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| Lanxess AG | |
|---|---|
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| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE0005470405 |
| Gründung | 1. Juli 2004 |
| Sitz | Leverkusen |
| Leitung | Axel C. Heitmann (CEO)
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| Mitarbeiter | 15.500 (Stand: 31. März 2011) |
| Umsatz | 7,1 Milliarden EUR (2010) |
| Branche | Chemische Industrie |
| Produkte | Spezialchemikalien, Kunststoffe, Kautschuke, Zwischenprodukte |
| Website | www.lanxess.de |
Die Lanxess AG (Eigenschreibweise: LANXESS AG) ist ein Spezialchemie-Konzern mit Sitz in Leverkusen und entstand 2004 aus einem Spin-Off der Chemie- und Teilen der Polymersparte der Bayer AG. Am Umsatz gemessen ist Lanxess der viertgrößte Chemiekonzern in Deutschland. Die Hauptprodukte des Unternehmens sind in die Bereiche Spezial-, Basis- und Feinchemikalien, sowie Kunststoffe und Kautschuke einzuordnen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1863, dem Gründungsjahr der Bayer AG, zurück. Im Rahmen der letzten großen Umstrukturierungsmaßnahme der Bayer AG wurde die Chemiesparte, sowie Teile der Polymer-Aktivitäten in ein eigenständiges Unternehmen ausgegliedert.[1]
Der Kunstname LANXESS setzt sich aus dem französischen Wort „lancer“ (in Gang bringen, lancieren) und dem englischen Wort „success“ (Erfolg) zusammen.
Seit der Ausgliederung aus der Bayer AG wurden mehrere Restrukturierungsprogramme durchgeführt, anfangs hauptsächlich Desinvestitionen. Zunächst wurde das Geschäft von Fine Chemicals in das selbstständige Tochterunternehmen Saltigo GmbH übergeführt. Anschließend wurde das Dorlastan-Geschäft an das japanische Unternehmen Asahi Kasei Fibers verkauft. Die ISL-Chemie aus Kürten, die Pigmentpräparationen und Speziallacke herstellt, wurde für 20 Millionen Euro an die Schweizer Berlac AG aus Sissach veräußert. Der Geschäftsbereich Paper wurde für 88 Millionen Euro an den finnischen Papierkonzern Kemira aus Helsinki abgegeben.
2006 verkaufte Lanxess für 54 Millionen Euro die Business Unit Textile Processing Chemicals (ohne Nordamerika) an den niederländischen Investor Egeria. Das Nordamerika-Geschäft wurde an das Unternehmen StarChem abgegeben.
2007 ging aus dem ehemaligen Bereich der technischen Dienste die 100-prozentige Tochter Aliseca GmbH hervor. Außerdem wurde das Tochterunternehmen Borchers GmbH, das Lacke, Dispersions- und Druckfarben herstellt, an die amerikanische OM Group abgegeben. Im Juni desselben Jahres brachte Lanxess seine Tochtergesellschaft Lustran in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem britischen Chemiekonzern Ineos Ltd. ein. Im September 2009 wurde der Lanxess-Anteil von Ineos vollständig übernommen.
