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| Wappen | Deutschlandkarte |
|---|---|
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| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen |
| Verwaltungssitz: | Zwickau |
| Fläche: | 949,33 km² |
| Einwohner: |
341.932 (31. Dez. 2010)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 360 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | Z |
| Kreisschlüssel: | 14 5 24 |
| Kreisgliederung: | 33 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: |
Robert-Müller-Str. 4–8, 08056 Zwickau |
| Webpräsenz: | |
| Landrat: | Christoph Scheurer (CDU) |
| Lage des Landkreises Zwickau in Sachsen | |
Der Landkreis Zwickau ist ein Landkreis im Westen von Sachsen. Er entstand am 1. August 2008 durch den Zusammenschluss der Landkreise Chemnitzer Land, Zwickauer Land und der kreisfreien Stadt Zwickau.[2] Er ist der flächenmäßig kleinste Kreis im Freistaat und hat die größte Einwohnerdichte aller Landkreise der neuen Bundesländer.
Inhaltsverzeichnis |
Der Großteil des Landkreises Zwickau zählt zum Erzgebirgsvorland, nur ein kleinerer Teil im Südwesten wird dem Vogtland zugerechnet. Nachbarlandkreise sind im Westen der thüringische Landkreis Greiz, im Norden der ebenfalls thüringische Landkreis Altenburger Land, im Nordosten der Landkreis Mittelsachsen, im Osten die kreisfreie Stadt Chemnitz, im Süden und Südosten der Erzgebirgskreis sowie im Südwesten der Vogtlandkreis.
Im Rahmen der sächsischen Verwaltungs- und Funktionalreform 2008, die mit Wirkung vom 1. August 2008 in Kraft trat, wurden die Landkreise Chemnitzer Land, Zwickauer Land und die kreisfreie Stadt Zwickau zu einem Großkreis zusammengelegt. Als Kreissitz wurde die größte Stadt Zwickau bestimmt, in den bisherigen (Großen) Kreisstädten verblieben Außenstellen – namentlich Glauchau, Werdau, Limbach-Oberfrohna und Hohenstein-Ernstthal.
Der Landkreis gehört zum im Rahmen der Verwaltungsreform neu geschaffenen Kulturraum Vogtland-Zwickau.[3]
Vorherrschend im Landkreis Zwickau sind Automobilbau und Automobilzuliefererindustrie sowie Logistik, Maschinenbau und Elektrotechnik. Des Weiteren existiert eine Vielzahl kleiner bis mittelständischer Handwerksbetriebe.[4]
Im Gebiet des Landkreises Zwickau waren im Jahr 2009 durchschnittlich mehr als 160.000 Erwerbstätige gemeldet, damit verfügt der Landkreis über die höchste Zahl an Erwerbstätigen aller Landkreise des Freistaates Sachsen.[5] Im Februar 2012 waren 16.413 Menschen ohne Arbeit. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 9,4 % (Februar 2011: 11,1 %). Damit hat der Landkreis Zwickau die niedrigste Arbeitslosigkeit unter allen sächsischen Land- und Stadtkreisen.[6]
Im Juli 2008 waren 2.523 unter 25-Jährige und damit 396 Jugendliche mehr als im Juni 2008 arbeitslos.[7]
Hauptverkehrsadern im Kreisgebiet sind die Bundesautobahnen 4 und 72 sowie die Bundesstraßen 93, 173, 175 und 180.
Die Bahnstrecke Dresden–Werdau führt als wichtiges Teilstück der Sachsen-Franken-Magistrale durch das Kreisgebiet mit Haltepunkten u.a. in Hohenstein-Ernstthal, Glauchau, Zwickau und Werdau.
Im Landkreis Zwickau befinden sich sieben Krankenhäuser[8], ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung, fünf Krankenhäuser der Regelversorgung und ein Fachkrankenhaus.
Die Westsächsische Hochschule Zwickau bietet neben dem Diplomstudiengang Gebärdensprachdolmetschen die zwei Bachelorstudiengänge „Gesundheitsmanagement“ und „Pflegemanagement“ sowie den Masterstudiengang Health Sciences an. Die Eubios-Akademie in Werdau ist eine staatlich anerkannte Weiterbildungseinrichtung für Gesundheitsfachberufe.
Der britische Pharmakonzern Aesica unterhält am Standort Zwickau ein Produktions- und Forschungszentrum.[9]
Größte Bildungseinrichtung im Landkreis ist die Westsächsische Hochschule Zwickau. An der Fachhochschule, die aus der 1862 gegründeten Zwickauer Bergschule hervorging, sind derzeit etwa 5200 Studierende immatrikuliert. Darüber hinaus gibt es eine Studienakademie (BA-Glauchau) sowie 9 Berufsschulzentren und mehrere Gymnasien im Landkreis. Insgesamt hat der Landkreis Zwickau 124 allgemein bildende Schulen, sowie 201 Kindertagesstätten.[10]
Das Logo des neuen Landkreises stellt eine junge aufblühende Knospe als Symbol für das Zusammenwachsen der beiden früheren Landkreise dar. Dabei steht das frische Blau als Hintergrundfarbe für eine starke Wirtschaft.[11]
Der Landrat wurde im Zuge der sächsischen Kommunalwahlen am 8. Juni 2008 und damit noch vor der eigentlichen Kreisgründung gewählt. Landrat wurde Dr. Christoph Scheurer (CDU), der im ersten Wahlgang 52,7 % der Stimmen erhielt[12]. Scheurer war bereits als Landrat im ehemaligen Landkreis Glauchau sowie in dessen Nachfolgekreis Chemnitzer Land aktiv.
Der Kreistag des Landkreises Zwickau wurde ebenfalls am 8. Juni 2008 gewählt. Die 98 Sitze im Kreistag verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Parteien[13]:
| Partei | Stimmen (%) | Sitze |
|---|---|---|
| CDU | 37,1 | 38 |
| Die Linke | 20,9 | 21 |
| FDP | 10,6 | 11 |
| SPD | 10,2 | 10 |
| FW | 9,0 | 9 |
| Unabhängige Liste (UL) | 3,8 | 3 |
| NPD | 3,3 | 3 |
| Bündnis 90/Die Grünen | 3,3 | 3 |
Blasonierung: „Gespalten, vorn in Blau ein in Gold und Silber geteilter, rot bewehrter Löwe; hinten dreimal von Rot und Silber schrägrechts geteilt.“
Am 30. September 2009 beschloss der Kreistag das neue Kreiswappen. Das Wappen soll eine Kombination aus den Wappen der ehemaligen Grafschaft Schönburg und der Pleißener Herrschaft darstellen, die beide auf dem Gebiet des jetzigen Landkreises lagen. Zu dem Entwurf des Heraldikers Ulrich Hellem aus Halle (Saale) muss noch das Hauptstaatsarchiv Stellung nehmen ehe es von der Rechtsaufsichtsbehörde endgültig genehmigt werden kann.[14][15]
Die Flagge ist Rot – Weiß (1:1) gestreift mit in der Mitte aufgelegtem Landkreiswappen.
(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2010[16])
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