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| Wappen | Deutschlandkarte |
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| Basisdaten | |
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern |
| Region: | Vorpommern (teils Mecklenburg und Uckermark) |
| Verwaltungssitz: | Greifswald |
| Fläche: | 3.927 km² |
| Einwohner: |
245.733 (31. Dez. 2010)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 63 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | VG, HGW |
| Kreisschlüssel: | 13 0 75 |
| Kreisgliederung: | 144 Gemeinden |
| Webpräsenz: | |
| Landrätin: | Barbara Syrbe (Die Linke) |
| Lage des Landkreises Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern | |
Der Landkreis Vorpommern-Greifswald ist ein Landkreis im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Er liegt fast ausschließlich im mittleren und südlichen Teil Vorpommerns, umfasst aber zusätzlich ein kleines mecklenburgisches Gebiet am Galenbecker See und die südlich davon gelegene uckermärkische Stadt Strasburg. Kreisstadt ist die Universitäts- und Hansestadt Greifswald.
Inhaltsverzeichnis |
Der Landkreis Vorpommern-Greifswald grenzt im Nordwesten an den Landkreis Vorpommern-Rügen und von Westen bis Südwesten an den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Im Osten grenzt er an Polen und im Süden an Brandenburg.
Der Landkreis ist geprägt durch seine Küstenlage zwischen Greifswalder Bodden und Stettiner Haff. Die Insel Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands nach Rügen. Wichtigste Flüsse sind die Peene, die Uecker, die Randow und der Ryck, von denen nur die Peene vollständig schiffbar ist, Uecker und Ryck nur in ihren Mündungsbereichen. Grundmoränen mit verschiedenen Ablagerungen später Stadien der Eiszeit sowie Moore (Peenetalmoor, Friedländer Große Wiese, Ziesebruch, Thurbruch) und Randowbruch prägen die Oberfläche des Kreises.
Die größten Orte sind neben der Kreisstadt Greifswald die Kleinstädte Anklam, Wolgast, Pasewalk, Ueckermünde und Torgelow. Vorpommern-Greifswald ist der nach Fläche drittgrößte Landkreis Deutschlands.
Der heutige Landkreis Vorpommern-Greifswald umfasst den südlichen Teil Vorpommerns, dem nach dem Zweiten Weltkrieg bei Deutschland verbliebenen Teil der vormals preußischen Provinz Pommern sowie kleine Teile der Uckermark und Mecklenburgs.
1945 wurde auf Veranlassung der sowjetischen Besatzungsmacht das Land Mecklenburg-Vorpommern gegründet, das 1947 in „Mecklenburg“ umbenannt wurde. Die mittlere Ebene der staatlichen Verwaltung in der DDR wurde 1952 umorganisiert. An die Stelle von Ländern traten DDR-Bezirke. Das Gebiet des „Landes Mecklenburg“ wurde auf die Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg aufgeteilt.
In den jeweiligen Bezirken Rostock und Neubrandenburg wurden zeitgleich auf dem Gebiet des heutigen Landkreises Vorpommern-Greifswald die DDR-Kreise Greifswald, Anklam, Wolgast, Strasburg (teilweise), Pasewalk und Ueckermünde sowie ab 1974 der Stadtkreis Greifswald gebildet.
Bei der Kreisgebietsreform 1994 entstanden aus den DDR-Kreisen der Landkreis Ostvorpommern, der Landkreis Uecker-Randow sowie die kreisfreie Hansestadt Greifswald. Zwei Ämter des heutigen Landkreises Vorpommern-Greifswald lagen zudem von 1994 bis 2011 im Landkreis Demmin.
Der Landkreis Vorpommern-Greifswald (Planungsname: Landkreis Südvorpommern) wurde im Zuge der Kreisgebietsreform Mecklenburg-Vorpommern 2011[2] am 4. September 2011 aus der Stadt Greifswald, den Landkreisen Ostvorpommern, Uecker-Randow sowie Teilen des Landkreises Demmin (Ämter Jarmen-Tutow, Peenetal/Loitz) gebildet.
