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Kreis Jülich

Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Kreises Jülich
Kreis Jülich
Deutschlandkarte, Position des Kreises Jülich hervorgehoben
50.9222226.358333Koordinaten: 50° 55′ N, 6° 21′ O
Basisdaten (Stand 1971)
Bestandszeitraum: 1816–1971
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Aachen
Landschaftsverband: Rheinland
Verwaltungssitz: Jülich
Einwohner:

77.600 (1969)

Kfz-Kennzeichen: JÜL
Kreisgliederung: 6 Gemeinden
Landrat: Wilhelm Johnen (CDU)

Der Kreis Jülich war bis zur kommunalen Neugliederung 1972 ein Kreis in Nordrhein-Westfalen, der zum ebenfalls durch das Aachen-Gesetz aufgelösten Regierungsbezirk Aachen gehörte. Die Kreisstadt war das namensgebende Jülich, auf welches auch das amtliche Autokennzeichen JÜL zurückzuführen ist. Kreiswappen war ein Löwe mit roter Ähre oben rechts.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Entstanden war der Kreis Jülich, nachdem das Linke Rheinufer 1815 im Anschluss an den Wiener Kongress an Preußen gefallen war. Er konstituierte sich am 24. April 1816 unter Landrat Johann Karl von Bülow und gehörte zunächst der Provinz Großherzogtum Niederrhein und von 1822 an der Rheinprovinz an.

Der Kreis Jülich war verwaltungsmäßig in 19 Bürgermeistereien gegliedert (Stand 1830; damalige Schreibweise): Aldenhoven, Barmen, Coslar, Dürwiß, Ederen, Frey-Aldenhoven, Hambach, Hottorf, Inden, Jülich, Kirchberg, Linnich, Rödingen, Roerdorf, Setterich, Siersdorf, Steinstraß, Titz und Welz.[1]

Der Kreis Jülich gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zum Land Nordrhein-Westfalen. Einen Großteil der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war Wilhelm Johnen Landrat des Kreises.

Zum Zeitpunkt der Auflösung gehörten die Gemeinden und Städte Aldenhoven, Dürwiß, das heute ein Stadtteil von Eschweiler ist, Inden, Linnich, Jülich und Titz zum Kreisgebiet.

Der ehemalige Kreis Jülich bildet seit der Neugliederung im Jahr 1972 den Nordteil (näherungsweise nördlich der Bundesautobahn 4 mit Ausnahme der Gemeinde Niederzier) des Kreises Düren.

Politik

Ergebnisse der Kreistagswahlen ab 1946

In der Liste werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 1,95 Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben:

Jahr CDU SPD KPD FDP DZP DUWG
1946 65,6 25,4 6,0
1948
19521 48,7 32,2 2,3 11,9 4,5
1956 51,6 35,4 7,4 5,6
1961 56,8 30,6 8,1 4,5
1964 51,8 36,7 6,7 4,8
1969 54,7 39,7 5,6

1 1952: zusätzlich: FVP: 8,8 %

Quelle: Jeweiliges Heft des Statistischen Landesamtes (LDS NRW), Mauerstr. 51, Düsseldorf, mit den Wahlergebnissen auf der Kreisebene. Die Zahlen von 1948 liegen nicht vor.

Landräte

Jahre Landräte
1816 – 1848 Johann Karl von Bülow
1848 – 1850 Eberhard Freiherr von Mylius (auftragsweise)
1850 – 1871 Philipp Freiherr von Hilgers
1871 – 1872 Otto von Naumann (auftragsweise)
1872 – 1875 Ludolf Clemens Walburgis Freiherr von Wenge-Wulffen auf Haus Overbach (auftragsweise)
1875 – 1880 Carl Freiherr von Hollen
1880 – 1892 Werner von Trott zu Solz
1892 – 1923 Friedrich Vüllers
1923 – 1924 Peter Fischer
1924 – 1925 Paul Pomp (vertretungsweise)
1925 – 1933 Joseph Burggraef
1933 – 1945 Ulrich Freiherr von Mylius
1945 Matthias Förster
1946 Josef Peters
1946 – 1971 Wilhelm Johnen

Oberkreisdirektoren

Jahre Oberkreisdirektoren
1946 Carl Fesenfeld
1946 – 1959 Franz Grobben
1959 – 1971 Gustav Innecken

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinzen, Nicolai, 1830, Seite 787
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