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| Korneuburg | ||
|---|---|---|
| | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Korneuburg | |
| Kfz-Kennzeichen: | KO | |
| Fläche: | 9,71 km² | |
| Koordinaten: | 48° 21′ N, 16° 20′ O48.345277777816.3330555556168Koordinaten: 48° 20′ 43″ N, 16° 19′ 59″ O | |
| Höhe: | 168 m ü. A. | |
| Einwohner: | 12.314 (1. Jän. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1.268,18 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 2100 | |
| Vorwahl: | 02262 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 12 13 | |
| NUTS-Region | AT126 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptplatz 39 2100 Korneuburg | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Christian Gepp (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2010) (37 Mitglieder) |
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| Lage der Stadt Korneuburg im Bezirk Korneuburg | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Korneuburg ist die Bezirksstadt des gleichnamigen Bezirks in Niederösterreich mit 12.314 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011).
Inhaltsverzeichnis |
Korneuburg liegt im Weinviertel in Niederösterreich an der Donau, 12 km nordwestlich von Wien. Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 9,71 Quadratkilometer. 20,76 Prozent der Fläche sind bewaldet. Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden außer Korneuburg.
Ursprünglich aus einer Ufersiedlung entstanden, war Korneuburg jahrhundertelang mit Klosterneuburg, unter dem gemeinsamen Namen Nivenburg verbunden. Die Verbindung war eine Furt durch die damaligen Donauarme. Der lateinische Name war Corena Nova. Im Jahre 1136 wurde es erstmalig urkundlich in der Gründungsurkunde des Benediktinerklosters Klein-Mariazell erwähnt, als neuer Marktplatz - novum forum, forum trans Danubium. 1298 erhielt Korneuburg das Stadtrecht durch Herzog Albrecht I., was die formelle Trennung von Klosterneuburg bewirkte.
Aufgrund seines Status als landesfürstliche Festung war Korneuburg in verschiedenen Kriegen immer wieder stark umkämpft (Zweite Wiener Türkenbelagerung, Dreißigjähriger Krieg, Napoleonische Kriege).
Die Stadtanlage entspricht deutlich einem schlesischen Gründungsschema. Bemerkenswerterweise ist Korneuburg damit die einzige österreichische Stadt mit einem typisch schlesischen zentralen regelmäßig rechteckigen „Ringplatz“, also mit großem Markt, der in der Mitte das Rathaus und eine weitere Häuserinsel, in Niederösterreich „Grätzl“ oder auch „Kretzl“ genannt, umschließt.
Abseits des Hauptplatzes, der mit seinen Patrizierhäusern über städtisches Ambiente verfügt, beginnt die Stadtstruktur deutlich dörfliche Züge zu tragen. Ebenerdige Häuser bestimmen das Stadtbild, und manche Einfamilienhäuser liegen schon in der Nähe des Hauptplatzes an. Das Erscheinungsbild der Stadt wurde in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts grundlegend umgestaltet.
1927 wurde die Raffinerie Korneuburg in Betrieb genommen. 1958 folgte das Kraftwerk Korneuburg.
Am 18. Mai 1930 kam es in der Stadt zum sogenannten Korneuburger Eid. Damals leisteten christlich-soziale Heimwehren einen Schwur zur Abschaffung der Demokratie, bekannten sich zum Faschismus und zur Errichtung eines „Ständestaates“.
Seit 2006 ist Korneuburg Mitglied des Regionalentwicklungsvereins 10 vor Wien.
Da Korneuburg an der Kreuzung mehrerer Verkehrswege liegt, ist die Verkehrsbelastung enorm. Durch die unmittelbare Nähe zur Donauufer Autobahn (A22) sowie der Nähe zur Wiener Außenring Schnellstraße (S1) wird sich die Verkehrsbelastung in der Region Korneuburg zusätzlich verschärfen. Die Stadtentwicklung ist durch diese beiden stark befahrenen Straßen maßgeblich beeinflusst. Des Weiteren wird Korneuburg durch die Donau Straße (B3) und Laaer Straße (B6) durchfahren.
Um das am gegenüberliegenden Donauufer gelegene Klosterneuburg zu erreichen, steht die Rollfähre Korneuburg–Klosterneuburg zur Verfügung.
Korneuburg ist zudem mittels Regionalzügen und Schnellbahnen von Wien über die S-Bahn-Stammstrecke direkt zu erreichen. Zusätzlich stehen Regionalbusse und ein Anrufsammeltaxi (AST) zur Verfügung.[1]
In Korneuburg hat eines der vier niederösterreichischen Landesgerichte seinen Sitz. Sein Sprengel umfasst im Wesentlichen das gesamte Weinviertel (Bezirksgerichte Gänserndorf, Zistersdorf, Laa an der Thaya, Mistelbach, Korneuburg, Stockerau und Hollabrunn , sowie den Landstrich entlang des südlichen Donauufers bis zur Staatsgrenze nach Osten (Bezirksgerichte Bruck an der Leitha und Schwechat) sowie der Städte Klosterneuburg und Gerasdorf (Bezirksgericht Klosterneuburg). Das Landesgericht Korneuburg selbst zählt zum Sprengel des Oberlandesgerichts Wien. Es beschäftigt derzeit etwa 30 Richter. Das Gericht ist derzeit noch im historischen Gebäude am Hauptplatz untergebracht. Ein Neubau am Stadtrand ist für 2012 geplant.
Korneuburg hat seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert ein stetiges, zwischen 1880 und 1890 sogar rasantes (+ 38 % in nur zehn Jahren) Anwachsen der Bevölkerung zu verzeichnen. Rückgänge brachten jeweils die Kriegsjahre (zwischen 1910 und 1923 −4,4 % und zwischen 1939 und 1951 gar −20,4 %). Seither nimmt die Bevölkerung zu. Der Zuwachs von der vorletzten 1991 zur letzten Volkszählung 2001 betrug 13,4 % und ist ausschließlich auf die Zuwanderungsbilanz (+13,6 %) zurückzuführen, da die Geburtenbilanz leicht negativ (−0,2 %) war.
Die Mehrheit der Bevölkerung (68,4 %) ist römisch-katholisch, 4,2 % sind evangelisch, 3,6 % sind orthodoxe Christen. 3,1 % bekennen sich zum Islam. 17,5 % sind ohne religiöses Bekenntnis.
Der Gemeinderat der Stadt besteht aus 37 Sitzen. Nach der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 ergibt sich folgende Mandatsverteilung:
ÖVP 18, SPÖ 14, Liste Grüne 3, FPÖ 2.
Die endgültigen Ergebnisse[2] der Gemeinderatswahlen im Detail:
| Partei | 2010 | 2005 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stimmen | % | Mandate | St. | % | Mdt. | |
| ÖVP |
3.013 | 47,56 | 18 | 1.984 | 36,35 | 13 |
| SPÖ |
2.253 | 35,56 | 14 | 2.705 | 49,56 | 19 |
| Die Grünen |
594 | 9,38 | 3 | 576 | 10,55 | 4 |
| FPÖ |
381 | 6,01 | 2 | 193 | 3,54 | 1 |
| Wahlbeteiligung | 60,71 % | 60,59 % | ||||
Bürgermeister: Christian Gepp (ÖVP)
Vizebürgermeister: Helene Fuchs-Moser (ÖVP), Robert Zodl (SPÖ)[3]
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