Als Kreisstadt war zunächst auch das zentral gelegene Anklam in Erwägung gezogen worden.[3] Schließlich entschied sich der Landtag aber für die einwohnerreichste Stadt Greifswald.[4]
Bei der Landtags-, Kreistags- und Landratswahl am 4. September 2011 fiel bei einem Bürgerentscheid die Mehrheit auf „Vorpommern-Greifswald“ und damit nicht auf die Alternative „Ostsee-Haffkreis Vorpommern“.[5]
Der Kreistag des Landkreises Vorpommern-Greifswald besteht aus 69 Abgeordneten. Seit der Wahl vom 4. September 2011 setzt er sich wie folgt zusammen:
| Partei | Zweitstimmen | Sitze |
|---|---|---|
| CDU | 28,3 % | 19 |
| SPD | 19,7 % | 14 |
| Die Linke | 18,7 % | 13 |
| KfV | 9,5 % | 7 |
| NPD | 8,9 % | 6 |
| Grüne | 6,1 % | 4 |
| FDP | 3,1% | 2 |
| PIRATEN | 1,5% | 1 |
| WG BV-LR | 1,4% | 1 |
| BG | 1,1% | 1 |
| FW | 1,0% | 1 |
| FWG Jarmen | 0,3% | - |
| UWG | 0,3% | - |
Der Landkreis (Wahlkreisnummer 75) bestand aus 338 Wahlbezirken mit 209.595 Wahlberechtigten. Zur Wahl gingen 105.789 Wähler, die 299.095 gültige Stimmen abgaben. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 50,5 % (alle Daten aus 2011, vorläufiges Ergebnis).[8]
Näheres zum Wahlverfahren und zu rechtlichen Bestimmungen: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)
Zur Landrätin wurde am 18. September 2011 mit 59,5 % Barbara Syrbe von der Partei Die Linke gewählt, die zuvor bereits seit 2001 als Landrätin des Landkreises Ostvorpommern fungiert hatte und sich in einer Stichwahl gegen die CDU-Bewerberin und amtierende Landesjustizministerin Uta-Maria Kuder durchsetzte.
| Kandidat | 1. Wahlgang (4. Sept. 2011)[9] | Stichwahl (18. Sept. 2011)[10] | ||
|---|---|---|---|---|
| Stimmen | Anteil[Basis 1] | Stimmen | Anteil[Basis 2] | |
| Barbara Syrbe (Linke) | 37.270 | 37,1 % | 34.370 | 59,5 % |
| Uta-Maria Kuder (CDU) | 34.701 | 34,5 % | 23.406 | 40,5 % |
| Ulf Dembski (SPD) | 18.561 | 18,5 % | ||
| Dr. Stefan Fassbinder (Grüne) | 9.929 | 9,9 % | ||
| Mögliche Stimmen | 210.138 | 100,0 % | 210.537 | 100,0 % |
| davon abgegebene Stimmen | 105.799 | 50,3 % | 58.391 | 27,7 % |
| davon gültige Stimmen | 100.447 | 48,8 % | 57.776 | 27,4 % |
Der neu gegründete Landkreis besitzt noch kein Wappen. Die Gemeindewappen des Landkreises sind in der Liste der Wappen im Landkreis Vorpommern-Greifswald aufgeführt.
Bedeutende Gymnasien im Landkreis sind unter anderem das Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium Greifswald (gegründet 1561) und das Lilienthal-Gymnasium Anklam (gegründet 1535). Als derzeit einziges staatliches Gymnasium darf das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Greifswald Klassen zur Förderung der Hochbegabung bereits ab Klasse 5 aufnehmen.
Zur Sicherung der Interessen der Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden und der beruflichen Schulen entstand durch Zusammenlegung des Stadtschülerrates Greifswald, mit dem Kreisschülerrat Ostvorpommern und dem Kreisschülerrat Uecker-Randow der Kreisschülerrat Vorpommern-Greifswald (KSR VGW) mit insgesamt 5 Regionalschülervertretungen:
Regionalschülervertretung Greifswald (RSV HGW), Regionalschülervertretung nördliches Vorpommern (RSV NVP), Regionalschülervertretung mittleres Vorpommern (RSV MVP), Regionalschülervertretung Uckermark (RSV UM), sowie die Regionalschülervertretung Insel Usedom (RSV IUd).
