Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Leonard Nimoy

Leonard Nimoy (2010)

Leonard Simon Nimoy (* 26. März 1931 in Boston, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur, Filmproduzent und Fotograf.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nimoy bei einem Star-Trek-Treffen (ca. 1980).

Der Sohn jüdisch-orthodoxer, jiddisch sprechender Einwanderer (Eltern: Dora Spinner und Max Nimoy) aus der Ukraine begann seine Karriere als Kinderdarsteller in seiner Geburtsstadt und studierte später am Boston College Schauspielerei. 1951 bekam er eine erste kleine Rolle in dem Film Queen for a Day und spielte danach in diversen Filmen und am Theater.

Bekannt wurde Leonard Nimoy durch die Rolle des Mr. Spock in der Star-Trek-Reihe, für die er dreimal für einen Emmy nominiert wurde. Daneben spielte er Rollen in Fernsehserien, wie „Columbo“ und „T.J. Hooker“. Außerdem war Nimoy auch als Regisseur tätig. So erhielt er 1987 den US-amerikanischen Preis „ShoWest Award“ für Noch drei Männer, noch ein Baby, die amerikanische Neuverfilmung des französischen Spielfilms Drei Männer und ein Baby.

1954 heiratete er die Schauspielerin Sandra (Sandy) Zober (1927–2011[1]). Aus dieser Ehe, die bis 1987 dauerte, gingen zwei Kinder hervor, Leonard Nimoys Sohn ist der Regisseur Adam Nimoy. Seine zweite Ehefrau wurde 1988 die Schauspielerin Susan Bay.

1967 erschien die Schallplatte Leonard Nimoy presents Mr. Spock’s Music from Outer Space, auf der Nimoy auch selbst sang. Seitdem hat er zehn Alben veröffentlicht, darunter Titel wie If I Had a Hammer von Pete Seeger, Put a Little Love in Your Heart von Jackie DeShannon und Gentle on My Mind von John Hartford.

Nach der Absetzung von Star Trek spielte Nimoy in der Geheimagentenserie Kobra, übernehmen Sie als Paris mit. Er löste damit Martin Landau ab, der eine zu hohe Gage gefordert hatte. Landau war damals die Rolle des Spock angeboten worden, die er aber ablehnte.

Sowohl als Fotograf wie auch als Schriftsteller hat sich Nimoy betätigt, wobei er neben seinen zwei Autobiografien (I Am Not Spock 1977 und I Am Spock 1995) auch einige Gedichtbände veröffentlicht hat.

2007 gab Nimoy bekannt, dass er im elften Star-Trek-Kinofilm ein weiteres Mal die Rolle von Spock übernehmen werde. Der Film kam am 7. Mai 2009 in die Kinos.

2009 und 2010 spielte Nimoy für sieben Folgen die Rolle des Dr. William Bell in der Serie Fringe – Grenzfälle des FBI. Damit kehrte er auf den Fernsehbildschirm zurück, nachdem er zuletzt 2001 in der Serie Becker zu sehen war.

Im April 2010 erklärte der damals 79-jährige Nimoy seinen Abschied von der aktiven Arbeit als Schauspieler und wünschte Zachary Quinto viel Erfolg bei der weiteren Darstellung des Spock in künftigen Star-Trek-Produktionen.[2]

Auf der offiziellen „Star Trek Convention“ in Rosemont teilte Christopher Lloyd im Oktober 2010 mit, dass Leonard Nimoy demnächst für einen weiteren Auftritt (zusammen mit ihm) bei Fringe vor der Kamera stehen werde.[3]

Per Twitter teilte Nimoy mit, dass er im März 2012 einen Gastauftritt bei The Big Bang Theory haben wird.[4][5]

Filmografie

Als Schauspieler

Als Regisseur

Deutsche Synchronstimme

Leonard Nimoys Rollen wurden in deutschen Synchronfassungen meist vom Schauspieler Herbert Weicker gesprochen. Der deutschsprachige Spock ist mit Weickers Stimme zu hören, mit Ausnahme der Nachsynchronisationen, die von Norbert Gescher synchronisiert wurden, und in der ZDF-Synchronisation der Star-Trek-Zeichentrickserie, in der ihn Christian Rode sprach. Im elften und neuesten Kinofilm Star Trek wird Nimoy erneut von Gescher synchronisiert.

Musik

  • Leonard Nimoy & William Shatner: Spaced Out – The Very Best of (2004).
  • Leonard Nimoy Presents Mr. Spock’s Music from Outer Space (Dot Records), (1967).
  • The Two Sides of Leonard Nimoy (Dot Records), (1968).
  • The Way I Feel (Dot Records), (1968).
  • The Touch of Leonard Nimoy (Dot Records), (1969).
  • The New World of Leonard Nimoy (Dot Records), (1970).

Zusätzlich zu seiner eigenen Musikkarriere hatte er einen Auftritt als Chauffeur im Musikvideo zu Going Down to Liverpool von den Bangles und spielte die Hauptrolle im Musikvideo zu "The Lazy Song" von Bruno Mars.

Bücher

  • You & I (1973)
  • I Am Not Spock (1977)
  • I Am Spock (1995)

Literatur

Fotografie

  • 2010 – Emerson Gallery Berlin (MdF)
  • 2005 – “Maximum Beauty” (Fotoserie)
  • 2002 – “Shekhina” (Fotoserie)
  • 2001 – Ausgezeichnet mit “Artist in Residence” der American Academy in Rome
  • 1983 – Veröffentlichung von “Warmed by Love”(Gedichte und Fotografien)
  • 1981 – Veröffentlichung von “These Words Are for You” (Gedichte und Fotografien)
  • 1978 – Veröffentlichung von “Come Be with Me” (Gedichte und Fotografien)
  • 1974 – Zweites Buch “Will I Think of You” (Gedichte und Fotografien)
  • 1973 – Erste Galerieausstellung und Veröffentlichung seines Gedichtbandes “You and I” (Gedichte und Fotografien)

Weblinks

 Commons: Leonard Nimoy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.legacy.com/obituaries/latimes/obituary.aspx?n=sandra-zober-nimoy&pid=149988424
  2. Kevin Williamson: Leonard Nimoy set to retire, Meldung in der Toronto Sun vom 19. April 2010.
  3. John Tenuto: Christopher Lloyd: Leonard Nimoy Returning To Fringe – Will Appear In Same Episode, Meldung bei trekmovie.com vom 26. Oktober 2010.
  4. Twitter: Spock on Big Bang Theory on 3/29. Stephen Hawking the following week.
  5. Jens Ihlenfeld: Gastauftritte: Stephen Hawking und Leonard Nimoy in The Big Bang Theory. Meldung bei Golem.de vom 14. März 2012.
Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.