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Kurt Batt (* 11. Juli 1931 in Hamburg; †20. Februar 1975 in Rostock) war ein deutscher Literaturwissenschaftler, Kritiker und Lektor.
Inhaltsverzeichnis |
Batt wuchs in Teterow auf und studierte von 1951 bis 1959 Germanistik in Leipzig. Bis 1959 war er Dozent für Deutsch und Literaturgeschichte am Konservatorium Rostock. Er promovierte 1958 zum Dr. phil. an der Philosophischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig. Im Alter von 28 Jahren wurde er 1959 Lektor bzw. Cheflektor beim Hinstorff Verlag Rostock. Er betreute dort zahlreiche junge Autoren, unter anderem war er jahrelang der Lektor von Franz Fühmann. Daneben hielt er Vorlesungen an Universitäten in Polen, Ungarn und Westdeutschland und arbeitete seit 1964 auch für die Literaturzeitschrift "Sinn und Form".
Seit 1966 war er Mitglied der Kulturbund-Kreisleitung Rostock und des Beirats für Literaturwissenschaft des Aufbau-Verlags und Mitarbeiter der Hauptverwaltung Verlage und Buchhandel des Ministeriums für Kultur der DDR. Von 1967 bis 1971 war er im Vorstand des Deutschen Schriftstellerverbandes.
Neben seiner Tätigkeit als Lektor arbeitete Batt wissenschaftlich vor allem über deutsche Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts (u.a. Fritz Reuter, Jeremias Gotthelf, Georg Christoph Lichtenberg).
Batt starb Anfang 1975 im Alter von 43 Jahren in Rostock.
Das tragische Ende von Kurt Batt, der (...) am Herzinfarkt zugrunde ging, nachdem die Rostocker Parteibürokratie ihn aus dem Verlag gedrängt hatte, gehört als schlimmer Teil der regionalen Literaturverhältnisse in die noch zu schreibende Gesamtdarstellung einer mecklenburgischen Literaturgeschichte, wie sie zugleich weit darüber hinausweist.[1]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Batt, Kurt |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Literaturwissenschaftler, Kritiker und Lektor |
| GEBURTSDATUM | 11. Juli 1931 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 20. Februar 1975 |
| STERBEORT | Rostock |