Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Leopard 2

Leopard 2
Leopard 2A5 (Bundeswehr)

Leopard 2A5

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 4 (Kommandant, RichtschĂŒtze, LadeschĂŒtze, Fahrer)
LĂ€nge Turm 12 Uhr
9,67 m (A4,A5)
10,97 m (ab A6)[1]
Breite 3,70 m (A4)
3,76 m (ab A5)[1]
Höhe 3,03 m (Oberkante PERI)[1]
Masse 62 t (A6)
Bewaffnung
Hauptbewaffnung 120-mm-Glattrohrkanone
42 Schuss
SekundĂ€rbewaffnung 2 × 7,62-mm-MG 3
4.750 Schuss
Schutzsysteme
Panzerung 3. Generation Kompositpanzerung, Zusatzpanzerung in Schottbauweise
MinenschutzstÀrke A6M: STANAG 4569 Level IV, 10-kg-Panzerabwehrmine und EFP-Mine
Beweglichkeit
Antrieb 12-Zylinder-Diesel MTU MB 873
1103 kW (1500 PS)
Federung Torsionsstab
Höchstgeschwindigkeit 68–72 km/h
Leistung/Gewicht ca. 17,8 kW/t (24,2 PS/t) (je nach Variante)
Reichweite ca. 500 km[2]
GelÀnde: ca. 161 km[3]

Der Leopard 2 ist ein Kampfpanzer aus deutscher Produktion. Er wird seit 1979 in Serie gebaut und ist der Nachfolger des Leopard 1. In der langen Produktionszeit entstanden diverse optionale NachrĂŒstmöglichkeiten und Spezifikationen fĂŒr auslĂ€ndische Abnehmer. Deshalb gibt es eine Vielzahl von Varianten des Leopard 2. Er wird ganz oder teilweise im Ausland in Lizenz gefertigt. FĂŒr den Hersteller Krauss-Maffei Wegmann – 1979 Krauss-Maffei – ist er mit rund 3000 gebauten Exemplaren ein kommerzieller Erfolg. Bis zum Jahr 2008 hat die Bundeswehr ihren Bestand an aktiven Leopard 2 von ehemals 2125 StĂŒck im Jahr 1990 auf 350 StĂŒck reduziert. Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr wird diese Zahl weiter auf 225 abgesenkt.[4] Die Version A6 mit lĂ€ngerer Kanone steht seit 2001 im Dienst. Der Leopard-2-Panzer war ursprĂŒnglich als RĂŒckgrat gepanzerter StreitkrĂ€fte und zur Abwehr gegnerischer PanzerverbĂ€nde vorgesehen. In der Folge des Kosovokrieges kam er erstmals bei KFOR zum Einsatz. Die NATO-LĂ€nder DĂ€nemark und Kanada setzen den Leopard 2 seit Jahren im ISAF-Einsatz in Afghanistan ein.[5]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Leopard-2-Prototyp der ersten Generation. PT15 mit Turm T02 und 105-mm-Bewaffnung. Der Turm wurde aus Flussstahl gefertigt und erhielt einen optischen Entfernungsmesser EMES 12. Zusammen mit dem PERI R12 fand sich diese Kombination ebenfalls im Leopard 1A4 wieder.
Leopard 2 ausgestattet mit einem Unterwasserfahrschacht fĂŒr die Durchquerung der Donau in MĂŒnchsmĂŒnster

Datei:Zwei Leopard 2A5 beim durchqueren eines GewĂ€sser.ogg Der Kampfpanzer Leopard 2 hat seine Wurzeln in einem bilateralen RĂŒstungsprojekt zwischen den USA und der Bundesrepublik Deutschland.[6] Beide Staaten strebten nach einer Ablösung fĂŒr die Modelle M48 Patton II in der Bundesrepublik und M60 in den USA. Daher wurde im August 1963 die Entwicklung eines einheitlichen Kampfpanzers fĂŒr die jeweiligen StreitkrĂ€fte im Rahmen eines RegierungsĂŒbereinkommens beschlossen. Das Projekt mit dem Namen Kampfpanzer 70 (KPz 70 beziehungsweise englisch MBT 70) scheiterte jedoch an den sehr hohen AnsprĂŒchen, die an dieses Fahrzeug gestellt wurden: Feuerkampf aus der Bewegung auf bewegtes Ziel, WaffennachfĂŒhrung, automatischer Lader, 20-mm-SekundĂ€rwaffensystem und die Anordnung des Fahrerstandes im Turm waren nur einige der Forderungen, die ihrer Zeit weit voraus waren. Nach sieben Prototypen und 830 Millionen DM Entwicklungskosten wurde das Programm im Jahre 1969 eingestellt; beide Partner ließen jedoch die Entwicklungsergebnisse des KPz 70 in ihre nationalen Panzerprojekte einfließen. Auf US-amerikanischer Seite wurde der M1 Abrams konstruiert, wĂ€hrend in Deutschland der Leopard 2 entstand.

Der eigentliche Beginn der Entwicklung des Leopard 2 kann auf das Jahr 1970 zurĂŒckgefĂŒhrt werden â€“ nach der Einstellung des KPz-70-Projektes wurde entschieden, einen neuen, eigenen Kampfpanzer zu bauen; eine Kampfwertsteigerung des Leopard 1 wurde abgelehnt. Als Basis diente die vom damaligen Verteidigungsminister Helmut Schmidt favorisierte und im Jahr 1968 begonnene Experimentalentwicklung Keiler (Leopard 2K) von Krauss-Maffei, Porsche und Wegmann. Die durch den Ministerialdirektor Eberhardt, Abteilung RĂŒstung im Bundesministerium der Verteidigung angeregte Studie Eber (Leopard 2FK) mit der 152-mm-Kombinationswaffe M81 „Shillelagh“ wurde nicht weiterverfolgt.

Erste Prototypen des „Leopard 2K“ (Kanone) wurden zwischen 1972 und 1974 zur Erprobung gebaut. Die 16 Fahrgestelle erhielten die Bezeichnung PT (PT 1 bis 17, die 12 wurde nicht vergeben) und nutzten das weiterentwickelte Triebwerk des Kampfpanzers 70. Die 17 TĂŒrme der ersten Generation trugen die Bezeichnung T1 bis T17. Die Ähnlichkeit der Turmform zum Leopard 1A3 und 1A4 war beabsichtigt, da der Entfernungsmesser EMES 12 im Leopard 1 nachrĂŒstbar sein musste. Die Panzerung von Wanne und Turm wurde aus Flussstahl gefertigt, PT/T 6 bis 10 sowie PT/T 13 bis 17 verfĂŒgten ĂŒber eine AusfĂŒhrung aus Panzerstahl. Als Hauptbewaffnung dienten Glattrohrkanonen im Kaliber 105 mm und 120 mm. Der Turm 11 erhielt die scheitellafettierte 20-mm-Maschinenkanone als SekundĂ€rbewaffnung. Ebenfalls in der Erprobung befand sich neben der Drehstabfederung das hydropneumatische Federsystem des KPz 70.

1973 folgte der erste Truppenversuch an der Kampftruppenschule 2 in Munster mit zwei Prototypen; weitere Erprobungen mit vier zusĂ€tzlichen Prototypen folgten im Sommer 1974. Die Klimaerprobungen 1975 auf dem TruppenĂŒbungsplatz Shilo/Kanada und in Yuma (Arizona) dienten dazu, die Belastbarkeit zu ermitteln. Weitere fĂŒnf Prototypen wurden an den Erprobungsstellen Trier, Meppen und Greding zur System- und Komponentenuntersuchung genutzt. Der Prototyp PT 7 wurde an die USA verkauft.

Die zweite Generation der Prototypen, die der spĂ€teren Serienversion zumindest Ă€ußerlich recht nahekommen sollten, waren die sogenannten Leopard 2 AV. Aufgrund der Erkenntnisse aus dem Jom-Kippur-Krieg 1973 wurde der Panzerschutz entscheidend verbessert, was zu einer Umgestaltung von Wanne und Turm fĂŒhrte, jedoch auch das Gefechtsgewicht des Panzers weit ĂŒber die angestrebte MLC 50 anhob und daher die MLC 60 als neue Obergrenze etablierte. Die bilaterale Studie eines Doppelrohr-Kasemattpanzers, bei der die MLC-50-Grenze eingehalten wurde, war kurzzeitig eine Alternative zur Leopard-2-Entwicklung, konnte sich jedoch nicht durchsetzen.

Aufgrund des neuen Schutzkonzeptes und des Wegfalls des NachrĂŒstens des Leopard 1 wurde der Turm 14 der ersten Generation zum T14 mod umgebaut. Durch Vorbehalte gegenĂŒber dem Laser zur Entfernungsermittlung wurde von Leitz mit dem EMES 13 ein passiver Entfernungsmesser gebaut, der auf dem Korrelationsprinzip basierte und ĂŒber eine Basisbreite von 350 mm verfĂŒgte. Dies erlaubte Wegmann die Konstruktion des Spitzmaus-Turms. Letztendlich fĂŒhrten die Forderung der USA nach einem besseren Schutzkonzept und die zur VerfĂŒgung stehende Verbundpanzerung zur eckigen Form des Serienturms. Ein fĂŒr die elektrische Versorgung des Fahrzeugs bei stillstehendem Triebwerk und zum Vorheizen projektiertes Hilfstriebwerk aus den ersten Prototypen entfiel zugunsten eines grĂ¶ĂŸeren Tankvolumens. Erst 30 Jahre spĂ€ter wurde aufgrund der gemachten Erfahrungen wĂ€hrend der EinsĂ€tze in Krisengebieten die Zusatzstromversorgung realisiert. Ferner wurde unter anderem die Feuerleitanlage (FLA) vereinfacht; die Optiken wurden primĂ€rstabilisiert, der Wannenboden minensicherer gestaltet und die Elektronik samt Hydraulik sowie Munition in das Turmheck eingebettet. Die bisherig genutzten NachtsichtgerĂ€te wurden durch ein WĂ€rmebildgerĂ€t ersetzt, das allerdings noch nicht zur VerfĂŒgung stand. Als Hauptbewaffnung waren Bordkanonen im Kaliber 105 mm und 120 mm vorgesehen. Die Panzerung bestand aus Flussstahl, das Beschussfahrzeug wurde in Panzerstahl ausgefĂŒhrt.

Einen weiteren wichtigen Schritt markierte 1976 die Vergleichserprobung des Leopard 2 AV (PT19/T19) mit 105-mm-Zugrohrkanone und des XM1 (Prototyp des heutigen M1 Abrams-Kampfpanzers) in den Aberdeen Proving Ground, Maryland/USA. Hier wurden erstmals die Vor- und Nachteile der beiden Waffensysteme ermittelt, wobei jedoch eine Festlegung der beiden Staaten auf einen gemeinsamen Kampfpanzer von beiden Seiten von vornherein verworfen wurde. Von den 117 aufgestellten Kriterien, von denen 77 bewertet wurden, erfĂŒllte der Leopard 2 AV 61 und der XM1 48. Zusammengefasst in 17 Bewertungsgruppen wurden hingegen nur sechs vom Leopard 2 erfĂŒllt, 16 von XM1.[7][8] Bewertet nach dem deutschen System, in dem jedes Kriterium einzeln bewertet und gewertet wurde, war der Leopard 2 dem XM1 deutlich ĂŒberlegen. So fehlte dem XM1 das ABC-Schutzsystem, ein unabhĂ€ngiges Periskop fĂŒr den Kommandanten und die Möglichkeit zum Unterwasserfahren. GemĂ€ĂŸ der Weisung des damaligen Verteidigungsministers Georg Leber musste jedoch jede Art eines Protestes unterbleiben. Die unterschriebene AbsichtserklĂ€rung (MoU – Memorandum of Understanding), in der die Testbedingungen akzeptiert worden waren, verbot jeglichen Widerspruch. Stattdessen sollten möglichst viele Baugruppen der beiden Panzer identisch sein. Dazu kam es jedoch aufgrund der fortgeschrittenen Entwicklungsphase des deutschen Systems sowie einer unterschiedlichen Auffassung ĂŒber die LeistungsfĂ€higkeit der jeweiligen Eigenproduktion nur in AnsĂ€tzen. Wesentliche Änderungen auf dem Weg zum Serienfahrzeug waren schließlich der Einbau der 120-mm-Glattrohrkanone sowie die Entscheidung zum Einbau des in Lizenz gefertigten Laserentfernungsmessers der US-amerikanischen Firma Hughes, das gegenĂŒber dem EMES 13 billiger und serienreif war. FĂŒr das WĂ€rmebildgerĂ€t WBG-X von Zeiss wurde das WBG-GrundgerĂ€t (US-Common Modules) von Texas Instruments ausgewĂ€hlt. Nach dem Abschluss der Tests wurde die mitgebrachte 120-mm-Waffenanlage noch vor Ort in den AV montiert, um die Machbarkeit aufzuzeigen.

Die US-Amerikaner lehnten die deutsche Glattrohrkanone zunĂ€chst ab und hielten an der 105-mm-Kanone M68 (Variante der britischen Royal Ordnance L7) fest, ĂŒbernahmen jedoch die deutschen Ketten sowie die Munitionshalterungen. 1985 wurde die 120-mm-Glattrohrkanone dann doch aus US-Fertigung im M1 eingebaut. PlĂ€ne zum Einbau der amerikanischen Gasturbine in den Leopard wurden durch das Unternehmen Maschinenbau Kiel (MaK) im Jahr 1977 und 1978 an einem Prototyp untersucht, aufgrund des fortgeschrittenen Entwicklungsstadiums jedoch verworfen, weil dazu die Wanne noch einmal hĂ€tte geĂ€ndert werden mĂŒssen.

Im Jahre 1977 wurde das damalige Unternehmen Krauss-Maffei – die heutige Krauss-Maffei Wegmann – als Generalunternehmer zur Lieferung von 1800 Kampfpanzern Leopard 2 bestimmt, 810 Panzer (45 %) entfielen auf das Unternehmen MaK (seit 2000 Rheinmetall Landsysteme). Die Produktion sollte in fĂŒnf Baulosen erfolgen. Am Projektende waren es jedoch acht Lose mit zusĂ€tzlichen 325 Leopard 2. In den Varianten A0 bis A4 wurde 2125 Exemplare fĂŒr die deutschen StreitkrĂ€fte produziert. Insgesamt beteiligten sich an der Fertigung 1500 Unternehmen.[9]

Im September 1977 wurde bei einer Heeresschau in Köln-Wahn der Leopard 2 AV erstmals der Öffentlichkeit vorgefĂŒhrt. Nach drei Vorserienfahrgestellen zu Truppenversuchszwecken wurde der erste in Serie gefertigte Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 am 24. Oktober 1979 in MĂŒnchen der Panzerlehrbrigade 9 in Munster ĂŒbergeben.[10]

Die Entwicklungskosten fĂŒr das Leopard-2-Programm betrugen laut Beschaffungsanweisung 359,4 Millionen Deutsche Mark, jedoch ohne die Weiterentwicklung des Triebwerks aus dem Programm Kampfpanzer 70 und die Entwicklung der 120-mm-Glattrohrkanone samt Munition zu berĂŒcksichtigen. So stiegen die Kosten real auf 600 Millionen DM, was alle Posten von der Experimentalentwicklung bis zur Serienreife (1967 bis 1984) einschließt. Als Systempreis fĂŒr einen Leopard 2 werden im 21. Jahrhundert Zahlen von drei bis sieben Millionen Euro genannt, die aufgrund von Inflation und Wechselkursen schwanken und außerdem von der bestellten StĂŒckzahl abhĂ€ngen. Der Preis beinhaltet neben dem Fahrzeug technische UnterstĂŒtzung sowie Ersatzteile ĂŒber einen gewissen Zeitraum.[11]

Funktionsbeschreibung

Blick durch das Hauptzielfernrohr EMES 15 bei Tag
Blick durch das Hauptzielfernrohr mit aktivem WĂ€rmebildgerĂ€t, vierfache VergrĂ¶ĂŸerung. Im Bild wird die Entfernungsmessung (2. bis 4. Stelle mal 10 = 9990 m) des Lasers, die Feuerbereitschaft (1. Stelle – 0 nicht feuerbereit) und gewĂ€hlte Munitionssorte (5. Stelle) angezeigt.
Ausblick des EMES 15. Durch die Zusatzpanzerung des A5 wurde es höher gelegt. In Fahrtrichtung rechts der WĂ€rmebildkanal, links im schmalen Fenster der Tagsichtkanal und Laserentfernungsmesser
PERI R17 des Kommandanten. Der Winkelspiegel (rechts) des RichtschĂŒtzen entfĂ€llt bei der Kampfwertsteigerung zum A5.

Der Leopard 2 ist ein Kampfpanzer der dritten Nachkriegsgeneration mit vierköpfiger Besatzung. In konventioneller Bauweise mit Hecktriebwerk ausgefĂŒhrt, war er fĂŒr das Konzept des Gefechtes der verbundenen Waffen zur PanzerbekĂ€mpfung im Zusammenwirken mit dem SchĂŒtzenpanzer Marder entworfen worden. Er ist das Hauptwaffensystem der Panzertruppe der Bundeswehr sowie auslĂ€ndischer Nutzerstaaten.

Er besteht aus einer Wanne mit aufgesetztem selbsttragendem Turm mit einer 120-mm-Glattrohrkanone als Hauptbewaffnung, einer Nebelmittelwurfanlage und zwei Maschinengewehren unterschiedlichen Typs je nach Nutzerstaat als SekundĂ€rbewaffnung. Die Feuerleitanlage im Turm ermöglicht es dem RichtschĂŒtzen, sowohl im Stand als auch aus der Fahrt mit stehenden oder sich bewegenden Zielen den Feuerkampf zu fĂŒhren.

Der Panzer wurde mehrmals Kampfwertsteigerungen unterzogen. In der Version A5 wurde an der Turmfront eine charakteristische Zusatzpanzerung angebracht; ein eigenes WĂ€rmebildgerĂ€t fĂŒr den Kommandanten machte ihn vom RichtschĂŒtzen unabhĂ€ngig. Mit dem RestlichtverstĂ€rker fĂŒr den Fahrer ist der Panzer voll nacht- und eingeschrĂ€nkt allwetterkampffĂ€hig. Mit der Version A6 wurde auch die Feuerkraft gesteigert. Im Vergleich zur Standardwaffenanlage L/44 ist die Kanone L/55 um 1,30 Meter lĂ€nger und ermöglicht eine bessere Umsetzung der Abschussenergie in Geschossgeschwindigkeit. Dies wiederum erhöht Reichweite und SchussprĂ€zision der Kanone.

Zum Schutz der vierköpfigen Besatzung verfĂŒgt er wie alle Panzer des Kalten Krieges ĂŒber eine ABC-Schutz- und BelĂŒftungsanlage mit einer Leistung von 300 mÂł/h, wodurch die DurchhaltefĂ€higkeit in mit ABC-Kampfmitteln kontaminierten Gebieten sichergestellt werden soll. Die maximale Einsatzdauer wird dabei mit 48 Stunden angegeben.

Wie andere Kampfpanzer kann auch der Leopard 2 GewĂ€sser ohne Hilfe von Pioniertechnik durchqueren. Bis 1,20 Meter Wassertiefe ist er ohne Aufbauten oder Vorbereitungen watfĂ€hig. Mit dem mitgefĂŒhrten faltbaren 50 Zentimeter hohen Tiefwatschacht steigt seine sogenannte TiefwatfĂ€higkeit auf 2,25 Meter; durch einen dreiteiligen starren, nicht mitgefĂŒhrten Unterwasserfahrschacht ist er bis zu einer Wassertiefe von 4 Metern unterwasserfahrfĂ€hig. Das heißt, er verschwindet komplett unter Wasser. Beim Tiefwaten werden die Tauchhydraulik zugeschaltet und eine Tauchkappe aus Gummi auf der KanonenmĂŒndung angebracht. Bis zum 2A4 musste zusĂ€tzlich vom LadeschĂŒtzen ĂŒber eine Handpumpe die Turmdrehkranzdichtung aufgepumpt werden, beim A5 mit geringeren Fertigungstoleranzen entfiel diese Maßnahme. Die Tauchhydraulik schließt dabei Be- und EntlĂŒftungen am Motor und öffnet eine Brennluftklappe am Motorschott im Panzerinneren. Über diese saugt der Motor beim Tiefwaten und Unterwasserfahren die Verbrennungsluft durch die Kommandantenluke mit aufgesetztem Tiefwat- oder Unterwasserfahrschacht an. Der Kommandant steht bei der Durchfahrt in diesem Schacht und unterstĂŒtzt den Fahrer. Da ein Wassereintritt nicht vollstĂ€ndig zu vermeiden ist, verfĂŒgt das Fahrzeug ĂŒber zwei Lenzpumpen, und die Besatzung ist mit Tauchrettern und Schwimmkragen ausgestattet.

Zur Kommunikation verfĂŒgen die Panzer der Bundeswehr jeweils ĂŒber zwei UKW-FunkgerĂ€te SEM (Sender/EmpfĂ€nger, mobil) 80/80 oder 80/90. Wie bei der SekundĂ€rbewaffnung kann auch hier die Ausstattung variieren. Zur Reduzierung der WĂ€rmesignatur und zur UnterstĂŒtzung des passiven Panzerschutzes ist der Leopard 2 mit einer infrarotreduzierenden Beschichtung versehen.

