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| La Palma | |
|---|---|
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| Basisdaten | |
| Land: | |
| Provinz: | Provinz Santa Cruz de Tenerife |
| Fläche: | 708,32 km² [1] |
| Einwohner: | 86.528 [2] (2008) |
| Bevölkerungsdichte: | 122,15 Einw./km² |
| Hauptstadt: | Santa Cruz de la Palma |
| Webseite: | www.cabildodelapalma.es |
| Weltraumbild | |
La Palma, eigentlich San Miguel de la Palma, ist die nordwestlichste der sieben großen Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean, die eine der siebzehn Autonomen Gemeinschaften Spaniens bilden. La Palma hat bei einer Fläche von 708 Quadratkilometern eine Länge von etwa 42 Kilometern und eine Breite von etwa 28 Kilometern. Sie ist mit einem Flächenanteil von 9,51 %[1] an der Gesamtfläche aller Kanaren die fünftgrößte Insel des Archipels. La Palma gehört zur spanischen Provinz Santa Cruz de Tenerife. Hauptstadt ist Santa Cruz de La Palma auf der Ostseite. Auf der Westseite La Palmas befindet sich die größte Stadt der Insel, Los Llanos de Aridane. Die Landessprache ist Spanisch mit lateinamerikanischem Einfluss. Die üppige Vegetation und die natürliche Schönheit der Insel führten zu den Beinamen isla bonita („die schöne Insel“) und isla verde („die grüne Insel“).
Inhaltsverzeichnis |
La Palma liegt ca. 400 Kilometer vor der südmarokkanischen Küste, etwa 1500 Kilometer vom spanischen Festland entfernt und etwa 60 Kilometer westlich der kanarischen Hauptinsel Teneriffa auf 28° 40′ nördlicher Breite und 17° 52′ westlicher Länge. Sie ist die nordwestlichste der Kanarischen Inseln und die einzige, auf der es ganzjährig natürlich fließende Gewässer gibt.
Im Westen des Eilands verläuft der frühere Nullmeridian von Ferro, der eigentlich durch 20° westliche Länge von Paris definiert war. Den Namen gab ihm die 60 Kilometer südlich gelegene kleine Insel El Hierro, die bis zur Entdeckung Amerikas den westlichsten Punkt der Europa bekannten Welt darstellte.
La Palma ist – wie alle Kanarischen Inseln – vulkanischen Ursprungs. Mit einem Alter von rund zwei Millionen Jahren gehört sie zu den jüngsten Inseln des Archipels. Vom Meeresboden in etwa 4.000 Metern Tiefe erhebt sie sich fast 6.500 Meter und besteht zur Gänze aus verschiedenen vulkanischen Gesteinen. Das Verhältnis aus geringer Grundfläche und großer Höhe macht La Palma zu einer der steilsten Inseln der Erde mit schroffer Küste und nur wenigen Sandstränden.
Den nördlichen Teil dominiert die Caldera de Taburiente. Der riesige Krater entstand durch Einsturz und Erosion eines Vulkandoms, der sich in prähistorischer Zeit möglicherweise bis zu 3.500 Meter über den Meeresspiegel erhob. Der Durchmesser der heutigen Caldera beträgt neun Kilometer, ihr Umfang 28 Kilometer und der Höhenunterschied vom Kraterrand bis zur Sohle bei Dos Aguas beinahe zwei Kilometer. Die Caldera bildet damit den größten Senkkrater der Welt. Ein Ring aus Gipfeln mit Höhen von 1.700 bis 2.400 Metern umgibt den Kraterrand. Hier befindet sich auch die höchste Erhebung der Insel, der Roque de los Muchachos mit 2.426 Metern. Am Gipfel befindet sich das Roque-de-los-Muchachos-Observatorium. Nach Westen entwässert die Caldera durch den Barranco de las Angustias, die enge „Schlucht der Todesängste“, auf deren Grund ein Wanderweg verläuft. Die Caldera selbst ist unbewohnt und nur zu Fuß zu erreichen. Sie wurde 1954 zum Parque Nacional de la Caldera de Taburiente erklärt. Die Nationalparkverwaltung unterhält hier einen Campingplatz mit Informationszentrum.
