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Der Landkreis Breslau war ein preußischer Landkreis in Schlesien, der zwischen 1816 und 1945 bestand. Er umfasste am 1. Januar 1945:
Inhaltsverzeichnis |
Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress gehörte mit der Neugliederung der Regierungsbezirke zum 1. Mai 1816 der Landkreis Breslau in der Provinz Schlesien weiterhin zum Regierungsbezirk Breslau.
Dieser umfasste das ländliche Umfeld um die Haupt- und Residenzstadt Breslau, die außerhalb des Kreisverbandes stand. Das Landratsamt war in Breslau.
Die endgültige Abgrenzung des Kreisgebietes erfolgte am 1. Januar 1818 durch folgende Änderungen der Kreisgrenze:
Seit dem 1. Juli 1867 gehörte der Kreis zum Norddeutschen Bund und ab 1. Januar 1871 zum Deutschen Reich.
Zum 1. April 1897 ergaben sich erste größere Eingemeindungen zu Gunsten Breslaus. Danach traten die Landgemeinden Kleinburg und Pöpelwitz und der Gutsbezirk Pöpelwitz aus dem Landkreis Breslau zum Stadtkreis Breslau.
Zum 1. April 1904 verloren durch Eingliederung in den Stadtkreis Breslau die Landgemeinden Dürrgoy, Herdain und Morgenau und die Gutsbezirke Morgenau und Leerbeutel ihre Selbstständigkeit und zum 1. April 1911 die Landgemeinde Gräbschen und der Gutsbezirk Gräbschen.
Zum 8. November 1919 wurde die Provinz Schlesien aufgelöst. Aus den Regierungsbezirken Breslau und Liegnitz wurde die neue Provinz Niederschlesien gebildet.
Die größte Eingemeindungswelle zu Gunsten der Stadt und zu Lasten des Landkreises erfolgte zum 1. April 1928. Danach verlor der Landkreis Breslau an den Stadtkreis ganz oder teilweise:
Zum 30. September 1929 trat im Landkreis Breslau entsprechend der Entwicklung im übrigen Freistaat Preußen eine Gebietsreform statt, indem alle bisher selbstständigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden.
Zum 1. Oktober 1932 erfolgten die folgenden Umgliederungen:
Am 1. April 1938 wurden die preußischen Provinzen Niederschlesien und Oberschlesien zur neuen Provinz Schlesien zusammengeschlossen.
Zum 18. Januar 1941 wurde die Provinz Schlesien aufgelöst. Aus den bisherigen Regierungsbezirken Breslau und Liegnitz wurde die neue Provinz Niederschlesien gebildet.
Im Frühjahr 1945 wurde das Kreisgebiet durch die Rote Armee besetzt und trat danach unter polnische Verwaltung.
Der Landkreis Breslau gliederte sich zunächst nach der Abgabe der Stadt Auras an den Kreis Wohlau nur in Landgemeinden und selbstständige Gutsbezirke.
Mit Einführung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. Dezember 1933 sowie der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 wurde zum 1. April 1935 das Führerprinzip auf Gemeindeebene durchgesetzt.
Nachdem die Gemeinde Brockau ab 1. Juni 1939 die Bezeichnung „Stadt“ führen durfte, gab es zuletzt drei Städte, nämlich Brockau, Kanth und Zobten.
Eine neue Kreisverfassung wurde nicht mehr geschaffen; es galt weiterhin die Kreisordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen vom 19. März 1881.
Im Jahre 1937 wurden im Landkreis Breslau zahlreiche Ortsnamen eingedeutscht. Das waren meist lautliche Angleichungen, Übersetzungen oder freie Erfindungen, zum Beispiel:
Teilprovinzen: Niederschlesien | Oberschlesien – Regierungsbezirke: Breslau | Kattowitz | Liegnitz | Oppeln
Stadtkreise: Beuthen | Breslau | Brieg | Gleiwitz | Görlitz | Kattowitz | Königshütte | Liegnitz | Oppeln | Ratibor | Schweidnitz
Landkreise: Beuthen | Beuthen-Tarnowitz | Bolkenhain | Breslau | Brieg | Bunzlau | Cosel | Falkenberg | Frankenstein | Freystadt | Görlitz | Glatz | Glogau | Goldberg-Haynau | Grünberg | Groß Strehlitz | Groß Wartenberg | Grottkau | Guhrau | Guttentag | Habelschwerdt | Hindenburg | Hirschberg | Hoyerswerda | Jauer | Kattowitz | Kreuzburg | Löwenberg | Lüben | Landeshut | Lauban | Leobschütz | Liegnitz | Lublinitz | Militsch | Münsterberg | Namslau | Neiße | Neumarkt | Neurode | Neustadt | Nimptsch | Oels | Ohlau | Oppeln | Pleß | Ratibor | Reichenbach | Rosenberg | Rothenburg | Rybnik | Sagan | Schönau | Schweidnitz | Sprottau | Steinau | Strehlen | Striegau | Tarnowitz | Tost-Gleiwitz | Trebnitz | Waldenburg | Wohlau