Technische Beschreibung

Bewaffnung

Die Bewaffnung besteht aus der Waffenanlage mit der Hauptwaffe und der Feuerleit- und ZielausrĂŒstung und der SekundĂ€rbewaffnung.

Die Hauptwaffe des Leopard 2 ist die 120-mm-Glattrohrkanone Rh 120 mit Rauchabsauger von Rheinmetall fĂŒr flĂŒgelstabilisierte Munition. Sie ist schildzapfengelagert und verfĂŒgt ĂŒber einen Höhenrichtbereich von −9° bis +20° und einen Schwenkbereich von 360°. Beim Drehen ĂŒber das Panzerheck wird die Bordkanone automatisch durch die Heckabweiserfunktion angehoben und verhindert zwischen den Turmstellungen 5 Uhr und 7 Uhr das BerĂŒhren der Bordkanone mit dem Fahrzeugheck. In diesem Bereich kann die Bordkanone nicht unter −3° gerichtet werden.

Als SekundĂ€rbewaffnung dienen ein rohrparalleles (koaxiales) Maschinengewehr („Blenden-MG“), ein Maschinengewehr zur Fliegerabwehr neben der Einstiegsluke des LadeschĂŒtzen („Fliegerabwehr-MG“) sowie eine Mehrfachwurfanlage (MWA) mit 2 Ă— 8 Wurfbechern seitlich am Turm zum Verschießen von Nebelwurfkörpern fĂŒr den Selbstschutz. Seit Mai 2005 verfĂŒgen die StreitkrĂ€fte zum Großteil ĂŒber eine neue Mehrzweckwurfanlage (MZWA) mit der Anordnung 6/2 (sechs Becher obere Reihe, zwei Becher untere Reihe) je Seite. Die neue Anlage ist in der Lage, Spreng- oder nichtletale Munition zu verschießen.

FĂŒr Manöver und die Darstellung des Feuerkampfes mit und ohne AusbildungsgerĂ€t Duellsimulator verfĂŒgt der Leopard ĂŒber Aufnahmen fĂŒr das KADAG (Kanonen-Abschuss-DArstellungs-GerĂ€t), öfter auch unter der AbkĂŒrzung DARKAS (DARstellung-Kanonen-AbSchuss) bekannt. Die Anordnung ist dabei bis zum Leopard 2A4 ĂŒber der Bordkanone und ab A5 vorne links auf der Keilpanzerung des Turmes.

Neben der Bordbewaffnung verfĂŒgt die Besatzung ĂŒber Handfeuerwaffen zur Selbstverteidigung. Bei der Bundeswehr sind das zwei MP2A1, zwei P8, eine Signalpistole HK P2A1, vier Handgranaten und die beiden MG3 des Panzers mit insgesamt 4750 Schuss, gegurtet mit Weichkern-Leuchtspur im VerhĂ€ltnis drei zu zwei.[12]

Waffenstabilisierung

Der Turm beziehungsweise die Hauptwaffe verfĂŒgt beim Leopard 2A4 ĂŒber eine hydraulische WaffennachfĂŒhranlage (WNA-H22); Kampfpanzer ab der AusfĂŒhrung A5 sind mit einer elektrischen WaffennachfĂŒhranlage (EWNA) ausgestattet. In Kombination mit der Zentrallogik/Hauptverteilung, den Zieleinrichtungen, dem Feuerleitrechner, den BediengerĂ€ten und dem internen PanzerprĂŒfgerĂ€t RPP 1-8 bilden die Baugruppen die Feuerleitanlage des Kampfpanzers.

In der automatisch stabilisierten Betriebsart STAB EIN â€“ werden Bodenunebenheiten und Fahrgeschwindigkeit automatisch kompensiert, die Waffenanlage bleibt also unter allen Ă€ußeren Bedingungen auf das Ziel gerichtet. Die Kanone und der Turm werden durch die Messung der Bewegung mit Kreiseln und die motorischen Richtantriebe in Höhe und Seite von der WaffennachfĂŒhranlage stabilisiert. Die Waffe wird somit den Werten der fĂŒhrenden Zieleinrichtung (EMES oder PERI) nachgefĂŒhrt. Wegen der sehr geringen Fehler der Stabilisierung der Spiegel der Ausblickbaugruppen bleibt das anvisierte Ziel auch bei Fahrt immer im Bild. RichtschĂŒtze oder Kommandant mĂŒssen das Ziel mit der fĂŒhrenden Optik lediglich anvisieren und bewegten Zielen gegebenenfalls folgen. Durch das DrĂŒcken des Tasters fĂŒr den dynamischen Vorhalt wird die Fahrbewegung eines Ziels automatisch berĂŒcksichtigt.

Eine weitere Betriebsart ist TURM AUS â€“ in der die Stromversorgung des Turmes ausgeschaltet ist, lediglich die Funkanlage, die Beleuchtung und der MG-LĂŒfter werden versorgt. Das Richten und Abfeuern erfolgt manuell, die Waffe ist nicht stabilisiert. In der Betriebsart BEOBACHTEN erfolgt eine volle Stromversorgung im eingeschrĂ€nkten Betrieb. FĂŒr den RichtschĂŒtzen ist das grobe Richten möglich, die Optik wird der Bordkanone nachgefĂŒhrt, was dazu fĂŒhrt, dass sich das Strichbild bei geĂ€nderten Werten verĂ€ndert. Es können alle Zieleinrichtungen genutzt werden, in dieser Betriebsart ist jedoch kein Schießen aus der Fahrt möglich. Gegen bewegte Ziele ist ein manueller Vorhalt nötig. FĂŒr das Hochfahren des Turmes in STAB EIN benötigt die Technik etwa 25 Sekunden.[12]

ZielgerÀte

Blick durch das PERI R17 bei Tag

Als HauptzielgerĂ€t dient das EMES 15 mit einem CE628-Laser von Zeiss-Eltro Optronic als Entfernungsmesser. Der Nd:YAG-Laser misst Entfernungen bis 9990 Meter auf 10 Meter genau, wobei lediglich Schussentfernungen zwischen 200 und 4000 Metern berĂŒcksichtigt werden. Bei Messungen unter 200 Metern wird vom Feuerleitrechner mit dem Aufsatzwert fĂŒr 1000 Meter gerechnet, Werte ĂŒber 4000 Meter mĂŒssen manuell eingegeben werden. Bei Mehrfachechos des Lasers kann ab dem Leopard 2A5 zusĂ€tzlich zum Letztecho das Erstecho gewĂ€hlt werden. Mit dem zwölffach vergrĂ¶ĂŸernden Hauptzielfernrohr (HZF) gekoppelt ist es die primĂ€re Zieloptik fĂŒr den RichtschĂŒtzen. In der Betriebsart STAB EIN ist das EMES 15 die fĂŒhrende Optik fĂŒr Turm und Bordkanone. Als zweites ZielgerĂ€t steht dem RichtschĂŒtze das Turmzielfernrohr (TZF) FERO Z18 zur VerfĂŒgung. Beim Ausfall der Feuerleitanlage dient es als Notoptik. Eine Skala im Strichbild unterstĂŒtzt beim Einstellen der geschĂ€tzten Schussentfernung.

Ebenfalls integriert in das EMES 15 ist ab 1983 das WĂ€rmebildgerĂ€t WBG-X von Zeiss; es ersetzt das PZB 200 als NachtzielgerĂ€t. Eine vier- und zwölffache VergrĂ¶ĂŸerung erlaubt das Beobachten und BekĂ€mpfen sowohl am Tag wie auch in der Nacht. Mit einem Detektor aus Quecksilber-Kadmium-Tellurid, der auf etwa −190 Â°C gekĂŒhlt werden muss, verlangt das WBG eine VorkĂŒhlzeit von ungefĂ€hr 15 Minuten. Die Anzeige ist grĂŒn-monochrom mit einer wĂ€hlbaren PolaritĂ€t von schwarz oder weiß, so dass WĂ€rmequellen besonders hell oder dunkel erscheinen. Bei ausreichendem Temperaturunterschied einzelner Objekte sind diese in einem beobachteten GelĂ€ndeabschnitt sehr gut zu erkennen. Starker Regen, Schnee sowie dichter Nebel mit hohem Wasseranteil reduzieren die Reichweite des WĂ€rmebildgerĂ€tes.

Der Kommandant verfĂŒgt mit dem Periskop R17 (PERI R17) ĂŒber ein eigenes Beobachtungs- und ZielgerĂ€t, jedoch ohne Entfernungsmessfunktion. Die stabilisierte Optik mit zwei- und achtfacher VergrĂ¶ĂŸerung erlaubt ein unabhĂ€ngiges Arbeiten vom RichtschĂŒtzen. So kann der Kommandant selbststĂ€ndig Ziele beobachten, dem RichtschĂŒtzen Ziele zuweisen und ihn ĂŒberwachen. Dazu verfĂŒgt das PERI ĂŒber folgende Einstellmöglichkeiten: Mit dem DrĂŒcken der KH-Taste (Kommandant fĂŒhrt Hauptwaffe) schwenkt der Turm auf die Visierline des PERI ein, das Ziel kann vom RichtschĂŒtzen oder vom Kommandanten bekĂ€mpft werden. Mit der Auswahl ZÜ (ZielĂŒberwachung) schwenkt dagegen das PERI auf die Visierline des EMES ein, der Kommandant sieht das Ziel des RichtschĂŒtzen. Durch Umschalten auf den Direktsichtadapter – eine optische Verbindung zwischen EMES und PERI – ist das vom RichtschĂŒtzen genutzte Bild des EMES ĂŒbertragbar.

Mit dem PERI R17A2 und dem integrierten WĂ€rmebildgerĂ€t TIM (Thermal Imaging Modul) wird ab dem Leopard 2A5 die FĂŒhrbarkeit bei Nacht erleichtert. Zur besseren Rundumsicht wurde es an die linke Lukenseite des Kommandanten verlegt. Der Ausblickkopf des PERI ist erhöht aufgesetzt. Als WĂ€rmebildmodul wurde das OPHELIOS-P verbaut, dessen Bild bei einer Zielbeobachtung ĂŒber einen Monitor der direkt unterhalb der Winkelspiegel liegt ausgegeben wird. Es ist zusĂ€tzlich möglich, das Bild des EMES darzustellen. Das WBG hat eine vierfache, zwölffache und 24-fache VergrĂ¶ĂŸerung. Zwei feste Indexpostionen fĂŒr 6 Uhr und 12 Uhr ermöglichen es, die Visierlinie des PERI unabhĂ€ngig von der Turmstellung zur LĂ€ngsachse der Panzerwanne auszurichten.[12]

Mit der im Januar 2013 beschlossenen NachrĂŒstung des Attica-WĂ€rmebildmoduls in den noch verbleibenden deutschen Panzern wird dem Kommandanten eine wesentlich bessere Zielerfassung ermöglicht, da durch die höhere thermische Auflösung geringere Temperaturunterschiede zwischen Objekt und Umgebung klarer erkennbar sind. Das WĂ€rmebildgerĂ€t der dritten Generation wird von KMW auch im A7+ eingesetzt und findet sich ebenfalls im SchĂŒtzenpanzer Puma sowie in der AufklĂ€rungsdrohne Luna wieder.[13]

Ein Feldjustierspiegel nahe der MĂŒndung der Kanone ermöglicht dem RichtschĂŒtzen beim Einschalten der Feldjustieranlage Korrekturen der Justage der ZielausrĂŒstung auf die Hauptwaffe, um Abweichungen der Seelenachse des Rohres auszugleichen, die durch thermische sowie mechanische Belastungen auftreten. Hauptzielfernrohr und Kanone befinden sich bei eingeschalteter Justieranlage in einem konstruktiv festen Winkel, worauf vom Spiegel ein Referenzstrahl reflektiert wird, mit der sich Abweichungen zur Justiermarke erkennen lassen.[12]

Munition

Der Munitionsbunker im Turmheck fĂŒr die Bereitschaftsmunition. Zur Darstellung sind EX-Patronen gelagert.

Die Munition fĂŒr die Kanone befindet sich sowohl im Turmheck als auch in der Panzerwanne. Die Bereitschaftsmunition hinter einer druckdichten Schott-TĂŒr im Turm enthĂ€lt 15 Patronen (die unterschiedlichen Typs sein können) und ist fĂŒr den LadeschĂŒtzen jederzeit zugĂ€nglich. Die 27 Patronen in der Wanne (in Fahrtrichtung links vom Fahrer) sind nur zugĂ€nglich, wenn sich der Turm in einer bestimmten Position befindet (3 Uhr â€“ aus SicherheitsgrĂŒnden dann festgezurrt).

Der Leopard 2 verfĂŒgte anfangs ĂŒber zwei Munitionsarten. Das gegen feindliche Kampfpanzer eingesetzte Geschoss ist die sogenannte KE-Munition (BW-Bezeichnung fĂŒr Kinetische Energie, NATO-Bezeichnung APFSDS(-T) Armor Piercing Fin-Stabilized Discarding Sabot-Tracer), ein panzerbrechendes Wuchtgeschoss mit TreibkĂ€fig und Leuchtspur. Gegen gehĂ€rtete und weiche Ziele, darunter auch Infanterie, wird die MZ-Munition (BW-Bezeichnung fĂŒr Mehr-Zweck-Munition, NATO-Bezeichnung HEAT-MP-T High Explosive Anti Tank Multi Purpose – Tracer), ein Hohlladungsmehrzweckgeschoss mit Leuchtspur, eingesetzt. Beide Geschossarten sind flĂŒgelstabilisiert. Alle Munitionssorten bestehen aus teilverbrennbaren HĂŒlsen, gefertigt aus Zellulose, Nitrozellulose, Harz sowie stabilisierenden ZusĂ€tzen und hinterlassen beim Verschuss nur den HĂŒlsenboden aus Stahl.

Bei der KE-Munition wird mit Hilfe eines Treibspiegels ein flĂŒgelstabilisiertes Pfeilgeschoss mit einem Kaliber von etwa 38 Millimetern aus gesintertem Wolframcarbid aus der 120-mm-Glattrohrkanone verschossen. Das Geschoss hat, je nach Munitionstyp und Bordkanone (DM 33 + L/44), eine MĂŒndungsgeschwindigkeit von 1640 m/s (also ungefĂ€hr fĂŒnffache Schallgeschwindigkeit). Die Wirkung des KE-Geschosses basiert auf Bewegungsenergie; es enthĂ€lt keinen Sprengstoff; seine Wirkung ist allein abhĂ€ngig von seiner Auftreff-Energie. Nach dem Auftreffen auf dem Ziel und wĂ€hrend der Penetration der Panzerung verdrĂ€ngt der Pfeil durch seine hohe kinetische Energie Panzerungsmaterial. Dringt er bis in den Kampfraum vor, verursacht er an der Innenseite einen Splitterregen. Durch den Luftwiderstand verringert sich mit zunehmender Entfernung die Geschwindigkeit des Penetrators und damit auch seine Bewegungsenergie und Durchschlagsleistung.

Das MZ-Geschoss hat eine MĂŒndungsgeschwindigkeit von 1140 m/s. Die Geschwindigkeit hat keine erwĂ€hnenswerte Auswirkung auf die Durchschlagskraft. Dies ist begrĂŒndet in der Ausbildung des Geschosses als Hohlladungsgeschoss. Infolgedessen hat auch die Schussentfernung keinen Einfluss auf die Zielwirkung. Infolge der beim Durchschlag verursachten extremen WĂ€rme kommt es im Panzer meist zu SekundĂ€rexplosionen. Gegen die Insassen wirken Druck und Splitter aus schmelzflĂŒssigem Material. Die Durchschlagsleistungen gegen homogene Panzerplatten betragen etwa 600 Millimeter beim MZ- und ĂŒber 800 Millimeter beim KE-Geschoss.

Aufgrund der Verbesserungen bei der Schutztechnologie gegen Hohlladungsgeschosse entwickelte die Firma Rheinmetall ein HE-Geschoss (Sprenggranate). Sie soll die alte MZ-Munition bei der Bundeswehr ersetzen und so die Wirksamkeit des Leopard 2 gegen FlĂ€chenziele, gegen Lenkflugkörperstellungen hinter Deckungen und in UnterstĂ€nden, gegen Infanterie, SchĂŒtzenpanzer, leichtgepanzerte Transportfahrzeuge und Stellungen in GebĂ€uden steigern. Die MĂŒndungsgeschwindigkeit des 19 Kilogramm schweren Geschosses betrĂ€gt mit der L/55 etwa 1100 m/s und ermöglicht Kampfentfernungen bis 5000 Meter. Dazu verfĂŒgt die Munition neben einem ZeitzĂŒnder ĂŒber einen AufschlagzĂŒnder mit und ohne Verzögerung. Der ZĂŒnder wird dabei entweder manuell ĂŒber ein separates ZĂŒnderstellgerĂ€t oder automatisch ĂŒber eine Anbindung an den Feuerleitrechner gestellt. Mit Hilfe des ZeitzĂŒnders ist es möglich, die Munition in der Luft in einem vorgegebenen Abstand zum Ziel detonieren zu lassen.

KADAG auf einem Leopard 2A5. Der Kampfpanzer verfĂŒgt noch ĂŒber die leichte Kettenblende der ersten Generation (hintere Segmente der KettenschĂŒrze), wobei die vorderen Segmente zur schweren Kettenblende gehören und Teil der Frontpanzerung sind, die ab dem sechsten Baulos verstĂ€rkt wurde.
Diese Variante des 2A5 ist mit der neuen Mehrfachwurfanlage ausgestattet und besitzt die neue schwere Kettenblende (erste vier Segmente der KettenschĂŒrze) sowie eine verbesserte AusfĂŒhrung der leichten Kettenblende (letzte Segmente der SchĂŒrze) der dritten Generation.

Neben dieser Munition verfĂŒgen die StreitkrĂ€fte auch ĂŒber Übungsmunition fĂŒr den scharfen Schuss. Die Bundeswehr setzt sie fĂŒr die KE- und MZ-Üb-Geschosse ein. Beide sind lichtblau markiert. Aufgrund des Sicherheitsbereiches von 90 Kilometern fĂŒr die KE-Gefechtsmunition benutzt die Panzertruppe zum scharfen Schuss in Deutschland fast ausschließlich die Übungsvariante der KE-Munition. Der Penetrator der KE-Üb besteht aus einem leichteren Material und besitzt ein Lochkegelleitwerk. Auf den ersten 2000 Metern entsprechen die außenballistischen Eigenschaften weitgehend denen der Gefechtsmunition, erst auf grĂ¶ĂŸere Distanzen gibt es rapide zunehmende Abweichungen. Der Sicherheitsbereich betrĂ€gt 22 Kilometer, mit verbesserter KE-Üb (APFSDS-T-TP, TP steht dabei fĂŒr Target-Practice) liegt er bei 7,5 Kilometern. Die MZ-Üb (HEAT-T-TP) gleicht bis auf den Gefechtskopf der Gefechtspatrone DM 12 A2. Diese hat einen Betonkopf, um die SchĂ€den im Zielgebiet und somit die Kosten zu reduzieren.[14]

Die Firma Rheinmetall bietet außer den ĂŒblichen Munitionssorten fĂŒr den Leopard 2 auch einen NachrĂŒstsatz namens LAHAT an, mit der eine weitere Leistungssteigerung erzielt wird. LAHAT ist eine lasergesteuerte Rakete der Israel Aerospace Industries mit einer effektiven Reichweite von mehr als 6000 Metern, die aus der Bordkanone oder aus einem positionsunabhĂ€ngigen StartgerĂ€t abgefeuert wird. Die Verbesserung umfasst ebenfalls ein lasergestĂŒtztes Feuerleitsystem zur Waffenlenkung. Die Rakete ist gegen alle bekannten Störversuche unempfindlich und kann gegen Panzer, Hubschrauber sowie Ziele außerhalb der Sichtweite der Besatzung eingesetzt werden.[15]

DarĂŒber hinaus stehen je nach Nutzerstaat PELE- und Canistermunition zur VerfĂŒgung.

Munitionstypen Leopard 2[14]
Name Typ Masse – Patrone
in kg
Masse – Penetrator/Geschoss
in kg
MĂŒndungsgeschw.
in m/s
Kampfentfernung
in m
EinfĂŒhrung/Anmerkung
DM12 MZ 23,2 13,5 ca. 1140 ca. 2600 1979
DM12A1 MZ 23,2 14,1 ca. 1140 ca. 2600 Nachfolger der DM12
DM13 KE – ca. 1650 ca. 3200 1979
DM23 KE – ca. 1650 ca. 3500 1983
DM33 KE 19 4,6 ca. 1650 ca. 3500 1987
DM43/DM43A1
(LKE I)
KE 20 7,2 mit TreibkĂ€fig 1740 – Internationaler Einsatz
DM53
(LKE II)
KE 21,4 ca. 5 1670 (L/44)
1750 (L/55)
4000 1999
DM53A1/DM63
(LKE II)
KE  ? ca. 8,45 1750 (L/55) – 2005
verbesserte LKE II, stÀrkere Treibladung; gesteigerte effektive Schussentfernung, Verschuss nur aus L/55.
DM11 HE ca. 19 – ca. 950 (L/44)
ca. 1100 (L/55)
5000 –

Anmerkung: Von der Bundeswehr genutzte Munition

Panzerung

Detailaufnahme der Front eines 2A5. Auf der Wannenfront befinden sich zwei Ersatzkettenglieder (Mitte) sowie mehrere Schneegreifer (links und rechts). Die Seitenteile der Keilpanzerung des Turms können abgeklappt werden und bieten so Zugang zu weiterem Stauraum. Zu sehen ist ebenfalls die Verankerung der Schwingarme in der Wanne.
RĂŒckansicht und Aufbau der linken Zusatzpanzerung (Keilpanzerung).

