|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Kupfer(II)-acetat | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
| ||||||||||||||||||
| Summenformel | C4H6CuO4 | ||||||||||||||||||
| CAS-Nummer |
| ||||||||||||||||||
| PubChem | 8895 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
grĂŒne (wasserfrei) bis blaugrĂŒne (Monohydrat), geruchlose Kristalle[1] | ||||||||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 181,64 g·molâ1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,88 g·cmâ3 (Monohydrat)[1] | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | |||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
Zersetzung[1] | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit | |||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||
| MAK |
0,1 mg·mâ3 [1] | ||||||||||||||||||
| Soweit möglich und gebrÀuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||||||||||||||
Kupfer(II)-acetat (auch GrĂŒnspan; lat. Cuprum aceticum oder Aerugo) ist das Kupfersalz der EssigsĂ€ure.
Inhaltsverzeichnis |
Kupfer(II)-acetat kristallisiert aus wĂ€ssriger Lösung mit einem Mol Kristallwasser (Cu(CH3COO)2 · H2O). Das Salz bildet dunkelgrĂŒne Kristalle, die sich in Wasser (bei 20 °C zu 72 g/l) und in Ethanol lösen. Die Kristalle verwittern an der Luft und verlieren beim Erhitzen auf ĂŒber 100 °C ihr Kristallwasser, ab 240 °C zersetzen sie sich, wobei auch EssigsĂ€ure entsteht.
Kupferacetat entsteht im Labor beim Einstellen von Kupferblech oder -draht in EssigsĂ€ure oder Essig an der Luft. Dabei bildet sich zunĂ€chst so genannter GrĂŒnspan, der ein Gemisch verschiedener basischer Kupferacetate darstellt und sich an Kupferstellen bildet, die sich oberhalb der EssigsĂ€urelösung befinden. GrĂŒnspan entsteht daher auch beim Aufbewahren von essighaltigen Speisen in KupfergefĂ€Ăen. GrĂŒnspan (ungefĂ€hre Zusammensetzung Cu(CH3COO)2·[Cu(OH)2]3·2H2O) darf jedoch nicht mit den grĂŒnen Schichten einer Patina verwechselt werden, dies sind nĂ€mlich Kupfer-(carbonat-sulfat-chlorid)-hydroxid-Gemische (basische Kupferverbindungen), die sich z. B. auf KupferdĂ€chern bilden.
In EssigsĂ€ure gelöst, liefert GrĂŒnspan dann das Kupferacetat. Bei der technischen Gewinnung von Kupferacetat mit EssigsĂ€ure wird statt Kupfer-Metall Kupfer(II)-oxid oder Kupfer(II)-carbonat verwendet.
Kupferacetat ist ein Farbpigment (Spanisches GrĂŒn) in den Farben GrĂŒn (auch GrĂŒnspan) bis Blau (in Gemisch mit Kalk und EssigsĂ€ure, es bildet sich Kupfer-Calcium-Acetat). Es ist ein wichtiges Zwischenprodukt zur Herstellung des giftigen Farbpigments Schweinfurter GrĂŒn, dient als Fungizid (pilztötendes Mittel) und ist mĂ€Ăig giftig. Im Bengalischen Licht und in Feuerwerken liefert es eine grĂŒne FlammenfĂ€rbung.
In der Natur kommt Kupferacetat als das sehr seltene Mineral Hoganit vor.