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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten (Stand 1972) | ||
| Bestandszeitraum: | 1860–1972 | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Aachen | |
| Landschaftsverband: | Rheinland | |
| Verwaltungssitz: | Erkelenz | |
| Fläche: | 321,05 km² | |
| Einwohner: |
96.659 (31. Dez. 1970) | |
| Bevölkerungsdichte: | 301 Einwohner je km² | |
| Kfz-Kennzeichen: | ERK | |
| Kreisgliederung: | 22 Gemeinden | |
| Landrat: | Josef Rick (CDU) | |
| Lage des Kreises Erkelenz in Nordrhein-Westfalen | ||
Der Kreis Erkelenz war ein von 1816 bis 1972 bestehender Kreis im ehemaligen Regierungsbezirk Aachen. Mit diesem gehörte er zunächst zur preußischen Provinz Großherzogtum Niederrhein, ab 1822 zur Rheinprovinz und ab 1946 zu Nordrhein-Westfalen. Zwischen 1939 und 1969 trug er die Bezeichnung Landkreis Erkelenz. Kreisstadt war Erkelenz, das Kfz-Kennzeichen war ERK. Heute liegt das ehemalige Kreisgebiet größtenteils im Kreis Heinsberg.
Inhaltsverzeichnis |
Der Kreis Erkelenz war der nördlichste Kreis im Regierungsbezirk Aachen. Im Nordwesten lag die niederländische Provinz Limburg, ansonsten grenzten der Kreis Kempen-Krefeld, die Stadtkreise Mönchengladbach und Rheydt, der Kreis Grevenbroich-Neuss der Kreis Jülich und der Kreis Geilenkirchen-Heinsberg an. Die Länge der internationalen Grenze betrug 24 km, die Gesamtlänge der Kreisgrenze im Jahr 1937 135 km.
Eine auffällige Landschaftsgrenze durchzog den Kreis. Der Norden wurde von der Schwalm-Nette Platte des Niederrheinischen Tieflandes eingenommen. Hier liegen nährstoffarme und feuchte Böden. Wälder stehen auf Sandlöß und Sandböden. Im Meinweggebiet erstreckt sich ein Binnendünenfeld. Der Wald bei Elmpt bildete das größte Waldgebiet des Kreises. Im Süden des Kreises liegt die weiträumige, waldarme Erkelenzer Börde mit ihren fruchtbaren Lössböden, eine Landschaft der Niederrheinischen Bucht
Zwischen Rurich und Elmpt bildet eine Riedellandschaft den Übergang zur 30 m bis 50 m tieferliegenden Rurniederung, sie verläuft von Südost nach Nordwest. Die Rur floss zwischen Rurich und Ratheim durch den Kreis. Hier fanden sich in der flachen Landschaft Wiesen, Pappeln und Korbweidenkulturen. Weitere Flüsse auf Kreisgebiet waren Schwalm und Niers.
Die höchste Erhebung mit ca. 110 m ü. NN lag im Süden bei Immerath, der tiefste Punkt mit 27 m im Norden bei Brempt an der niederländischen Grenze.
Im Jahr 1900 umfasste der Kreis Erkelenz 288,99 km². Durch Zuschläge seitens anderer Kreise vergrößerte sich die Kreisfläche auf 334,7 km² 1933. 1972 betrug sie 321,05 km² .
Der ehemalige Kreis Erkelenz umfasste vor 1794 Gebiete aus verschiedenen Territorien:
Zwischen 1794 und 1814 gehörte das Linke Rheinufer zu Frankreich. Die ehemaligen Landesherrschaften wurden abgeschafft und 1798 neue Verwaltungseinheiten geschaffen; die Mairie (Bürgermeisterei), der Canton (Kanton), das Arrondissement und das Département.
1814 wurde das Gebiet vorläufig der Verwaltung des Generalgouvernements Niederrhein, danach des Generalgouvernements Nieder- und Mittelrhein unterstellt.
Der Canton Erkelens (Erkelenz) gehörte zum Arrondissement de Crévelt (dt. Krefeld) des Département-de-la-Roer und bestand aus den Mairies Beeck, Doveren, Erkelenz, Gerderath, Immerath, Kleingladbach, Kuckum, Lövenich, Schwanenberg, Tüschenbroich oder Wegberg (jülichscher Teil). Dieser Kanton hatte 1806 20.130 Einwohner.
Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress (1815) fielen große Teile des Rheinlands an Preußen. Der Kreis Erkelenz wurde 1816 innerhalb des Regierungsbezirks Aachen eingerichtet und gehörte zunächst zur Provinz Großherzogtum Niederrhein, ab 1822 zur Rheinprovinz.
Der Kreis wurde gebildet aus:
Der Kreis Erkelenz war verwaltungsmäßig in 13 Bürgermeistereien gegliedert (Stand 1830; damalige Schreibweise): Beck, Doveren, Elmpt, Erkelenz, Gerderath, Immerath, Keyenberg, Klein-Gladbach, Korrenzig, Lövenich, Nieder-Krüchten, Schwanenberg und Wegberg.[1] Die Bürgermeistereien in der Rheinprovinz wurden 1927 in Ämter umbenannt.
Das Kreisgebiet blieb bis zum 1. Oktober 1932 unverändert, als nach Auflösung des Kreises Heinsberg Teile dem Kreis Erkelenz zugeteilt wurden, nämlich die Gemeinden Arsbeck, Hilfarth (Ausnahme: Porselen), Myhl, Ratheim und Wildenrath.
Am 1. April 1936 wurden die drei südlichen Gemeinden Gevenich, Glimbach und Körrenzig aus dem Kreis ausgegliedert und dem Kreis Jülich zugeschlagen. Der Ort Rurich wurde aus der Gemeinde Körrenzig herausgelöst, in das Amt Baal eingegliedert und verblieb so im Kreis Erkelenz. 1939 wurde in ganz Deutschland die Bezeichnung “Landkreis” für alle kleineren Verwaltungsbezirke eingeführt, was für das spätere Nordrhein-Westfalen bis 1969 bestand haben sollte.
Nach der Auflösung Preußens fiel der nun zur britischen Besatzungszone gehörende Landkreis am 23. August 1946 an das neu gebildete Land Nordrhein-Westfalen.
Am 1. Januar 1972 wurde der Kreis Erkelenz durch das Aachen-Gesetz aufgehoben und mit dem Selfkantkreis Geilenkirchen-Heinsberg zu dem neuen Kreis Heinsberg zusammengelegt.
1975 wurden die Gemeinden Niederkrüchten und Elmpt zusammengelegt, aus dem Kreis Heinsberg ausgegliedert und dem Kreis Viersen zugeschlagen.
Im Jahr 1935 gliederte sich der Kreis wiefolgt:
Blasonierung: "In Gold ein rotes lateinisches Lilienkreuz, in dessen Mitte eine fünfblättrige, blaue Flachsblüte." [3]
Herkunft und Bedeutung: Dieses Wappen erhielt der Landkreis am 9. Mai 1955. Die Lilie entstammt einem Erkelenzer Stadtsiegel von 1551 und erinnert an die Beziehung der Stadt Erkelenz zum Marienstift Aachen. Die Flachsblüte weist auf den früheren Flachsanbau hin, der vor allem im nördlichen Kreisgebiet betrieben wurde. Das Gold im Wappenschild steht für die Fruchtbarkeit des Lößbodens des südlichen Kreisgebietes.
In der Liste werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 1,95 Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben:
| Jahr | CDU | SPD | DZP | BHE | FDP | UWG |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 19461 | 74,9 | 19,7 | ||||
| 1948 | ||||||
| 1952 | 64,7 | 20,1 | 7,4 | 3,9 | ||
| 1956 | 54,4 | 26,9 | 5,7 | 2,6 | 9,8 | |
| 1961 | 59,2 | 25,7 | 14,4 | |||
| 1964 | 51,1 | 30,3 | 11,4 | 6,9 | ||
| 1969 | 55,3 | 31,0 | 7,4 | 6,3 |
1 1946: zusätzlich: KPD: 4,0 %
Quelle: Jeweiliges Heft des Statistischen Landesamtes (LDS NRW), Mauerstr. 51, Düsseldorf, mit den Wahlergebnissen auf der Kreisebene. Die Zahlen von 1948 liegen nicht vor.
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