Der Leopard 2 ist durch eine Verbundpanzerung (auch bekannt als Mehrschicht- oder Kompositpanzerung) der dritten Generation (C-Technologie) geschĂŒtzt. Der genaue Aufbau und die StĂ€rke unterliegen der Geheimhaltung und richten sich nach der aktuellen Entwicklung der Waffentechnik. So besteht die Panzerung aus einer Mehrfach-Schottanordnung, bei der die ZwischenrĂ€ume mit elastischem Gummi gefĂŒllt sind. Als Materialien können verschiedene Stahlsorten mit unterschiedlichen HĂ€rtegraden und Verbundwerkstoffen wie Keramik, Kunststoff oder Kevlar zum Einsatz kommen. Der Aufbau folgt damit dem sogenannten Chobham-Prinzip, ist jedoch keine Chobham-Panzerung. Besonderer Wert wurde auf eine starke Frontpanzerung gelegt.

Die Wanne und der Turm werden als GehĂ€use mit integrierter Panzerung gefertigt; das heißt, die Ă€ußeren und inneren Panzerplatten ĂŒbernehmen neben dem Schutz ebenfalls Karosseriefunktionen. Innerhalb dieser tragenden Struktur wird die eigentliche Panzerung in Form von Blöcken in die vorgesehenen HohlrĂ€ume eingesetzt, was dem Panzer seine eckige Form gibt.

Die seit dem Leopard 2A5 angebrachte Keilpanzerung an der Turmfront wurde dagegen als Schottpanzerung ausgefĂŒhrt und hat die Aufgabe, die Bautiefe der Panzerung zu erhöhen, KE-Penetratoren zu brechen und Hohlladungsgeschosse (HL) vor der Grundpanzerung zu zĂŒnden. Dazu gliedert sich der Aufbau in der Regel in die Destabilisierungsstufe (Disturber), Brechstufe (Disrupter) und Erosionstufe (Absorber). Das oft angenommene Abprallen der Geschosse tritt jedoch nicht auf, da KE-Munition des 21. Jahrhunderts auch noch bei Aufschlagwinkeln von 10° bis 15° wirkt.

Der Munitionsbunker im Turmheck verfĂŒgt ĂŒber Ausblasmöglichkeiten (Blow-out-panels) an der Oberseite, um die Energie einer Explosion der dort gelagerten Munition nach außen abzuleiten. Der Innenraum des Panzers ist mit Gewebematten (Spall-Liner) aus hochfesten Fasern wie Aramid (Kevlar) ausgekleidet, um den Splitterkegel beim Durchschlagen der Panzerung zu reduzieren oder komplett zu verhindern.[12]

Neben diesen Schutzfunktionen besitzt der Leopard 2 je nach Betreiberstaat weitere Panzerungselemente wie Bombletschutz fĂŒr die Oberseite, Slat-Armour (ein KĂ€fig gegen HL-Geschosse), erweiterten Minenschutz (siehe A6M) oder weitere Aufpanzerungen in Form der Verbundpanzerung MEXAS oder AMAP von IBD Deisenroth Engineering (IngenieurbĂŒro Deisenroth).[16]

Die verschiedenen AusfĂŒhrungen des Leopard 2 verfĂŒgen ĂŒber folgenden Panzerschutz (RHA-Äquivalent) gegen HEAT- und KE-Geschosse:

Bauteil Leopard 2A1-A3 Leopard 2A4 Leopard 2A5 Stridsvagn 122
Wannenfront
KE-Geschosse:
350–550 mm 600 mm 620 mm 620–780 mm
Wannenfront
HEAT-Granaten:
520 mm 620–710 mm 620–750 mm 750–920 mm
Turmfront
KE-Geschosse:
500–550 mm 590–690 mm 850–930 mm 920–940 mm
Turmfront
HEAT-Granaten:
810 mm 810–1290 mm 980–1730 mm 1290–1960 mm

Laufwerk und Antrieb

Leopard2 Triebwerk.jpg
Leopard-2-Triebwerk. Motor links, HSWL-Getriebe rechts, darĂŒber die RingkĂŒhler. Seitlich am Motor der Kombinationsluftfilter (rechteckiger Kasten) zum Filtern der Verbrennungsluft
Triebwerkraum Leopard 2A5.jpg
Triebwerkraum des Leopard 2A5. Zu sehen sind unter anderem mittig zwei DrehstĂ€be und links ein Teil der Kraftstoffanlage (zwei grĂŒne BehĂ€lter).
Leopard 2 A7 (6713959737).jpg
Das von KMW fĂŒr den Leopard 2 projektierte Hilfstriebwerk findet im erhöhten oberen rechten Wannenheck seinen Platz.

Der Panzer besitzt ein drehstabgefedertes StĂŒtzrollenlaufwerk mit LamellendĂ€mpfern und hydraulischen sowie mechanischen EndanschlĂ€gen ĂŒber den Schwingarmen der Laufradpaare. Seine DrehstĂ€be sind mit jeweils 50 kN vorgespannt. Er verfĂŒgt ĂŒber eine „lebende“ Endverbindergleiskette mit auswechselbaren Kettenpolstern des Unternehmens Diehl vom Typ 570 F (spĂ€ter FT). Beim Fahren im Schnee, auf Eis oder um die Griffigkeit der Kette zu steigern, können pro Seite 18 Kettenpolster in kurzer Zeit gegen gusseiserne Schneegreifer ausgetauscht werden.

Der Leopard 2 wird von einem flĂŒssigkeitsgekĂŒhlten V12-Viertakt-Vorkammer-Mehrstoffmotor des Typs MTU MB 873-Ka 501 angetrieben. Mit einer LadeluftkĂŒhlung und zwei Abgasturboladern ausgestattet leistet er 1100 kW (1500 PS) bei einer Drehzahl von 2600 min−1 und beschleunigt den Panzer auf eine Höchstgeschwindigkeit von offiziell 68 km/h. Die reale zu erreichende Endgeschwindigkeit variiert und kann je nach Untergrund bis zu 30 km/h darĂŒber liegen. Überdrehzahlen ab 2850 min−1 werden durch die elektronische Motorkontrollanlage (MKA) verhindert. Bei kritischem KĂŒhlflĂŒssigkeitszustand oder Ölstand wird er automatisch abgeschaltet. Das maximale Drehmoment von 4700 Nm wird bei 1600 min−1 erreicht.

Das Aggregat entstammt dem Motorenprogramm Ka 500 der Kampfpanzer-70-Entwicklung. Im Vergleich besitzt der Ka 501 einen auf 47,6 Liter vergrĂ¶ĂŸerten Hubraum, was sich in einem höheren Drehmoment und LastannahmefĂ€higkeit im gesamten Drehzahlbereich zeigt und die BeschleunigungsfĂ€higkeit verbessert. Der Abscheidungsgrad der Kombinationsluftfilter sowie der Wirkungsgrad der KĂŒhlanlage wurde verbessert und steigerte die Standfestigkeit. Die reine Vielstoff-FĂ€higkeit wurde bei der Weiterentwicklung durch MTU Friedrichshafen nicht weiterverfolgt, sodass mindestens eine Kraftstoffmischung von 60 % Diesel und 40 % einer anderen zugelassenen brennbaren FlĂŒssigkeit notwendig wird. Eine Trockensumpf-Druckumlaufschmierung sorgt auch bei SchrĂ€glage von 35° in Richtung der Kurbelwelle und 25° quer dazu fĂŒr eine Ölversorgung an allen Schmierstellen. Die Versorgungsleitungen zum Fahrzeug sind mit selbstdichtenden Schnelltrennkupplungen ausgestattet. Ein ĂŒber ein Vorgelege am Dieselmotor angebauter ölgekĂŒhlter 20-kW-Generator versorgt das 24-V-Bordnetz mit Strom.

Die zum Betrieb notwendige Brennluft wird ĂŒber zwei seitlich am Motor angebaute Kombinationsluftfilter zugefĂŒhrt. In ihnen wird die durch zwei kreisrunde Ansaughutzen auf der Triebwerksabdeckplatte eingesaugte Luft gereinigt und ĂŒber Zyklonfilter zu 95 % vom Grobstaub befreit. Dieser wird anschließend durch ein GrobstaubsauggeblĂ€se aus dem Triebwerksraum entfernt. Zwei weitere FeinfilterrundeinsĂ€tze binden die restlichen Staubpartikel. Das AbfĂŒhren der AbwĂ€rme wird ĂŒber zwei temperaturgesteuerte RingkĂŒhler mit integrierter GeblĂ€seanordnung auf dem Getriebe realisiert. Diese sind durch eine Gummilippe vom Motor getrennt, um sie bei eingeschalteter Tauchhydraulik mit Wasser umspĂŒlen zu können. Die GeblĂ€se sind in dieser Zeit abgeschaltet. Die erwĂ€rmte Abluft wird im Normalbetrieb ĂŒber das große HeckgrĂ€ting nach unten ausgeblasen und dort zur KĂŒhlung der heißen Abgase genutzt; die durch zwei kreisrunde GrĂ€tings ebenfalls leicht schrĂ€g nach unten ausgestoßen werden. FĂŒr Unterwasserfahrten ist das Abgassystem mit RĂŒckschlagklappen ausgestattet.

Zur KraftĂŒbertragung auf die Kette dient das hydromechanische Schalt-, Wende- und Lenkgetriebe des Typs Renk-HSWL-354. Es vereint den Fahr-, Lenk,- und Hilfsantrieb sowie die Bremsanlage in einem GehĂ€use und ist mit dem Motor ĂŒber Schnellspannvorrichtungen zum sogenannten Triebwerksblock zusammengeflanscht. Der Fahrantrieb ist mit einem hydrodynamisch-mechanischem 4-Gang-Lastschaltgetriebe mit Wendestufe ausgestattet. Ein mechanisch ĂŒberbrĂŒckbarer Drehmomentwandler wird als verschleißarme KraftĂŒbertragung im unteren Drehzahlbereich genutzt; der Panzer fĂ€hrt hierbei im Wandlerbetrieb. Oberhalb von 1300 min−1 wird mit Hilfe einer automatisch schließenden ÜberbrĂŒckungskupplung eine feste Verbindung erreicht, mit der die Motorleistung wie bei einer starren Welle ĂŒbertragen wird. Die im Getriebe integrierte Betriebsbremse arbeitet dabei in zwei Stufen. Über 35 km/h wird der Panzer durch eine verschleißfreie hydraulische Strömungsbremse (hydrodynamischer Retarder) abgebremst. Unterhalb dieser Geschwindigkeit werden die Bremsscheiben mit einem Druck von >98 bar angesteuert. Dies ermöglicht so einem Leopard 2A4 bei einer Vollbremsung aus 70 km/h einen Bremsweg von nur 20,6 Metern.[17]

Wie schon bei seinen VorgĂ€ngern ist das Antriebssystem als Gesamttriebwerksblock ausgelegt, was ein Wechseln des kompletten Antriebsstrangs mit UnterstĂŒtzung eines Bergepanzers im Rahmen einer dynamischen Waffenschau innerhalb von 15 Minuten ermöglicht. Dabei laufen aber viele TĂ€tigkeiten wie das Trennen des Seitenvorgeleges oder das Lösen der Heckplatte bereits im Voraus ab. Ein Wechsel nach Vorgabe der Technischen Dienstvorschrift wird mit vier Stunden angegeben.[18]

ErwĂ€hnenswert ist noch der relativ niedrige Kraftstoffverbrauch des Leopard 2. GegenĂŒber dem oft als Vergleich herangezogenen US-amerikanischen Panzer M1 Abrams mit seiner Gasturbine vom Typ Avco Lycoming AGT-1500 liegt der Verbrauch bei rund der HĂ€lfte. Den grĂ¶ĂŸten Vorteil hat der Dieselantrieb dabei im Leerlauf- und Teillastbetrieb.

Zum Betrieb der elektrischen Systeme ohne laufendes Haupttriebwerk wurde im hinteren rechten Wannenheck ein Hilfstriebwerk (engl. auxiliary power unit, APU) installiert. Je nach Nutzerstaat leistet das Dieselaggregat 7,5 kW bis 17 kW. In den Betriebsstufen Auto und Load werden die Batterien dabei geladen und ĂŒberwacht. In der Stufe Continuous befindet sich das Aggregat im Dauerbetrieb; es ĂŒbernimmt dabei die vollstĂ€ndige Versorgung und entlastet die Batterien.

Besatzung

Kommandantenplatz im Leopard 2A4, oberhalb im Bild der monokulare (Ein-Auge) Einblick in das PERI; in Bildmitte der Richtgriff, rechts davon die BediengerĂ€te fĂŒr die Feuerleitanlage, die Mehrfachwurfanlage, das WĂ€rmebildgerĂ€t und PERI. Der untere Sitz gehört zum RichtschĂŒtzenplatz.
RichtschĂŒtzenplatz im Leopard 2A4, mittig im Bild der Einblick fĂŒr das Hauptzielfernrohr, links davon der Einblick fĂŒr das Turmzielfernrohr. Am unteren Bildrand ist der Doppelgriff zum Richten und Abfeuern zu erkennen.
Platz des LadeschĂŒtzen. Rechts im Bild das BodenstĂŒck der Bordkanone.

Der Leopard 2 hat vier Mann Besatzung (Kommandant, RichtschĂŒtze, LadeschĂŒtze und Fahrer). Es folgt eine TĂ€tigkeitsbeschreibung und Aufgabenverteilung bei einer deutschen Panzerbesatzung.

Kommandant

Der Kommandant ist fĂŒr den Kampfpanzer und seine Besatzung verantwortlich. Im Gefecht hat er eine Vielzahl von Aufgaben zu bewĂ€ltigen:

  1. FĂŒhren des Funkverkehrs mit dem ZugfĂŒhrer oder Kompaniechef
  2. AufklĂ€rung des Gefechtsfeldes und Zielzuweisung fĂŒr den RichtschĂŒtzen
  3. FĂŒhren des Kampfpanzers im Zugverband durch entsprechende Anweisungen an den Fahrer
  4. FĂŒhren des Feuerkampfes durch Übersteuerung des RichtschĂŒtzen (in Not- oder Duellsituationen)
  5. Bestimmung der zu verwendenden Munitionsart: (KE, MZ oder MG)

Dies ist nur eine Auswahl der wichtigsten Funktionen; hinzu kommen Pflichten zur ErfĂŒllung des Fristenheftes (also der Wartung) und der PrĂŒfliste und damit der Erhalt der Einsatzbereitschaft des Panzers. Eine mehrfache Belastung kommt hinzu, wenn der Kommandant des Panzers gleichzeitig ZugfĂŒhrer, Kompaniechef oder Bataillonskommandeur ist. Er ist dann nicht nur fĂŒr die elementaren Aufgaben im eigenen Panzer zustĂ€ndig, sondern muss auch noch die taktische Koordination, also Bewegung, Zielzuweisung und Feuerfreigabe fĂŒr die ihm unterstellte Formation ĂŒbernehmen.

RichtschĂŒtze

Der RichtschĂŒtze ist stellvertretender Kommandant und muss bei dessen Ausfall die entsprechenden Funktionen, soweit noch möglich, ĂŒbernehmen. PrimĂ€r ist er jedoch fĂŒr die FĂŒhrung des Feuerkampfes und die Beobachtung des Gefechtsfeldes in seinem Beobachtungsbereich verantwortlich. Zudem muss er durch entsprechendes Bewegen des Turmes und der Bordkanone BeschĂ€digungen durch GelĂ€nde oder Vegetation am Turm vermeiden. In einer Gefechtssituation wird in aller Regel der Kommandant dem RichtschĂŒtzen das zu bekĂ€mpfende Ziel zuweisen, da er ĂŒber eine vom Turm unabhĂ€ngige Beobachtungsmöglichkeit (PERI R17) verfĂŒgt, die ihm einen 360-Grad-Rundumblick ermöglicht, ohne den Turm bewegen zu mĂŒssen. Tritt jedoch eine sogenannte Duellsituation ein, das heißt, erkennt der RichtschĂŒtze ein Ziel (z. B. einen feindlichen Kampfpanzer), das zur BekĂ€mpfung des eigenen Panzers ansetzt, ist er angewiesen, dieses Ziel ohne jede weitere RĂŒckfrage beim Kommandanten mit der aktuell geladenen Munition zu bekĂ€mpfen. Als SekundĂ€rwaffe bedient er das achsparallel zur Bordkanone montierte Maschinengewehr.

Neben seinen Aufgaben im Gefecht ist er fĂŒr die ErfĂŒllung seiner Punkte im Fristenheft bzw. in der PrĂŒfliste verantwortlich, das heißt, er kĂŒmmert sich zusammen mit dem Kommandanten um Wartung und Pflege rund um den Turm.

LadeschĂŒtze

Der LadeschĂŒtze hat im Gefecht den körperlich anstrengendsten Auftrag: Er muss die 120-mm-Patronen aus dem Munitionsbunker im Turm entnehmen und damit die Bordkanone nachladen. Die oft angegebene Schussfolge von neun Schuss in der Minute stellt schon eine sehr gute Leistung des LadeschĂŒtzen dar, da gerade beim FĂŒhren eines Feuerkampfes aus der Bewegung heraus schon leichtes GelĂ€nde den LadeschĂŒtzen vor eine physische Herausforderung stellt. Neben dem Nachladen der Bordkanone ist er auch fĂŒr das achsparallele MG3 und 7,62-mm-FlaMG (Fliegerabwehr-MG) verantwortlich. Auch wenn es in dem ihm ursprĂŒnglich zugedachten Zweck wohl selten bis nie eingesetzt wird, hat der LadeschĂŒtze auch die Möglichkeit, mit dem an seiner Luke angebrachten MG in das Kampfgeschehen einzugreifen. Wie Kommandant und RichtschĂŒtze ist auch der LadeschĂŒtze fĂŒr Wartungsarbeiten am Panzer verantwortlich. Außerdem ist der LadeschĂŒtze meist als Einweiser fĂŒr den Panzer zustĂ€ndig und macht den Panzer klar zum Gefecht, d. h., er deinstalliert die Rundumkennleuchte, deckt die Scheinwerfer ab, klappt die hinteren Kettenblenden hoch und entfernt die SchmutzfĂ€nger.

Fahrer

Der Fahrer ist im Gegensatz zu den restlichen Besatzungsmitgliedern vorne rechts in der Wanne untergebracht und damit vom Rest seiner Besatzung praktisch isoliert. Er ist das einzige Besatzungsmitglied, das direkten Einfluss auf die Bewegungen des Panzers nehmen kann, und trĂ€gt damit eine besondere Verantwortung. Im Gefecht muss er das Fahrzeug so fĂŒhren, dass es nie eine exponierte, also dem feindlichen Feuer ausgesetzte Position einnimmt. Er muss „ein Auge“ fĂŒr das GelĂ€nde haben, möglichst gĂŒnstige Stellungen erspĂ€hen und den Panzer dort positionieren. Der Kommandant gibt dem Fahrer grundsĂ€tzliche Marschbefehle beziehungsweise Ziele, die konkrete AusfĂŒhrung bleibt dem Fahrer ĂŒberlassen. Das WĂ€hlen der besten Fahrbewegungen wird dabei durch das unter Luke (also bei geschlossener Fahrerluke) stark eingeschrĂ€nkte Sichtfeld erschwert. Bei bestimmten Notsituationen ist der Fahrer angewiesen, selbststĂ€ndig auszuweichen, so z. B. bei einsetzendem Artilleriebeschuss. FĂŒr den Nachtkampf kann der Fahrer den mittleren seiner drei Winkelspiegel gegen ein NachtsichtgerĂ€t austauschen. Zudem ist er fĂŒr die Wartung der kompletten Wanne inklusive Triebwerk und Laufwerk etc. zustĂ€ndig, wobei jedoch die anderen Besatzungsmitglieder, beispielsweise beim Einstellen der Kettenspannung, unterstĂŒtzend mitwirken.

Im zivilen Straßenverkehr wird der Fahrer durch Kommandant und LadeschĂŒtze unterstĂŒtzt; diese helfen bei der EinschĂ€tzung der Verkehrssituation, warnen vor ĂŒberholenden Fahrzeugen oder deuten nachfolgenden Fahrzeugen, mehr Abstand zu halten. In Deutschland muss der Fahrer wĂ€hrend der Straßenfahrt ĂŒber Luke fahren, das heißt, die Fahrerluke ist geöffnet, und er sieht oben heraus. Der Fahrersitz kann dafĂŒr entsprechend höhenverstellt werden.

Einsatzerfahrungen

KFOR

Am 12. Juni 1999 wurden von der Bundeswehr 28 Leopard 2A5 beim Einmarsch der KFOR-Truppe im Kosovo eingesetzt. Die Fahrzeuge der Panzerbataillone 33 und 214 wurden von Mazedonien aus nach Prizren entsandt. Sie dienten als Objektschutz- und Patrouillenfahrzeuge sowie an den Kontroll- und Beobachtungspunkten im Rahmen der Show of Force als Sicherungsfahrzeug. In den Nachrichten erschien der Kampfpanzer bei einem Zwischenfall am 13. Juni 1999,[19] bei dem zwei serbische ParamilitĂ€rs aus einem Lada einen dieser Kontrollpunkte in Prizren beschossen. Da sich die Besatzung nur teilweise an Bord befand, wurde kein Schuss aus den Bordwaffen abgefeuert, sondern durch abgesessene KrĂ€fte anderer Fahrzeuge. Einen Einsatz der Bordkanone gab es dagegen am 26. Juni 1999, als die Besatzung eines 2A5 vier Patronen als WarnschĂŒsse ĂŒber den Ort Orahovac feuerte.[20] Problematisch fĂŒr den Einsatz des Leopard 2 war immer wieder die zu geringe TragfĂ€higkeit der BrĂŒcken im Einsatzgebiet.

