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Lebowa war ein Homeland im Nordosten Südafrikas. Es bestand aus acht Gebieten. Lebowa war für die Pedi bestimmt. Die Hauptstadt war erst Seshego, dann Lebowakgomo.
Das Wort Lebowa entstammt dem Nord-Sotho und bedeutet Norden.
Inhaltsverzeichnis |
Lebowa bestand aus zwei großen und sechs kleinen, nicht zusammenhängenden Gebieten, die im Nordosten der damaligen Provinz Transvaal lagen. Die Gesamtfläche betrug 21.833 km².[1] 1992 lebten dort 2.924.584 Menschen.
Lebowa wurde im August 1969 gegründet. Mokgama Maurice Matlala, der der Lebowa National Party angehörte, war erster Ratsvorsitzender. Am 2. Oktober 1972 wurde dem Homeland weitgehende Selbstverwaltung eingeräumt. Matlala wurde Chief Minister (deutsch etwa: „Oberster Minister“). Hauptstadt war Seshego, bis Lebowakgomo in den 1980er Jahren als neue Hauptstadt fertiggestellt war. Am 8. Mai 1973 wurde Cedric Namedi Phatudi von der Lebowa People's Party (LPP) Chief Minister und blieb es bis zu seinem Tod am 7. Oktober 1987. Nachfolger war für drei Wochen Z. T. Seleki (LPP), der wiederum von Mogoboya Nelson Ramodike (LPP) abgelöst wurde. Ramodike trug ab 1989 die Amtsbezeichnung Premierminister.[2]
Am 27. April 1994 wurde Lebowa zusammen mit den neun anderen Homelands wieder mit Südafrika vereinigt. Heute ist Lebowa Teil der Provinzen Limpopo und – die beiden oben zuletzt aufgeführten Gebiete – Mpumalanga.
In Lebowa lebten rund 1,8 Millionen Nord-Sotho sprechende Angehöriger der Volksgruppe Pedi (auch: Nord-Sotho). Außerhalb des Homelands lebten 1989 weitere 1,1 Millionen Pedi. In Lebowa lebten auch zahlreiche Ndebele, Batswana und Shangana-Tsonga.
In den beiden großen Gebieten wurden Asbest, Nickel, Edelsteine und etwas Gold abgebaut. Außerdem wurden Südfrüchte angebaut. Ein großer Teil der Einnahmen wurde außerhalb Lebowas durch Wanderarbeiter erwirtschaftet.
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Von der südafrikanischen Regierung als unabhängig erklärte Homelands sind kursiv geschrieben