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Die Kunsthalle Wien ist eine Ausstellungsinstitution der Stadt Wien für zeitgenössische internationale Kunst. Ursprünglich als temporärer Bau in Containerform von Adolf Krischanitz für den Karlsplatz entworfen, wurde sie ebenda im Frühjahr 1992 eröffnet und stand schon vor der Eröffnung im Zentrum heftiger öffentlicher Diskussionen. Der „Riesenstreit“ (Kurier 21.März 1992) um den fensterlosen, zunächst einfach blau-gelben Container in zentraler Lage wurde als „Kulturkampf“ mit „populistischen Verbalattacken“ gewertet (Kurier 25. März 1992), es gab standespolitische Solidarisierungsinitiativen mit dem Architekten, allerdings auch Kritik von Fachkollegen wie Roland Rainer (in: Die Presse 25. März 1992). „Kabarettreife Wortduelle“ prägten eine diesbezügliche Sitzung des Wiener Gemeinderates (Kurier 28. März 1992). Die Kronen-Zeitung vom 12. Juni 1992 behauptete, die neue Kunsthalle bringe „die Volksseele zum Kochen“.
Im Mai 2001 übersiedelte die Kunsthalle in das neue Haupthaus im MuseumsQuartier, einen Neubau im ehemaligen „Ovalen Hof“ unter Einbeziehung der ehemaligen Winterreithalle der Hofstallungen. Der provisorische Container am Karlsplatz mit mittlerweile funktionslosem Fußgängerdurchgang wurde demontiert. An seine Stelle trat ein kleinerer, verglaster Ausstellungsraum, gegen den es keinerlei Proteste gab. Dieser dient der Kunsthalle nun als project space. Das Café der Kunsthalle Wien befindet sich ebenso weiterhin auf dem alten Standort Karlsplatz.
48.203333333316.3591666667Koordinaten: 48° 12′ 12″ N, 16° 21′ 33″ O