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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten (Stand 1972) | ||
| Bestandszeitraum: | 1938–1972 | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Südbaden | |
| Verwaltungssitz: | Überlingen | |
| Fläche: | 566 km² | |
| Einwohner: |
73.202 (27. Mai 1970) | |
| Bevölkerungsdichte: | 129 Einwohner je km² | |
| Kfz-Kennzeichen: | ÜB | |
| Kreisgliederung: | 66 Gemeinden | |
| Lage des Landkreises Überlingen in Baden-Württemberg | ||
Der Landkreis Überlingen war ein Landkreis in Baden-Württemberg, der im Zuge der Kreisreform am 1. Januar 1973 aufgelöst wurde.
Inhaltsverzeichnis |
Der Landkreis Überlingen lag im Süden Baden-Württembergs. Seine Nachbarkreise waren im Westen der Landkreis Stockach, im Norden der Landkreis Sigmaringen, im Nordosten der Landkreis Ravensburg und im Osten der Landkreis Tettnang. Im Süden bildete der Bodensee seine natürliche Grenze.
Geographisch hatte der Landkreis Überlingen Anteil am Hegau und am Linzgau. Die Kreisstadt Überlingen lag im Südwesten des Kreisgebiets.
Das Gebiet des späteren Landkreises Überlingen gehörte vor 1800 zu verschiedenen Herrschaften, darunter die Fürsten von Fürstenberg. 1810 kam das Gebiet an Baden, das zunächst mehrere Ämter, darunter die Ämter bzw. Bezirksämter Heiligenberg, Herdwangen, Meersburg, Pfullendorf, Salem und Überlingen bildete, die sich im Laufe der Geschichte mehrmals veränderten und teilweise auch bald aufgelöst wurden. Sie gehörten zum Seekreis im Landeskommissärbezirk Konstanz. 1849 wurde das Bezirksamt Heiligenberg und 1857 das Bezirksamt Salem aufgehoben. Die beiden noch verbliebenen Ämter Überlingen und Pfullendorf wurden 1936 zum Amt Überlingen vereinigt. Daraus entstand 1939 der Landkreis Überlingen.
Nach der Bildung des Landes Baden-Württemberg 1952 gehörte der Landkreis Überlingen zum Regierungsbezirk Südbaden. Im Vorfeld der Kreisreform bzw. der Gemeindereform ab 1971 veränderte sich das Kreisgebiet in fünf Fällen: Am 1. Januar 1969 wurde die Gemeinde Adelsreute dem Landkreis Ravensburg zugeordnet, wo sie fünf Jahre später (1. Oktober 1974) der Stadt Ravensburg eingegliedert wurde. Gleichzeitig wechselte am 1. Januar 1969 die Gemeinde Gaisweiler vom Landkreis Sigmaringen in den Landkreis Überlingen. Am 1. Dezember 1971 vereinigte sich die Gemeinde Raderach und am 1. April 1972 die Gemeinde Kluftern mit der Stadt Friedrichshafen, Landkreis Tettnang, beide Gemeinden verließen somit den Landkreis Überlingen. Am 1. Dezember 1971 wurde die Gemeinde Wangen in die Gemeinde Ostrach, Landkreis Sigmaringen, eingegliedert und verließ somit ebenfalls den Landkreis Überlingen.
Mit Wirkung vom 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Überlingen aufgelöst. Seine Gemeinden gingen überwiegend im neuen Bodenseekreis auf, der damit Rechtsnachfolger des Landkreises Überlingen wurde. Die Gemeinden im nördlichen Kreisgebiet wurden dem vergrößerten Landkreis Sigmaringen angegliedert. Alle Gemeinden des ehemaligen Landkreises Überlingen gehören seitdem zum Regierungsbezirk Tübingen.
Alle Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse.
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Die Oberamtmänner bzw. Landräte des Bezirksamts bzw. Landkreises Überlingen 1803–1972:
Das Wappen des Landkreises Überlingen zeigte in einem von Silber und Blau schräg geteilten Schild oben einen schwarzen Stufenschrägbalken, unten einen schräg abwärts gelegten silbernen Fisch. Das Wappen wurde vom Innenministerium Baden-Württemberg am 16. Oktober 1958 verliehen.
Der Schrägbalken symbolisiert die „Heiligenberger Stiege“, das Wappen der Grafen von Heiligenberg, die den Linzgau, der sich im Wesentlichen mit dem Kreisgebiet deckt, beherrschten. Sie wurden von den Grafen von Werdenberg und diese wiederum von den Fürsten von Fürstenberg beerbt. Der Fisch symbolisiert den Bodensee und steht für den einst bedeutenden Fischfang in der Region.
Durch das Kreisgebiet führte keine Bundesautobahn. Daher wurde der Kreis durch die Bundesstraße 31 und durch mehrere Kreisstraßen erschlossen.
Zum Landkreis Überlingen gehörten ab 1936 zunächst 62 Gemeinden und vier Städte.
Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Überlingen machte am 1. Juli 1971 die Gemeinde Bambergen, die sich mit der Stadt Überlingen vereinigte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig, bis der Landkreis Überlingen schließlich 1973 aufgelöst wurde.
Größte Gemeinde des Landkreises war die Kreisstadt Überlingen, kleinste Gemeinde war Oberstenweiler.
Die Gemeinden des Landkreises Überlingen vor der Gemeindereform.
¹ zwei Exklaven, wurde am 1. Januar 1969 in den Landkreis Ravensburg verlegt
² kam erst am 1. Januar 1969 vom Landkreis Sigmaringen zum Landkreis Überlingen
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