Ende 2006 übernahm Lanxess einen 50-prozentigen Anteil von Dow Chemical an deren Chromchemikalien-Geschäft in Südafrika, Chrome International South Africa (CISA) in Newcastle. Im Dezember 2007 gab Lanxess bekannt, den brasilianischen Chemiekonzern Petroflex S.A., einen Kautschukproduzenten zu übernehmen. Am 16. Februar 2009 wurde Petroflex in Lanxess Elastomeros do Brasil umbenannt. Mit dem Kauf zweier Produktionsanlagen für Eisenoxidpigmente des chinesischen Kooperationspartners Jinzhou Chemicals Company Ltd im Juni 2008 baute das Unternehmen sein Asiengeschäft für anorganische Pigmente aus. Am 10. März 2009 eröffnete Lanxess eine Vertriebsgesellschaft in Moskau zur Steuerung der Geschäfte in Russland und anderen Staaten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Für 82,4 Millionen Euro kaufte Lanxess am 8. Juni 2009 das indische Unternehmen Gwalior Chemical Industries Ltd und erwarb außerdem die Produktionsanlagen und Geschäfte der Jiangsu Polyols Chemical Co Ltd (China). Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Mitte Dezember 2010 kaufte Lanxess von der niederländischen Royal DSM N. V. das Geschäftsfeld DSM Elastomers für 310 Millionen Euro ohne Barmittel und Schulden. Die Übernahme wurde am 1. Mai 2011 abgeschlossen.[2][3] Am 11. Januar 2011 kaufte die Business Unit RheinChemie die argentinische Darmex S. A. [4]. Durch den Kauf des Materialschutzgeschäfts der Schweizer Syngenta steigt der Spezialchemiekonzern zu einem der führenden Anbieter von Bioziden zum Schutz von Baumaterialien auf. [5]
Anfang Oktober 2011 kündigt Lanxess umfangreiche Investionen in Brasilien an, um vom dortigen Boom der Autowirtschaft zu profitieren. Zu den neuen Projekten gehören der Bau von zwei Werken für Kunststoffe und Kautschukadditive am Standort Porto Feliz (Bundesstaat São Paulo). Zum einen sollen ab Mitte 2013 dort die Hightech-Kunststoffe Durethan und Pocan produziert werden. Zum anderen entstehe ein neues Werk für Heizbälge, die in der Reifenindustrie zum Einsatz kommen, sowie für Kautschukadditive. Insgesamt sollen 30 Millionen Euro investiert werden.[6]
Lanxess umfasst 13 Geschäftsbereiche (Business Units), die sich in drei Segmente gruppieren: Das Segment Performance Polymers umfasst die Geschäftsbereiche Butyl Rubber (BTR), Performance Butadiene Rubbers (PBR), Semi-Crystalline Products (SCP) und Technical Rubber Products (TRP) und bündelt alle Synthesekautschuk- und Kunststoffaktivitäten. Das Segment wies im Jahr 2010 einen Anteil von etwa 53 % am Unternehmensumsatz aus und ist somit das größte der drei Segmente. Die Produkte dieses Geschäftsbereiches werden beispielsweise in Reifen aller Art, sowie in Dichtungen und Scheibenwischern verwendet.[7]
Das Segment Advanced Intermediates besteht aus den Geschäftsbereichen Advanced Industrial Intermediates (AII) ehemals Basic Chemicals (BAC), und Saltigo (SGO) und umfasst alle Geschäfte von Basis- und Feinchemikalien. Es hat einen Anteil von rund 19 % am Unternehmensumsatz.[8]
Das Segment Performance Chemicals umfasst die Geschäftsbereiche Functional Chemicals (FCC), Inorganic Pigments (IPG), Ion Exchange Resins (ION), Leather (LEA), Material Protection Products (MPP), Rhein Chemie (RCH) und Rubber Chemicals (RUC). Diese Geschäftsbereiche tragen mit rund 28 % zum Umsatz des Unternehmens bei.[9]
Die Business Unit Inorganic Pigments (BU IPG) von Lanxess ist weltweit einer der führenden Hersteller von Eisenoxid- und Chromoxidpigmenten und synthetisiert diese Pigmente in Deutschland (Krefeld-Uerdingen), Brasilien (Porto Feliz) und China (Shanghai). Daneben werden auch staubarme Granulate, Kompaktate und Slurries angeboten.
Diese Business Units werden wiederum von 16 Group Functions unterstützt. Eine Group Function hat beratende Funktion gegenüber den Business Units und ist ein Dienstleister im eigenen Unternehmen. Bei Lanxess sind dies Accounting (ACC), Corporate Communications (COM), Corporate Controlling (CON), Corporate Development (DEV), Human Resources (HR), Industrial & Environmental Affairs (IEA), Information Technology (IT), Innovation (INN), Internal Auditing (IA), Investor Relations (IR), Law & Intellectual Property (LIP), Mergers & Acquisitions (MA), Global Procurement & Logistics (GPL), Tax und Treasury (TR).