Wegen der sinkenden Bedrohungslage wurden die 2A5 zum Jahreswechsel 2000/2001 gegen Leopard 2A4 ausgetauscht. Einen weiteren Einsatz hatten einige A4 bei den Unruhen 2001 in Mazedonien. Die Kampfpanzer dienten als Objektschutzfahrzeuge fĂŒr das dortige Logistiklager der Bundeswehr. Bis zum Abzug am Jahresende 2004 waren die Panzer im österreichischen-schweizerischen Camp „Casablanca“ stationiert.[20]

ISAF

Kanada nutzt seit August 2007 20 Leopard 2A6M-CAN in Afghanistan beim ISAF-Einsatz. Bei einem Anschlag mit einer großen Sprengfalle auf einen kanadischen Leopard am 2. November 2007 ĂŒberlebte die gesamte Besatzung: „Meine Crew stieß auf ein IED und ging in die Geschichte als erste Besatzung ein, die das 'M'-Paket getestet hat. Es funktionierte so, wie es sollte,“ schrieb ein kanadischer Offizier an das deutsche Verteidigungsministerium und sagte, dass es in einem anderen Fahrzeug wohl keine Überlebenden gegeben hĂ€tte.[21][22] Lediglich der Fahrer des Panzers erlitt einen Bruch der HĂŒfte, die restliche Besatzung kam mit Prellungen davon.

Der Chef des kanadischen Generalstabes, General Rick Hillier, reagierte auf Presseberichte und dementierte, dass der durch die Explosion beschĂ€digte Leopard 2 zerstört sei. Stattdessen sei der Panzer repariert worden und inzwischen wieder im Einsatz. „Die Taliban haben in mehreren Hinterhalten die neuen Leopard-2-Panzer angegriffen“, und als Ergebnis hĂ€tten die Taliban „einige sehr harte Lektionen gelernt“ und „den Kampf sehr schnell und sehr gewaltsam verloren“.[23]

Auch DĂ€nemark hat einen Zug Leopard 2A5DK nach Afghanistan verlegt und dort in der Provinz Helmand im Einsatz.[24] Am 5. Januar 2008 bewĂ€hrten sich die Panzer in einem ersten Feuergefecht bei der UnterstĂŒtzung britischer Truppen gegen TalibankĂ€mpfer.[25] Am 26. Februar 2008 wurde ein dĂ€nischer Leopard 2 von einer Sprengladung getroffen. Eine Kette des Fahrzeugs wurde zerstört, die Besatzung blieb unverletzt. Der Panzer konnte trotz der zerstörten Kette aus eigener Kraft ins Lager zurĂŒckkehren und dort repariert werden.[26] Am 25. Juli 2008 wurde ein weiterer dĂ€nischer Leopard in Afghanistan von einer Sprengladung getroffen. Der Fahrer kam dabei ums Leben, da der 2A5DK zu der Zeit nicht ĂŒber eine zusĂ€tzliche Minenschutzausstattung verfĂŒgte.[27]

LeoBen-Gemeinschaft

Um die Weiterentwicklung des Waffensystems Leopard und dessen Fahrzeugfamilie auf eine gemeinsame Basis zu stellen, wurde 1969 von Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Norwegen die LeoBen-Gemeinschaft (Leopard-benutzende Staaten)[28] gegrĂŒndet. In mehrere Arbeitsgruppen aufgeteilt und von einem Lenkungsausschuss gesteuert, sind die Ziele, die Versorgung zu vereinfachen, das Waffensystem gemeinsam weiterzuentwickeln, die Instandsetzung zu vereinfachen, die Leopard-Familie an kommende Bedrohungen anzupassen sowie Kosten zu senken.

Varianten

Varianten der Bundeswehr

Leopard-2-Prototyp mit Turm T14 mod in der WTS Koblenz.
Leopard-2-Vorserie (Wanne Nr. 19) etwa 1980. Der Kampfpanzer diente als Belastungsfahrzeug bei einer BrĂŒckenerprobung der Pionierschule des Heeres. Die Variante verfĂŒgte ĂŒber einen Schnittbildentfernungsmesser. Auf dem Turmdach wurden Zusatzscheinwerfer installiert und die Bordkanone ist festgezurrt.

Nach abgeschlossener Umstrukturierung zur Neuausrichtung der Bundeswehr sollen sich insgesamt 225 Leopard 2, in den AusfĂŒhrungen A6 und A6M im Bestand der Bundeswehr befinden. Eine Mischausstattung mit unterschiedlichen RĂŒststĂ€nden wird durch die Ausmusterung der A5 vermieden.[29] Eingesetzt werden diese im Ausbildungszentrum Panzertruppen, im GefechtsĂŒbungszentrum Heer (GÜZ) sowie bei den Stabilisierungs- und EingreifkrĂ€ften. Die Nutzung des Leopard 2A4 im GÜZ als Feinddarstellungsfahrzeug und am Ausbildungszentrum wurde 2008 eingestellt.[30] Vereinzelt dienen sie noch an den Wehrtechnische Dienststellen zur technischen Erprobung.

Die meisten Leopard 2A4 aufgelöster VerbĂ€nde der Bundeswehr wurden verkauft. Die im kalten Krieg ĂŒbliche Langzeitlagerung (LZL) wurde aufgegeben.[30] Zehn Leopard 2A4 wurden demilitarisiert und sind fĂŒr Ausstellungen vorgesehen. Die RĂŒstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall Landsysteme ĂŒbernahmen ebenfalls einige Exemplare fĂŒr interne Erprobungen sowie als Basisfahrzeuge fĂŒr eventuelle Umbauten.[31]

Leopard 2AV

Prototyp des Leopard 2, auch als austere Version bezeichnet. Insgesamt existierten zwei Fahrgestelle (PT 19, 20), drei TĂŒrme (T19, 20, 21) und ein Beschussfahrzeug mit der Bezeichnung AV.[10] Der StĂŒckpreis betrug 1973 etwa 2,3 Millionen DM.[32]

Leopard 2A0

Erste Serienversion. Gefertigt im Oktober 1979 bis MĂ€rz 1982 als erstes Baulos mit insgesamt 380 Fahrzeugen, davon 209 von Krauss-Maffei und 171 durch MaK. Die GrundausrĂŒstung bestand aus dem Hauptzielfernrohr EMES 15, einem Laser-Entfernungsmesser, dem Rundblickperiskop PERI R17, dem Turmzielfernrohr FERO Z18, einer elektrisch-hydraulischen WNA-H22, einem Feuerleitrechner, einem Querwindsensor auf dem Turmdach sowie einem rechnergesteuerten PanzerprĂŒfgerĂ€t RPP 1-8. Statt eines WĂ€rmebildgerĂ€tes verfĂŒgten 200 Fahrzeuge des Loses ĂŒber einen RestlichtverstĂ€rker (PZB 200 = Passives Ziel- u. BeobachtungsgerĂ€t). Zwei Fahrgestelle 10001 (KMW) und 20010 (MaK) dienten als Ausbildungsfahrzeuge.[10]

Leopard 2A1

Zwei Baulose mit insgesamt 750 Fahrzeugen. Die Fertigung des Bauloses 2 erstreckte sich vom MĂ€rz 1982 bis November 1983 mit 450 Leopard 2A1, woran nahtlos das dritte Baulos mit den restlichen 300 Panzern anschloss. Die Endfertigung war im November 1984 abgeschlossen. Die HauptĂ€nderungen umfassten vorwiegend das Baulos 2 und waren: Wegfall des Querwindsensors, WĂ€rmebildgerĂ€t serienmĂ€ĂŸig, einheitlicher NATO-Standard der Munitionshalterung der Hauptwaffe, verbesserte Fahrzeugelektrik, Trittbleche auf dem Triebwerksblock, Kommandantenperiskop 5 Zentimeter höher, geĂ€nderte Abgas-GrĂ€tings, Feldkabelanschlussstelle am linken Turmheck, Verlegung des TankeinfĂŒllstutzen seitlich zu den NischenbehĂ€ltern, VergrĂ¶ĂŸerung der Abdeckung der Ansaughutze fĂŒr die SchutzbelĂŒftungsanlage und Neuanordnung und Kreuzung der Abschleppseile am Fahrzeugheck. Im Baulos 3 erhielt der Kampfpanzer Detailverbesserungen im Innenraum.[10]

Leopard 2A2

NachrĂŒstung aller 2A0 mit einem WĂ€rmebildgerĂ€t. Das PZB 200 entfĂ€llt. Die Bezeichnung Ă€ndert sich zu 2A2.[10]

Leopard 2A3

Baulos 4 mit Detailverbesserungen. Einbau einer neuen Funkanlage SEM 80/90 (VHF) mit kĂŒrzeren Antennen, verkĂŒrztem Staurohr fĂŒr das RichtschĂŒtzen-Hilfszielfernrohr und nunmehr Dreifarb-Tarnanstrich. Insgesamt wurden zwischen Dezember 1984 und Dezember 1985 300 Fahrzeuge gefertigt.[10]

Leopard 2A4

Leopard 2A4 (Österr. Bundesheer). Am Turm wurde die neue Mehrfachwurfanlage nachgerĂŒstet. Das Fahrzeug gehörte zu den Baulosen 5 bis 6. Die ersten Segmente der KettenschĂŒrze hatten noch FĂŒhrungsschienen, die ab dem 97. Fahrzeug des sechsten Bauloses durch Schutzelemente ersetzt wurden.

Die Fertigung des Leopard 2A4 erstreckte sich auf vier Baulose mit 695 Fahrzeugen. Das 5. Baulos der Fertigung begann im Dezember 1985 und endete im MĂ€rz 1987. Die 370 Leopard verfĂŒgten ĂŒber einen digitalen ballistischen Rechner fĂŒr zusĂ€tzliche Munitionsarten wie die der amerikanischen StreitkrĂ€fte, die Munitionsluke an der linken Turmseite entfiel und eine verbesserte BrandunterdrĂŒckungsanlage wurde eingebaut. Das Baulos 6 der Serie verfĂŒgte ab dem 97. Fahrzeug ĂŒber einen verbesserten Panzerschutz der Turm- und Wannenfront, eine neue schwere KettenschĂŒrze, neue Ketten der Firma Diehl, wartungsarme Batterien und instandsetzungsfreundliche Leitradabdeckungen. Zum Schutz der Soldaten wurde der Tarnanstrich auf zinkchromatfreie Lacke umgestellt. Die Fertigung der 150 Fahrzeuge erstreckte sich vom Januar 1988 bis zum Mai 1989. Das Baulos 7 mit 100 Fahrzeugen folgte nahtlos und endete ohne Änderungen im April 1990. Ab dem Januar 1991 folgte das letzte Baulos 8 mit 75 Fahrzeugen. Die Änderungen umfassten eine verbesserte leichte und schwere KettenschĂŒrze in D-Technologie – mit gerader Unterkante und nur noch einer Aufstiegshilfe an den ersten Segmenten – und einen Feldjustierspiegel an der MĂŒndung der Bordkanone. Der Spiegel wurde an allen Fahrzeugen nachgerĂŒstet. Das Baulos endete am 19. MĂ€rz 1992 mit der feierlichen Übergabe des letzten produzierten Leopard 2A4 der Bundeswehr an das Gebirgspanzerbataillon 8.

Zur Vereinheitlichung wird der Konstruktionsstand der Leopard-2-Flotte ab 1995 auf den Stand der A4 gebracht. Ein Großteil der Fahrzeuge sind Mischlose, bestehend aus Wannen des ersten Bauloses und TĂŒrme aus dem sechsten bis achten Baulos. Zwei Fahrzeuge â€“ Fahrgestell 11156/Turm 41164 (Truppenversuchsmuster maximum); Fahrgestell 11157/Turm 41265 (Truppenversuchsmuster minimum) â€“ des achten Bauloses dienten schon zur Erprobung des Kampfwertsteigerungsprogramms von Krauss-Maffei.[10]

Truppenversuchsmuster

Um den Umfang der geplanten Kampfwertsteigerung zu bestimmen, wurden vom Bundesamt fĂŒr Wehrtechnik und Beschaffung mehrere Versuchsfahrzeuge in Auftrag gegeben. Die 1984 formulierten Vorgaben des BWB wurden 1989 im KomponentenversuchstrĂ€ger (KVT) umgesetzt. Als Basis diente ein Serienfahrzeug aus dem 5. Baulos. Das vorwiegend auf Schutz ausgelegte Paket umfasste eine Aufpanzerung der Wannen- und Turmfront sowie des Turmdaches mit einer Mehrschichtpanzerung der 4. Generation. Der Innenraum wurde mit einem Splitterschutz (Spall-Liner) ausgekleidet. Eine elektrische WaffennachfĂŒhranlage ersetzte die hydraulische und verbesserte durch Wegfall der HydraulikflĂŒssigkeit den passiven Schutz fĂŒr die Besatzung. Um ballistische Löcher in der Panzerung zu beseitigen, erhielt der Fahrer eine Schiebeluke, der Ausblick des EMES 15 wurde höhergesetzt. Weitere notwendige Änderungen, die vorrangig der Anpassung dienten, waren die Verlegung des PERI R17 hinter die Kommandantenluke, ein neuer Kommandanten-Winkelspiegel und ein Erhöhen der Vorspannung der DrehstĂ€be. Das Gesamtgewicht stieg um sieben Tonnen und reduzierte das Leistungsgewicht auf 17,7 kW/t. Der aus dem KVT – nach erfolgreicher Erprobung – geschaffene InstrumentenversuchstrĂ€ger (IVT) diente zur Erprobung des Integrierten FĂŒhrungs- und Informationssystems (IFIS), um Lageinformationen und Position des Kampfpanzer zu ĂŒbertragen.

Die mit dem KVT gemachten Erfahrungen wurden im Truppenversuchsmuster 1 (TVM) auf zwei weitere Serienfahrzeuge des 8. Bauloses angewendet. Es entstanden im Zeitraum Winter 1990 bis Herbst 1991 der TVM-max (Maximalanforderung) und TVM-min (Minimalanforderung). Die beiden Versuchsmuster verfĂŒgten ĂŒber die Vorsatzmodule an Turm und Fahrgestell, einen Bombletschutz auf dem Turmdach, Schiebeluken fĂŒr Kommandant und LadeschĂŒtze, Splitterschutz im Kampfraum, Schiebeluke fĂŒr den Fahrer, geĂ€nderte hydraulische EndanschlĂ€ge und die erhöhte Drehstabvorspannung.

In einigen Teilbereichen wurde jedoch eine unterschiedliche AusrĂŒstung vorgenommen und Komponenten verschiedener Hersteller eingebaut. Der Kommandant des TVM-max verfĂŒgte mit dem PERI-R17A2 ĂŒber das israelische WĂ€rmebildgerĂ€t TIM 8-12 (El OP, seit 2000 Elbit Systems),[33] dessen Bilder auf einem Monitor dargestellt wurden, die Navigation wurde durch ein TrĂ€gheitsnavigationssystem unterstĂŒtzt. Die Richtantriebe des Turmes waren elektrisch ausgefĂŒhrt. Der TVM-min erhielt mit dem PERI R17 TW eine Nachtsichtlösung auf TV-Basis mit Großfeldlupe sowie eine GPS-gestĂŒtzte Navigationshilfe. Auf den Einsatz der Tippvisiere fĂŒr den Kommandanten – mit denen das Kommandantenrundblickperiskop automatisch auf den entsprechenden Bereich eingeschwenkt werden konnte – wurde verzichtet. Ebenfalls nicht umgesetzt wurden die gepanzerten Nabendeckel des Laufwerkes und die Laser-Erstecho-Auswertung. Der Turm- und Waffenantrieb erfolgte ĂŒber leistungsgesteigerte elektro-hydraulische Richtantriebe.

Ab Winter 1991 bis FrĂŒhjahr 1992 wurden beide Panzer durch die Panzertruppenschule im aktiven Truppendienst erprobt. Die Überlegenheit des elektrischen Richtantriebs zeigte sich schnell, die Monitorbetrachtung des vom WĂ€rmebildgerĂ€t ausgegebenen Bildes wurde favorisiert. Die Tippvisiere und die Schiebeluken fĂŒr Kommandant und LadeschĂŒtze erwiesen sich zu der Zeit als nicht truppentauglich.

Die gemachten Erkenntnisse wurden am 30. MĂ€rz 1992 bis 3. April 1992 an der Bundesakademie fĂŒr Wehrverwaltung und Wehrtechnik in Mannheim durch die drei Nutzerstaaten Deutschland, die Niederlande und die Schweiz erörtert. Der UmrĂŒstungsumfang entsprach folgenden Kriterien: Einhaltung der finanziellen Obergrenze von 1,18 Millionen DM pro Fahrzeug, Wegfall von Komponenten mit hohem Entwicklungsrisiko und Einhaltung des Verladegewichts des Schwerlasttransporters SLT-56. Nicht umgesetzt wurden daher die Turmdachzusatzpanzerung, der Bugschutz des Fahrgestells, der Splitterschutz im Fahrgestell und das Tippvisier. Hinzu kam dagegen die Heck-Videokamera fĂŒr den Fahrer. Die so festgelegte Konfiguration wurde mit dem Truppenversuchsmuster 2 – in einigen Publikationen auch als TVM 2 mod. bezeichnet – 1993 erprobt, an den sich 1994 Logistikversuche an der Technischen Schule Landsysteme und Fachschule des Heeres fĂŒr Technik anschlossen. Der Konstruktionsstand wĂ€hrend den Nachuntersuchen 1994 entsprach dem des Leopard 2A5.[34]

Leopard 2A5 KWS II

Der Leopard 2A5 ist die Umsetzung der als Mannheimer Konfiguration bekannten Kampfwertsteigerung (KWS) der Stufe 2. Wegen Finanzierungsproblemen bei der UmrĂŒstung in der Bundeswehr verlief die Abwicklung in zwei Losen; im Jahr 1995 bis 1998 fĂŒr Los 1 (225 Fahrzeuge) und 1999 bis 2002 fĂŒr Los 2 (125 Fahrzeuge). Die Änderungen an den 2A4 umfassten eine Zusatzpanzerung an der Turmfront, leichte Kettenblenden der zweiten und dritten Generation (Bauform in D-Technologie mit gerader Unterkante), neues Kommandantenperiskop PERI R17A2 mit eigenem WĂ€rmebildgerĂ€t (TIM, Thermal Imaging Modul), einen Digitalrechner, eine elektrische WaffennachfĂŒhranlage, RĂŒckfahrkamera und elektropneumatische Schiebeluke fĂŒr den Fahrer, Splitterschutz aus Kevlar (Spall-Liner) an der Turminnenseite, gepanzerte Nabendeckel fĂŒr die Laufrollen, Einbau von GPS und einem TrĂ€gheitsnavigationssystem sowie die Vorbereitung fĂŒr die Glattrohrkanone L/55. Die Panzer sind ausschließlich Umbauten, bestehend aus den Ă€ltesten TĂŒrmen (zum Teil aus dem 1. Los) und den neuesten Wannen der Lose 6, 7 und 8. Diese sind leicht an der Kombination von zugeschweißter Munitionsluke am Turm und meist sechsteiligen schweren Kettenblenden an der Wanne zu erkennen. Der Grund hierfĂŒr lag darin, dass an der Wanne nicht viel geĂ€ndert werden musste, es wurde lediglich die Fahrerluke geĂ€ndert und die RĂŒckfahrkamera angebracht. Die TĂŒrme hingegen wurden vollstĂ€ndig ĂŒberarbeitet, daher konnten hier die Ă€ltesten verwendet werden. Die Gesamtkosten betrugen 347 Millionen DM fĂŒr Los 1 und 272 Millionen DM fĂŒr Los 2.[34][10][35]

Leopard 2A6

Leopard 2A6 mit neu angeordneter Nebelmittelwurfanlage und der alten leichten Kettenblende der ersten Generation
Leopard 2A6M in der Heckansicht. Die AusfĂŒhrung der KettenschĂŒrze in „D-Technologie“ und die alte Anordnung der Nebelmittelwurfanlage sind gut zu erkennen. Merkmal der KettenschĂŒrze der dritten Generation sind die erhabenen Schrauben der hinteren leichten Kettenblende.

