z-index:12; position:relative; background:transparent; height:Expression-Fehler: Unerwarteter Operator: <px; border-top:none;">
 %
Expression-Fehler: Unerwarteter Operator: <Expression-Fehler: Unerwarteter Operator: <Expression-Fehler: Unerwarteter Operator: <Expression-Fehler: Unerwarteter Operator: <Expression-Fehler: Unerwarteter Operator: <Expression-Fehler: Unerwarteter Operator: <Expression-Fehler: Unerwarteter Operator: <Expression-Fehler: Unerwarteter Operator: <Expression-Fehler: Unerwarteter Operator: <
10
0
<div style="background:#Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“; width:40px; position:absolute; left:0px; height:104.1px; bottom:0px;">
34,7 %
<div style="background:#Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“; width:40px; position:absolute; left:45px; height:80.7px; bottom:0px;"></div>
26,9 %
<div style="background:#Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“; width:40px; position:absolute; left:90px; height:51.9px; bottom:0px;"></div>
17,3 %
<div style="background:#Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“; width:40px; position:absolute; left:135px; height:37.2px; bottom:0px;"></div>
12,4 %
<div style="background:#Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“; width:40px; position:absolute; left:180px; height:20.1px; bottom:0px;"></div>
6,7 %
<div style="background:#Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“; width:40px; position:absolute; left:225px; height:5.7px; bottom:0px;"></div>
1,9 %

</div>

Gewinne und Verluste
</div><div style="position:relative; background:transparent; width:305px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px; margin:0;">
im Vergleich zu 2006
 %p
Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“
<div style="background:#Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“; width:40px; position:absolute; left:0px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px;">
<div style="width:40px; position:absolute; left:0px; height:13px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; background:white; opacity:0.6;"></div><div style="width:40px; position:absolute; left:0px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; text-align:center; font-size:80%; line-height:100%;">Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“-1,6Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“ %p</div> <div style="background:#Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“; width:40px; position:absolute; left:45px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px;"></div><div style="width:40px; position:absolute; left:45px; height:13px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; background:white; opacity:0.6;"></div><div style="width:40px; position:absolute; left:45px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; text-align:center; font-size:80%; line-height:100%;">Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“-5,7Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“ %p</div><div style="background:#Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“; width:40px; position:absolute; left:90px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px;"></div><div style="width:40px; position:absolute; left:90px; height:13px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; background:white; opacity:0.6;"></div><div style="width:40px; position:absolute; left:90px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; text-align:center; font-size:80%; line-height:100%;">Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“9,6Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“ %p</div><div style="background:#Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“; width:40px; position:absolute; left:135px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px;"></div><div style="width:40px; position:absolute; left:135px; height:13px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; background:white; opacity:0.6;"></div><div style="width:40px; position:absolute; left:135px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; text-align:center; font-size:80%; line-height:100%;">Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“-0,9Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“ %p</div><div style="background:#Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“; width:40px; position:absolute; left:180px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px;"></div><div style="width:40px; position:absolute; left:180px; height:13px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; background:white; opacity:0.6;"></div><div style="width:40px; position:absolute; left:180px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; text-align:center; font-size:80%; line-height:100%;">Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“-0,1Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“ %p</div><div style="background:#Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“; width:40px; position:absolute; left:225px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px;"></div><div style="width:40px; position:absolute; left:225px; height:13px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; background:white; opacity:0.6;"></div><div style="width:40px; position:absolute; left:225px; bottom:Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“px; text-align:center; font-size:80%; line-height:100%;">Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „strong“-1,4Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“ %p</div></div></div>
Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“
</div>
Parteien und WĂ€hlergemeinschaften  %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 34,7 13 36,3 13 39,9 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 26,9 10 32,6 12 32,3 12
GRÜNE BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen 17,3 6 7,7 3 5,7 2
FWG Freie WĂ€hlergemeinschaft 12,4 5 13,3 5 12,4 5
FDP Freie Demokratische Partei 6,7 2 6,8 3 6,3 2
REP Die Republikaner 1,9 1 3,3 1 3,4 1
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 45,3 44,9 51,9

StÀdtepartnerschaften

Seit 1963 unterhĂ€lt Korbach eine StĂ€dtepartnerschaft mit dem französischen Avranches im DĂ©partement Manche. Als weitere Partnerstadt folgte nach der Wiedervereinigung 1990 das thĂŒringische Waltershausen. Weiterhin pflegt Korbach Partnerschaften mit dem polnischen Pyrzyce (Pyritz) und dem tschechischen VysokĂ© MĂœto (Hohenmauth).

Verkehr

Korbach liegt an den Bundesstraßen 251 (Kassel–Brilon) und 252 (Marburg–Paderborn), die sich auf der Korbacher Umgehungsstraße kurzzeitig ĂŒberschneiden. Ein direkter Anschluss an das Autobahnnetz besteht auf dem Stadtgebiet nicht; die nĂ€chsten AutobahnanschlĂŒsse sind an der A 44 bei Diemelstadt bzw. Zierenberg, jeweils etwa 30 km entfernt. Die Stadt ist zudem ĂŒber Landesstraßen mit Medebach und Diemelsee verbunden.

