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| Wappen | Deutschlandkarte |
|---|---|
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| Basisdaten | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein |
| Verwaltungssitz: | Bad Segeberg |
| Fläche: | 1.344,39 km² |
| Einwohner: |
259.200 (31. Dez. 2010)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 193 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | SE |
| Kreisschlüssel: | 01 0 60 |
| NUTS: | DEF0D |
| Kreisgliederung: | 95 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: |
Hamburger Straße 30 23795 Bad Segeberg |
| Webpräsenz: | |
| Landrätin: | Jutta Hartwieg (SPD) |
| Lage des Kreises Segeberg in Schleswig-Holstein | |
Der Kreis Segeberg ist ein Kreis im Süden des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Er gehört zur Metropolregion Hamburg. Kreisstadt ist Bad Segeberg.
Inhaltsverzeichnis |
Der Kreis Segeberg grenzt im Norden an den Kreis Rendsburg-Eckernförde, an die kreisfreie Stadt Neumünster und an den Kreis Plön, im Osten an den Kreis Ostholstein, im Südosten an den Kreis Stormarn und an die Freie und Hansestadt Hamburg und im Westen an die Kreise Pinneberg und Steinburg.
Der Bevölkerungs- und Wirtschaftsschwerpunkt des Kreises liegt im Südwesten auf der Siedlungsachse Norderstedt - Henstedt-Ulzburg - Kaltenkirchen. Hier leben allein etwa 120.000 Menschen, knapp die Hälfte der Bevölkerung des Kreises, in drei der 95 Gemeinden auf 120 km² der insgesamt 1.344 km² Fläche.
Der Wirtschaftsschwerpunkt des Kreises liegt an der A 7 auf der Achse Norderstedt - Henstedt-Ulzburg - Kaltenkirchen. Im eher ländlich geprägten Nordosten des Kreises mit der Kreisstadt Bad Segeberg als Mittelpunkt liegen die wirtschaftlichen Stärken in der Gesundheitswirtschaft (u. a. Segeberger Kliniken), der Naherholung und dem Tourismus (u. a. Karl-May-Festspiele und Naturpark Holsteinische Schweiz).
Durch das Kreisgebiet verläuft im westlichen Teil die A 7 mit den Anschlussstellen Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen, Bad Bramstedt und Großenaspe. Im Osten durchquert die A 21 den Kreis. In Planung als neue Ost-West-Verbindung ist die Verlängerung der A 20 von Lübeck quer durch den Kreis Segeberg bis zu einer Kreuzung mit der A 7 bei Bad Bramstedt und weiter durch den Kreis Steinburg zu einer neuen Elbquerung.
Die Schiene erschließt den Kreis mit mehreren Bahnlinien:
Von der AKN-Strecke zweigen die "Alsternordbahn" Ulzburg Süd - Norderstedt Mitte und die Bahnstrecke Henstedt-Ulzburg - Elmshorn ab, die weitere Haltepunkte im Kreisgebiet bieten.
Zwischen Norderstedt Mitte und Garstedt hat die Hamburger U-Bahnlinie U1 drei Haltestellen im Kreis Segeberg.
Der ÖPNV im gesamten Kreisgebiet wurde 2003 in den HVV eingegliedert. Zuvor gehörte lediglich der Südteil des Kreises Segeberg (unter anderem mit Norderstedt und Henstedt-Ulzburg) zum Verkehrsverbund.
Der Kreis Segeberg hat seinen historischen Vorläufer in der Vogtei Segeberg, einem Militär- und Verwaltungsbezirk, der sich um die 1134 errichtete Siegesburg bildete. Nach der Umwandlung der Vogtei in das „Amt Segeberg“ im 15. Jahrhundert kristallisierte sich eine administrative Zweiteilung des Territoriums in ein dem Amtmann unterstelltes mittleres und westliches und ein von adligen Gutsherrn verwaltetes östliches Gebiet heraus. Erst nach der Eingliederung Schleswig-Holsteins in die preußische Monarchie wurde mit der Verordnung vom 22. September 1867 „betreffend die Organisation der Kreis- und Distriktsbehörden im Bezirk Holstein“ auch der Kreis Segeberg gebildet. Der Sitz des Landrats als obersten Verwaltungsbeamten des Kreises ist seitdem Segeberg. Als Schöpfer der Segeberger Kreisverwaltung gilt Freiherr von Willemoes-Suhm (1877-1892), der auch das bis heute genutzte Kreishaus, Hamburger Straße 30, errichten ließ.
