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| Gemeinde Limnos Δήμος Λήμνου | ||
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Griechenland | |
| Region: | Nördliche Ägäis | |
| Regionalbezirk: | Limnos | |
| Geographische Koordinaten: | 39° 55′ N, 25° 14′ O39.910788888925.2283861111Koordinaten: 39° 55′ N, 25° 14′ O | |
| Fläche: | 477,27 km² | |
| Einwohner: | 17.545 ([1]) | |
| Bevölkerungsdichte: | 36,8 Ew./km² | |
| Sitz: | Myrina | |
| LAU-1-Code-Nr.: | ||
| Gemeindebezirke: | 4 Gemeindebezirke | |
| Ortschaften: | 32 Ortschaften | |
| Lage in der Region Nördliche Ägäis | ||
Limnos (neugriechisch Λήμνος (f. sg), in der Antike altgriechisch Λῆμνος, Lemnos) ist eine griechische Insel in der Nord-Ägäis. Seit 2011 bildet die Insel die Gemeinde Limnos (Δήμος Λήμνου) und gemeinsam mit Agios Efstratios den Regionalbezirk Limnos (Περιφερειακή Ενότητα Λήμνου) in der Region Nördliche Ägäis. Nach der Volkszählung von 2001 zählt die Insel 18.104 Bewohner. Verwaltungssitz sowie wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Insel ist die mehr als 5.000 Einwohner zählende Stadt Myrina.
Inhaltsverzeichnis |
Die Insel Limnos liegt in der Nord-Ägäis zentral zwischen der Halbinsel Athos im Nordwesten und dem kleinasiatischen Festland im Osten. Die nächstgelegenen Inseln sind Samothraki 42 Kilometer nördlich, die türkische Insel Gökçeada 22 Kilometer nordöstlich und Agios Efstratios 31 Kilometer südlich.
Mit einer Fläche von 476,28 Quadratkilometern[2] ist Limnos die neuntgrößte Insel Griechenlands. Sie erreicht in West-Ost Richtung ihre maximale Ausdehnung von etwa 35 km. Die Nord-Süd Ausdehnung im Osten beträgt vom Kap Plaka (Ακρωτήρι Πλάκα) dem nordöstlichsten Punkt der Insel zum Kap Agia Irini (Ακρωτήρι Αγία Ειρήνη) dem südöstlichsten 29 km. Im Westen liegt sie bei 18 km vom Kap Mourtzefalos (Ακρωτήρι Μούρτζεφλος) im Nordwesten zum Kap Tigani (Ακρωτήρι Τηγάνι) im Südwesten. Die schmalste Stelle von etwa 4 Kilometer liegt zwischen dem tief in die Insel einschneidende Golf von Moudros (Κόλπος Μουδρου) im Süden und dem Golf von Pournia (Κόλπος Πουρνιας) im Norden.
Durch drei Buchten weist die Insel eine stark strukturierte Küstenlinie auf, mit dem westlichen Hauptteil und zwei Halbinseln im Osten und Süden. Die Oberfläche ist sanft überwiegend flach und ohne deutliche Ausprägung des relativen Reliefs. Die wenigen hügeligen Gebiete weisen abhängig von der Geologie und der nachfolgenden Erosion entweder weich gerundete Formen und seltener steile Klippen auf. Limnos erreicht mit der Vigla (Βίγλα) im Nordwesten 430 Meter, im Südosten 250 Meter und mit dem Skopos (Σκοπός) auf der Halbinsel Fakos (χερσόνησος Φακός) 319 Meter Höhe.[3] In den ausgedehnten Küstenmarschen der Osthalbinsel liegen die beiden Brackwasserseen Chortarolimni (Χορταρολίμνη) und Asprolimni (Ασπρόλιμνη) sowie die etwa 6,7 km² große Salzlagune Alyki (Αλυκή Λήμνου), die größte auf einer griechischen Insel.
Die geringe Niederschlagsmenge in Verbindung mit extremen und häufigen Winden aus Nord bis Nordost geben Limnos ein unverwechselbares trockenes Mesoklima. Das Klima von Limnos ist subhumid bis fast semiarid. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt etwa 500 Millimeter, mit einem Maximum im Dezember und Januar. In Bezug auf die Windexposition nimmt die Insel eine Sonderstellung ein. Limnos ist in der Verlängerung der Dardanellen gelegen, die ähnlich einem schmalem Windkanal auf die Insel ausgerichtet sind. Im Zeitraum von 1958 bis 2010 lag beim Flughafen Limnos die absolute Höchsttemperatur bei 39,4 °C die Tiefsttemperatur bei -6,0 °C.
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Lemnos International Airport "Hephaestus"
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In der griechischen Mythologie war Limnos die Insel des Hephaistos, der hier wegen der Vulkantätigkeit dieser Insel seine Schmiede gehabt haben soll. Er wurde besonders bei einem „Erdfeuer“ in der Nähe der Stadt Hephaisteia im Norden der Insel verehrt. Auch die Kabiren, die Söhne des Hephaistos, hatten hier ihren Kult.
