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Die Leonhardskirche ist eine evangelisch-reformierte Kirche in der Stadt Basel. Die gotische Stadt- und Stiftskirche ist dem heiligen Leonhard geweiht und steht in der Grossbasler Altstadt am Labyrinthplatz. Vom alten Stadtkern zur Kirche führt über zahlreiche Treppenstufen das Totengässlein. Die Kirche liegt auf einem Hügelsporn des Basler Westplateaus, 17 Meter über dem Barfüsserplatz. Sie war eingebunden in die Befestigungsanlage des inneren Mauerrings vom 12. Jahrhundert, was noch heute an der sparsam gegliederten riesigen Westwand zu erkennen ist.
Inhaltsverzeichnis |
Wann die ersten Steine für eine Kirche St. Leonhard gelegt wurden, ist nicht bekannt. Bezeugt ist der Bau einer dreischiffigen romanischen Basilika um das Jahr 1080. Von diesem Bau existiert heute die Krypta mit einigen Wandmalereien aus dem 12. Jahrhundert und Gräber aus dieser Zeit.
Im Jahr 1135 wurde der Pfarrkirche ein Augustiner-Chorherren-Stift angeschlossen und viele neue Bauten machten das Kloster zu einem umfangreichen Gebäudekomplex.
Das Basler Erdbeben von 1356 zerstörte einen Grossteil der Kirche und der Klostergebäude. Auf den Trümmern der alten Kirche wurde darauf um 1360 eine hochgotische Basilika errichtet. Die Krypta wurde mit einem flach gedeckten Langchor und mit zwei Kapellen (Marienkapelle, Kapelle des Heiligen Theobald) überbaut. Daneben wurde ein Glockenturm errichtet in dem sich ein Tretrad befindet.[1]
Im Jahr 1481 wurde die Kirche in eine dreischiffige gotische Hallenkirche umgebaut und das Kirchenschiff erhielt ein Sterngewölbe.
Die Stadt Basel erwarb am 31. Januar 1525 das Kloster und die Kirche. 1529, während der Reformation wurden die Altäre, Bilder und noch vieles mehr zerstört und die Leonhardskirche wurde neben dem Münster, der Peters- und der Martinskirche eine der vier protestantischen Kirchen der Stadt Basel.
Die Orgel aus dem 18. Jahrhundert stammt von Johann Andreas Silbermann.
Ab dem Jahr 1668 war der Lohnhof in den ehemaligen Klostergebäuden untergebracht. Dessen Direktor, Vorsteher über das Bauwesen, bezahlte die Löhne an die Handwerker der Stadt, woraus der Name dieses Komplexes abgeleitet ist. Um 1821 übernahm die Polizei die Klostergebäude und nach einem grossen Umbau wurde das städtische Gefängnis hierhin verlegt. 1995 wurde ein neues Gefängnis gebaut und die ehemaligen Räume wurden umgestaltet. Heute sind hier unter anderem ein Hotel, ein Restaurant, das Musikinstrumentenmuseum sowie ein Kellertheater (Baseldytschi Bihni).
Von den Gebäuden des ehemaligen Klosters ist nur die nördlich anschliessende Friedhofshalle von 1450 übrig geblieben. In den Jahren 1964 bis 1968 erfolgten archäologische Untersuchungen und eine Totalsanierung der Leonhardskirche.[2] In der Kirche werden auch Konzerte gegeben.[3] Mithilfe von Musikern wurde 2009 das Klangverhalten in der Krypta ermittelt.[4]
Münster | St. Alban | Dorfkirche Riehen | St. Elisabeth | Gellertkirche | St. Jakob | St. Johannes | Kirchlein Bettingen | Kornfeldkirche | St. Leonhard | St. Markus | St. Martin | St. Matthäus | Oekolampad-Kirche | St. Paulus | St. Peter | Dorfkirche Kleinhüningen | St. Stephan | St. Theodor | St. Thomas | St. Titus | Zwinglihaus-St. Lukas
Allerheiligen | St. Anton | St. Christophorus | St. Clara | Don Bosco | St. Franziskus | Heiliggeist | St. Joseph | St. Marien | St. Michael | Sacré-Cœur | San Pio X
Apostolische Kapelle | Barfüsserkirche | Kloster St. Alban | Kloster Klingental | Predigerkirche (christkatholisch) | Basler Synagoge
47.5557.58777777778Koordinaten: 47° 33′ 18″ N, 7° 35′ 16″ O; CH1903: 611227 / 267153