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Lancia 2000

Lancia
Lancia 2000 i.e. Berlina und Lancia 2000 HF Coupé

Lancia 2000 i.e. Berlina und Lancia 2000 HF Coupé

2000
Hersteller: Fiat
Verkaufsbezeichnung: Lancia 2000
Produktionszeitraum: 1970–1974
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, viertürig
Coupé, zweitürig
Motoren: 2,0 (115–125 PS)
Länge: 4620 (Coupé: 4555) mm
Breite: 1610 (Coupé: 1605) mm
Höhe: 1440 (Coupé: 1340) mm
Radstand: 2650 (Coupé: 2480) mm
Leergewicht: 1230 (Coupé: 1150) kg
Vorgängermodell: Lancia Flavia
Nachfolgemodell: Lancia Gamma

Der Lancia 2000 ist ein Mittelklassefahrzeug von Lancia, das von Spätherbst 1970 bis Ende 1974 produziert wurde. Lancia gehörte nach der Übernahme 1969 zum Zeitpunkt des Produktionsbeginns zu Fiat. Der Lancia 2000 basierte auf dem seit Herbst 1960 gebauten Lancia Flavia.

Limousine

Mit dem Design der 2000 Limousine setzte Lancia die Linie des Modells Flavia fort und betonte mit seinem Kühlergrill die Lancia-Tradition seit der Aurelia. Es entstand in der Lancia Stylingabteilung unter Leitung von Pietro Castagnero, der auch die Fulvia entwarf. Das Interieur war luxuriös mit Veloursstoffen und Holzeinlagen im Armaturenbrett.

Ein serienmäßiger, horizontal verschiebbarer Vorhang im Heck symbolisierte Diskretion, eine Klimaanlage war optional erhältlich. Der 2000 hatte jetzt serienmäßig eine Servolenkung und den 2-Liter-Motor.

Die Qualität der Verarbeitung und die Ausarbeitung vieler Details entsprach noch ebenso dem Lancia-Standard wie das Fahrwerk. Der Lancia-typische Boxermotor mit zwei zentralen Nockenwellen galt als langlebig; Laufleistungen über 300.000 km waren normal.

Ab 1972 wurde der Vergasermotor mit einer D-Jetronic von Bosch versehen und leistete 125 PS. Trotz ihrer nominell geringen Motorleistung bot die Limousine gute Fahrleistungen, nicht zuletzt wegen der eingesetzten Getriebeübersetzung. Der Lancia 2000 hat Frontantrieb und wurde in 14.500 Exemplaren gebaut, davon 5500 mit der Bosch-D-Jetronic.

Im Dezember 1974 stellte Lancia die Produktion der 2000er-Reihe ein. Im März 1976 wurde das Nachfolgemodell Gamma präsentiert.

Coupé

Das Lancia 2000 Coupé wurde von Pininfarina entworfen und im Frühjahr 1971 vorgestellt. Gegenüber dem Flavia Coupé wurden die Front, das Heck und der Innenraum geändert. Besonders markant war der Heckabschluss im sogenannten Schwalbenschwanzdesign, das später auch das Coupé des Lancia Gamma auszeichnete. Der Motor hatte erst einen Vergaser, dann eine mechanische Einspritzanlage von Kugelfischer.

Im Frühjahr 1972 stellte Lancia in Genf eine HF-Version des Coupés vor mit den Instrumenten des Ferrari Daytona, einem Motor mit der Bosch-D-Jetronic und Super-Duplex-Bremsen von Girling/Lucas. Dieses nur 1200-mal gebaute Coupé gilt heute unter Markenkennern als eines der schönsten und am besten verarbeiteten Modelle von Lancia.

Quellen

 Commons: Lancia 2000 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Zeitleiste der Lancia- und Autobianchi-Modelle von 1945 bis heute
Typ Lancia, bis 1969 unabhängig 1969 von Fiat gekauft, seitdem Typennummernkreis von Fiat
Autobianchi, JV zwischen Bianchi, Fiat und Pirelli ab 1967 100 % Teil des Fiat-Konzerns im Ausland als Lancia, in Italien als Autobianchi
1940er 1950er 1960er 1970er 1980er 1990er 2000er 2010er
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Kleinstwagen Bianchina Giardinera
Kleinwagen A112 Y10 (156) Y (840) Ypsilon (843) Ypsilon (846)
Kompaktklasse A111 Delta I[2] (831) Delta II (836) Delta III (844)
Mittelklasse Primula Prisma (831) Dedra (835) Lybra (839)
Ardea Appia Fulvia Beta / Trevi (828) Flavia
Obere Mittelklasse Flavia 2000 Gamma (830) Thema (834 / Y9) Kappa (838) Thesis (841) Thema
Coupé / Cabrio Stellina
Fulvia Coupé/Sport Beta Coupé[1] / Spider / Montecarlo (828)
Aurelia Flaminia Gamma Coupé/GT (830) Kappa Coupé
(838)
Sportwagen Stratos
Minivan Musa (350)
Van Zeta (220) Phedra (179) Voyager

[1] auch bei Seat in Spanien gebaut
[2] auch als Saab Lancia 600 in Skandinavien verkauft

  • Unter der Marke „Autobianchi“ vertrieben</li>
  • In Italien unter der Marke „Autobianchi“, im Ausland als „Lancia“ vertrieben</li>
  • Lancia-Modelle, gemeinsam mit PSA entwickelt und bei SEVEL auch als Peugeot, Citroën und Fiat gebaut</li>
  • Lancia-Modelle, aus der Kooperation mit Chrysler, als Lancia in Europa vertrieben</li>
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