Ein anderer Mythos berichtet von dem sogenannten lemnischen Frevel. Demnach brachten die Frauen von Limnos alle Männer um, um selber zu regieren. Als ihnen dann die Männer zur Fortpflanzung fehlten, versuchten sie, die Argonauten zu verführen – nur mit Mühe konnte Herakles die Männer zur Weiterfahrt überreden. Auf dem Feldzug gegen Troja wurde Philoktet hier von den Griechen zurückgelassen.
Auf Limnos konnte die bisher früheste menschliche Besiedlung einer Ägäisinsel nachgewiesen werden. Steinwerkzeuge von hoher Qualität belegen im Südosten der Insel eine Siedlung von Jägern, Sammlern und Fischern des 12. Jahrtausends v. Chr..[4]
Hinter der Mythologie verbirgt sich, dass die Insel ursprünglich offenbar thrakisch besiedelt war und die Griechen mit den Thrakern bei ihren frühesten Exkursionen in die Ägäis, zum Schwarzen Meer und nach Troja in Berührung kamen.
Um 800 v. Chr. wurde Limnos von Griechen erobert, die jedoch nach etwa 100 Jahren von den Tyrsenern wieder vertrieben wurden. Erst nach der Eroberung durch Miltiades (der sich dabei skurrilerweise auf den „lemnischen Frevel“ berief) gegen Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. konnten die Griechen hier endgültig Fuß fassen.
In die Zeit der tyrsenischen Herrschaft wird eine 1885 gefundene Grabstele datiert, deren Inschrift man der nun als lemnisch bezeichneten Sprache zuordnet und die Verwandtschaftsbeziehungen zum Etruskischen aufweist. Dieser Fund belebte die bereits in der Antike aufgenommene Diskussion über die Herkunft der Etrusker neu, deren Wirken man eigentlich auf das Gebiet zwischen der westlichen Apennin-Halbinsel (ausgehend von Etrurien), Sardinien und Sizilien begrenzt.
Limnos gehörte von der Eroberung durch Miltiades an zu Athen. Ab der hellenistischen Epoche teilte die Insel das Schicksal des übrigen Griechenland.
Ab 1657 war ganz Limnos von den Türken erobert. 1912 wurde die Insel im 1. Balkankrieg mit Griechenland vereinigt.
Gemäß dem Vertrag von Lausanne und dem Vertrag von Montreux ist die Insel demilitarisiert. Limnos verfügt über einen Flughafen, den 2003 115.000 Passagiere nutzten.
→ Verwaltungsgliederung von Limnos
Mit der Umsetzung der Gemeindereform nach dem Kapodistrias-Programm im Jahr 1997 war die Insel Limnos in vier Gemeinden mit insgesamt 32 Gemeindebezirken untergliedert. Zum 1. Januar 2011 führt das Kallikratis-Programm die ehemaligen Gemeinden der Insel zur neu geschaffenen Gemeinde Limnos (Dimos Limnou Δήμος Λήμνου) zusammen, Verwaltungssitz ist Myrina. Die bisherigen Gemeinden bilden Gemeindebezirke.
| Gemeindebezirk | griechischer Name | LAU | Sitz | Fläche km² | Einwohner 2001 | Einwohner 2010 | Ortschaften |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Atsiki | Δημοτική Ενότητα Ατσικής | 830400 | Atsiki | 134,672 | 2.894 | 2,727 | Atsiki, Agios Dimitrios, Varos, Dafni, Karpasi, Katalakko, Sardes |
| Moudros | Δημοτική Ενότητα Μούδρου | 831200 | Moudros | 185,127 | 4.842 | 4.518 | Moudros, Kalliopi, Kaminia, Kondopouli, Lychna, Panagia, Plaka, Repanidi, Roussopouli, Romanou, Skandali, Fisini |
| Myrina | Δημοτική Ενότητα Μύρινας | 831300 | Myrina | 82,049 | 7.488 | 7.602 | Myrina, Thanos, Kaspakas, Kornos, Platy |
| Nea Koutali | Δημοτική Ενότητα Νέας Κούταλης | 831400 | Kondias | 75,735 | 2.698 | 2.880 | Kondias, Angariones, Kallithea, Livadichori, Nea Koutali, Pedino, Portiano, Tsimandria |
Der Hauptort Myrina hat heute gut 5.000 Einwohner, seine Geschichte reicht bis ins Altertum zurück. Auf der antiken Akropolis wurde nach dem Vierten Kreuzzug, als die Insel von Venedig beherrscht wurde, eine mittelalterliche Befestigung errichtet, die noch heute zu besichtigen ist.
Der Ort Poliochni ist rund 5.000 Jahre alt. Archäologische Spuren weisen darauf hin, dass seine Gründer derselben Kultur wie jene Trojas angehörten.
Der Ort Moudros (griechisch Μούδρος) hat gut 1.000 Einwohner. Hier wurde am 31. Oktober 1918 der Waffenstillstand zwischen der Türkei und der Entente geschlossen.
Agios Efstratios | Chios | Fourni Korseon | Ikaria | Inousses | Lesbos | Limnos | Psara | Samos