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| Basisdaten[1] | |
|---|---|
| Bezirk der DDR | Karl-Marx-Stadt |
| Kreisstadt | Stollberg |
| Fläche | 196 km² (1989) |
| Einwohner | 77.460 (1989) |
| Bevölkerungsdichte | 395 Einwohner/km² (1989) |
| Kfz-Kennzeichen | T und X |
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| Der Kreis Stollberg im Bezirk Karl-Marx-Stadt | |
Der Kreis Stollberg war ein Landkreis im Bezirk Karl-Marx-Stadt der DDR. Sein Gebiet liegt heute im Erzgebirgskreis im Freistaat Sachsen.
Inhaltsverzeichnis |
1910 war im Königreich Sachsen die Amtshauptmannschaft Stollberg eingerichtet worden, die 1939 in Landkreis Stollberg umbenannt wurde. Der Landkreis Stollberg gehörte nach 1945 zum Land Sachsen und somit seit 1949 zur DDR. Bei der ersten Gebietsreform in der DDR wurde der Landkreis zum 1. Juli 1950 auf die damaligen Landkreise Aue, Chemnitz und Zwickau aufgeteilt.
Am 25. Juli 1952 kam es in der DDR zu einer weiteren umfassenden Verwaltungsreform, bei der unter anderem die Länder ihre Bedeutung verloren und neue Bezirke gebildet wurden. Aus Teilen der Landkreise Aue, Chemnitz und Zwickau wurde der neue Kreis Stollberg gebildet, der dem neugebildeten Bezirk Chemnitz (ab 1953 Bezirk Karl-Marx-Stadt) zugeordnet wurde.[2] Der Kreissitz war in der Stadt Stollberg. Der Kreis Stollberg war einer der am dichtesten besiedelten Kreise der DDR.
Am 17. Mai 1990 wurde der Kreis in Landkreis Stollberg umbenannt.[3] Anlässlich der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurde der Landkreis im Oktober 1990 dem wiedergegründeten Land Sachsen zugesprochen. Nachdem der Landkreis Stollberg zunächst bei der ersten sächsischen Kreisreform, die am 1. August 1994 wirksam wurde, um Teile der Landkreise Chemnitz und Aue erweitert wurde[2], ging er bei der zweiten sächsischen Kreisreform, die am 1. August 2008 in Kraft trat, im neuen Erzgebirgskreis auf.[4]
Der Kreis Stollberg lag am nördlichen Rand des Erzgebirges und wurde von der Würschnitz durchflossen. Die größten Orte des Kreises neben der Kreisstadt Stollberg waren die Städte Lugau, Oelsnitz/Erzgeb. und Thalheim sowie die Gemeinden Auerbach, Beutha, Brünlos, Dorfchemnitz, Erlbach-Kirchberg, Gornsdorf, Hohndorf, Hormersdorf, Jahnsdorf, Meinersdorf, Niederdorf und Niederwürschnitz.
Bedeutende Betriebe waren unter anderem
Durch die Autobahn Plauen–Karl-Marx-Stadt war der Kreis an das Autobahnnetz der DDR angeschlossen. Dem überregionalen Straßenverkehr dienten außerdem die F 169 von Aue über Stollberg nach Karl-Marx-Stadt sowie die F 180 von Frankenberg über Stollberg nach Altenburg.
Das Kreisgebiet wurde von den Eisenbahnstrecken Stollberg–St. Egidien, Neuoelsnitz–Wüstenbrand, Zwönitz–Stollberg–Karl-Marx-Stadt und Aue–Thalheim–Karl-Marx-Stadt erschlossen.
| Kreis Stollberg[1] | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1960 | 1971 | 1981 | 1989 | ||||
| Einwohner | 99.212 | 92.984 | 83.539 | 77.460 | ||||
Annaberg | Aue | Auerbach | Brand-Erbisdorf | Flöha | Freiberg | Glauchau | Hainichen | Hohenstein-Ernstthal | Johanngeorgenstadt (Stadtkreis) | Karl-Marx-Stadt-Land | Karl-Marx-Stadt (Stadtkreis) | Klingenthal | Marienberg | Oelsnitz | Plauen-Land | Plauen (Stadtkreis) | Reichenbach | Rochlitz | Schneeberg (Stadtkreis) | Schwarzenberg | Stollberg | Werdau | Zschopau | Zwickau-Land | Zwickau (Stadtkreis)