Vertreterin des Landkreises im Vorstand des Landesschülerrates MV ist Maria Sophie Bandt.
Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und verschiedene Forschungseinrichtungen wie zum Beispiel das Friedrich-Loeffler-Institut und das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik sind wichtige Forschungsstandorte und Wirtschaftsfaktoren, die weit über das Land Mecklenburg-Vorpommern hinaus wirken.
Der Landkreis zeigt ein starkes Nord-Süd-Gefälle im Bereich der Wirtschaft. Während in den nördlichen Kreisteilen die Stadt Greifswald als Wissenschafts- und Technologiestandort und die Insel Usedom als Tourismuszentrum in Mecklenburg-Vorpommern wirtschaftlich stabil dastehen, gibt es in den südlichen Landesteilen neben der Landwirtschaft und ein wenig Tourismus kaum wirtschaftliche Alternativen. Die erneuerbaren Energien, insbesondere die Windkraft, spielen eine immer wichtigere Rolle. Weitere Wirtschaftszweige im Landkreis sind die Holz- und Lebensmittelverarbeitung, die Bauwirtschaft und die metallverarbeitende Industrie. Größter Arbeitgeber im Landkreis ist die Universität Greifswald mit 5029 Beschäftigten.[11] Die Bundeswehr ist mit 2400 Soldaten und 410 zivilen Mitarbeitern in Kasernen und Einrichtungen in Eggesin, Torgelow, Viereck und Wolgast sowie einem Truppenübungsplatz (Jägerbrück) vertreten. Wichtige größere Unternehmen sind:
Der Landkreis Vorpommern-Greifswald ist aus Richtung Hamburg und Berlin über die Bundesautobahnen 20 und 11 erreichbar.
Der Landkreis Vorpommern-Greifswald wird durch mehrere Bundesstraßen erschlossen. Von überregionaler Bedeutung sind die mitten durch das Kreisgebiet führenden Bundesstraßen 109 und 105 von Berlin nach Stralsund. Die Bundesstraßen 104, 105, 109, 110, 111 und 113 erschließen das Kreisgebiet. Des Weiteren beginnen die Bundesstraßen 197 und 199 in Anklam.
Durch den Landkreis verlaufen die Eisenbahnlinien:
Die Eisenbahnstrecken von Stralsund/Greifswald über Züssow nach Usedom (Heringsdorf/Swinemünde) und von Peenemünde nach Zinnowitz sind im Besitz der Usedomer Bäderbahn (UBB).
In der Urlaubssaison bietet die Deutsche Bahn verstärkt Fernverkehrszüge aus den Metropolregionen in Richtung Usedom / Rügen an.
Der Verkehrsflughafen Heringsdorf und die Verkehrslandeplätze Anklam und Peenemünde stellen die Luftverkehrsanbindung dar. Allerdings sind momentan nur wenige und auch nur saisonale Fluglinien zu verzeichnen. Der Flugplatz Pasewalk befindet sich drei Kilometer westlich von Pasewalk (Pasewalk-Franzfelde).
Weitaus wichtiger sind die Häfen. Die Ostseehäfen Greifswald-Ladebow, Vierow, Lubmin und Wolgast und der Binnenhafen Anklam sind die Träger der Schifffahrt im Landkreis.
Für Segel- und Motorboote befinden sich im Landkreis verschiedene Sportboothäfen:
Die evangelischen Kirchgemeinden im Landkreis Vorpommern-Greifswald gehören zum Kirchenkreis Greifswald und zum Kirchenkreis Pasewalk der Pommerschen Evangelischen Kirche.
Die katholischen Kirchgemeinden gehören größtenteils zum Dekanat Vorpommern des Erzbistums Berlins und teilweise zum Dekanat Neubrandenburg des Erzbistums Hamburg.
(Einwohner am 31. Dezember 2010[12])
Ämter mit amtsangehörigen Städten und Gemeinden
* Sitz der Amtsverwaltung
Ludwigslust-Parchim | Mecklenburgische Seenplatte | Nordwestmecklenburg | Hansestadt Rostock | Rostock (Landkreis) | Schwerin | Vorpommern-Greifswald | Vorpommern-Rügen