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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Vorpommern-Greifswald | |
| Amt: | Am Peenestrom | |
| Höhe: | 0 m ü. NN | |
| Fläche: | 16,3 km² | |
| Einwohner: |
391 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 24 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 17440 | |
| Vorwahl: | 038377 | |
| Kfz-Kennzeichen: | VG | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 75 087 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Burgstraße 6 17438 Wolgast | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Hiltraud Wessel | |
| Lage der Gemeinde Lütow im Landkreis Vorpommern-Greifswald | ||
Lütow ist eine Gemeinde im Nordwesten des Landkreises Vorpommern-Greifswald. Sie liegt im Nordwestteil der Insel Usedom auf der Halbinsel Gnitz, einer Landzunge der Insel Usedom am Achterwasser. Die Gemeinde wird vom Amt Am Peenestrom mit Sitz in Wolgast verwaltet. Bis zum 1. Januar 2005 war Lütow Teil des Amtes Wolgast-Land.
Inhaltsverzeichnis |
Lütow befindet sich auf der Halbinsel Gnitz am nördlichen Teil des Achterwasser, ca. neun Kilometer östlich von Wolgast und drei Kilometer südlich von Zinnowitz. Nördlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 111. Lütow liegt auch im Naturpark Insel Usedom.
In der Nähe von Lütow hat sich das einzige Großsteingrab der Insel Usedom als Zeugnis der frühen menschlichen Besiedlung des Raumes erhalten. Später siedelten sich nach verschiedenen anderen Völkerschaften Slawen an. Höhepunkt deren Kultur war die spätslawische Zeit vom 11. bis frühen 13. Jahrhundert. In der letzten Phase der slawischen Besiedlung erscheint ein vornehmer slawischer Adliger namens Henricus de Gnez (vom Gnitz), der wohl um 1225 gestorben ist, als Kastellan der pommerschen Herzöge auf deren Burg in Usedom in den Quellen.
Der Ort Lütow selbst wurde erstmals im Jahr 1241 als Lichou und gesichert am 9. April 1396 erstmals als Lutkow urkundlich erwähnt. Bereits im 13. Jahrhundert tauchten die ersten Vertreter der adligen Familie von Lepel auf, die bis zur Bodenreform im Herbst 1945 Grundbesitzer der Dörfer auf dem Gnitz (Neuendorf, Netzelkow, Lütow) und Görmitz waren. Ihre Sitzgüter waren v. a. Neuendorf und Netzelkow. Bei Neuendorf befindet sich noch ein mittelalterlicher Turmhügel (Motte) als Überrest einer Befestigungsanlage der von Lepel. Im Jahre 1858 hatte das Dorf acht Kossätenhöfe und fünf Büdnerstellen. Mit der Bodenreform entstanden dann in Lütow noch einige kleine und mittlere Neubauernhöfe.
Der Ortsteil Neuendorf wurde erstmals am 19. November 1367 urkundlich erwähnt. In einer Urkunde des Klosters Pudagla wurde ein Wedekin Lepel auf Neuendorf gesessen erwähnt. Der Ort war zuerst ein Lehen, später ein Rittergut. Das Gut befand sich bis zum Jahr 1945 durchgehend im Besitz der Familie von Lepel. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs, als Usedom in die Hände der Roten Armee geriet, wurde der bereits betagte Gutsbesitzer von Lepel von der Besatzungsmacht Sowjetunion verschleppt. Die in einem Waldstück gelegene Familiengruft der Lepels wurde von den Besatzungstruppen schwer verwüstet. Im Gutshaus kam es zu Plünderungen, u. a. auch durch polnische Staatsbürger; Augenzeugenberichten zufolge sollen nach der Plünderung Polinnen in den Abendkleidern der Gutsbesitzerin durch den benachbarten Badeort Zinnowitz flaniert sein. Die Gutsbesitzerfamilie wurde später während der Bodenreform enteignet. Nach der Wende erhielt die Familie v. Lepel ihr Eigentum nicht zurück.
Der Ort wurde bis in die 1960er und 1970er Jahre von der Landwirtschaft geprägt. Anschließend wurden hier umfangreiche Lagerstätten von Erdöl und Erdgas gefunden. Diese werden in ganz geringem Umfang auch noch heute (Stand 2011) genutzt.
Der Ortsteil Netzelkow wurde als eine alte Besitzung der Familie von Lepel, erstmals im Jahr 1358 urkundlich erwähnt.
Im Jahre 1965 wurde auf dem Gnitz bei Lütow Erdöl gefunden und 1966 begann die Förderung durch den VEB Erdöl-Erdgas Grimmen. Noch heute (Stand 2011) sind bei Neuendorf und Netzelkow mehrere Tiefpumpen im Betrieb. Das Lütower Vorkommen war die größte bekannte Erdöllagerstätte der DDR. Insgesamt wurden dort 1,3 Millionen Tonnen Erdöl gefördert.
In der Nähe von Lütow befindet sich ein großer Naturcampingplatz und seit 1996 auch eine Schwimmhalle.
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