Der Leopard 2A6 basiert auf dem KWS-I-Programm von Krauss-Maffei, mit dem eine Erhöhung der Feuerkraft erreicht werden sollte. Die UmrĂŒstung am Panzer betraf daher vorwiegend die Waffenanlage. Im Detail wurden so fĂŒr die neue 120-mm-Glattrohrkanone L/55 die Rohr-RĂŒcklaufbremse und die Schildzapfenlagerung verstĂ€rkt sowie die Feuerleit- und WaffennachfĂŒhranlage angepasst. Von der alten Serienwaffe wurden das Wiegerohr, der Rauchabsauger, das BodenstĂŒck und der Verschlusskeil ĂŒbernommen. VollstĂ€ndig erneuert wurden dagegen die Feldjustieranlage, die RohrschutzhĂŒlle und der HĂŒlsensack. Als Basis dienten 160 Leopard 2A5 und 65 Leopard 2A4, die aus dem zweiten Los der KWS-II direkt zum A6 aufgewertet wurden. Am 7. MĂ€rz 2001 wurde der erste 2A6 vom Hersteller an den Nutzer ĂŒbergeben und im Panzerbataillon 403 eingesetzt.[36]

Neben diesen Änderungen wurde auch eine neue KE-Munition eingefĂŒhrt. Die als LKE-II bezeichnete Munition durchdringt je nach Entfernung bis zu 1000 Millimeter RHA und erfĂŒllt die Forderungen der Bundeswehr zum Durchschlagen von Verbundpanzerung. Als Problem erwies sich die seit der AusfĂŒhrung 2A4 bekannte Verschmutzung der Feldjustieranlage bei der RĂŒckwĂ€rtsfahrt. Die Panzertruppenschule erprobte darauf mit einem modifizierten Panzer (2A6 mod) FrontschĂŒrzen (siehe Strv 121), die dies unterbinden sollen. Die neue Anordnung der Nebelmittelwurfanlage wurde mit dem 2A6M offiziell eingefĂŒhrt und mit Wirkung zum Mai 2005 bei allen noch genutzten Varianten bei Depotinstandsetzungen montiert.[10][35]

Leopard 2A6M

Der 2A6M entspricht dem 2A6 mit zusĂ€tzlichem Minenschutz. Der Umbau umfasste den Einbau eines entkoppelten Kommandanten- und LadeschĂŒtzensitzes, eine modifizierte Notausstiegsluke, einen adaptierbaren Minenschutz, Drehstababdeckungen (um deren „Umherfliegen“ bei einer Minenexplosion zu verhindern), Abdeckung des SchleifringĂŒbertragers und eine geĂ€nderte Verstauung angebrachter GegenstĂ€nde auf dem Boden.

Besonders umfangreich und ungewöhnlich sind die Änderungen am Fahrerplatz. So wurde der konventionelle Sitz entfernt und durch einen Suspended Dynamic Seat ersetzt. Entwickelt von der Firma Autoflug ist dieser Sitz mit integriertem Gurtzeug ĂŒber vier Gurte an der Fahrzeugdecke aufgehĂ€ngt, wodurch der Sitz und damit der Fahrer von der starren Fahrzeugstruktur des Panzers entkoppelt wird. Da diese Gurte ĂŒber Retraktoren (Gurtaufroller) an der Fahrzeugdecke befestigt sind, kann der Fahrer seine individuelle Sitzhöhe (Augenpunkt) ĂŒber und unter Luke nahezu stufenlos einstellen. Durch weitere Gurte wird der Sitz dann so verspannt, dass der Fahrer auch im Falle einer Kollision mit einem anderen Panzer bzw. beim Überrollen in seiner Position fixiert bleibt. Anhand eines Abstandskissens, das wĂ€hrend der Fahrt verstaut wird, kann der Fahrer den notwendigen Mindestabstand zum Boden ermitteln. Dies ist unbedingt notwendig, da sich der Fahrzeugboden wĂ€hrend einer unter der Wanne wirkenden Ansprengung sowohl plastisch als auch elastisch verformt, was bei BerĂŒhrung schwerwiegende Folgen hat. An der Entwicklung waren Deutschland, die Niederlande, Norwegen, Schweden und die Schweiz beteiligt.[37][10][35]

Kampfwertsteigerung – Stufe III

Eine nicht umgesetzte KWS war die Stufe drei. So sollte ab 2008 die Kampfkraft des Leopard 2 durch eine 140-mm-Glattrohrkanone und eine Ladeautomatik im Turmheck gesteigert werden. Die Turmbesatzung sollte damit auf zwei Mann reduziert werden. Gleichzeitig sollte durch den Einbau eines Computersystems (Combat Forces Command and Control System IFIS) â€“ im Sprachgebrauch der Bundeswehr als FĂŒhrungs- und Waffeneinsatzsystem (FĂŒWES) IFIS bezeichnet â€“ und leistungsfĂ€higer DatenfunkgerĂ€te die FĂŒhrbarkeit verbessert werden. Im Jahr 1995 stellte das Bundesministerium der Verteidigung bei einer Planungsbesprechung in Waldbröl die KWS III ein. Die Geldmittel wurden dem Projekt Neue Gepanzerte Plattform zugeteilt.[10][35]

Leopard 2 UrbOp

Bei der NachrĂŒstung einer KampfraumkĂŒhlanlage (Klimaanlage) entfĂ€llt der rechte Staukorb im Turmheck.

Diese Variante des Leopard 2 war eine in Planung befindliche Umsetzung des PSO-Konzepts von Krauss-Maffei Wegmann fĂŒr die Bundeswehr. Die Bezeichnung UrbOp stand dabei fĂŒr Urbane Operationen und kennzeichnete gleichzeitig die geforderten Anpassungen des Waffensystems. So waren die Wannen von 150 Leopard 2A6M als Fahrgestell vorgesehen und sollten mit Komponenten des PSO ausgerĂŒstet beziehungsweise dafĂŒr vorbereitet werden. Darunter waren unter anderem der RĂ€umschild, eine verbesserte Front- und Seitenpanzerung, die Außensprechanlage, das 360-Grad-Kamerasystem sowie das Hilfstriebwerk. Deren A6-TĂŒrme sollten bei einem Einsatz durch sogenannte UrbOp Module – 50 umgerĂŒstete A4-TĂŒrme – ersetzt werden, die mit einer Zusatzpanzerung verstĂ€rkt und mit einer fernbedienbaren Waffenstation, einem FĂŒhrungssystem (IFIS), dem Weißlichtscheinwerfer, einem neuen PERI mit verbessertem WĂ€rmebildgerĂ€t und der Klimaanlage im Turmheck aufgerĂŒstet wĂ€ren. Als Waffenanlage war die 120-mm-Glattrohrkanone L/44 vorgesehen. Der Leopard 2 UrbOp wĂ€re somit kein Neu-, sondern ein Umbau und nicht stĂ€ndig verfĂŒgbar. Ab Juli 2009 wurde der VersuchstrĂ€ger Leopard 2 PSO-VT in dieser Konfiguration erprobt.[31] Abweichend zu den vorherigen Planungen wurde er mit der L/55-Glattrohrkanone bewaffnet.[38][39][40][41]

Die ursprĂŒngliche Zeitplanung sah vor, von 2011 bis 2018 die Leopard 2 entsprechend aufzurĂŒsten. KMW prĂ€sentierte die endgĂŒltige Konfiguration unter der Bezeichnung Leopard 2A7+ auf der RĂŒstungsmesse Eurosatory 2010. Die Bundeswehr verschob die Umsetzung des PSO-Konzepts zunĂ€chst auf 2019 und stellte sie spĂ€ter zugunsten der AufrĂŒstung zum A7 ein.[29]

Leopard 2A7

Der Leopard 2A7 der Bundeswehr unterscheidet sich grundlegend von der KMW-Variante und ist nicht fĂŒr den Kampf in StĂ€dten optimiert. Insgesamt sind 20 Fahrzeuge[29] fĂŒr die UmrĂŒstung vorgesehen. Die Änderungen umfassen eine Energieversorgungs- und KampfraumkĂŒhlanlage, ein Hilfsaggregat mit 17 kW, das Barracuda-Tarnsystem mit Hitze-Transfer-System, das in den Truppenversuchsmustern erprobte FĂŒhrungs- und Informationssystem, Bordnetzoptimierung mit UltraCaps im Fahrgestell- und Turmbereich, eine digitale BordverstĂ€ndigungsanlage vom Typ SOTAS-IP sowie eine Erneuerung der BrandunterdrĂŒckungsanlage im Kampfraum und die schon seit 2013 begonnene NachrĂŒstung des Attica-WĂ€rmebildmoduls im Kommandantenperiskop. Die Waffenanlage wird fĂŒr den Verschuss der HE-Munition angepasst.[42][43]

Varianten Krauss-Maffei Wegmann

Leo2pso 009.jpg
Leopard 2 PSO auf MilitĂ€rausstellung Eurosatory im Jahr 2006. Der Demonstrator besitzt noch die Autonome Beobachtungs- und Waffenstation und verfĂŒgt ĂŒber einen Suchscheinwerfer neben dem TZF-Ausblick auf der Bordkanonenblende. Als Gleiskette wurde die leichtere P0-Kette von Diehl montiert. Das Triebrad greift hierbei in die Kettengliedkörper.
Leo2 PSO front.jpg
PSO-Prototyp mit dem Entwicklungsstand 2008. Der Panzer besitzt wieder die FT-Gleiskette. Das Triebrad greift bei diesem Typ in die Endverbinder der Gleiskette.
Leopard 2 A7 (6713949053).jpg
Fernbedienbare Waffenstation FLW 200 mit montierten Browning M2 auf dem Turmdach des 2A7+.
Leopard 2 A7 (6713933415).jpg
Leopard 2A7+ auf der Eurosatory 2010. Der Panzer ist fĂŒr den Kampf in urbanen Umfeld aufgerĂŒstet und wurde daher mit der seitlichen Zusatzpanzerung an Turm und Wanne versehen.

Leopard 2A6EX

Der 2A6EX ist eine privatwirtschaftliche Weiterentwicklung des Leopards 2 von Krauss-Maffei Wegmann. Als Basis diente ein Leopard 2A4 aus dem achten Baulos, den KMW 1998/1999 als PrĂ€sentationspanzer umbaute. Der firmenintern als Demo 1 bezeichnete Kampfpanzer entsprach in der Ausstattung dem schwedischen Strv 122 mit zusĂ€tzlicher Wannen- und Turmpanzerung, Klimaanlage, Tipp-Visieren, hydraulischen Kettenspannern und einem Hilfsaggregat. KMW prĂ€sentierte seine Version eines Kampfwertsteigerungsprogramms erstmals 2002 auf der MilitĂ€rausstellung Eurosatory in Paris und Defendory in Athen. Mit spanischen Markierungen versehen nahm er ebenfalls an der Parade am 12. Oktober 2002 zum Nationalfeiertag Spaniens teil. Als kommerzielles GegenstĂŒck sind die spanischen Leopard 2E und griechischen Leopard 2HEL zu sehen.

Unter der Bezeichnung Demo 2 wurde der Kampfpanzer mit der Glattrohrkanone L/55 und mit dem Euro-Powerpack als Antrieb ausgestattet. Das Euro-Powerpack besteht aus dem Dieselmotor MT 883 von MTU und dem Schaltgetriebe HSWL 295 TM von Renk. Es benötigt bei gleicher Leistung gegenĂŒber dem Standardtriebwerk einen Meter weniger Platz im Motorraum, kann jedoch nicht ohne große Änderungen an der Wanne ausgetauscht werden. ZusĂ€tzlich wurden Modifikationen an der LuftfĂŒhrung vorgenommen, die das Ansaugen von BrandsĂ€tzen verhindert; die WĂ€rmeabstrahlung des Triebwerks wurde reduziert und ein SchalldĂ€mpfer zur GerĂ€uschreduzierung eingebaut.[30]

Leopard 2 PSO/2A7+

Eine der modernsten Varianten des Leopard 2 stellt der Leopard 2 PSO (Peace Support Operations) dar. Anfangs von KMW als eigenes Angebot fĂŒr EinsĂ€tze im Ortskampf, sogenannte MOUT-EinsĂ€tze (Military Operations in Urban Terrain) entwickelt, wurde der PSO seit dem Bekunden des Interesses durch die Bundeswehr in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungszentrum Panzertruppen in Munster erprobt und verbessert. Er dient im Rahmen der Show of Force speziell friedenssichernden und -erhaltenden Maßnahmen.[44] Die komplette Ausstattung ist dabei modular und kann je nach Bedarf angepasst werden. Es gibt somit keine festgelegte Konfiguration.

Als Basis fĂŒr den Demonstrator diente die Wanne des PrĂ€sentationspanzers Demo 2[30] sowie ein Turm des Leopard 2A5. Er wurde mit einem Minenschutz ausgestattet und einer zusĂ€tzlichen passiven Rundumpanzerung versehen. Als Bewaffnung verfĂŒgt er ĂŒber die Glattrohrkanone L/44 und ĂŒber eine ferngesteuerte Waffenstation mit ungekĂŒhltem WĂ€rmebildgerĂ€t auf dem hinteren Turmdach. KMW verwendete 2002 die Autonome Waffen- und Beobachtungsstation (AWBS) aus dem WE-Programm der Schweiz, die jedoch in Bezug auf die Bewaffnung eingeschrĂ€nkt war und durch die ungepanzerte FLW 200 mit Zeiss-Sensorbox ersetzt wurde. GegenĂŒber der AWBS ist die Waffenstation leichter, flexibler in der Waffenaufnahme (fĂŒr 5,56-mm- bis 12,7-mm-MG oder die 40-mm-Granatmaschinenwaffe) und verfĂŒgt ĂŒber einen grĂ¶ĂŸeren Höhenrichtbereich.

FĂŒr Hindernisse und Barrikaden wurde der Kampfpanzer mit einem RĂ€umschild ausgestattet. Der aus ziviler Produktion stammende Schild entspricht in der Bauweise einem Schneepflug mit Schwimmstellung und dient nur zum RĂ€umen.

Um in allen Klimazonen, bei jeder Witterung und auch bei Nacht voll einsatzfĂ€hig zu sein, sind verbesserte Klimaanlagen („KampfraumkĂŒhlanlage“), eine stĂ€rkere Stromversorgung und ein 360-Grad-Kamerasystem (MiniSight von Cassidian Optronics (ehemals Carl Zeiss Optronics)) zur Rundumsicht integriert â€“ mit WĂ€rmebildgerĂ€t und Tagsicht fĂŒr EinsĂ€tze in der Nacht oder bei widrigen WetterverhĂ€ltnissen. Da der Panzer im Orts- und HĂ€userkampf eng mit der Infanterie zusammenarbeitet und diese bei ihren Aufgaben unterstĂŒtzen soll, befindet sich eine von außen zugĂ€ngliche Kommunikationsplattform am Panzer, um der Infanterie sowohl die Kommunikation mit der Panzerbesatzung als auch die Kommunikation der Soldaten untereinander zu ermöglichen.[30][45]

Zur RĂŒstungsmesse Eurosatory 2010 prĂ€sentierte KMW ihre endgĂŒltige Modifikation anhand eines PrĂ€sentationsfahrzeug unter der Bezeichnung Leopard 2A7+ und mit dem Werbeaufdruck; Entwickelt von KMW – getestet und abgenommen vom deutschen Bundesverteidigungsministerium (developed by KMW – tested and qualified by German MoD). Bei diesem PrĂ€sentationsfahrzeug war nur eine Fahrzeugseite mit der neuen Panzerung ausgestattet, die vom Fahrer aus linke Fahrzeugseite befand sich panzerungstechnisch noch auf dem Stand Leopard 2A5. Die Wannenfront war mit der vom Strv 122 bekannten Zusatzpanzerung ausgestattet, die Wannenunterseite verfĂŒgte ĂŒber den Minenschutz des Leopard 2A6M. Die Ausstattung des 2A7+ wurde um ein Nachtfahrsystem ergĂ€nzt, kombiniert aus RestlichtverstĂ€rker und WĂ€rmebildgerĂ€t (SPECTUS[46] von Cassidian Optronics) fĂŒr den Fahrer, sowie ein neues aus dem SchĂŒtzenpanzer Puma abgeleitetes Kommandantenperiskop PERI RTWL. Als Bordkanone wĂ€hlte man die L/55, um die DuellfĂ€higkeit des Kampfpanzers im symmetrischen Gefecht zu erhalten.

Variante IBD Deisenroth Engineering

Das Unternehmen IBD Deisenroth Engineering prĂ€sentierte 2008 unter der Bezeichnung Leopard 2A4 Evolution ihr Schutzkonzept fĂŒr den Kampfpanzer. Nach eigenen Angabe fĂŒr einen damals nicht nĂ€her genannten auslĂ€ndischen Abnehmer entwickelt wurde die Zusatzpanzerung AMAP gewĂ€hlt und ein Demonstrator damit aufgepanzert. So wurde die Variante Leopard 2A4 mit einem ballistischen Schutz (AMAP-B) kombiniert mit dem Schutz AMAP-SC gegen Hohlladungsgeschosse und einem erweiterten Minenschutz (AMAP-M, AMAP-IED) sowie einer Innenraumverkleidung, dem Liner (AMAP-L) ausgestattet. Der Dachschutz (AMAP-R) schĂŒtzt in der Erweiterung Level 2 mit einem Gewicht von 120 kg/mÂČ gegen projektilbildende Ladungen. Das Panzerheck wurde mit einer KĂ€figpanzerung versehen. Als abstandsaktives Schutzsystem wurde AMAP-ADS gewĂ€hlt und 2009 integriert. Das Gesamtgewicht des Demonstrators betrĂ€gt 60 Tonnen.[47][48]

Variante Rheinmetall Defence

Der RĂŒstungsbereich von Rheinmetall prĂ€sentierte 2010 auf der RĂŒstungsmesse Eurosatory ihr einsatzorientiertes modulares Konzept fĂŒr den Leopard 2A4, das unter der Bezeichnung MBT Revolution vermarktet wird. Die als Baukastensystem ausgelegte Kampfwertsteigerung kann dabei an die jeweiligen Forderungen des Nutzers angepasst werden. GemĂ€ĂŸ Rheinmetall betrifft dies den Schutz, die Wirkmittel (Munition), die FĂŒhrungs- und VernetzungsfĂ€higkeit sowie die AufklĂ€rungs- und Sichtsysteme.

Die Panzerung des Demonstrators wurde mit dem Evolution-Paket von Deisenroth Engineering verstĂ€rkt und bietet somit einen IED-Seitenschutz an Turm und Wanne, Schutz des Fahrgestells und Turmes gegen KE-Munition, Lenkflugkörper und Panzerabwehrwaffen, einen Dachschutz gegen Bomblets, einen erweiterten Minenschutz sowie eine Innenraumverkleidung gegen eindringende Splitter und durch ein aktives Nebelschutzsystem vom Typ ROSY Schutz gegen TV-, EO-, IR-, IIR-, LASER- und SACLOS-gelenkte Waffen. Der Turm ist vollstĂ€ndig digitalisiert, das bedeutet Schnittstellen wie Laserentfernungsmesser, Kommandantenperiskop und RichtschĂŒtzenzielgerĂ€t wurden verbessert; bei gleichzeitiger Platzersparnis. Das Bedien- und BekĂ€mpfungskonzept ist dabei automatisiert und bietet der Besatzung eine erweiterte RealitĂ€t, die Reaktionszeiten verkĂŒrzt und die Ersttreffwahrscheinlichkeit steigert. Optional kann der Turm auch unter Beibehaltung des analogen Kernsystems teilweise digitalisiert werden.

Das Kommandantenpersikop wurde durch das von Rheinmetall stammende Sichtsystem SEOSS ersetzt. Die in zwei Achsen stabilisierte Optik verfĂŒgt ĂŒber ein WĂ€rmebildgerĂ€t vom Typ Saphir, einen Laserentfernungsmesser und einen integrierten Feuerleitrechner fĂŒr sechs verschiedene Munitionstypen. SEOSS erlaubt die ZielbekĂ€mpfung auch wĂ€hrend der Fahrt bei Tag und Nacht sowie bei eingeschrĂ€nkter Sicht. FĂŒr die Rundumsicht im Nahbereich wurde ein Situational Awareness System (SAS) installiert, das durch zwei bis vier Module, die jeweils 3x60° abdecken, Ziele automatisch entdecken und verfolgen kann. Ein Interface zum Feuerleitsystem ermöglicht eine Anbindung an die fernbedienbare Waffenstation Qimek und erlaubt der Besatzung durch die automatisierte Weitergabe von erfassten Zieldaten eine unmittelbare BekĂ€mpfung.

