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Lancia Musa

Lancia
Lancia Musa (2004–2007)

Lancia Musa (2004–2007)

Musa
Hersteller: Fiat
Produktionszeitraum: seit 2004
Klasse: Minivan
Karosserieversionen: Steilheck, fünftürig
Motoren: Ottomotoren:
1,4 Liter
(57–70 kW)
Dieselmotoren:
1,3–1,9 Liter
(51–88 kW)
Länge: 3985–4037 mm
Breite: 1698–1703 mm
Höhe: 1688–1684 mm
Radstand: 2508 mm
Leergewicht: 1230–1350 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines

Der Lancia Musa ist ein Minivan des italienischen Automobilherstellers Lancia.

Der Musa (zu Deutsch: die Muse) ist das erste Fahrzeug dieser Art und Größe von Lancia und wird vom Hersteller auch als Kompaktvan oder Compact-MPV (Multi Purpose Vehicle) bezeichnet.

Die Präsentation fand im März 2004 auf dem Genfer Auto-Salon statt und im selben Jahr startete der Vertrieb des Wagens. Der Musa ist einerseits ein eigenständiges Modell, sollte aber auch als Ersatz für eine 5-türige Karosserieversion des damaligen Lancia Ypsilon fungieren. Das Modell wird im Lancia-Werk Mirafiori in Turin produziert und trägt die interne Typbezeichnung 350.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Der Musa entstand zusammen mit dem Schwestermodell Fiat Idea, ist jedoch besser ausgestattet. So gibt es z. B. Sitzbezüge aus einer Leder-Alcantara-Kombination, Chrom-Verzierung, Navigationssystem und ein Bose-Soundsystem als Option.

Auf den 64. internationalen Filmfestspielen von Venedig im September 2007 feierte die überarbeitete Version des Musa Weltpremiere. Hierbei wurden die Frontschürze und der Kühlergrill verändert. Ebenso wurden die Heckklappe, Heckschürze und Rückleuchten neu gestaltet, die nun mit LED-Leuchten ausgestattet sind.

Den „Nuova Musa“ kennzeichnet auch ein neues Felgen-Design und neue Außenlackierungen, wobei wieder diverse Bi-Color-Lackierungen angeboten werden. Im Innenraum konnte durch die Absenkung des Ladebodens das Kofferraumvolumen um 75 l vergrößert werden, außerdem wurden die Farben von Sitzbezügen und Armaturenbrett verändert.

Für den Musa entstand eine Werbekampagne mit Carla Bruni, bekanntes Model, Sängerin und mittlerweile Ehefrau des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy.

Es gibt folgende Ausstattungsvarianten und Motorisierungen:

Ausstattungsvarianten

2004–2011: Argento, Belezza, Oro, Platino </br> seit 2011: Silver, Gold, Platinum

Motorisierungen
Modell Hubraum Leistung Max. Drehmoment Getriebe Bauzeit
Ottomotoren
1.4 8v 1368 cm³ 57 kW (77 PS) bei 6000 min-1 115 Nm bei 3000 min-1 Fünfgang-Schaltgetriebe 2004–2010
1.4 16v 1368 cm³ 70 kW (95 PS) bei 5800 min-1 128 Nm bei 4500 min-1 Sechsgang-Schaltgetriebe
5-Stufen-Automatikgetriebe
seit 2004
Dieselmotoren
1.3 Multijet 16v 1248 cm³ 51 kW (70 PS) bei 4000 min-1 180 Nm bei 1750 min-1 Fünfgang-Schaltgetriebe
5-Stufen-Automatikgetriebe
2004–2010
1.3 Multijet 16v 1248 cm³ 66 kW (90 PS) bei 4000 min-1 235 Nm bei 2000 min-1 Fünfgang-Schaltgetriebe 2004–2010
1.3 Multijet 16v 1248 cm³ 70 kW (95 PS) bei 4000 min-1 200 Nm bei 1750 min-1 Fünfgang-Schaltgetriebe seit 2010
1.6 Multijet 16v 1598 cm³ 88 kW (120 PS) bei 4000 min-1 300 Nm bei 1500 min-1 Sechsgang-Schaltgetriebe 2008–2010
1.9 Multijet 8v 1910 cm³ 74 kW (100 PS) bei 4000 min-1 260 Nm bei 1750 min-1 Fünfgang-Schaltgetriebe 2004–2008

Technische Daten


Belege

  • Lancia Pressemitteilungen (www.lanciapress.com)

Weblinks

 Commons: Lancia Musa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Zeitleiste der Lancia- und Autobianchi-Modelle von 1945 bis heute
Typ Lancia, bis 1969 unabhängig 1969 von Fiat gekauft, seitdem Typennummernkreis von Fiat
Autobianchi, JV zwischen Bianchi, Fiat und Pirelli ab 1967 100 % Teil des Fiat-Konzerns im Ausland als Lancia, in Italien als Autobianchi
1940er 1950er 1960er 1970er 1980er 1990er 2000er 2010er
5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2
Kleinstwagen Bianchina Giardinera
Kleinwagen A112 Y10 (156) Y (840) Ypsilon (843) Ypsilon (846)
Kompaktklasse A111 Delta I[2] (831) Delta II (836) Delta III (844)
Mittelklasse Primula Prisma (831) Dedra (835) Lybra (839)
Ardea Appia Fulvia Beta / Trevi (828) Flavia
Obere Mittelklasse Flavia 2000 Gamma (830) Thema (834 / Y9) Kappa (838) Thesis (841) Thema
Coupé / Cabrio Stellina
Fulvia Coupé/Sport Beta Coupé[1] / Spider / Montecarlo (828)
Aurelia Flaminia Gamma Coupé/GT (830) Kappa Coupé
(838)
Sportwagen Stratos
Minivan Musa (350)
Van Zeta (220) Phedra (179) Voyager

[1] auch bei Seat in Spanien gebaut
[2] auch als Saab Lancia 600 in Skandinavien verkauft

  • Unter der Marke „Autobianchi“ vertrieben</li>
  • In Italien unter der Marke „Autobianchi“, im Ausland als „Lancia“ vertrieben</li>
  • Lancia-Modelle, gemeinsam mit PSA entwickelt und bei SEVEL auch als Peugeot, Citroën und Fiat gebaut</li>
  • Lancia-Modelle, aus der Kooperation mit Chrysler, als Lancia in Europa vertrieben</li>
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