Südlich an die Caldera schließt sich ein in Nord-Süd-Richtung verlaufender Höhenzug an, der in die Cumbre Nueva und die jüngere, aus Vulkankratern bestehende Cumbre Vieja unterteilt wird. Der Grat erhebt sich bis auf fast 2.000 Meter Höhe und teilt die Insel in zwei klimatisch unterschiedliche Hälften: Während sich an den Nord- und Ostabdachungen die Passatwolken stauen, ist die südwestliche Leeseite der Insel trockener und oft wolkenfrei.
Im sĂĽdlichen Teil der Insel ist der Vulkanismus aktiv. Der letzte Ausbruch fand 1971 bei Fuencaliente, dem heutigen Los Canarios, statt. Hierbei entstand der Vulkan TeneguĂa, der unter wissenschaftlicher Beobachtung steht, weil er nicht erloschen ist. SĂĽdlich der Insel setzt sich die Cumbre Vieja unter dem Meeresspiegel fort. Hier befinden sich aktive unterseeische Vulkane.
Die Spuren dieser Ausbrüche – Krater, Aschefelder und kilometerlange Lavaströme – prägen vor allem den Südteil der Insel.
Eine Untersuchung in den 1990er Jahren ergab, dass die Cumbre in ihrem Inneren wasserdurchtränkte, vertikale Schichten aus porösem Vulkangestein aufweist. Es gibt Theorien, dass die westliche Flanke der Cumbre Vieja bei einem erneuten Vulkanausbruch instabil werden und ins Meer abrutschen könnte. Dieser gewaltige Erdrutsch würde eine Folge riesiger Flutwellen (Tsunamis) auslösen, die mit einer Geschwindigkeit von bis zu 700 km/h den Atlantik überqueren und sich an der Ostküste des amerikanischen Kontinents bis zu 25 Meter hoch auftürmen könnten.[3]
Einige englische Geologen haben dieses Szenario in einer Dokumentation der BBC aus dem Jahr 2000 [4] verbreitet und damit einen Medienrummel ausgelöst. Eine aktuelle, seriöse Berechnung hält fest, dass es dieses Unglück innerhalb der nächsten 10 Millionen Jahre wahrscheinlich geben wird; die meisten geologischen Institute halten die Wahrscheinlichkeit einer solchen Katastrophe entsprechend für sehr gering.
→ Hauptartikel: Flora und Vegetation der Kanarischen Inseln
Aufgrund seiner Entstehung und Lage bietet La Palma eine einmalige Natur und Landschaft.[5] La Palma ist bekannt als La Isla verde („die grüne Insel“) und als La Isla bonita („die schöne Insel“), da sie ganzjährig - zumindest im Norden der Insel - von grüner Vegetation bedeckt ist. Diese Üppigkeit verdankt die Insel den Passatwinden, die verlässlich Wolken auf der Luv-Seite der Insel schaffen, die beim Überqueren der Insel abregnen oder dichte Nebelfelder auf den Bergen bilden. Die Feuchtigkeit dieser Wolken wird von verschiedenen Pflanzen gesammelt. Die Insel gliedert sich in verschiedene Vegetationszonen – von Lavafeldern über mediterrane Trockenvegetation zu Kiefernwäldern auf den Höhen und auf der Nordostseite auch Lorbeerwälder, die Regenwald ähneln. Unter den Pflanzen La Palmas findet man ca. 170 Endemiten der Kanaren, darunter die bekannten Kanarischen Drachenbäume.
Die Landschaft bildet ein Ensemble in Schwarz (Basalt), Rot (Tuff) und Grün (Vegetation) im Blau des Atlantik. Sie wird geprägt durch die Barrancos im Norden, tief eingeschnittene Schluchten, die das Wasser von den Bergen zum Meer führen, den Wäldern auf den zentralen Inselbergen und den Gebieten jüngerer vulkanischer Aktivität im Süden aus Aschefeldern, erstarrten Lavaströmen und Vulkankegeln.
1983 wurde zunächst der Lorbeerwald Los Tilos und später im November 2002 die gesamte Insel zum Biosphärenreservat der UNESCO erklärt worden.[6] La Palma war die erste Kanarische Insel, die ein solches Reservat vorzuweisen hatte.
Das Besucherzentrum von Los Tilos hat tagsüber durchgehend (mit halbstündiger Mittagspause) geöffnet (Stand 2006).
Folgende besondere Tierarten sind auf La Palma heimisch:[7]
Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist römisch-katholisch.