Zu den weiteren UmrĂŒstungen zĂ€hlen eine Klimaanlage, ein Stromerzeugungsaggregat mit 17 kW Leistung und ein FĂŒhrungs- und Informationssystem der INIOCHOS-Familie. Neu und bislang einzigartig ist die 'Kommandanten-Bremse', mit der eine Voll- oder Teilbremsung des Panzers durchgefĂŒhrt werden kann. DarĂŒber hinaus bietet Rheinmetall einen Logistik- und Wartungsvertrag sowie passende Simulations- und Ausbildungssysteme an.[49]

Variante Aselsan

Der tĂŒrkische RĂŒstungskonzern Aselsan prĂ€sentierte 2011 ein eigenfinanziertes Konzept einer Kampfwertsteigerung fĂŒr den Leopard 2A4 unter der Bezeichnung Leopard 2 Next Generation. Die Änderungen umfassen eine neue Feuerleitanlage inklusive BediengerĂ€te, einen elektrischen Turm- und Waffenantrieb, eine fernbedienbare Waffenstation, ein FĂŒhrungs- und Informationssystem, ein neues Feuerlöschsystem, Laserwarner sowie ein Fahrersichtsystem fĂŒr Tag- und Nachtsicht. Alle Komponenten werden von tĂŒrkischen Unternehmen gefertigt. Als Zusatzpanzerung wird das AMAP-Paket von Deisenroth Engineering verwendet. Das Gefechtsgewicht erreicht 65 Tonnen.[50][51] Als möglicher KĂ€ufer der KWS wurden laut tĂŒrkischer Medien neben der TĂŒrkei auch Finnland gesehen.[52]

Andere Plattformen auf Leopardbasis

Bergepanzer BĂŒffel
PanzerschnellbrĂŒcke LEGUAN auf Leopard-2-Fahrgestell

Auf Basis der Leopard-2-Wanne wurden weitere Fahrzeuge eingefĂŒhrt:

Technische Daten

Technische Daten[53][54]
Bezeichnung Leopard 2A4 Leopard 2A5 Leopard 2A6/A6M
Typ: Kampfpanzer mit selbsttragender Panzerwanne und geschweißtem Drehturm
Besatzung: 4
Motor: MTU-Zwölfzylinder-Dieselmotor MB 873-Ka 501, FM-Bauart mit LadeluftkĂŒhlung und zwei Abgasturboladern
Hubraum: 47.600 cmÂł, Drehzahl: 2600/min
Leistung: 1103,25 kW (1500 PS)
KĂŒhlung: FlĂŒssigkeits-Pumpen-UmlaufkĂŒhlung
Getriebe: Hydromechanisches Schalt-, Wende- und Lenkgetriebe HSWL 354 mit kombinierter hydrodynamisch-mechanischer Betriebsbremse, 4 VorwĂ€rts-, 2 RĂŒckwĂ€rtsgĂ€nge
Fahrwerk: drehstabgefedertes StĂŒtzrollenlaufwerk mit LamellendĂ€mpfern und hydraulischen EndanschlagsdĂ€mpfern
LĂ€nge ĂŒber alles
Bordkanone auf 12 Uhr:
9.670 mm 10.970 mm
Breite ĂŒber alles: 3.700 mm 3.760 mm
Höhe ĂŒber alles: 2.790 mm 3.030 mm
Bodenfreiheit: 540 mm, nach hinten auf 500 mm abfallend
WatfÀhigkeit o. Aufbau: 1.200 mm
Tiefwaten m. Tiefwat-Schacht: 2.250 mm
Unterwasserfahren m. Unterwasserfahr-Schacht: 4.000 mm
GrabenĂŒberschreitfĂ€higkeit: 3.000 mm
KletterfÀhigkeit: 1.100 mm
SteigfĂ€higkeit: 60 %
Querneigung: 30 %
Leergewicht: 52.000 kg 57.300 kg 57.600 kg
A6M 60.200 kg
Gefechtsgewicht: 55.150 kg 59.500 kg A6 59.900 kg (zGG 61.700 kg),
A6M 62.500 kg
Bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit: 72 km/h; rĂŒckwĂ€rts 31 km/h
Kraftstoffmenge: 1.160 Liter (im Frieden auf 900 Liter begrenzt)
Kraftstoffverbrauch und Fahrbereich gemĂ€ĂŸ Hersteller-Angaben:

Straße: ca. 340 l/100 km, ca. 340 km
GelÀnde: ca. 530 l/100 km, ca. 220 km
Mittel: ca. 410 l/100 km, ca. 280 km
Standlauf: 12,5 l/h, 72–93 Stunden (bei 900–1160 Liter Kraftstoffmenge)

Wendekreis: je nach Gang 7 bis 27 m
Drehen um die Hochachse (360°): 10 Sekunden
Bewaffnung: Rheinmetall 120-mm-Glattrohrkanone L/44 und 2 Maschinengewehre Rheinmetall 120-mm-Glattrohrkanone L/55 und 2 Maschinengewehre
Munition: 42 Schuss, Standardbeladung dabei 30 Wuchtgeschosse und 12 Mehrzweckgeschosse
Turmgewicht: 16 t 21 t
Richten des Turms: 360° in 9 Sekunden (elektrisch)
Technische Daten Kanone[55]
L/44 L/55 (bei A6)
Kaliber 120 mm 120 mm
RohrlĂ€nge: 5280 mm 6600 mm
Masse Rohr: 1190 kg 1347 kg
Rohranbauteile: 50 kg 65 kg
Masse Waffenanlage: 3780 kg 4160 kg

Der Leopard in anderen StreitkrÀften

NutzerlÀnder des Leopard 2

Chile

Leopard 2A4CHL

Die chilenische Armee verfĂŒgt seit dem 14. November 2007 ĂŒber die ersten Kampfpanzer der Leopard-2-Serie.[56] Die aus dem Bestand der Bundeswehr kommenden Fahrzeuge wurden von KMW generalĂŒberholt und auf chilenische BedĂŒrfnisse umgerĂŒstet. WĂ€hrend der Vertragsverhandlungen wurde die StĂŒckzahl mehrfach gesteigert. Waren es am Anfang 118, steigerte sich die Zahl spĂ€ter auf 140, dann auf 172. Als Kaufpreis werden 88 Millionen Euro genannt, ein Großteil der Kampfpanzer dient der Ersatzteilgewinnung. Der Vertrag umfasst auch die Lieferung von Sonderwerkzeugen, PrĂŒfmitteln und AusbildungsunterstĂŒtzung; letztere wurde von der Bundeswehr im Zeitraum von 2006 bis 2008 durchgefĂŒhrt. Insgesamt wurden drei Bataillone mit dem 2A4CHL ausgestattet. Als Bergepanzer dienen niederlĂ€ndische Bergepanzer 2, die vom Unternehmen Flensburger Fahrzeugbau zum Bergepanzer 2000 kampfwertgesteigert werden.[31]

DĂ€nemark

RĂŒckansicht eines dĂ€nischen Leopard 2A5DK. Das Turmheck mit den Schneegreifern ist eines der Merkmale der dĂ€nischen und schwedischen Leopard-Variante.

Das dĂ€nische MilitĂ€r suchte Mitte der 1990er-Jahre nach einer Ablösung ihrer Leopard-1A5-BestĂ€nde. Die EinsĂ€tze bei UNPROFOR, SFOR und KFOR bestimmten den Forderungs- und FĂ€higkeitskatalog des neuen Kampfpanzers. Es wurden keine praktischen Tests mit anderen lĂ€nderspezifischen RĂŒstsĂ€tzen unternommen, sondern unter anderem auf die Erfahrungen Schwedens zurĂŒckgegriffen.

Die dĂ€nische Kampftruppenschule Haerens Kampskole in OksbĂžl empfahl darauf der Regierung, den Leopard 2 mit Modifikationen zu kaufen. Im Dezember 1997 wurden 51 Leopard 2A4 aus dem Bestand der Bundeswehr gekauft, die Kampfwertsteigerung (KWS) war schon grob festgelegt. Die Kampfpanzer wurden mit dĂ€nischen FunkgerĂ€ten und dĂ€nischen Markierungen versehen.

GemĂ€ĂŸ dem schon geplanten KWS-Programm wurden ab 2002 die Fahrzeuge auf den Stand 2A5DK gebracht. Die Maßnahmen waren ein Mix aus der Mannheimer Konfiguration und den Änderungen des schwedischen Strv 122. So erhielten die Panzer die Bugzusatzpanzerung und das Turmheck des Strv 122, das durch die Klimaanlage MKK3 ergĂ€nzt wurde. Als erster Leopard 2 erhielten sie das 10-kW-Zusatzaggregat (APU) im rechten Wannenheck, das dafĂŒr leicht erhöht wurde. Der israelische Suchscheinwerfer auf der Kanonenblende wurde aufgrund der Erfahrungen bei den UN-EinsĂ€tzen installiert, um möglichen Konfliktparteien zu zeigen, dass sie unter Beobachtung stehen. Auf dem Turmdach wurden ein zusĂ€tzlicher Staukasten und Bereitschaftshalterungen fĂŒr das Gewehr M96 (M16-Derivat) montiert sowie das Verstaukonzept der AusrĂŒstung angepasst. Nach einer Umstrukturierung der StreitkrĂ€fte im Jahr 2004 wurden weitere 18 Leopard 2A4 aus dem Bestand der Bundeswehr gekauft, von denen sechs auf den Stand 2A5DK gebracht wurden.

Wie auch Schweden entschied sich das MilitĂ€r nach Hitzetests in Spanien, das Barracuda-Tarnsystem mit Hitze-Transfer-System (HTC – Heat Transfer Reduction System) einzusetzen, um die Innenraumtemperaturen zu senken und so die LeistungsfĂ€higkeit von Technik und Besatzung zu erhalten. Die 2007 aufgestellte Quick Reaction Force (schneller Eingreifverband) fĂŒr Irak und Afghanistan wurden als erste Einheit damit ausgestattet.

Nach dem Tod eines Soldaten bei einem Anschlag auf einen der in Afghanistan eingesetzten Panzer wurden diese nachtrĂ€glich mit einem Minenschutz des Unternehmens IBD Deisenroth Engineering ausgestattet. Ebenfalls umgesetzt wurde die KĂ€figpanzerung. Als Munition ist neben der ĂŒblichen KE- und MZ-Munition PELE und Canister im Einsatz.[31]

Finnland

Leopard 2A4FIN der finnischen StreitkrĂ€fte

Finnland erhielt zwischen 2002 und 2003 deutsche Leopard 2A4 aus BundeswehrbestĂ€nden zur Ablösung der T-55 und T-72GM1. Von den 124 Kampfpanzern dienen sechs als BrĂŒckenleger mit der PanzerschnellbrĂŒcke Leguan (Leopard 2L; L=Leguan), sechs als MinenrĂ€umpanzer (Leopard 2R; R=Raivaamis fĂŒr brechen) und zwölf zur Ersatzteilgewinnung. Die zu einem spĂ€teren Zeitpunkt gekauften 15 Leopard 2 dienen ebenfalls der Ersatzteilgewinnung oder als Austauschfahrzeuge.

Der Leopard 2A4FIN entspricht technisch dem deutschen Standard. ZusĂ€tzlich erhielten die Fahrzeuge weitere Staukörbe, das FunkgerĂ€t Tadrin VRC-959, zusĂ€tzliche AntirutschbelĂ€ge, eine Dreifarbtarnung und Modifikationen an den bestehenden StaukĂ€sten. Die Klappe des EMES 15 erhielt eine kleine Bohrung, die dem RichtschĂŒtzen ein Beobachten bei geschlossener Klappe ermöglicht. Als KE-Munition wird die LKE-2 eingesetzt.[31]

Im Januar 2014 wurde ein Liefervertrag ĂŒber 100 A6NL und ein Zehn-Jahres-Vertrag zur Ersatzteillieferung mit den Niederlanden abgeschlossen. Neben den Kampfpanzern werden zwischen 2015 und 2019 Munition, Simulatoren und Werkzeuge geliefert.[57][58] Bereits seit Juni 2009 untersuchte Finnland die Möglichkeit einer Kampfwertsteigerung ihrer bestehender Leopard 2.[31]

Griechenland

Leopard 2A6 HEL

Griechenland ist ein weiterer NATO-Partner, der den Leopard 2 nutzt. So bestellte die griechische Regierung im MĂ€rz 2003 bei Krauss-Maffei Wegmann 170 Leopard 2A6 mit einem Gesamtwert von 1,7 Milliarden Euro. Der Preis beinhaltet ebenfalls zwölf Bergepanzer BĂŒffel, acht BrĂŒckenlegepanzer Leguan auf Leopard-1-Fahrgestell, zwei Fahr- und einen Schusssimulator sowie technische UnterstĂŒtzung und Ersatzteile fĂŒr zwei Jahre. Die Fahrzeuge entsprechen dem Konstruktionsstand A6 und gelten als modernste Leopard 2 zum Zeitpunkt der Auslieferung der ErprobungstrĂ€ger ab dem Jahr 2005 (Serie: 2006). So verfĂŒgen die Panzer ĂŒber eine Klimaanlage, ein Hilfstriebwerk (engl. auxiliary power unit, APU), Zusatzpanzerung sowie lĂ€nderspezifische Ausstattung wie FunkgerĂ€te und Tarnanstrich. Insgesamt fertigt KMW 30 Panzer in Deutschland, die restlichen 140 wurden bis 2009 in Griechenland von der Hellenic Vehicle Industry (ELBO) hergestellt, was einem Auftragsvolumen von 557 Millionen Euro fĂŒr die einheimische RĂŒstungsindustrie entspricht. Die Kennzeichnung der Panzer lautet Leopard 2A6 HEL. Eine weitere eingesetzte Variante ist der Leopard 2A4 aus BundeswehrbestĂ€nden. Insgesamt verfĂŒgt Griechenland ĂŒber 183 Panzer, von denen 130 durch KMW und Rheinmetall Landsysteme modernisiert werden. Die Änderungen umfassen die Instandsetzung, einen neuen Tarnanstrich, neue FunkgerĂ€te und weitere kleine Änderungen. Im Zuge der UmrĂŒstung liefert Rheinmetall Defence Electronics ebenfalls elektronische PrĂŒfausstattungen, FĂŒhrungssysteme fĂŒr BataillonsgefechtsstĂ€nde und ergĂ€nzt die Depot-PrĂŒfanlage im griechischen Velestino. Insgesamt zahlte Griechenland 270 Millionen Euro fĂŒr den Kauf, der zusĂ€tzlich 150 Leopard 1A5 beinhaltete als ÜberbrĂŒckung bis zur Auslieferung der A6.[59]

Seit 2008 ist bekannt, dass KMW offene Forderungen in Höhe von 480 Millionen Euro an Griechenland hat. So lieferte das Unternehmen 100 Panzer, von denen lediglich 20 bezahlt wurden. GemĂ€ĂŸ dem GeschĂ€ftsfĂŒhrer Frank Haun bereitete das fehlende Geld zunehmend LiquiditĂ€tsengpĂ€sse.[60][61]

Nach Angaben der griechischen Medien wurden die Zahlungen an KMW jedoch deswegen eingestellt, weil Risse an den Turmluken von 40 Leopard 2A6HEL entdeckt wurden. Das Wehrwissenschaftliche Institut fĂŒr Werk- und Betriebsstoffe (WIWeB) des BWB wurde mit der Untersuchung der Risse beauftragt.[62] Zur Fehlerbehebung der in Griechenland gefertigten Leopard 2 werden die Risse mit Harz ausgegossen und die Schadstelle durch einen Stahlring verstĂ€rkt. Die offenen Forderungen betrugen darauf im August 2010 100 Millionen Euro.[63]

Indonesien

Am 7. Mai 2013 gab die Bundesregierung (Kabinett Merkel II) bekannt, dass der Bundessicherheitsrat der Lieferung von 104 StĂŒck gebrauchten Leopard 2, vier Bergepanzern, drei BrĂŒckenlegepanzern und drei Pionierpanzern sowie 50 Ă€lteren Marder-Modellen (Marder 1A2) nach Indonesien zugestimmt hat.[64] Im Sommer 2012 hatte Staatschef Susilo Bambang Yudhoyono Merkel getroffen.[65] Die endgĂŒltige Liefervereinbarung mit Rheinmetall umfasst 103 instandgesetzte und modernisierte Fahrzeuge der Ausbaustufe A4. Der im Dezember 2012 unterschriebene Vertrag mit einem Gesamtwert von 216 Millionen Euro enthĂ€lt neben den Kampfpanzern 42 ĂŒberholte Marder 1A3, 11 Berge- und Pionierfahrzeuge sowie zugehörige Dokumentation, AusbildungsgerĂ€te und LogistikunterstĂŒtzung sowie eine Anfangsausstattung an Übungs- und Gefechtsmunition.[66] FĂŒr 61 Fahrzeuge ist eine AufrĂŒstung mit dem Revolution-Paket von Rheinmetall geplant. Die Änderungen umfassen den Turmantrieb, den ballistischen Schutz, ein Hilfstriebwerk, Klimaanlage, Nacht- sowie RĂŒckfahrhilfe fĂŒr den Fahrer und eine Anpassung der Waffenanlage an die HE-Munition.

Siehe auch Geschichte Indonesiens seit 1998

Kanada

Leopard 2A6M CAN (rechts) auf der RĂŒstungsmesse Eurosatory.

Leopard 2A4M CAN auf der RĂŒstungsmesse MSPO in 2012. Kanada verfĂŒgt seit 2007 ĂŒber den Leopard 2 und entschied sich damit gegen die Beschaffung eines Radpanzers mit 105-mm-Kanone. UrsprĂŒnglich sollte der M1128 Stryker MGS die restlichen Leopard C2, eine Variante des Leopard 1 ersetzen. Die spĂ€te Einsatzreife des Stryker MGS und die seit 2006 positiven Einsatzerfahrungen mit dem Leopard C2 in SĂŒdafghanistan veranlasste die Regierung einen Nachfolger zu suchen. Eine Anfrage im Februar 2007 an die deutsche Regierung fĂŒhrte dazu, dass 20 Leopard 2A6M und zwei Bergepanzer 3 aus den BestĂ€nden der Bundeswehr fĂŒr zwei Jahre geleast wurden, um den einsatzbedingten Sofortbedarf zu decken. Der Vertrag umfasste ebenfalls eine Vereinbarung ĂŒber logistische UnterstĂŒtzung fĂŒr den Betrieb, darunter die Ausbildung kanadischer Panzerbesatzungen und Instandsetzungspersonal durch die Bundeswehr.[67][68][69][70] Die ursprĂŒnglich im September 2009 abgelaufene Vereinbarung wurde bis Ende 2010 verlĂ€ngert.[31]

Die Kampf- und Bergepanzer wurden bei Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall Landsysteme modifiziert, von wo aus sie im August und September 2007 mit der Strategic Airlift Interim Solution nach Afghanistan verlegt wurden. Der erste durch Krauss-Maffei Wegmann modifizierte Leopard 2 wurde am 2. August 2007 vorgestellt. Die Bezeichnung lautet Leopard 2A6M CAN.[71]

Am 12. April 2007 teilte das kanadische Verteidigungsministerium mit, dass im Rahmen des Tank Replacement Projekt die Beschaffung von 100 ĂŒberschĂŒssigen Leopard 2 (80 A4NL, 20 A6NL) im Wert von 650 Millionen Dollar aus den BestĂ€nden der Niederlande vorgenommen wird. Die Option zum Kauf von 80 deutschen A4 wurde nicht weiterverfolgt.[67] Der Vertragsabschluss im Dezember des gleichen Jahres besiegelte den Kauf. Die ersten Leopard 2 der Niederlande erreichten darauf Kanada Ende 2008. Weitere zwölf Fahrzeuge vom Typ 2A4 wurden 2011 aus der Schweiz eingekauft. Sie dienen als Plattform fĂŒr geschĂŒtzte Spezialfahrzeuge.[72]

Die A6NL werden von Kanada auf den deutschen RĂŒststand A6M gebracht und an Deutschland anstelle der geleasten Fahrzeuge zurĂŒckgegeben. Statt der ursprĂŒnglich geplanten UmrĂŒstung von 20 A4NL auf den Stand A6M CAN wird einer Hybridlösung der Vorzug gegeben. Ziel dieses Konzeptes ist es, Panzer fĂŒr das asymmetrische Gefecht und das symmetrische Gefecht zu erhalten. Der Auftrag an KMW erfolgte am 16. Juni 2009 und wurde ab Juli 2009 mit dem Eintreffen der Fahrzeuge umgesetzt. Die Modifikationen werden in den Werken Kassel (Turm) und MĂŒnchen (Wanne) durchgefĂŒhrt und sollen bis zum Mai 2011 abgeschlossen sein.[71]

Die ersten Konzepte mit der Bezeichnung 2A4 (Ops)CAN+ definierten die L/55-Bordkanone, den elektrischen Turmantrieb, einen IED-Schutz und eine Aufpanzerung als mögliche Modifikation.[73] Auf den Einsatz der KĂ€figpanzerung am kompletten Fahrzeug sollte verzichtet werden, da sich diese im Einsatz auf engen Wegen oft als ein Nachteil herausgestellt hatte. ZusĂ€tzlich sollten sie das Standardmaschinengewehr C6 GPMG als SekundĂ€rbewaffnung erhalten. FĂŒr weitere 42 A4NL, die vorwiegend dem Training dienen, wurde eine teilweise UmrĂŒstung vorgesehen. Die von Rheinmetall Kanada ausgefĂŒhrten Änderungen wurden bis Anfang 2012 abgeschlossen und brachten die Panzer auf kanadischen AusrĂŒstungsstandards. Die Gesamtkosten fĂŒr Modernisierung und Instandsetzung betragen 17 Millionen Euro.[74] Die restlichen Fahrzeuge, inklusive der oben genannten schweizerischen Fahrzeuge, sind fĂŒr die UmrĂŒstung zu Pionier- und Bergepanzern vorgesehen. Diese sind 18 Pionierpanzer (ursprĂŒnglich 13 + 5 weitere als Option im Force-Mobility-Enhancement-Programm, die 2012 ausgelöst wurde)[75] vom Typ Wisent 2 sowie 12 kampfwertgesteigerte Bergepanzer 3 (davon vier (zwei als Option) aus dem Force Mobility Enhancement Programm).[76]

Am 7. Oktober 2010 ĂŒbergab KMW den ersten von 20 modernisierten Kampfpanzern. Die endgĂŒltige Bezeichnung lautet Leopard 2A4M CAN und kennzeichnet die Panzervariante Kanadas fĂŒr das asymmetrische Gefecht. Die Fahrzeuge verfĂŒgen ĂŒber die L/44-Bordkanone, hydraulische Kettenspanner, einen Staukasten fĂŒr Handwaffen auf dem Turmdach, einen digitalen-elektrischen Turmantrieb und ĂŒber eine KĂ€figpanzerung an Turm- sowie Wannenheck. Die Zusatzpanzerung an den Turmseiten, der Turmfront, den Wannenseiten und auf der Wannenoberseite haben das Schutzniveau des 2A7+. Die Turmvorsatzmodule sind erneut keilförmig ausgebildet.