Nach der ersten schleswig-holsteinischen Gebietsreform im Jahre 1932 mit der Auflösung des Kreises Bordesholm fiel der Raum Gadeland, Boostedt, Großenaspe und Heidmühlen an den Kreis Segeberg. Neben der Beibehaltung des Titels „Landrat“ wurde 1950 zugleich das Amt des „Kreispräsidenten“ als Vorsitz und Sitzungsleitung des Kreistages geschaffen.
In der am 1. Januar 1970 durchgeführten Gebietsreform gewann der Kreis die neu gebildete Stadt Norderstedt, entstanden aus vier Gemeinden der Kreise Pinneberg und Stormarn, hinzu. Dafür trat er am 26. April 1970 Gadeland an die Stadt Neumünster ab.
Am 1. Januar 2006 schlossen sich die Ämter Segeberg-Land und Wensin zum Amt Trave-Land zusammen. Zum 1. Januar 2008 trat die Gemeinde Boostedt dem Amt Rickling bei, das sich in Amt Boostedt-Rickling umbenannte, und die Gemeinde Trappenkamp schloss sich dem Amt Bornhöved an.
Die größte wissenschaftliche Einrichtung im Kreis Segeberg ist das international anerkannte Forschungszentrum Borstel.
Der Kreistag des Kreises Segeberg ist ein Organ der kommunalen Selbstverwaltung und legt die Ziele und Grundsätze für die Arbeit der Kreisverwaltung fest[2]. Der Kreistag wird von den wahlberechtigten Bürgern des Kreises Segeberg alle fünf Jahre zusammen mit den Kommunalvertretungen auf Gemeindeebene gewählt. Die letzte Wahl fand am 25. Mai 2008 statt. Die nächste Wahl wird im Frühjahr 2013 stattfinden.
Das Wahlergebnis der letzten Kreistagswahl gibt die folgende Tabelle wieder[3]:
| Partei | Stimmenanteil 2008 | Sitze im Kreistag |
|---|---|---|
| CDU | 42,1 | 27 *) |
| SPD | 26,3 | 17 |
| Die Linke | 7,4 | 4 |
| Bündnis 90/Die Grünen | 11,4 | 7 |
| FDP | 11,8 | 7 |
| Die Unabhängigen | 1,0 | 2 *) |
*) Der unabhängige Kandidat Joachim Dose wurde mit 1,0% der Stimmen als Direktkandidat für den Wahlkreis Alveslohe/Ellerau in den Kreistag gewählt und hatte sich zunächst der FDP-Fraktion angeschlossen. Nach Differenzen mit der FDP und nach dem Austritt von Renee Böttcher aus der CDU Fraktion, schlossen sich beide zur neuen Fraktion "Die Unabhängigen" zusammen, deswegen ist in der Tabelle bei der CDU ein Sitz weniger und bei den Unabhängigen ein Sitz mehr verzeichnet.[4]
Die Zahl der Wahlberechtigten betrug 213.637, davon haben 102.356 (47,9%) ihr Wahlrecht wahrgenommen.
Alle Kreistagsmitglieder sind im Transparenzportal abgeordnetenwatch.de vertreten. Dort kann jeder Bürger den gewählten Kommunalpolitikern öffentlich Fragen stellen.[5]
Blasonierung: „In Silber ein aus vier spitzbedachten roten Ziegeltürmen bestehendes Kreuz, bewinkelt von vier grünen Seerosenblättern und in seiner ausgebrochenen Kreuzungsstelle belegt mit dem holsteinischen Wappenschild: in Rot ein silbernes Nesselblatt.“[6]
Die Kreisflagge zeigt inmitten eines weißen, oben und unten von einem roten Streifen begrenzten Tuches das Kreiswappen ohne Schild, etwas zur Stange hin verschoben.[6]
(Einwohner am 31. Dezember 2010[7])
| Amtsfreie Gemeinden/Städte | |
|---|---|
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Ämter mit amtsangehörigen Gemeinden/Städten (* = Sitz der Amtsverwaltung)
Dithmarschen | Flensburg | Herzogtum Lauenburg | Kiel | Lübeck | Neumünster | Nordfriesland | Ostholstein | Pinneberg | Plön | Rendsburg-Eckernförde | Schleswig-Flensburg | Segeberg | Steinburg | Stormarn