Korbach ist ein Eisenbahnknotenpunkt, an dem sich frĂŒher vier Eisenbahnstrecken trafen, die heute nur noch teilweise in Betrieb sind: eine nach Nordwesten, die ĂŒber Willingen nach Brilon-Wald (Uplandbahn) und weiter bis ins Ruhrgebiet fĂŒhrt; eine nach SĂŒden, die ĂŒber Frankenberg nach Marburg (Untere Edertalbahn und Burgwaldbahn) verlief; eine nach Nordosten, die ĂŒber Volkmarsen nach Kassel fĂŒhrt; und eine nach SĂŒdosten, die ĂŒber Waldeck nach Wabern angelegt war. Letztere ist als Ederseebahn im Abschnitt Korbach−Bad Wildungen stillgelegt, und in dessen Teilabschnitt Korbach–Buhlen befindet sich nun der Ederseebahn-Radweg, der von 2008 bis 2012 angelegt wurde. Die Strecke nach Kassel wurde am 4. Oktober 1998 wiedereröffnet (damals eines der ersten Beispiele fĂŒr Streckenreaktivierung). Über die Wiederinbetriebnahme der Unteren Edertalbahn wurde bereits 2006/2007 diskutiert, auch um den Nationalpark Kellerwald-Edersee anzubinden. Bahnchef RĂŒdiger Grube kĂŒndigte 2009 an, in die 31 Kilometer lange Strecke Korbach-Frankenberg, die seit Ende der 1980er Jahre stillgelegt ist, 14 Millionen Euro investieren zu wollen.[11] Der Abschnitt bis Korbach-SĂŒd wurde schon am 29. September 1999 wiedereröffnet. Bis in die 1980er Jahre bestanden durchgehende Fernzugverbindungen unter anderem bis nach Amsterdam, Hamburg und Frankfurt.

Korbach hat, fĂŒr eine Stadt dieser GrĂ¶ĂŸe bemerkenswert, zwei Bahnhöfe an derselben Eisenbahnstrecke, die beide in Betrieb sind. Da der ursprĂŒngliche Hauptbahnhof von der Altstadt zu weit entfernt war, wurde 1,5 km weiter sĂŒdlich ein weiterer („Korbach SĂŒd“) eröffnet. Auch wenn die Bahnstrecke nach Kassel stĂ€ndig weiter modernisiert wird, merkt man auch heute noch die Folgen der frĂŒheren Stilllegung. Zudem stellt die StreckenfĂŒhrung ĂŒber Bad Arolsen und Volkmarsen einen beachtlichen Umweg dar, so dass man mit dem Zug heute fast die zweifache Fahrzeit wie mit dem Auto hat.

1997 wurde in Korbach ein Stadtbus-Konzept mit zwei sich teilweise ĂŒberschneidenden Ringlinien verwirklicht. Diese Busse fahren im 40-Minuten-Takt und treffen sich dabei alle 20 Minuten am Hauptbahnhof. Wichtige Fahrziele, wie zum Beispiel die Innenstadt, das Stadtkrankenhaus oder das Schulzentrum, sind an beide Linien angeschlossen.

In Korbach gibt es einen Flugplatz mit Gastronomie. Neben einer 600 m langen Graspiste fĂŒr Sportflugzeuge steht noch eine 200 m lange Bahn fĂŒr den Gleitschirmbetrieb zur VerfĂŒgung. Der Flugplatz, einer der Ă€ltesten in Deutschland, ist ein beliebtes Ausflugsziel und wird jĂ€hrlich von hunderten Piloten aus ganz Europa angesteuert. Korbach, Flugplatz

Schulen

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Kilianskirche Nikolaikirche Tylenturm