Der Minenschutz wurde wie auch beim A6M durch eine Minenschutzplatte, Drehstababdeckungen und vom Boden entkoppelte Sitze realisiert. Panzerungselemente hinter den Laufrollen verstĂ€rken zusĂ€tzlich den Schutz gegen Minen. Ein System fĂŒr elektronische Gegenmaßnahmen (Electronic Counter Measure System – ECM), mit der sich Funk- und Mobilfunkfrequenzen stören lassen schĂŒtzt gegen ferngezĂŒndete Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung (Radio controlled improvised explosive device – RCIED). Das Feuerlöschsystem wurde von Halon auf Stickstoff umgestellt und das KommandantenbediengerĂ€t, LadeschĂŒtzenbediengerĂ€t sowie die Zentrallogik/Hauptverteilung der Feuerleitanlage durch neue Systeme ersetzt. Der Kraftfahrer erhielt mit einer WĂ€rmebildkamera an Front und Heck die Möglichkeit auch bei schlechten WitterungsverhĂ€ltnissen das Fahrzeug zu steuern. Das Barracuda-Tarnsystem mit Hitze-Transfer-System, wie es auch DĂ€nemark nutzt findet ebenfalls Anwendung. Des Weiteren gehören KĂŒhlwesten, eine Klimaanlage und landestypische FunkgerĂ€te zur Ausstattung. Als Blenden- und Fliegerabwehrmaschinengewehr dient das C6 GPMG. Das Gefechtsgewicht erreicht 61,8 Tonnen.[71]

Eine PioniergerĂ€teschnittstelle an der Front fĂŒr Minenroller, Minenpflug oder RĂ€umschild erweitert das Einsatzspektrum und erlaubt die Weiternutzung eingefĂŒhrter Systeme.[77]

Die Panzer fĂŒr das symmetrische Gefecht werden mit den A6M der Bundeswehr sichergestellt. Die Panzer erhielten eine zusĂ€tzliche Bugplatte, eine KĂ€figpanzerung, das Barracuda-Tarnsystem mit Hitze-Transfer-System, kanadische FunkgerĂ€te mit Antennenanlage, einen Staukasten fĂŒr das Diemaco-C8-Sturmgewehr (M16-Derivat) auf dem Dach, einen Störsender (Counter-IED) und eine KĂŒhlhutze fĂŒr die EWNA. Auf die EinrĂŒstung der Klimaanlage wurde verzichtet, da diese Änderungen zu umfangreich gewesen wĂ€ren. Die Besatzung wurde mit KĂŒhlwesten ausgestattet. Als SekundĂ€rbewaffnung blieb es beim MG3, wobei im Einsatzland durch die kanadischen Panzersoldaten als Fliegerabwehr das C6 GPMG genutzt wurde, da der Lukenring des LadeschĂŒtzen beim Leopard 1 und 2 baugleich ist. Eine Modifikation, die dagegen erst im Einsatzland erfolgte, erlaubt es den StreitkrĂ€ften, die Anbauvorrichtung des Leopard 1 zu nutzen, um Minenroller, TWMP Minenpflug und das RĂ€umschild an einigen Leopard 2 einsetzen zu können. Neben der ĂŒblichen Panzermunition wird von Kanada auch KartĂ€tschenmunition verschossen.

Wie auch beim Kampfpanzer erhielten die geleasten Bergepanzer BĂŒffel eine Kampfwertsteigerung. Die UmrĂŒstung umfasste einen Minenschutz, ballistischen Schutz, die KĂ€figpanzerung, die landestypische Funkanlage, KĂŒhlwesten und eine Verbreiterung des RĂ€um- und StĂŒtzschildes.[31]

Eingesetzt wurden die Leopard 2 von der Task-Force Kandahar. In der Anfangszeit noch mit den Leopard C2 zusammen genutzt waren sie die Einsatzreserve und schneller Eingreifverband (Quick Reaction Force) der Task-Force (TF) im vorgeschobenen MilitĂ€rstĂŒtzpunkt Masum Ghar, Distrikt Panjwai. GemĂ€ĂŸ den kanadischen StreitkrĂ€ften ist der Panzer seither in allen grĂ¶ĂŸeren Operation der TF eingesetzt worden. Der Einsatz endete 2011 mit dem Abzug der Kampftruppen.[31][71] Insgesamt unterhalten die StreitkrĂ€fte 112 Leopard-2-Fahrzeuge, die sich in 20 A6M CAN, 20 A4M CAN, 42 A4 CAN (Trainingsfahrzeuge), 12 Bergepanzer 3 und 18 Pionierpanzer Wisent 2 aufteilen.[76]

Katar

Im Jahr 2009 wurde bekannt, dass Katar den Kauf von 36 Leopard-2-Panzern beabsichtigt. Die damalige schwarz-rote Koalition stimmte dieser Anfrage zu. WaffengeschĂ€fte dieser Art mit arabischen Staaten waren aus RĂŒcksicht auf Israel bislang nicht erfolgt. Im Vorfeld wurde Israel ĂŒber die Verkaufsabsichten informiert, es gab jedoch keine EinwĂ€nde.[78] 2012 gab Katar an, Interesse an 200 Leopard-2-Panzern zu haben.[79]

Am 18. April 2013 veröffentlichte KMW eine Pressemitteilung, die den Verkauf von 62 Leopard 2A7+ an Katar ankĂŒndigt. Das RĂŒstungsgeschĂ€ft, das ebenfalls 24 Panzerhaubitzen 2000, PeripheriegerĂ€t, Ausbildungseinrichtungen und Dienstleistungen umfasst, hat einen Auftragswert von 1,89 Milliarden Euro.[80]

Niederlande

Leopard 2A6 der Koninklijke Landmacht

Am 2. MĂ€rz 1979 entschieden sich die Niederlande als erster auslĂ€ndischer Abnehmer fĂŒr die Beschaffung des Leopard 2. Die Panzer entsprachen dem Baulos 2 und 3, jedoch mit geĂ€nderter Funkanlage, neuer Nebelwurfanlage (NL-Standard), Fla-MG, TMG von Fabrique Nationale d'Armes de Guerre Belgien und BIV-FahrgerĂ€t aus niederlĂ€ndischer Produktion. Aufgrund der engen Kooperation zwischen Deutschland und den Niederlanden erfolgte darĂŒber hinaus ein Technologieaustausch, dessen Ergebnisse bei der Panzerproduktion der deutschen Modelle berĂŒcksichtigt wurden. Die Beschaffung der 445 Fahrzeuge war im Juli 1986 abgeschlossen. Aufgrund der Transformationen im Heer folgte ein Verkauf von 114 Leopard 2 (NL) an Österreich, 330 wurden im Rahmen des KWS-II-Programms auf den Stand A5 (NL) umgerĂŒstet. Wie auch bei der Bundeswehr wurden 180 Leopard 2 A5 (NL) auf den Stand A6 kampfwertgesteigert und 37 A6NL an Portugal sowie 20 an Kanada verkauft. Der aktive Bestand lag bei rund 73 A6NL. Zehn Leopard 2A4NL wurden durch Rheinmetall Landsysteme zum Pionierpanzer Kodiak umgebaut. Unter der Bezeichnung Bergingstank 600kN wird auch der Bergepanzer BĂŒffel in der lĂ€nderspezifischen Ausstattung genutzt.[31] Im April 2011 verkĂŒndete die niederlĂ€ndische Regierung den Beschluss, aufgrund von Sparmaßnahmen auf alle Leopard 2 zu verzichten.[81]

Norwegen

Norwegischer 2A4NO

Norwegen kaufte zwischen 2001 und 2002 gebrauchte Fahrzeuge, die von den Niederlanden ĂŒbernommen wurden. Die 52 Leopard 2A4NL ersetzten die ausgemusterten Leopard 1A1NO. Die Panzer erhielten wieder die ursprĂŒngliche Mehrfachwurfanlage und landestypische FunkgerĂ€te sowie BordverstĂ€ndigungsanlage. ZusĂ€tzlich wurde ein FĂŒhrungssystem mit entsprechenden Datenfunk- und GPS-Antenne integriert sowie ein grĂ¶ĂŸerer Staukasten am Turmheck angebracht. Die als 2A4NO bezeichneten Leopard 2 sind darĂŒber hinaus technisch unverĂ€ndert. Die fĂŒr 2009 geplante Kampfwertsteigerung wurde nicht begonnen.[31]

Österreich

Österreichischer Leopard 2A4

Die österreichische Regierung beschloss 1996 im Rahmen des Mech-Paketes den Ankauf von 114 gebrauchten Leopard 2A4 der niederlĂ€ndischen Armee und rĂŒstete damit drei Panzerbataillone des Bundesheeres aus. Es handelte sich um Panzer, die zwischen Dezember 1984 und Dezember 1985 gebaut und als Leopard 2A3 an die niederlĂ€ndische Armee geliefert wurden. Merkmal dieser Serie ist die verschweißte Munitionsluke an der linken Turmseite. Die Fahrzeuge wurden mit der niederlĂ€ndischen Nebelwurfanlage, einer niederlĂ€ndischen Funkausstattung und einem belgischen 7,62-mm-FN-MAG-MG fĂŒr den LadeschĂŒtzen ausgerĂŒstet. Mittlerweile wurden einige Fahrzeuge mit einer neuen Nebelwurfanlage und neuen Antennen ausgerĂŒstet. Ebenfalls wurden die Panzer mit dem Bordsprechsystem VIC-3-0 von Rovis ausgestattet. 2006 wurde die Zahl auf zwei Panzerbataillone reduziert und 40 der ĂŒberschĂŒssigen Leopard-Panzer 2011 an den Hersteller KMW zurĂŒckverkauft. Kanada, ein weiterer Interessent, wurde dabei ĂŒberboten.[82][31]

Polen

Leopard 2A4PL Polens

Das polnische Heer verfĂŒgt seit 2002 ĂŒber den Leopard 2A4. Die 128 Fahrzeuge stammen aus BundeswehrbestĂ€nden, zum Großteil aus den aufgelösten Panzerbataillonen 294 und 304. Die ĂŒberholten Panzer wurden technisch unverĂ€ndert eingefĂŒhrt. Eingesetzt werden die 2A4PL im 1. und 2. Panzerbataillon der polnischen 10. Panzer-Kavalleriebrigade, die zu den KrisenreaktionskrĂ€ften der Nato zĂ€hlt.[31] Ein Vertrag zur Auslieferung weiterer 119 Leopard 2, darunter 105 Panzer des Typs 2A5 wurde im November 2013 von den jeweiligen Verteidigungsministern unterzeichnet.[83]

Portugal

Portugal verfĂŒgt seit 2008 ĂŒber 37 Leopard 2 A6 aus dem Bestand der Niederlande. Der 2001 in Lissabon unterschriebene Vertrag der StaatssekretĂ€re fĂŒr Verteidigung Cees van Kamp und JoĂŁo Mira Gomes sieht neben den Fahrzeugen AusbildungsunterstĂŒtzung, Ersatzteil- und Munitionslieferung durch die Niederlande vor. Die Lieferung wurde 2009 abgeschlossen. Aufgeteilt in drei Schwadronen ersetzen die 2A6PRT die M60A3 TTS.[84][31]

Saudi-Arabien

In den 1980er-Jahren beabsichtigte das saudische MilitĂ€r, den Leopard 2 zu kaufen. Allerdings kam das GeschĂ€ft trotz der Zusagen von Helmut Schmidt (Bundeskanzler bis 1982) und Franz Josef Strauß nicht zustande, weil sich die WiderstĂ€nde innerhalb der damaligen Bundesregierung als zu groß erwiesen. Die Bundesregierung unter Helmut Kohl hielt an ihrem 1983 gefassten Beschluss fest, das Waffensystem nicht an einen potentiellen Gegner Israels zu liefern.[85]

Seit Juli 2011 lag eine entsprechende Voranfrage von KMW beim Bundessicherheitsrat.[86] Anfang Juli 2011 wurde die Genehmigung des Bundessicherheitsrates zu einem möglichen Export von zweihundert Leopard 2A7+ nach Saudi-Arabien Gegenstand einer öffentlichen Debatte, unter anderem im Deutschen Bundestag. Gegner des RĂŒstungsexports verwiesen auf die Menschenrechtslage in Saudi-Arabien, dessen undemokratische Regierungsform und Gegnerschaft zu Israel sowie die Beteiligung von saudischen StreitkrĂ€ften bei der Niederschlagung der Proteste in Bahrain 2011. Die Bundesregierung verwies auf die Geheimhaltung der BeschlĂŒsse des Sicherheitsrates, das Nichtbestehen von EinwĂ€nden zum Export seitens der israelischen Regierung sowie auf die Rolle Saudi Arabiens in der TerrorismusbekĂ€mpfung.[87][88]

Im Mai 2012 wurden Absichten bekannt, dass 200 bis 300 Panzer der spanischen E-Variante vom RĂŒstungskonzern Santa BĂĄrbara Sistemas gekauft werden sollen. Der vom König Juan Carlos eingefĂ€delte Waffendeal soll ĂŒber das spanische Verteidigungsministerium abgewickelt werden, das die Wartung der Panzer garantiert, die notwendige Munition liefert und bei möglichen Reklamationen haftet.[89]

Laut Medienberichten wollte Saudi-Arabien bis zu 270 Leopard-Panzer im Wert von mindestens fĂŒnf Milliarden Euro kaufen. Laut Medienberichten sei das GeschĂ€ft aufgrund der weitreichenden Kritik in der deutschen Öffentlichkeit inzwischen geplatzt (Stand: Juli 2013). Stattdessen wĂŒrde das Land M1-Panzer erwerben.[86]

Schweiz

Panzer 87 Leopard

WĂ€hrend der Entwicklung des Leopard 2 in Deutschland untersuchte die Schweizer Armee die Möglichkeiten, ihre veralteten Centurion-BestĂ€nde abzulösen. Es bestanden die Optionen der Neuentwicklung, des Nachbaus oder des Ankaufs eines auslĂ€ndischen Serienfahrzeuges. Unter der FĂŒhrung der Firma Contraves (jetzt Rheinmetall Defence) untersuchte die Schweizer RĂŒstungsindustrie die Möglichkeit eines Neuen Kampfpanzers (NKPZ). Das Projekt wurde am 3. Dezember 1979 eingestellt. Die Risiken dieser Neuentwicklung und die damit verbundenen Kosten wurden als zu hoch eingestuft. Daraufhin wurden je zwei Fahrzeuge der Typen M1 und Leopard 2 angemietet und erprobt. Am 9. MĂ€rz 1981 wurden die Leopard 2 aus den BestĂ€nden der Bundeswehr mit leichten Änderungen ĂŒbergeben. So erhielten die Fahrzeuge eine 71-mm-Vorfeldbeleuchtungsanlage vom Typ Lyran sowie eine VRC-Funkanlage mit Sende- und Empfangsantennen vom Typ HX 101 A1. Nach umfangreichen Vergleichserprobungen – die von August 1981 bis Juni 1982 dauerten – wurde beschlossen, den Leopard 2 zu kaufen. GrĂŒnde waren unter anderem dessen frĂŒhere Serienreife und die direkte Beteiligung der Schweizer Industrie und damit eine kostengĂŒnstigere Beschaffung als beim M1. Im Mai 1983 legte die Firma Contraves ein Angebot fĂŒr den Lizenzbau vor, das am 11. Dezember 1984 vom Schweizer Nationalrat gebilligt wurde. Die GesamtstĂŒckzahl belief sich auf 380 Leopard 2, von denen 35 direkt bei Krauss-Maffei produziert werden sollten. Die Endfertigung der restlichen 345 erfolgte durch die Eidgenössische KonstruktionswerkstĂ€tte in Thun. Die Endbezeichnung lautete Panzer 87 Leopard.

Der Panzer 87 entspricht dem Konstruktionsstand A4 des fĂŒnften Bauloses der Bundeswehr. Er unterscheidet sich durch drei zusĂ€tzliche Halterungen fĂŒr zehn Schneegreifer am Turm, eine US-Fahrzeugfunkanlage AN/VCR 12, Schweizer Mg 87, KonturĂ€nderungen am Turmheck durch eine Außenbordsprechstelle, hydraulische Kettenspanner und eine modifizierte ABC-SchutzbelĂŒftungsanlage. Ein Hauptmerkmal ist der Abgas-SchalldĂ€mpfer am Heck. Dieser reduziert den GerĂ€uschpegel und erfĂŒllt die EG-Richtlinie 70/157. Ebenfalls genutzt werden 25 Bergepanzer BĂŒffel sowie 12 Pionierpanzer Kodiak, die von RUAG auf ĂŒberschĂŒssigen Leopard-2-Fahrgestellen aufgebaut werden.

Seit 2006 werden 134 Panzer einem Werterhaltungsprogramm (Kampfwertsteigerung) unterzogen. Die UmrĂŒstungen umfassen die Verbesserung der FĂŒhrungsfĂ€higkeit, eine RĂŒckfahrkamera mit Fahreranzeige, einen elektrischen Turm- und Waffenantrieb sowie ein neues Kommandantenperiskop mit WĂ€rmebildgerĂ€t. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 395 Millionen Schweizer Franken. Die Bezeichnung Ă€ndert sich zu Panzer 87 Leopard WE. Die im Jahr 2006 geplante Waffenstation und die Zusatzpanzerung am Turm sowie der Minenschutz werden nicht umgesetzt.[31][90] Weiterhin beabsichtigt die Schweizer Armee die Beschaffung der modernen DM53- oder DM63-Munition. Die gesamte Auslieferung erstreckt sich von 2008 bis 2011.

Von den restlichen nicht modernisierten Panzern wurden zwölf zu Genie- und MinenrĂ€umpanzern umgebaut. Weitere 42 StĂŒck wurden Ende 2010 an Rheinmetall verkauft, wo die Panzer ebenfalls in Spezialversionen umgebaut und dann exportiert werden sollen.[91]

Schweden

Stridsvagn 121
Stridsvagn 122

Ein weiterer RĂŒstungsexport ist der Stridsvagn 121 und 122 nach Schweden. In den Jahren 1984 bis 1987 suchte das schwedische MilitĂ€r im Rahmen des MBT-2000-Programms eine Ablösung ihrer 350 Centurions sowie der Stridsvagn 103. Der eingeschlagene Weg der Eigenentwicklung Strv 2000 wurde 1989 als zu teuer aufgegeben.

Das schwedische Beschaffungsamt Försvarets materielverk (FMV) untersuchte ab 1993 den Leclerc, den M1A2 Abrams und den Leopard 2 in der kampfwertgesteigerten Variante. Als Muster diente das Truppenversuchsmuster maximum (Leopard 2 improved) aus dem Programm der Bundeswehr. Nach umfangreichen Fahrversuchen sowie Wintertest erfĂŒllte der Leopard 91 % der Anforderungen, der Abrams 86 % und der Leclerc 63 %. Im Januar 1994 wurde der Kaufvertrag unterschrieben, wobei 160 Leopard 2A4 (Stridsvagn 121) fĂŒr 15 Jahre angemietet wurden. Als Munitionslieferant wurde die Israel Military Industries gewĂ€hlt.

Die Stridsvagn 121 (120-mm-Kanone, erste AusfĂŒhrung) waren unverĂ€nderte Leopard 2 aus den Baulosen 1 bis 5 mit der Funkanlage SEM 25/35 der Bundeswehr. Die UmrĂŒstung umfasste lediglich schwedische StandardfunkgerĂ€te. Der Stridsvagn 122 (120-mm-Kanone, zweite AusfĂŒhrung) ist ein stark verbesserter Leopard 2A5. Die GesamtstĂŒckzahl belĂ€uft sich auf 120 Fahrzeuge mit Optionen fĂŒr weitere Kampf- und Bergepanzer. Wie auch beim schweizerischen Panzer 87 wurde der Hauptteil der Fahrzeuge im EmpfĂ€ngerland gefertigt. Als Vertragspartner dienten HĂ€gglunds und Bofors, aktuell (2006) BAE Systems, Generalunternehmer blieb jedoch Krauss-Maffei Wegmann.

Der Stridsvagn 122 unterscheidet sich durch eine zusĂ€tzliche Gesamtpanzerung (MEXAS-Heavy) an der Fahrzeugfront inklusive Bombletschutz fĂŒr das Turmdach, ein FĂŒhrungssystem (Tank Command and Control System (TCCS)), modifizierte Kettenblenden und das GALIX-Nebelmittelwurfsystem von der AusfĂŒhrung 121. Der digitale Feuerleitrechner wurde auf zwölf SpeicherplĂ€tze fĂŒr die Munitionssorten erweitert, die MotorkĂŒhlanlage geĂ€ndert, um das Ansaugen von BrandsĂ€tzen zu unterbinden und die DrehstĂ€be dem erhöhten Gefechtsgewicht von 62,5 t angepasst. Eine FrontschĂŒrze verringert BeschĂ€digungen der Feldjustieranlage und reduziert ebenfalls die Schlagschattenbildung. Das Barracuda-Tarnnetzsystem (MCS; Multispectrum Cover System) reduziert die IR- und WĂ€rmeabstrahlung des Panzers und bricht seine Konturen.