Die hundertprozentige Tochterfirma Aliseca ist für die technische Instandhaltung zuständig.
| Vorstand[10] | Aufsichtsrat[11] |
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| Kennzahlen von Lanxess[12] | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | |
| Umsatzerlöse (in Millionen €) | 6.773 | 7.150 | 6.944 | 6.608 | 6.576 | 5.057 | 7.100 |
| EBITDA | 447 | 581 | 675 | 719 | 722 | 465 | 918 |
| Konzernergebnis | -12 | -63 | 197 | 112 | 183 | 40 | 379 |
2010 stieg der Umsatz um 41 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro - bereinigt um Portfolio- und Wechselkurseffekte um 36 Prozent. Der operative Gewinn vor Sondereinflüssen (Ebitda) lag mit 918 Millionen Euro fast doppelt so hoch wie 2009. "Lanxess ist auf einem hervorragenden Kurs", sagte Vorstandschef Axel Heitmann im März 2011 bei der Vorlage der Bilanz in Düsseldorf. Wegen der starken Nachfrage aus der Auto- und Reifenbranche peilt Lanxess 2011 weitere Umsatz- und Gewinnzuwächse an.[13]
Seit dem 2. Juni 2008 trägt die Kölnarena in Köln den Namen Lanxess Arena aufgrund einer auf zehn Jahre vertraglich geregelten Kooperation zwischen den Betreibern der Arena und dem Konzern.
Im August 2008 kündigte die Lanxess AG an, die Firmenzentrale von Leverkusen nach Köln zu verlegen. Der Umzug sollte ursprünglich bis zum Jahr 2011 abgeschlossen sein. Im Januar 2009 wurde bekannt, dass der Umzug aufgrund der Weltwirtschafts und -finanzkrise verschoben wird.[14] Im Mai 2011 gab das Unternehmen bekannt die Konzernzentrale bis Ende 2013 in das ehemalige Lufthansa-Hochhaus (maxCologne) in Köln-Deutz zu verlegen.[15]
Seit 2010 ist Lanxess neuer Hauptpartner der Lit.Cologne, einem internationalen Literaturfestival, das in Köln stattfindet.[16]
Lanxess ist in 30 Ländern vertreten. Weltweit sind ca. 15.500 Mitarbeiter beschäftigt (Stand: März 2011).[17]
In Deutschland betreibt Lanxess zehn Standorte, darunter die Konzernzentrale in Leverkusen. Außerdem gibt es Niederlassungen in Bitterfeld, Brunsbüttel, Dormagen, Hamm-Uentrop, Köln, Krefeld-Uerdingen, Langenfeld, Mannheim und Marl.
In Europa und Afrika unterhält das Unternehmen Standorte in Antwerpen, Barcelona, Branston, Bratislava, Budapest, Courbevoie, Filago, Granges-Paccot, Isithebe, Johannesburg, Kiew, La Wantzenau, Merebank, Milano, Moskau, Newbury, Newcastle, Port Jérôme, Rustenburg, Tarragona, Vilassar de Mar, Warschau, Wien und Zwijndrecht.
Es existieren im Raum Asien-Pazifik vier regionale Konzernzentralen in Seoul, Shanghai, Singapur und Tokio. Außerdem gibt es Niederlassungen in Chennai, Ho-Chi-Minh-Stadt, Hong Kong, Jhagadia, Jinshan, Liyang, Madurai, Nagda, Peking, Qingdao, Sydney, Thane, Tongling, Toyohashi, Weifang und Wuxi.
Standorte im Raum Nord-, Süd- und Mittelamerika sind Baytown, Birmingham, Buenos Aires, Burgettstown, Bushy Park, Cabo de Santo Agostinho, Chardon, Duque de Caxias, Lerma, Mexiko-Stadt, Orange, Pittsburgh, Porto Feliz, Redmond, Sao Leopoldo, São Paulo, Sarnia, Triunfo und Zárate.
Aareal Bank | Aurubis | Axel Springer | BayWa | Bilfinger Berger | Brenntag | Celesio | Continental | Deutz | Deutsche EuroShop | Deutsche Wohnen | Douglas | EADS | ElringKlinger | Fielmann | Fraport | Fuchs Petrolub | GAGFAH | GEA | Gerresheimer | Gerry Weber | Gildemeister | GSW Immobilien | HHLA | Hannover Rück | Heidelberger Druckmaschinen | Hochtief | Hugo Boss | Kabel Deutschland | Klöckner & Co | Krones | KUKA | Lanxess | Leoni | MTU Aero Engines | ProSiebenSat.1 Media | Puma | Rational AG | Rheinmetall | Rhön-Klinikum | Salzgitter AG | SGL Carbon | Sky Deutschland | Stada Arzneimittel | Südzucker | Symrise | TUI | Vossloh | Wacker Chemie | Wincor Nixdorf
(Stand: 19. September 2011)