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| Lena (Arktischer Ozean) | ||
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Verlauf der Lena im östlichen Sibirien | ||
| Daten | ||
|---|---|---|
| Lage | Sibirien | |
| Flusssystem | Lena | |
| Quelle | Baikalgebirge 53° 59′ 35″ N, 107° 52′ 58″ O53.9929166667107.8828055561465 | |
| Quellhöhe | 1.465 m | |
| Mündung | Laptewsee (Nordpolarmeer)72.4005126.6918611110Koordinaten: 72° 24′ 2″ N, 126° 41′ 31″ O 72° 24′ 2″ N, 126° 41′ 31″ O72.4005126.6918611110 | |
| Mündungshöhe | 0 m | |
| Höhenunterschied | 1.465 m | |
| Länge | 4.400 km | |
| Einzugsgebiet | 2.306.772 km²
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| Rechte Nebenflüsse | Kirenga, Witim, Oljokma, Aldan, | |
| Linke Nebenflüsse | Wiljui, Linde, Muna | |
| Schiffbar | ab Ust-Kut (3.500 km) | |
Die Lena (russisch Лена; jakutisch Өлүөнэ, Ölüöne) ist ein 4400 Kilometer langer Strom in Sibirien (Russland, Asien). Sie mündet in die Laptewsee, ein Randmeer des Nordpolarmeers. Die Lena gehört zu den längsten Flüssen der Erde.
Inhaltsverzeichnis |
Die Lena entspringt im Baikalgebirge etwa 5 km westlich des Baikalsees. Von ihrer Quelle, die sich im Lena-Naturreservat befindet, fließt sie zuerst in westlicher Richtung nach Katschug und dann nach Norden beziehungsweise Nordosten. In diesem Bereich, bei Ust-Kut, von wo aus die Lena schiffbar ist, gelangt sie in das Mittelsibirische Bergland und fließt ein Stück parallel zur Unteren Tunguska und nur wenige Kilometer von dieser entfernt. Hier fließt ihr bei Kirensk die ebenfalls in nächster Nähe des Baikalsees entspringende Kirenga zu.
Danach fließt der Lena die von Süden kommende Witim zu; wenig später schlägt der Fluss einen Rechtsbogen um das Patomhochland. Sie fließt von dort aus nach Osten, nimmt das Wasser der von Süden heran fließenden Oljokma auf und gelangt nach Jakutsk, wo sie in die weiträumige Mitteljakutische Niederung eintritt.
Etwa 300 km unterhalb von Jakutsk befinden sich die Lenafelsen, die sich auf etwa 80 km Länge entlang des östlichen Ufers ausbreiten. In der eben erwähnten Niederung fließt der Lena erst der von Osten kommende Aldan und dann der von Westen heran fließende Wiljui zu. In dieser Landschaft fließt sie zwischen dem Werchojansker Gebirge (im Osten) und dem Mittelsibirischen Bergland (im Westen) nach Norden.
Weiter nördlich fließt die Lena zwischen den Nordausläufern des Werchojansker Gebirges im Osten und dem Czekanowskibergen (Nordostteil des Mittelsibirischen Berglands) im Westen hindurch und erreicht danach das rund 45.000 km² große Lenadelta, das von West nach Ost maximal 230 km und von Nord nach Süd bis zu 150 km misst. Nach dem Durchfließen dieses weit verästelten Mündungsdeltas erreicht ihr Wasser die Laptewsee, ein Randmeer des Nordpolarmeers.
Das Einzugsgebiet der Lena, die mit etwa 4.400 km Länge zu den längsten Flüssen der Erde gehört, entspricht mit 2.306.772 km² Größe etwa der siebenfachen Fläche von Deutschland. Die stark unterschiedlichen Wassermengen von etwa 2.800 m³/s im Januar (1994) und 66.500 m³/s im Juni (1994) [1], insbesondere der Anstieg meist zwischen Mai und Juni auf das bis zu 40fache, sind auf die Eisschmelze zurückzuführen.[2]
Gewöhnlich ist die Lena von Oktober bis zum Juni des Folgejahres zugefroren, sodass sie als Eisstraße genutzt werden kann. Bei der Eisschmelze wird die Lena zum reißenden Strom und ihr Wasserstand kann um 25 Meter ansteigen. Besonders verheerende Auswirkungen haben dabei die Eisstauungen, durch deren Folgen im Mai 2001 unter anderem die Stadt Lensk verwüstet wurde und große Teile von Jakutsk unter Wasser standen. Wenn der Fluss eisfrei ist, ist die Lena ab Ust-Kut bis zu ihrem großen Mündungsdelta auf 3.500 km Länge schiffbar.
Zu den Nebenflüssen der Lena gehören flussabwärts betrachtet:
Zu den Ortschaften an der Lena gehören flussabwärts betrachtet: