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Kristendemokraterne

Kristendemokraterne
Logo der Partei
Partei­vor­sit­zender Per Ørum Jørgensen
Gründung 13. April 1970
Gründungs­ort Århus
Haupt­sitz Kopenhagen
Mitglie­derzahl 2.400[1]
Jugendverband Unge Kristendemokrater
Wahlliste K
Sitze im Folketing 0
Inter­nationale
Ver­bindung­en
CDI
Europapartei EVP
www.kd.dk

Kristendemokraterne (KD), dän. für Christdemokraten, bilden eine kleine christdemokratische Partei im Königreich Dänemark.

Die Partei wurde 1970 unter dem Namen Kristeligt Folkeparti (kurz KrF, dän. für Christliche Volkspartei) aus Protest gegen die Legalisierung von Abtreibung und Pornographie gegründet. Der KrF gelang es bis auf 1994 stets, die Zwei-Prozent-Hürde zu überwinden und in das Folketing einzuziehen. Sie war an einer Reihe von Koalitionsregierungen beteiligt, so von 1982 bis 1988 mit Konservativen, Liberalen und Zentrumsdemokraten mit Christian Christensen als Umweltminister sowie 1993/1994 mit Sozialdemokraten, Sozialliberalen und Zentrum mit Jann Sjursen als Energie- und Flemming Kofod-Svendsen als Wohnungsbauminister.

Von 2002 bis 2005 wurde die Partei von Marianne Karlsmose geführt. 2003 benannte sich die Christliche Volkspartei in Christdemokraten um; im folgenden Jahr wechselte die Wahllistenbezeichnung von Q zu K. Im Oktober 2005 wurde Bodil Kornbek zur neuen Vorsitzenden gewählt. Auf dem Parteitag 2008 folgte ihr Bjarne Hartung Kirkegaard. Kornbek verließ daraufhin die KD und wurde Mitglied der sozialdemokratischen Partei, um dort für das Folketing zu kandidieren.[2]

Zuletzt sank der Stimmenanteil der KD kontinuierlich: Nachdem die Christliche Volkspartei 2001 unter ihrem Vorsitzenden Jann Sjursen noch 2,3 % der Stimmen und 4 Mandate erringen konnten, fielen die KD 2005 mit 1,7 % unter die Sperrklausel. Auch bei der Folketingswahl 2007 konnten sie nur 0,9 % der Stimmen auf sich vereinen.

2010/11 waren die KD noch einmal vorübergehend im Parlament vertreten, nachdem der Parlamentsabgeordnete Per Ørum Jørgensen die Konservativen verlassen hatte, und den KD beigetreten war. Damit waren die KD 2011 automatisch zur Parlamentswahl zugelassen, erreichten aber mit 0,8 % wiederum kein Mandat.

Das Grundsatzprogramm vom 25. Oktober 2008 umfasst u.a. folgende Punkte:[3]

  • Verteidigung christlicher Werte, Schutz von Ehe und Familie
  • Bewahrung der Schöpfung
  • Ambitionierter Sozial- und Gesundheitsservice, Bekämpfung von Alkohol- und Drogenmissbrauch
  • Schutz des ungeborenen Lebens von Anfang an, Verbot aktiver Sterbehilfe
  • Gleichberechtigung von Mann und Frau, gleicher Lohn für gleiche Arbeit
  • Bereicherung Dänemarks durch Migranten mit fremdem kulturellen Hintergrund
  • Grüne Abgaben steigern und kleine Einkommen schonen
  • Volle Teilnahme Dänemarks am europäischen Projekt: Aufhebung der Edinburgh-Vorbehalte (Opt-outs)
  • Zusammenarbeit mit den christdemokratischen Parteien in Europa

Einzelnachweise

  1. Mitgliedszahlen 2010 Folketingets Oplysning, abgerufen am 8. Januar 2012
  2. Bodil Kornbek wird Sozialdemokratin. Politiken.dk, 2. November 2008, abgerufen am 14. Juni 2010 (dänisch).
  3. Grundsatzprogramm. KD, 25. Oktober 2008, abgerufen am 8. Januar 2012 (dänisch).

Weblinks

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