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Lasithi

Präfektur Lasithi (1915–2010)
Νομός Λασιθίου (Λασίθι)
Lage der Präfektur Lasithi (1915–2010) innerhalb Griechenlands
Basisdaten (April 2010)[1]
Staat: Griechenland
Verwaltungsregion: Kreta
Fläche: 1.823 km²
Einwohner: 75.736
Bevölkerungsdichte: 41,54 Einwohner je km²
Hauptstadt: Agios Nikolaos
Stadtgemeinden (δήμοι): 8
Landgemeinden (κοινότητες): 1
ISO 3166-2 Code: GR-92
NUTS-3-Code: GR432
Kfz-Kennzeichen: AN (Agios Nikolaos)
Website: www.lasithinet.gr

Lasithi (griechisch Λασίθι) war bis 2010 die östlichste der vier Präfekturen der griechischen Mittelmeerinsel Kreta. Verwaltungssitz war Agios Nikolaos.

Präfekturen Kretas und ihre Verwaltungssitze

Die Präfektur wurde nach dem Anschluss Kretas an Griechenland 1915 geschaffen[2]. Bis zur Kommunalreform in Griechenland 1997 („Kapodistrias“) bestand sie aus den Provinzen Ierapetra, Lasithi, Mirabello und Sitia. Sie wurden 1997 abgelöst durch die Stadtgemeinden (griechisch δήμοι, Dimi) Agios Nikolaos, Ierapetra, Sitia, Lefki, Makrys Gialos, Neapoli, Itanos und Oropedio Lasithiou („Lasithi-Plateau“) und, seit 2006, die Landgemeinde (griechisch κοινότητα, Kinotita) Vrachasi. Mit der Verwaltungsreform 2010 wurde die Präfektur abgeschafft, ihre Kompetenzen fielen an die Region Kreta und die neu gebildeten vier Gemeinden, deren Gebiete denen der vormaligen Provinzen entsprechen. Seither existiert das Gebiet als Regionalbezirk Lasithi (gr. Periferiaki Enotita Lasithiou) weiter fort, der sechs Abgeordnete in den kretischen Regionalrat entsendet, darüber hinaus jedoch keine politische Bedeutung hat.

Die Gesamteinwohnerzahl betrug 2001 76.319. Die größten Städte sind Agios Nikolaos mit rund 10.900 Einwohnern, Ierapetra mit knapp 15.400 Einwohnern und Sitia mit gut 8.900 Einwohnern. Die Stadt Sitia gab der Präfektur während der venezianischen Zeit ihren Namen, der heutige Name stammt von dem Hochplateau in den Dikti-Bergen.

Hauptwirtschaftszweige sind Landwirtschaft mit Treibhauskulturen um Ierapetra und extensivem Olivenanbau (bei Sitia und Kavousi) sowie der Tourismus. Die Präfektur ist die am geringsten touristisch erschlossene Kretas.

Die Lasithi-Hochebene zählt zu den landschaftlich reizvollsten Regionen der Insel. Laut griechischer Mythologie erblickte der Göttervater Zeus in der Dikti-Grotte am südwestlichen Rand der Hochebene das Licht der Welt.

Inhaltsverzeichnis

Gemeinden im Regionalbezirk Lasithi ab 2011

Verwaltungsgliederung des Regionalbezirks Lasithi
1. Agios Nikolaos (Mirabelo)
2. Ierapetra
3. Oropedio Lasithiou
4. Sitia
Gemeinde Einwohner (2001) Verwaltungssitz
Agios Nikolaos 26.275 Agios Nikolaos
Ierapetra 27.900 Ierapetra
Lasithi-Hochebene (Oropedio Lasithiou) 3.150 Tzermiado
Sitia 18.856 Sitia

Gemeinden der Präfektur Lasithi 1997–2010

Verwaltungsgliederung der Präfektur Lasithi
1. Agios Nikolaos
2. Ierapetra
3. Itanos
4. Lefki
5. Makrys Gialos
6. Neapolis Lasithiou
7. Oropedio Lasithiou
8. Sitia
9. Vrachasi
Gemeinde Einwohner (2001) Verwaltungssitz Postleitzahl Tel.-Vorwahl
Agios Nikolaos 19.500 Agios Nikolaos 721 00 28410-2
Ierapetra 23.700 Ierapetra 722 00 28420-2
Itanos 2.500 Palekastro 723 00 28430-6
Lefki 2.200 Ziros 720 56 28430-9
Makrys Gialos 4.200 Koutsouras 720 55 28430-2
Neapoli 5.500 Neapoli 724 00 28410-3
Lasithi-Plateau (Oropedi Lasithio) 3.150 Tzermiado 720 53 28440-2
Sitia 14.350 Sitia 723 00 28430-2
Vrachasi 1.275 Vrachasi

Sehenswürdigkeiten

Archäologische Stätten

Minoischer Palast Kato Zakros

Museen

Naturschauplätze

Ehemalige venezianische Windmühlen am Rande der Lasithi-Hochebene
Palmenstrand von Vai (Ostkreta)

Touristische Zentren

Sonstige Sehenswürdigkeiten

Weblinks

 Commons: Lasithi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die Einwohnerzahlen stammen aus einer Broschüre des griechischen Innenministeriums vom Mai 2010 anlässlich der Verwaltungsreform nach dem ‚Kallikratis-Gesetz‘: Elliniki Dimokratia, Ypourgeio Esoterikon, Apokendrosis ke Ilektronikis Diakyvernisis: "Programma Kallikratis," Systasi, syngrotisi Dimon, Periferion ke Apokendromenon Diikiseon gia ti Nea Architektoniki tis Aftodiikisis ke tis Apokendromenis Diikisis, Athen 2010.
  2. Gesetz vom 1. April 1915 zur Verwaltungsgliederung der neuen Länder Griechenlands (griech.), PDF, 661 KB
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