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Leonid Iwanowitsch Schabotinski (russisch Леонид Иванович Жаботинский, wiss. Transliteration Leonid Ivanovič Žabotinskij; * 28. Januar 1938 in Uspenka, Oblast Sumy) ist ein ehemaliger sowjetischer Gewichtheber.
Inhaltsverzeichnis |
Leonid wuchs in Saporoschje auf und spielte auf dem Gymnasium Volley- und Basketball und betrieb zudem Leichtathletik. Als er mit zunehmendem Alter immer größer und schwerer wurde, entschied er sich mit 19 Jahren für das Gewichtheben. Er erlernte im Traktorenwerk Charkow den Beruf eines Schlossers, wurde dann aber zur Roten Armee eingezogen, wo er auch verblieb und später Offizier wurde. In der Armee hatte er gute Trainingsbedingungen und Trainer. 1957 erreichte er im olympischen Dreikampt 435 kg, steigerte sich 1958 auf 460 kg und erreichte 1961 erstmals die 500 kg-Grenze. Er steigerte seine Leistungen ständig weiter und wurde 1963 erstmals bei der Weltmeisterschaft in Stockholm im Schwergewicht eingesetzt. Dort waren die bekannten Juri Wlassow und Norbert Schemansky noch stärker als er, aber er gewann die Bronzemedaille.
Schon 1964 war es so weit, er schlug bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio Wlassow und Schemansky und wurde mit 572,5 kg Olympiasieger. Bis 1968 beherrschte er dann die internationale Gewichtheber-Szene im Schwergewicht. Dann erging es ihm so, wie es Juri Wlassow ergangen war, es kam ein jüngerer, der ihn ablöste. Im Falle Leonid Schabotinskis war dies Wassili Alexejew. Leonid, inzwischen Hauptmann in der Roten Armee, wehrte sich zwar 1973/74 vehement und stellte in diesen Jahren sogar neue Weltrekorde auf, Alexejew konnte er aber nicht mehr schlagen. Zu dieser Zeit war Schabotinski auch bereits 36 Jahre alt. Er trat daraufhin endgültig vom Gewichthebersport zurück und betätigte sich als ehrenamtlicher Trainer und Funktionär.
(OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, EM = Weltmeisterschaft, S = Schwergewicht, Wettkämpfe bis 1972 im olympischen Dreikampf, bestehend aus Drücken, Reißen und Stoßen, ab 1973 im Zweikampf, bestehend aus Reißen und Stoßen)
(alle im Schwergewicht aufgestellt)
im beidarmigen Drücken:
im beidarmigen Reißen:
im beidarmigen Stoßen:
im olympischen Dreikampf:
1920–1948: +82.5 kg, 1952–1968: +90 kg, 1972–1976: 90–110 kg, 1980–1992: 90-100 kg, 1996: 91-99 kg, 2000–2008: 94–105 kg
1920: Filippo Bottino |
1924: Giuseppe Tosani |
1928: Josef Straßberger |
1932: Jaroslav Skobla |
1936: Josef Manger |
1948: John Davis |
1952: John Davis |
1956: Paul Anderson |
1960: Juri Wlassow |
1964: Leonid Schabotinski |
1968: Leonid Schabotinski |
1972: Jaan Talts |
1976: Juri Saizew |
1980: Ota Zaremba |
1984: Rolf Milser |
1988: Pawel Kusnezow |
1992: Wiktor Tregubow |
1996: Akakios Kachiasvilis |
2000: Hossein Tavakoli |
2004: Dmitri Berestow |
2008: Andrej Aramnau
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schabotinski, Leonid Iwanowitsch |
| ALTERNATIVNAMEN | Леонид Иванович Жаботинский (russisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | sowjetischer Gewichtheber |
| GEBURTSDATUM | 28. Januar 1938 |
| GEBURTSORT | Uspenka, Oblast Sumy |