In regelmäßigen Abständen werden die Heiligen aus bestimmten Kirchen mit großen Umzügen geehrt. Diese Veranstaltungen verlaufen über viele Tage und werden durch ein Rahmenprogramm und ausgelassene Feiern begleitet.
Heute wird auf insgesamt 8.305 Hektar (2006) Landwirtschaft betrieben. Bananen und Wein nehmen dabei mit ĂĽber 5.000 Hektar eine zentrale Rolle ein. Zunehmend wird die Landwirtschaft jedoch mit dem Anbau von Avocado, ZitrusfrĂĽchten und GemĂĽse diversifiziert.[9]
Die Landwirtschaft wird durch ein einzigartiges Bewässerungssystem aus Wasserleitungen und Tunneln ermöglicht, die das Wasser aus den Bergen in die agrarisch genutzten Gebiete führen. Diese Tunnel sind zum Teil Hunderte von Metern durch Felsen getrieben und bringen das Wasser über zehn Kilometer oder mehr in die bewohnten Gebiete an der Küste. Allerdings führt der enorme Wasserverbrauch der Landwirtschaft, vor allem der Bananenanbau, zu einer beständigen Verknappung des Wassers auf der regenreichsten Kanareninsel.
Im Vergleich zur Landwirtschaft spielen Handwerk und Industrie auf La Palma nur eine untergeordnete Rolle. Die Insel besitzt lediglich einige kleine Betriebe, die Landwirtschaftsprodukte weiterverarbeiten bzw. Baustoffe oder Kunsthandwerk herstellen, sowie einige Baufirmen, die dank des Tourismus in den letzten Jahren einen Aufschwung zu verzeichnen hatten. Nur die Zigarettenfabrik in El Paso, in der etwa 300 Insulaner arbeiteten, produzierte bis Ende 2000 in größerem Umfang. Die Produktion wurde nach Deutschland verlagert.
Der Export von La Palma beschränkt sich auf Agrarprodukte. Alles in allem aber hat die Insel eine negative Handelsbilanz, d. h. es wird weit mehr ein- als ausgeführt. Dreiviertel der Lebensmittel müssen importiert werden, so auch Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen als auch etwa 80 Prozent des Bedarfs an tierischen Produkten. Andere wichtige Importwaren, die zum größten Teil das spanische Mutterland liefert, sind Rohöl, Konsumgüter, ferner mechanische und elektrische sowie Kraftfahrzeuge.
Im Jahr 1890 gab es auf La Palma bereits mehrere Hotels. Vor allem die Erholung suchenden Engländer frequentierten Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts gern die westlichste Kanareninsel. Doch einige Jahrzehnte später ging es mit dem Tourismus auf La Palma bergab, in den 1960er Jahren kam er fast ganz zum Erliegen. In den 1970er Jahren und Anfang der 1980er Jahre profitierte La Palma ein wenig vom Massen- und Chartertourismus auf den beiden Kanarenhauptinseln Teneriffa und Gran Canaria. Erst Ende der 1980er Jahre waren nach der Erweiterung des palmerischen Flughafens für den internationalen Charterverkehr im Tourismusbereich kräftige Zuwachsraten zu verzeichnen. Trotz der seit 2007 sinkender Beförderungszahlen wurde 2011 ein neues Flughafengebäude eingeweiht. [10]
Bei einem Angebot von etwa 7.500 Betten kann man auf La Palma noch nicht von Massentourismus sprechen. Es gibt nur wenige größere Hotels, vorwiegend werden Ferienwohnungen in kleineren Häusern vermietet, die im Besitz von Ausländern sind. Die meisten Touristen – zu 80 Prozent Deutsche – zieht es in die Gegend von Puerto Naos und nach Los Cancajos. Deutsche Dauerurlauber, Aussteiger und Immigranten haben sich vorzugsweise in 150-450 Meter ü.d.M. auf den sonnigen Hängen der Westseite der Insel in Todoque, Tazacorte, Las Norias, La Laguna und in El Paso niedergelassen.
