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Leimbach (Markdorf)

Leimbach
Gemeinde Markdorf
Koordinaten: 47° 43′ N, 9° 25′ O47.71527777789.41527777778Koordinaten: 47° 42′ 55″ N, 9° 24′ 55″ O
Eingemeindung: 1924
Eingemeindet nach: Riedheim
Postleitzahl: 88677

Leimbach ist ein Ortsteil der Stadt Markdorf im Bodenseekreis im Bundesland Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Leimbach liegt etwa zwei Kilometer östlich der Kernstadt von Markdorf im ländlichen Raum an der Bundesstraße 33 zwischen Meersburg und Ravensburg. Nachbarorte sind Hepbach im Osten, Riedheim im Süden, Bergheim im Südwesten und Markdorf im Westen. Nördlich von Leimbach liegt der Gehrenberg, an dessen Fuß auch das örtliche Gewässer, die Brunnisach entspringt.

Schutzgebiete

Blick auf das Hepbacher-Leimbacher Ried

Südlich des Ortsgebiets liegt das Leimbacher Ried, ein Teil eines ehemals großen Niedermoorkomplexes zwischen Leimbach, Hepbach und Riedheim. Das Ried ist Teilgebiet des Naturschutzgebietes Hepbacher-Leimbacher Ried mit Schilfbereichen, Streuwiesenresten und Hochstaudenrieden. Das Gebiet wird von Heckrindern beweidet und ist für seine Storchenhorste bekannt.[1]

Geschichte

Die Stadt Markdorf gehörte zum Gebiet des Hochstiftes Konstanz. Östlich von Markdorf verlief die Grenze zur Grafschaft Heiligenberg, die zu den Ländereien der Fürsten zu Fürstenberg gehörte. Zwischen Markdorf und Leimbach stand an der heutigen B 33 ein Zollhaus. Daran erinnert noch heute das in den 1960er Jahren an Stelle des 1628 errichteten Grenzgasthofs erbaute Wirtshaus Zur Letze.[2].

Im Zuge der von Napoleon eingeleiteten Säkularisation fiel der rechtsrheinische Landbesitz des Fürstbistums Konstanz gemäß dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 an die Markgrafschaft Baden, ebenso wie 1805 die angrenzende Grafschaft.

Leimbach wurde durch einen Erlass des Ministeriums des Innern in Karlsruhe 1924 zusammen mit den Orten Gangenweiler, Hepbach, Riedheim und Stadel zur Gemeinde Riedheim zusammengeführt. Diese wurde knapp 50 Jahre später 1972 nach Markdorf eingemeindet.[3] Das Rathaus der ehemaligen Gemeinde und heutigen Ortschaft Riedheim steht in Leimbach.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Rathaus der ehemaligen Gemeinde Riedheim
Maria-Hilf-Kapelle in Leimbach

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Neben den ortsansässigen Landwirtschaften gibt es hier Neubaugebiete, deren Einwohner hauptsächlich bei den Firmen MTU Friedrichshafen, ZF Friedrichshafen, Lindauer Dornier Gesellschaft und ortsansässigen Betrieben beschäftigt sind.

Bildung

Leimbach besitzt neben einem Kindergarten eine eigenständige, einzügige Grundschule mit rund 100 Schülern in vier Klassen mit den entsprechenden Nebenräumen wie Schulküche, Medienraum und Musikzimmer sowie Sportmöglichkeiten in einer Mehrzweckhalle in unmittelbarer Nachbarschaft. Einzugsgebiete sind neben Leimbach die Orte Stadel, Hepbach, Bergheim, Riedheim, Steibensteg und das Industriegebiet Markdorf.[4]

Einzelnachweise

  1. ↑ http://vorort.bund.net/markdorf/daten/projekte/content3_0.html
  2. ↑ Geschichte des Gasthofs „Zur Letze“
  3. ↑ http://www.markdorf.de/2452_DEU_WWW.php
  4. ↑ http://schulnetz.lra-bodenseekreis.de/3511.html
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