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Kreis Altenburg

Basisdaten[1]
Bezirk der DDR Leipzig
Kreisstadt Altenburg
Fläche 345 km² (1989)
Einwohner 101.749 (1989)
Bevölkerungsdichte 295 Einwohner/km² (1989)
Kfz-Kennzeichen S und U (1952–1990)
ABG (1991–1994)
Kreis Altenburg im DDR-Bezirk-Leipzig.PNG
Der Kreis Altenburg im Bezirk Leipzig

Der Kreis Altenburg ist eine historische Bezeichnung eines am 25. Juli 1952 durch die Auflösung der Länder in der DDR und durch die Teilung des Landkreises Altenburg in die Kreise Altenburg und Schmölln entstandenen und dem Bezirk Leipzig zugeordneten Landkreises.[2]

Heute ist das Gebiet des Kreises Altenburg Bestandteil des Landkreises Altenburger Land im Bundesland Thüringen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Aufgrund der andauernden Wohnungsnotsituation seit Kriegsende wurde nach der Verordnung des Eigenheimbaues 1971 das erste Eigenheim des Kreises 1973 in Altenburg fertiggestellt. Bereits 1980 wurde das 500. ebenfalls in Altenburg vollendet.

Aufgrund der Unruhen im Herbst 1989, beschloss der Rat des Kreises am 11. Oktober 1989 die Erhöhung der Effektivität der Fahrschulausbildung sowie die Verbesserung der Naturschutzarbeit. Es gab keine Fahrschulen im heutigen Sinne, der VEB Kraftverkehr beschäftigte mehrere Fahrlehrer. Es war nicht ungewöhnlich, dass man zwei Jahre warten musste, bis man die Ausbildung beginnen konnte, zumal der VEB Kraftverkehr die einzige zivile Ausbildungseinrichtung für die Kreise Altenburg und Schmölln war. So verwundert es auch nicht, wenn bei dieser Vielzahl von Menschen der Führerschein schon nach der ersten Fahrstunde ausgestellt wurde. Am 25. Oktober zogen dann ungefähr 2500 Menschen von der Brüderkirche in Altenburg durch die Innenstadt. Am 28. Oktober tagte der Ausschuss Städtebau und Architektur der Stadtverwaltung Altenburg, aufgrund des schlechten baulichen Zustandes der Altstadt und erarbeitete ein Förderprogramm zur Sanierung.

Am 17. Mai 1990 wurde aus dem Kreis Altenburg der Landkreis Altenburg.[3] Mit der Wiedererrichtung der Länder auf dem Gebiet der DDR im Jahre 1990 wurden die Bezirke aufgelöst. Die Landkreise Altenburg und Schmölln, deren Gebiete bereits bis 1952 zum Land Thüringen gehörten, wurden dem Land Thüringen zugeordnet.

Am 25. November 1991 erfolgte die Grundsteinlegung für das erste Gewerbegebiet des Kreises in Nobitz, das heutige Marktkauf-Center.

Gebietsänderungen

Am 4. Dezember 1952 kam die Gemeinde Thräna an den Kreis Borna und die Gemeinde Steinbach an den Kreis Geithain, die Gemeinden Mumsdorf, die am 1. Juli 1950 erst zum Landkreis Zeitz kam, Falkenhain und Zipsendorf mit dem Ortsteil Brossen aus dem Kreis Zeitz kamen zum Kreis Altenburg. Am 1. Januar 1957 kam Ruppersdorf zum Kreis Altenburg und wurde nach Wintersdorf eingemeindet, ebenso wurde die Gemeinde Niederwiera an den Kreis Glauchau abgetreten.[2]

Folgende Gemeinden existierten des Weiteren bei Gründung des Landkreises am 25. Juli 1952, wurden dann bis 1990 allerdings eingemeindet:

Städte und Gemeinden

Stand: 31. Dezember 1989

Städte

Gemeinden



Landräte

Wirtschaft

Die Wirtschaft des Kreises Altenburg wurde durch die Braunkohlenindustrie, den Maschinenbau, die Textilindustrie sowie durch Land- und Forstwirtschaft geprägt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Einzelnachweise

  1. Statistische Jahrbücher der Deutschen Demokratischen Republik. In: DigiZeitschriften. Abgerufen am 6. Oktober 2009.
  2. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.</span>
  3. Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR (Kommunalverfassung) vom 17. Mai 1990
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