  • Kilianskirche (1450) und Nikolaikirche (1460) – gut erhaltene gotische Hallenkirchen, die von den BĂŒrgern der Altstadt (St. Kilian) und der Neustadt (St. Nikolai) im friedlichen Wettbewerb errichtet wurden. Die Kilianskirche ist reichlicher geschmĂŒckt als die Nikolaikirche. Sehenswert sind in beiden Kirchen je ein Altar des Korbacher Franziskanermalers, in der Nikolaikirche das prunkvolle Wandgrab aus Alabaster, Marmor und Kalkstein fĂŒr FĂŒrst Georg Friedrich von Waldeck sowie an der Kilianskirche das SĂŒdportal. Der Turm der Kilianskirche kann bestiegen werden.
  • Kloster Korbach – 1487 als Franziskaner-Observanten-Kloster gegrĂŒndet, aber bereits 1546 wieder aufgelöst. 1579 grĂŒnden die Waldecker Grafen in dem ehemaligen Kloster ein seit Jahren geplantes Landesgymnasium, die Alte Landesschule.
  • Alte Landesschule: Das Korbacher Gymnasium befand sich von 1579 bis 1971 an dem Standort in der Klosterstraße. 1971 wurde ein Neubau in der Solinger Straße bezogen. Der Name „Alte Landesschule“ blieb erhalten. Das Gymnasium ist eines der Ă€ltesten, noch heute im Betrieb befindlichen in Hessen. Heute ist in den GebĂ€uden ein Teil der Beruflichen Schulen Korbach/Bad Arolsen untergebracht.
  • FreilichtbĂŒhne Korbach e. V. – Freilichttheater mit BĂŒhne im Schießhagen. JĂ€hrlich werden von den ca. 150 aktiven Mitgliedern zwei StĂŒcke inszeniert, jeweils ein AbendstĂŒck fĂŒr Erwachsene und ein KinderstĂŒck. Neben der Spielzeit im Sommer sind die Mitglieder auch bei anderen Veranstaltungen, wie etwa dem mittelalterlichen Markt im Herbst, engagiert.
  • Die Korbacher Spalte, eine erdhistorische Besonderheit: hier befand sich die KĂŒste des Zechsteinmeeres. Die Korbacher Spalte ist eine der bedeutendsten FundstĂ€tten fĂŒr Fossilien aus der Permzeit.
  • Das Wolfgang-Bonhage-Museum ist das Korbacher Heimatmuseum neben der Kilianskirche. Es wurde in den 1990er Jahren saniert und erweitert und bietet Informationen ĂŒber die Stadtgeschichte, den Goldbergbau im Eisenberg und die Korbacher Spalte.
  • Ein mittelalterlicher Pranger auf dem alten Markt der Altstadt.
  • Gut erhaltene Stadtmauer und eine liebevoll restaurierte Altstadt mit vielen FachwerkhĂ€usern
  • Die „KĂŒmpe“, mittelalterliche Brunnen, die die Wasserversorgung der Handelsstadt bildeten. Vier Brunnen sind heute noch erhalten: in der Lengefelderstraße (sogenannter FeldhĂŒhnerchenbrunnen), an der Kilianskirche, am Rathaus und auf dem alten Markt.
  • Mehrere mittelalterliche SteinhĂ€user (LagerhĂ€user)
  • Der Bronze-„NachtwĂ€chter“ in der FußgĂ€ngerzone
  • Die Burgruine Eisenberg (mit Aussichtsturm und Goldlehrpfad),
  • Ein Goldbergwerk aus dem 12.–17. Jahrhundert am Eisenberg ist heute ein Besucherbergwerk.
  • Mittelalterliche StadtfĂŒhrung an jedem 1. Samstag im Monat (April–Dezember)

Öffentliche Einrichtungen

  • StadtbĂŒcherei
  • Jugendhaus
  • Freibad
  • Hallenbad

Feste

  • Gold- und Töpfermarkt (Mai)
  • Freischießen (Juni), dreijĂ€hrig
  • Kiliansmarkt (Juni)
  • Altstadt-Kulturfest (Juni/Juli)
  • Kunstnacht (Juli)
  • Herbstmarkt (September)
  • Historischer Mittelalterlicher Markt (Oktober)
  • Korbacher Weihnachtsmarkt mit Adventskalender (Dezember)

Sonstiges

Persönlichkeiten

Literatur

  • Wolfgang Medding: Korbach – Die Geschichte einer deutschen Stadt. 2. Auflage. Wilhelm Bing Verlag, Korbach 1980, DNB 800792793.
  • Wolfgang Medding: BaudenkmĂ€ler und KunstschĂ€tze der 1000-jĂ€hrigen Stadt Korbach. Korbach ca. 1980, DNB 800509919.
  • Henner Reitmeier: Korbach. Fritz-Schulz-Platz. und Stadtgeschichten. Kritische EinsprĂŒche. In: Ders.: Der Große Stockraus. Ein Relaxikon. Berlin 2009, ISBN 978-3-926880-20-8.[12]

Weblinks

 Commons: Korbach â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. ↑ http://www.hna.de/lokales/korbach-waldeck/hansestadt-korbach-land-kuendigt-verleihung-zusatznamens-2870387.html
  3. ↑ Liste der Änderungen von Bahnhofsnamen
  4. ↑ Walter Heinemeyer: Korbachs AnfĂ€nge im KrĂ€ftespiel der Franken und Sachsen. In: GeschichtsblĂ€tter fĂŒr Waldeck. 73. Band (1985), S. 21 [24].
  5. ↑ a b Wolfgang Medding: Korbach – Die Geschichte einer deutschen Stadt. 2. unverĂ€nderte Auflage. 1980, S. 10.
  6. ↑ Kaiserurkunde aus 980 Wortlaut – Urkundenauszug korbach.de
  7. ↑ Hans Osterhold: Meine Stadt, Korbacher Bauten erzĂ€hlen Geschichten. sprenger druck, Korbach 2001.
  8. ↑ http://www.916-starfighter.de/GAF_crashes.htm
  9. ↑  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis fĂŒr die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und SchlĂŒsselnummernĂ€nderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 407 und 408.
  10. ↑ Wahlergebnisse auf hsl.de
  11. ↑ Reaktivierung der Bahnstrecke Korbach-Frankenberg – vcd-blog.de abgerufen am 22. Dezember 2010
  12. ↑ Hier auch online nachlesbar, abgerufen am 24. Juni 2012.
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.