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Das Kunsthaus Zürich ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Schweiz. Es liegt in unmittelbarer Nähe des Schauspielhauses am Heimplatz.
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1787 traf sich erstmals jener Kreis von Künstlern und Liebhabern, aus dem die Zürcher Kunstgesellschaft hervorging. 1910 wurde der Museumsbau eröffnet, Architekt war Karl Moser. Seither wurde der Bau mehrfach erweitert und von 2001 bis 2005 komplett saniert. Zwischen 2011 und 2015 soll ein Erweiterungsbau mit einer Nutzfläche von 13000 Quadratmetern entstehen, der einer Vergrösserung des Kunsthauses um 60 Prozent entspricht. Eine Jury unter dem Vorsitz von Walter Kielholz, dem Präsidenten der Zürcher Kunstgesellschaft entschied sich für das britische Architekturbüro von David Chipperfield. Der Erweiterungsbau soll dem Kunsthaus Zürich ermöglichen, 20 statt bisher 10 Prozent seiner Sammlung zeigen zu können. Darüber hinaus entstünde mit dem Zuzug der Stiftung Sammlung E. G. Bührle, für die zwölf Prozent der Nutzfläche des Neubaus vorgesehen sind, ein neuer Sammlungsschwerpunkt französischer Impressionismus.
Heute beherbergt das Kunsthaus Zürich eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Schweiz und präsentiert attraktive Ausstellungen. Seine hochkarätige Sammlung reicht vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart:
Zu den internationalen Schwerpunkten gehören die grösste Munch-Sammlung ausserhalb Norwegens sowie die bedeutendste und umfangreichste Werksammlung Alberto Giacomettis. Weiter finden sich im Kunsthaus Bilder von Pablo Picasso, Claude Monet, Marc Chagall, Vincent van Gogh und der Expressionisten Oskar Kokoschka, Max Beckmann und Lovis Corinth. Neben der fast schon klassisch zu nennenden Pop Art (z. B. Andy Warhol oder Richard Hamilton) sind u. a. Arbeiten von Mark Rothko, Mario Merz, Cy Twombly, Joseph Beuys und Georg Baselitz vertreten.
Mittelalterliche Skulpturen und Tafelbilder (z. B. von Hans Leu dem Älteren), Gemälde des niederländischen und italienischen Barock (z. B. Domenichino und Rembrandt van Rijn) sowie Höhepunkte der Schweizer Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts wie Johann Heinrich Füssli, Giovanni Segantini, Ferdinand Hodler oder Félix Vallotton. Auch Zürcher Konkrete (z. B. Max Bill, Fritz Glarner, Verena Loewensberg) und zeitgenössische Schweizer Künstler wie Pipilotti Rist und Peter Fischli / David Weiss sowie Fotografie und Installationen sind vertreten.
Es finden regelmässig Veranstaltungen statt wie z. B. die Kunsthausnächte, an denen das Museum mit Workshops, Performances, Musik und Führungen einen Blick hinter die Kulissen bietet.
Vom Februar bis Mai 2010 wurden im Kunsthaus Zürich die ca. 180 Bilder und Plastiken umfassenden Bestände der Stiftung Sammlung E. G. Bührle gezeigt. Dies sollte unter anderem eine Werbemassnahme für die ab dem Jahre 2015 geplante Dauerpräsenz der Sammlung im Kunsthaus sein. Die Bürger Zürichs sollen Ende 2011 darüber abstimmen, ob der von David Chipperfield geplante und zu einem grossen Teil aus Steuergeldern zu finanzierende Erweiterungsbau realisiert werden kann.,
derzeit (2010): Christoph Becker
Fra Angelico:
St. Cosmas und Damian, um 1445
Berner Nelkenmeister:
Johannes der Täufer in der Wüste
Jacob van Ruisdael:
Ansicht von Haarlem
Johann Heinrich Wüest:
Der Rhonegletscher, 1795
Johann Heinrich Füssli:
Das Schweigen, um 1800
William Turner:
Die Teufelsbrücke St. Gotthard
Arnold Böcklin:
Der Krieg
Rudolf Koller: Gotthardpost, 1873
Édouard Manet:
Die Flucht des Rochefort
Claude Monet:
Das Parlament bei Sonnenuntergang
Vincent van Gogh:
Eisenbahnbrücke über die Straße nach Tarascon
Paul Cézanne:
Le Mont St. Victoire
Henri Rousseau:
Am Waldrand
August Macke:
Landschaft mit Kühen und Kamel
Auguste Rodin:
Das Höllentor, 1880-1917, Geschenk von Georg Bührle, 1947
47.37027777788.54805555556Koordinaten: 47° 22′ 13″ N, 8° 32′ 53″ O; CH1903: 683794 / 247196