Ob La Palma weiterhin das Ziel einer überschaubaren Anzahl von Individualtouristen bleiben wird oder ob es sich das Beispiel von Teneriffa oder Gran Canaria zu eigen macht, ist vorläufig nicht abzusehen. Inselverwaltung, einzelne Bürgermeister und Umweltschutzorganisationen hegen sehr unterschiedliche Ansichten darüber, wie viele Touristenbetten die Insel verkraften könnte. Die Zahlen gingen einmal bis zu 80.000 Gästebetten. Mittlerweile wird eine maximale Bettenkapazität von 20.000 angepeilt. Neben den Diskussionen, ob ein verstärkter Tourismus dem Image der Insel als Urlaubsziel für Wander- und Individualurlauber schaden könnte, bremst vor allem die Wasserknappheit der Insel die Expansionspläne. Seit Mitte der 1990er Jahre kommen Jahr für Jahr etwas mehr als 140.000 Touristen (davon mehr als 100.000 Deutsche) nach La Palma, doch immer noch ist die exportorientierte Landwirtschaft die Haupteinnahmequelle der Palmeros, der Tourismus bildet nur einen weiteren Devisenbringer – und so soll es nach Meinung der meisten Inselbewohner bleiben. Die Strände von Puerto Naos und Los Cancajos tragen die blaue Flagge der EU und erfüllen somit einen gehobenen Qualitätsstandard. Heute wird dem Besucher ein vielseitiges Programm von sportlichen Aktivitäten bis hin zu kulturellen Veranstaltungen geboten.
Seit einigen Jahren setzt La Palma auf den „turismo rural“ („ländlicher Tourismus“): Alte kanarische Bauernhäuser im Hinterland werden renoviert, dabei im inseltypischen Stil belassen und Touristen als Unterkunft angeboten. Dieses Projekt, das mit Geldern der Europäischen Union gefördert wird, hat den Vorteil, dass nicht neu gebaut werden muss, sondern dass man auf schon vorhandene Häuser zurückgreifen kann.
La Palma ist traditionell eine Wanderinsel, entsprechend groĂź ist die Anzahl der Anbieter von WanderausflĂĽgen in die verschiedensten Regionen der Insel. Das Angebot ist breit gestreut und fĂĽr alle Schwierigkeitsgrade geeignet.
Seit Ende der 1990er Jahre haben sich auch verschiedene Anbieter „modernerer“ sportlicher Aktivitäten etabliert. So werden beispielsweise geführte Mountainbiketouren oder Reitexkursionen angeboten. Insbesondere das Tauchen nimmt aber inzwischen einen festen Teil des Freizeitangebotes auf der Insel ein. Es gibt diverse Tauchcenter auf der Ost- und Westseite der Insel, die Angebote für alle Könnensstufen machen.[11][12][13]
Mittlerweile ist das Straßennetz auf La Palma gut 1.200 Kilometer lang. Alle Hauptstraßen sind asphaltiert und, wenn auch kurvenreich, in gutem Zustand. Lediglich einige abgelegene Ortschaften im Inselnorden sind nur über Erd- oder Betonpisten zu erreichen. Ein etwa 180 Kilometer langer Straßenring (Kartenbezeichnung LP-1 und LP-2) umläuft die gesamte Insel (Santa Cruz–Los Cancajos–Mazo–Fuencaliente–Los Llanos–Tijarafe–Puntagorda–Barlovento–San Andrés–Puntallana–Santa Cruz), weiterhin verbindet eine rund 35 Kilometer lange Straße (Kartenbezeichnung LP-3) über zwei Tunnel den Osten mit dem Westen der Insel (Los Llanos–Los Cancajos). Eine dritte Straße verbindet den Osten mit dem Nordwesten der Insel (Kartenbezeichnung LP-4) und führt über den höchsten Berg von La Palma, den Roque de los Muchachos.
Es gibt Linienbusse, die jedoch nicht auf allen Linien im (Halb-)Stundentakt verkehren. Fast alle groĂźen Ortschaften sind aber erreichbar.[14]
Die Bucht der Hauptstadt wird seit der Eroberung der Insel durch die Spanier als Hafen genutzt. Von Santa Cruz de La Palma werden diverse Fährverbindungen zu den Nachbarinseln und (wöchentlich) zum spanischen Festland, mit Zwischenstopps auf Lanzarote, Gran Canaria und Teneriffa, angeboten. Seit Januar 2008 verkehrt die neue Fähre El Fortuny der Gesellschaft Trasmediterránea auf der früher von der Juan J. Sister bedienten Route nach Cádiz auf dem spanischen Festland.
