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Laura Betti (* 1. Mai 1927 in Bologna, Italien; † 31. Juli 2004 in Rom) war eine italienische Schauspielerin.
Ihre Karriere begann sie als Jazzsängerin im Kabarett in den 1950er Jahren, ehe sie von Federico Fellini entdeckt wurde. Ihr Kino-Debüt hatte sie 1959 in Fellinis Film Das süße Leben.
Ende der fünfziger Jahre lernte sie Pier Paolo Pasolini kennen, mit dem sie bis zu seinem Tod 1975 eine enge Freundschaft verband. Nach seinem Tod verwaltete sie den Nachlass Pasolinis als Direktorin der Stiftung Fondo Pier Paolo Pasolini. 1962 übernahm sie das erste Mal eine Rolle in einem Film Pasolinis als Diva in La ricotta. Nach weiteren Nebenrollen spielte sie 1968 neben Terence Stamp, Silvana Mangano und Massimo Girotti in Teorema – Geometrie der Liebe eine Hauptrolle als Dienstmagd, die zur Heiligen wird. Ihre Darstellung brachte ihr bei den Filmfestspielen von Venedig 1970 den Coppa Volpi für die beste Schauspielerin ein.
1976 spielte sie an der Seite von Robert De Niro, Gérard Depardieu und Dominique Sanda die Faschistin Regina in Bernardo Bertoluccis Film 1900. Legendär neben den Grausamkeiten Reginas in ihrer Allianz mit Donald Sutherland ist jene Szene, in der Dominique Sanda nach Reginas Demütigungen aufbegehrt und ihr eine Flasche Wein über den Kopf schüttet: „ich taufe dich auf den Namen Regina, die Fettsau“. Auch die Schlussszene, in der die kurzgeschorene und von Mistgabeln zerstochene Regina darum fleht, getötet zu werden und daraufhin ausgelacht und ihrem Weiterleben überlassen wird, gilt als Meilenstein des modernen europäischen Films.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Betti, Laura |
| KURZBESCHREIBUNG | italienische Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 1. Mai 1927 |
| GEBURTSORT | Bologna, Italien |
| STERBEDATUM | 31. Juli 2004 |
| STERBEORT | Rom, Italien |