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Die kybernetisch-informationstheoretische Didaktik wurde in den siebziger Jahren durch Felix von Cube entwickelt. Die kybernetische Didaktik bezieht kybernetische Begriffe und Methoden (Regelkreis, Informationstheorie etc.) auf den Bereich der Erziehungswissenschaft. Da es sich bei diesen Begriffen um einen Teilbereich der logisch-empirischen Methode handelt, stellt die kybernetische Didaktik einen Teilbereich der kritisch-rationalen Erziehungswissenschaft dar.
Bei der Anwendung kybernetischer Methoden auf den Bereich der Erziehungswissenschaft lassen sich drei Hauptbereiche unterscheiden:
Die kybernetisch-informationstheoretische Didaktik leistet einen Beitrag zur Entwicklung und Präzisierung allgemeiner Sätze und Theorien der Erziehungswissenschaft sowie zur Unterrichtsplanung. Netzpläne für den Unterricht, Erstellung programmierter Lehrsysteme sowie programmiertes AV-Training (bes. Verkehrs- und Sporterziehung) sind weitere Verdienste der kybernetischen Didaktik.
In Anlehnung an die Kybernetik, die zielgerichtete Steuerungsprozesse "Regelungen" nennt, wird der Erziehungs- und Ausbildungsprozess von der kybernetischen Didaktik als Regelungsvorgang gesehen und als Regelkreis dargestellt. Der Soll-Wert der Erziehung wird das Ausbildungsziel genannt, als Regler fungiert der Ausbilder als Stratege. Stellglieder sind Medien, die Messfühler dienen der Lernkontrolle. Methoden werden als eine festgelegte Abfolge von Steuerungsmaßnahmen gesehen.
Lehrstrategien sind jeweils von Ziel und Adressat anhängig. Für eine effektive Vermittlung von Kenntnissen sind zwei Strategien zu nennen: Die Ordnung der Information vor der Aufnahme durch den Adressaten und die wiederholte Darbietung der Information. Erkenntnis hingegen ist - im Unterschied zur bloßen Kenntnis - die Erfassung von Zusammenhängen sowie das Einordnen von Einzelinformationen in einen bekannten Zusammenhang. Diese Prozesse lassen sich nicht so einfach steuern wie die Speicherung von Informationen (Kenntnissen). Erkenntnisstrategien teilt man in zwei Kategorien ein: darstellende, in denen der bestehende Zusammenhang sicht- und wahrnehmbar wird sowie genetische Strategien, in denen es neben Erkenntnisgewinnung auch um die Schulung des produktiven Denkens geht.
Planung des Unterrichts vollzieht sich in drei Schritten.