Seit 2008 verkehrt auch eine Fähre der Naviera Armas, die „Volcán de Tijarafe“, zwischen Portimão, Portugal via Funchal, Madeira nach Santa Cruz de Tenerife von wo aus man La Palma im Anschluss gut erreichen kann. Auch der aufwendig ausgebaute Hafen an der Westküste in Puerto de Tazacorte war 2005/2006 kurzzeitig mit einer (wöchentlichen, nicht immer zuverlässig verkehrenden) Verbindung zur Insel Teneriffa über Santa Cruz de La Palma dem Fährverkehr angeschlossen.
Der erste Flughafen von La Palma bei Breña Alta nahm 1950 den Betrieb auf. Die Landepiste wurde 1970 stillgelegt, als der in der Küstenebene, südlich von Santa Cruz de La Palma, gelegene neue Flughafen La Palma fertiggestellt war (IATA Code: SPC). Seit 1987 ist er der sechste internationale Flughafen der Kanarischen Inseln. Er wird mehrmals wöchentlich von mehreren europäischen Chartergesellschaften angeflogen. Vom Flughafen bestehen Linienverbindungen zu den Nachbarinseln und zur spanischen Hauptstadt Madrid, die durch die spanischen Fluggesellschaften Iberia und Spanair sowie die lokalen Gesellschaften Binter Canarias und Islas Airways bedient werden.[15] Das neue Flughafenterminal ist seit 2011 in Betrieb [16]
Wegen des wolkenfreien Klimas und der Dunkelheit befinden sich in der Gipfelregion des Roque de los Muchachos zahlreiche internationale astronomische Observatorien.[17] Um die Astronomen bei ihrer Arbeit nicht zu stören, gibt es auf der Insel ein Gesetz (Ley de Protección de la Calidad Astronómica de los Observatorios del IAC, „Gesetz zum Schutze des Himmels“), das Leuchtreklame verbietet und festlegt, dass Lampen im Freien nur bestimmtes Licht und nur nach unten abstrahlen dürfen. Die Ansiedlung von Sternwarten wurde 1985 begonnen.
Am 24. Juli 2009 wurde das Gran Telescopio Canarias (GTC oder auch GRANTECAN) durch den spanischen König Juan Carlos und Königin Sophia eingeweiht und nahm den regulären Beobachtungsbetrieb auf. Es gilt nun als größtes Spiegelteleskop weltweit.
Das kulturelle Angebot auf La Palma ist vielseitig. So gibt es auf der Insel neben einigen Museen zwei archäologische Zentren, mehrere Bibliotheken, unregelmäßig Kunstausstellungen sowie zwei Kinos.[18] Über das Jahr verteilt gibt es viele Feste auf La Palma. Wie in Spanien üblich ist das Dreikönigsfest höher angesiedelt als Weihnachten. Zu Karneval beteiligen sich alle Schulen an der Vorbereitung und Umsetzung der großen Festumzüge in den Regionen. Religiös unkorrekt ist, dass über den Aschermittwoch hinaus weiter gefeiert wird. Zehn Monate später endet der Festreigen mit Santa Lucia. Weitere wichtige Feste sind der Kreuztag am 3. Mai, bei dem auf der ganzen Insel Kreuze in wertvolle Stofftücher und Papier verhüllt und mit Blumen und Kerzen geschmückt werden. Am nächsten Samstag zum 13. Juni wird San Antonio del Monte im Rahmen eines großes Viehmarkts gefeiert. Die Bajada, die Niederkunft der Jungfrau de la s nieves (vom Schnee), der Schutzpatronin der Insel, wird alle fünf Jahre, das nächste Mal 2015 gefeiert. Dabei wird ein 42-teiliger silberner Thron in einer großen Prozession in die Kirche El Salvador von Santa Cruz de La Palma getragen. Der Teufel, ein weiteres Fest, wird am 8. September auf der Plaza de Candelaria gefeiert.[19]
Feiertage:
→ Hauptartikel: Kanarische Küche Eine Auswahl der palmerischen, traditionellen Küche:
Hauptspeisen:
Nachspeisen:
Getränke:
Hauptinseln: Fuerteventura | Gran Canaria | La Gomera | El Hierro | Lanzarote | La Palma | Teneriffa
Nebeninseln: Alegranza | La Graciosa | Lobos | Montaña Clara | Roque del Este | Roque del Oeste
28.6666666667-17.8666666667Koordinaten: 28° 40′ N, 17° 52′ W