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Der Kreis Bad Doberan war ein Kreis im Bezirk Rostock in der DDR.
Der mecklenburgische Kreis wurde aus Teilen der ehemaligen Landkreise Wismar und Rostock im Zuge der Verwaltungsreform am 25. Juli 1952 neu gebildet und gehörte dem Bezirk Rostock an.[1] Der Kreis kam am 3. Oktober 1990 in das neu gegründete Bundesland Mecklenburg-Vorpommern innerhalb des Beitrittsgebietes zur Bundesrepublik Deutschland. Am 12. Juni 1994 wurde der Kreis (seit dem 17. Mai 1990 als Landkreis bezeichnet[2]) um den aufgelösten Landkreis Rostock und Teile (Amt Schwaan) des aufgelösten Landkreises Bützow (Bezirk Schwerin) erweitert (Zuwachs über 800 km²).[1] Bis zur Kreisgebietsreform 2011 führte dieser neue Landkreis den Namen Landkreis Bad Doberan.
Inhaltsverzeichnis |
Der Küstenkreis Bad Doberan grenzte im Südwesten an den Kreis Wismar, im Südosten an den Kreis Bützow und im Osten an den Kreis Rostock-Land sowie (auf wenigen hundert Metern) an den Stadtkreis Rostock.
Der Küstenabschnitt des Kreises Bad Doberan zieht sich von der militärisch genutzten Halbinsel Wustrow mit dem dahinter liegenden Salzhaff über die Bukspitze und die teils flache, teils steile Ausgleichsküste und den „Heiligen Damm“, dessen Geröllwall das Naturschutzgebiet Conventer See abschließt bis wenige Kilometer vor die Warnowmündung. Der waldbedeckte Endmoränenzug der Kühlung hebt sich markant vom Umland ab, erreicht maximal 129,7 m ü. NN im Diedrichshagener Berg und erstreckt sich über 20 km Länge im Norden des Kreisgebietes. Der Süden des Kreises wird geprägt durch eine kuppige Grundmoränenlandschaft (bis 110 m ü. NN), die zahlreiche kleine Seen und Tümpel einschließt.
Der Kreis Bad Doberan war geprägt durch die Landwirtschaft und den Tourismus. In Kröpelin war eine Milchviehanlage mit über 2.000 Kühen, in Neubukow ein eine Million Tiere umfassender Legehennenbetrieb in Form eines KIM und in Bad Doberan eine große Schweinemastanlage (6.000 Tiere). Der Fremdenverkehr spielte in den Ostseebädern Kühlungsborn, Rerik, Heiligendamm (dem ältesten deutschen Seebad) und Nienhagen die Hauptrolle.
Die Hauptverkehrsachsen im Kreis waren die Fernverkehrsstraße 105 (Wismar-Rostock) und die parallel verlaufende Bahnlinie. Sehr beliebt war und ist die Bäderbahn Molli, eine 900-mm-Schmalspurbahn, die von Bad Doberan nach Kühlungsborn führt.
Der Landkreis Bad Doberan hatte am 3. Oktober 1990 36 Gemeinden, darunter fünf Städte:
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Bad Doberan | Bergen (bis 1955) | Greifswald | Greifswald (Stadtkreis) | Grevesmühlen | Grimmen | Putbus (bis 1955) | Ribnitz-Damgarten | Rostock-Land | Rostock (Stadtkreis) | Rügen (ab 1956) | Stralsund | Stralsund (Stadtkreis) | Wismar | Wismar (Stadtkreis) | Wolgast