Die Version Stridsvagn 122B verfĂŒgt ĂŒber den zusĂ€tzlichen Minenschutz und wurde eingelagert. Das Gefechtsgewicht betrĂ€gt 65 t. Mit der Bezeichnung BĂ€rgningsbandvagn 120 wird auch der Bergepanzer BĂŒffel genutzt. Erheblich modifiziert, verfĂŒgen die 14 leistungsgesteigerten Varianten ĂŒber das TCCS, GPS, eine Heckbergeeinrichtung, eine RĂŒckfahrkamera, eine zusĂ€tzliche Winde, Liner fĂŒr den Kampfraum und das GALIX-Nebelmittelwurfsystem.[31]

Singapur

Leopard 2A4 der StreitkrÀfte Singapurs in der zusatzgepanzerten Variante.

Singapur verfĂŒgt seit Mitte 2007 ĂŒber den Leopard 2. Die gebrauchten 2A4 stammen aus BundeswehrbestĂ€nden und ersetzten den AMX-13. UrsprĂŒnglich wurde beim Vertragsabschluss Ende 2006 eine GesamtstĂŒckzahl von 96 Fahrzeugen, davon 30 zur Ersatzteilgewinnung, vereinbart. Mit dem Zulauf der Einsatzfahrzeuge wurde die StĂŒckzahl gesteigert, so dass damals 102 Kampfpanzer im Dienst standen. Im Mai 2014 wurde bekannt, dass weitere Panzer dieses Typs seit 2012 nach Singapur exportiert wurden.[92] Die StĂŒckzahl dieser Lieferung wurde vom Bundestag als VS-Vertraulich eingestuft und an die Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestag ĂŒbermittelt.[93] GemĂ€ĂŸ dem Stockholm International Peace Research Institute erhöhte sich die Gesamtanzahl dadurch auf 182 Kampfpanzer.[94] Die unter der Kennung Leopard 2SG laufenden Fahrzeuge verfĂŒgen ĂŒber das Maschinengewehr FN MAG von FN Herstal, ein Stromerzeugeraggregat im Wannenheck, einen elektrischen Turmantrieb, eine verbesserte Nebelmittelwurfanlage, lĂ€nderspezifische FunkgerĂ€te sowie ein FĂŒhrungs- und Informationssystem. Eingesetzt wurden die Leopard 2 erstmals bei der Übung Wallaby in Australien Ende 2008.[31][95] Zur Erhöhung des Schutzkonzeptes wurden die Panzer nachtrĂ€glich mit dem Evolution-Paket von IBD Deisenroth Engineering ausgestattet und am Nationalfeiertag Singapurs 2010 der Öffentlichkeit prĂ€sentiert.

In der Nutzung befinden sich ebenfalls Bergepanzer sowie BrĂŒckenleger auf Leopard-2-Chassis. Die Bergepanzer (Leopard Armoured Recovery Vehicle – LARV) und BrĂŒckenleger (Armoured Vehicle-Launched Bridge – L2-AVLB) basieren auf umgebauten A4-Kampfpanzerwannen, wobei die Bergepanzer als die ersten Umbauten gelten, die von Rheinmetall verwirklicht wurden. Der LARV Ă€hneln optisch dem Bergepanzer 3, unterscheidet sich aber im Bereich der Nebelmittelwurfanlage, der Beleuchtungsanlage an Front und Heck sowie bei den Aufbauten grundlegend vom deutschen Modell. Das Gefechtsgewicht erreicht 63 Tonnen. Der BrĂŒckenleger ist mit der PanzerschnellbrĂŒcke LEGUAN ausgestattet, die eine TragfĂ€higkeit bis zur militĂ€rischen Lastenklasse MLC 70 aufweist.[96]

Spanien

Leopard 2E der spanischen Armee bei einer Parade in der Stadt Saragossa im Jahr 2008. Gut erkennbar sind die zusÀtzliche Wannenpanzerung und der Bombletschutz auf dem Turmdach.

Mitte der 1980er-Jahre suchte Spanien nach einem neuen Kampfpanzer, der durch deutsche Firmen entwickelt werden sollte. So konzipierte der RĂŒstungskonzern Krauss-Maffei unter dem Arbeitsbegriff Lince einen 49-Tonnen-Panzer mit einer 120-mm-Glattrohrkanone, der Ă€ußerlich dem Leopard 2 Ă€hnelte. Mit diesem Konzept beteiligte sich das Unternehmen 1984 an der öffentlichen Ausschreibung, an der auch GIAT (AMX 40 und LECLERC), General Dynamics (M1 Abrams), Vickers (Valiant) und Oto Melara (C-1 Ariete) teilnahmen. Nach weiteren zehn Jahren, in denen keine Entscheidung getroffen wurde, brachten im November 1994 GesprĂ€che am Rande des Ministertreffens der WesteuropĂ€ischen Union (WEU) in Noordwijk (Niederlande) erneut Bewegung in den Kauf eines neuen Kampfpanzers fĂŒr Spanien. So wurde eine AbsichtserklĂ€rung unterzeichnet, die kurzfristig 108 Leopard 2 ĂŒber fĂŒnf Jahre als Leihgabe und ab 1998 den Kauf von 390 neuen Leopard 2 vorsah. Wegen fehlender Haushaltsmittel und der Privatisierung des staatlichen RĂŒstungskonzern Santa BĂĄrbara Sistemas wurde die Kaufabsicht nicht umgesetzt. Im Jahr 1998, also zwei Jahre spĂ€ter, beschloss das spanische Kabinett den Kauf von nunmehr 219 Leopard 2E, 16 Bergepanzern 3 und die Übernahme der 108 Leopard 2A4 aus den BestĂ€nden der Bundeswehr. Santa BĂĄrbara Sistemas fungierte als Generalunternehmer.

Einen weiteren DĂ€mpfer erhielt das GeschĂ€ft im Jahr 1999 nach der Übernahme von Santa BĂĄrbara Sistemas durch den US-Konzern General Dynamics. Krauss-Maffei und die deutsche Bundesregierung befĂŒrchteten den Ausverkauf der deutschen Technik. Bedingt durch die Übernahme wurde mit der Produktion 2003 begonnen; diese erstreckte sich bis in das Jahr 2008.

Der Leopard 2E entspricht im Aufbau dem Leopard 2A6 der Bundeswehr, besitzt aber zahlreiche Verbesserungen und Änderungen unter Nutzung der verfĂŒgbaren Technologie. So verfĂŒgt der Panzer ĂŒber die L/55-Glattrohrkanone, ein WĂ€rmebildgerĂ€t der 2. Generation von Raytheon fĂŒr Kommandant und RichtschĂŒtze, eine neue Gleiskette, FunkgerĂ€te von Thales, eine KĂŒhlanlage im Turmheck, ein Stromerzeugeraggregat rechts im Wannenheck, ein verbessertes NachtsichtgerĂ€t fĂŒr den Fahrer, ein auf spanische Anforderungen zugeschnittenes FĂŒhrungs- und Informationssystem LINCE (Leopard Information and Communication Equipment) und eine zusĂ€tzliche Wannen- und Turmpanzerung.[31]

TĂŒrkei

Im Jahr 1999 wurde bekannt, dass die TĂŒrkei beabsichtige, 1000 Leopard 2 zu kaufen.[97] Daraufhin stellte Krauss-Maffei Wegmann einen Exportantrag bei der Bundesregierung, der zu einer schweren Koalitionskrise (SPD/BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen) fĂŒhrte. So weigerte sich der Koalitionspartner BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen, einem Export zuzustimmen. Winfried Nachtwei, ein Verteidigungsexperte der GrĂŒnen, sagte gegenĂŒber der Tageszeitung Die Welt, eine Lieferung wĂŒrde von den Kurden als „mißtrauensbildende Maßnahme“ angesehen, „und insofern wĂŒrde so was nicht in den Reformprozeß in der TĂŒrkei passen“. Daraufhin wurde entschieden, der TĂŒrkei den PrĂ€sentationspanzer Demo 1 (1999 ein 2A5) von KMW fĂŒr die Vergleichserprobung zu ĂŒberlassen, dessen Nutzung zeitlich begrenzt war, was ausdrĂŒcklich am 29. November 1999 in einer Sitzung des Deutschen Bundestag von Ruprecht Polenz (CDU/CSU) mit den Worten „Er kommt wieder zurĂŒck!“ bekrĂ€ftigt wurde. Der geplante Kauf kam nicht zustande.[98]

Nach Vergleichserprobungen in Ost- und Zentralanatolien im Jahr 2001 entschied sich die tĂŒrkische Armee, gegenĂŒber den Alternativen aus den USA (M1A2 Abrams),[6] Frankreich (Leclerc 2) und der Ukraine (T-84-120 Yatagan) den Leopard 2 zu bevorzugen.

Am 11. November 2005 teilte die deutsche Bundesregierung mit, dass aus den BestĂ€nden der Bundeswehr 298 Leopard 2A4 an die TĂŒrkei geliefert wĂŒrden. Als BegrĂŒndung wurde der positive Wandel der TĂŒrkei angegeben. Das Auftragsvolumen belief sich auf 365 Millionen Euro, von denen etwa 70 Millionen Euro fĂŒr die Modernisierung der Panzer auf die deutsche RĂŒstungsindustrie entfielen. Das GeschĂ€ft wurde 2007 abgeschlossen.[31][99][100] Weitere 56 Fahrzeuge des Typs A4 folgten zwischen 2010 und 2013. Damit erhöhte sich die Gesamtanzahl auf 354 Fahrzeuge.[93] Mitte 2007 entschied sich die TĂŒrkei allerdings zur Beschaffung der weiteren geplanten Kampfpanzer den sĂŒdkoreanischen K2 Black Panther in Lizenz zu fertigen.[101] Das Projekt lĂ€uft unter dem Namen „ALTAY MBT“. FĂŒr die bestehenden Leopard 2A4 ist das Kampfwertsteigerungsprogramm von Aselsan geplant.

Literatur

  • Walter J. Spielberger: Waffensysteme Leopard 1 und Leopard 2. (= MilitĂ€rfahrzeuge. Bd. 1) VollstĂ€ndig ĂŒberarbeitete und ergĂ€nzte Auflage, Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-613-01655-9.
  • Michael Scheibert: Leopard 2 A5. Euro-Leopard 2. (= Waffen-Arsenal. Special. Bd. 17) Podzun-Pallas-Verlag, Wölfersheim-Berstadt 1996, ISBN 3-7909-0576-3.
  • Andrew Jaremkow: Battlefield Hazards. Steel Beasts Manual. eSim Games, Mountain View CA 2001.
  • Paul-Werner Krapke: Leopard 2. Sein Werden und seine Leistung. Selbstverlag, s. l. 2004, ISBN 3-8334-1425-1.
  • Frank Lobitz: Kampfpanzer Leopard 2. Entwicklung und Einsatz in der Bundeswehr. = Leopard 2 main battle tank. Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, Erlangen 2009, ISBN 978-3-936519-08-2.
  • Frank Lobitz: Kampfpanzer Leopard 2. Internationaler Einsatz. = Leopard 2 battle tank. Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, Erlangen 2009, ISBN 978-3-936519-09-9.

Weblinks

 Commons: Leopard 2 â€“ Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c  Frank Lobitz: Kampfpanzer Leopard 2. Entwicklung und Einsatz in der Bundeswehr. Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, Erlangen 2009, ISBN 978-3-936519-08-2, Technische Daten Leopard 2, S. 315.
  2. ↑ Online-Redaktion Heer: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Kampfpanzer Leopard 2}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=www.deutschesheer.de}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  3. ↑  Rolf Hilmes: Kampfpanzer heute und morgen. Motorbuchverlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-613-02793-0, S. 40–42. „Der Durchschnittsverbrauch der Leclerc-Flotte unter den Bedingungen einer Truppenerprobung der schwedischen Armee mit 1380 Litern pro 100 Kilometern lag deutlich ĂŒber dem der Leopard 2 mit 720 Litern“
  4. ↑ Bettina Berg: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Minister de MaiziĂšre billigt UmrĂŒstung}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=www.bmvg.de}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  5. ↑ Florian Flade: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Bundeswehr-AusrĂŒstung: Im „Leopard“ bombensicher durch Afghanistan}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=WELT-ONLINE}} Axel Springer AG, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  6. ↑ a b  William W. Keller/Janne E. Nolan: Mortgaging Security for Economic Gain: U.S. Arms Policy in an Insecure World. In: International Studies Perspectives. Nr. 2, 2001, S. 182.
  7. ↑  Frank Lobitz: Kampfpanzer Leopard 2. Entwicklung und Einsatz in der Bundeswehr. Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, Erlangen 2009, ISBN 978-3-936519-08-2, S. 68.
  8. ↑  Paul-Werner Krapke: Leopard 2. Sein Werden und seine Leistung. ISBN 3-8334-1425-1, S. 35.
  9. ↑  Paul-Werner Krapke: Leopard 2. Sein Werden und seine Leistung. ISBN 3-8334-1425-1, S. 66.
  10. ↑ a b c d e f g h i j k  Walter J. Spielberger: Waffensysteme Leopard 1 und Leopard 2. (MilitĂ€rfahrzeuge. Bd. 1) VollstĂ€ndig ĂŒberarbeitete und ergĂ€nzte Auflage. In: Reihe MilitĂ€rfahrzeuge. Nr. 1, Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2003, S. 242 ff..
  11. ↑  Paul-Werner Krapke: Leopard 2. Sein Werden und seine Leistung. ISBN 3-8334-1425-1, S. 48.
  12. ↑ a b c d e  Frank Lobitz: Kampfpanzer Leopard 2. Entwicklung und Einsatz in der Bundeswehr. Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, Erlangen 2009, ISBN 978-3-936519-09-9, Leopard 2 Technische Beschreibung, S. 75 bis 102.
  13. ↑ CASSIDIAN – Defending World Security: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Neues "Auge" fĂŒr den Leopard}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=http://www.cassidian.com/}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  14. ↑ a b  Frank Lobitz: Kampfpanzer Leopard 2. Entwicklung und Einsatz in der Bundeswehr. Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, Erlangen 2009, ISBN 978-3-936519-08-2, Die Munition der 120-mm-Glattrohrkanone, S. 242.
  15. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Lahat Leopard 2}} army-guide.com, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  16. ↑  Rolf Hilmes: Kampfpanzer Heute und Morgen: Bautechnologie der Kampfpanzer. Motorbuchverlag, ISBN 978-3-613-02793-0.
  17. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Porsche oder Panzer – Wer steht schneller?}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Auto Bild}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (PDF, 5MB, deutsch).
  18. ↑  Paul-Werner Krapke: Leopard 2. Sein Werden und seine Leistung. ISBN 3-8334-1425-1, S. 74–77.
  19. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Kosovo: Schießerei am deutschen Kontrollpunkt}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=SPIEGEL ONLINE}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  20. ↑ a b  Frank Lobitz: Kampfpanzer Leopard 2. Entwicklung und Einsatz in der Bundeswehr. KFOR-Einsatz im Kosovo 1999. Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, Erlangen 2009, ISBN 978-3-936519-08-2, S. 229 ff..
  21. ↑ Murray Brewster: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Germany gets thank-you note from Canadian IED survivor}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=CNEWS}} Qubecor Media, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (PDF, 16KB, englisch).
  22. ↑  Unfreiwilliger Minentest: Kanadier dankt fĂŒr deutschen Leopard-Panzer. In: FAZ. Nr. 269, 19. November 2007, S. 8 (online, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}).
  23. ↑ Alan Freeman: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Tank hit by IED back in service: Hillier}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=The Globe and Mail}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (42 kB, englisch, pdf).
  24. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Afghan stories: Danish tanks arrive in Afghanistan}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=LiveLeak.com}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (englisch).
  25. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Artikel auf CASR.ca}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Simon Fraser University}} Archiviert vom Original am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (englisch).
  26. ↑ Eckart Lohse: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Afghanistan: Leopardenjagd am Hindukusch}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=FAZ}} Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  27. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Dansk soldat drĂŠbt og tre lettere sĂ„ret i Afghanistan}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Forsvaret Forsvarskommandoen}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (dĂ€nisch).
  28. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=LEOBEN}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=www.deutschesheer.de}} Archiviert vom Original am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  29. ↑ a b c {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Info-Brief Heer}} Förderkreis Heer e.V., {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (PDF, 1,1 MB, deutsch).
  30. ↑ a b c d e  Frank Lobitz: Kampfpanzer Leopard 2. Entwicklung und Einsatz in der Bundeswehr. Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, Erlangen 2009, ISBN 978-3-936519-08-2, Demonstrator Leopard 2A6EX 'Demo1' und 'Demo2', S. 274–283.
  31. ↑ a b c d e f g h i j k l m n o p q r s  Frank Lobitz: Kampfpanzer Leopard 2. Internationaler Einsatz. Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, Erlangen 2009, ISBN 978-3-936519-09-9.
  32. ↑  Paul-Werner Krapke: Leopard 2. Sein Werden und seine Leistung. ISBN 3-8334-1425-1, 2.6.22 Die technische VerĂ€nderung zum Serienstand, S. 42.
  33. ↑  Paul-Werner Krapke: Leopard 2. Sein Werden und seine Leistung. sowie  Die Weiterentwicklung des Leopard 2, KWS – Stufe 2. ISBN 3-8334-1425-1, Anhang, S. 4.
  34. ↑ a b  Frank Lobitz: Kampfpanzer Leopard 2. Entwicklung und Einsatz in der Bundeswehr. Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, Erlangen 2009, ISBN 978-3-936519-08-2, KWS II – Auf dem Weg zum Leopard 2A5, S. 153 ff..
  35. ↑ a b c d  Frank Lobitz: Kampfpanzer Leopard 2. Entwicklung und Einsatz in der Bundeswehr. Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, Erlangen 2009, ISBN 978-3-936519-08-2, Leopard 2A5, A6 und A6M Kampfwertsteigerungen, S. 147 bis 186.
  36. ↑  Frank Lobitz: Kampfpanzer Leopard 2. Entwicklung und Einsatz in der Bundeswehr. Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, Erlangen 2009, ISBN 978-3-936519-08-2, S. 182.
  37. ↑ JĂŒrgen Hensel: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=LEOPARD 2 bewĂ€hrt sich gegen IEDs}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Online Edition EuropĂ€ische Sicherheit}} Henning Bartels, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  38. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Leopard-2-A Produktspezifikation}} Krauss-Maffei Wegmann, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  39. ↑ Dietmar Klos: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Symposium Â»GeschĂŒtzte Fahrzeuge fĂŒr LandstreitkrĂ€fte«}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Online Edition EuropĂ€ische Sicherheit}} Henning Bartels, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  40. ↑  Die Wiedergeburt des Kampfpanzers. In: Das Schwarze Barett. Nr. 39, S. 11 ff..
  41. ↑  Frank Lobitz: Kampfpanzer Leopard 2. Entwicklung und Einsatz in der Bundeswehr. Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, Erlangen 2009, ISBN 978-3-936519-09-9, Leopard 2 PSO – UrbOps, S. 284 bis 295.
  42. ↑  Autorenteam Amt fĂŒr Heeresentwicklung: EuropĂ€ische Sicherheit & Technik. Mittler Report Verlag, Bonn November 2013, Weiterentwicklung des Kampfpanzers Leopard 2, S. 66+.
  43. ↑  Leopard News. In: MilitĂ€rfahrzeuge. Nr. 2/2014, Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, Februar 2014.
  44. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=ILÜ 2010 – Leopard 2A7+}} YouTube, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  45. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=LEOPARD 2 PSO Peace Support Operation}} Krauss-Maffei Wegmann, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, archiviert vom Original am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  46. ↑ Anmerkung: Alte Bezeichnung VIRTUS
  47. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=IBD Deisenroth Engineering}} Leopard 2A4 Evolution{{#invoke:Zitation|Endpunkt|titel=Leopard 2A4 Evolution}} IngenieurbĂŒro Deisenroth, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (englisch).
  48. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=LEOPARD 2A4 Evolution Legacy Platform – Future Generation Survivability}} EODH SA Engineering office Deisenroth Hellas, archiviert vom Original am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (englisch).
  49. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=MBT Revolution – Einsatzorientiertes, modulares Upgrade fĂŒr Kampfpanzer}} Rheinmetall Defence, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  50. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Upgraded Leopard 2 MBT set for firing trials}} Defense & Security Intelligence & Analysis: IHS Jane's, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  51. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Leopard 2 Modernizasyon KonfigĂŒrasyonu}} Aselsan, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (tĂŒrkisch).
  52. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Leopard 2NG}} ArmyGuide, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (englisch).
  53. ↑  Walter J. Spielberger: Waffensysteme Leopard 1 und Leopard 2. (MilitĂ€rfahrzeuge. Bd. 1) VollstĂ€ndig ĂŒberarbeitete und ergĂ€nzte Auflage. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2003, Technische Daten von der Entwicklung und Serienfertigung der Kampfpanzer Leopard 1, Kampfpanzer 70 und Leopard 2, S. 370 ff..
  54. ↑  Frank Lobitz: Kampfpanzer Leopard 2. Entwicklung und Einsatz in der Bundeswehr. Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, Erlangen 2009, ISBN 978-3-936519-08-2, Technische Daten Leopard 2, S. 315.
  55. ↑  Paul-Werner Krapke: Leopard 2. Sein Werden und seine Leistung. ISBN 3-8334-1425-1, 5.5.3 Waffenanlage und zugehörige Munition, S. 97 bis 99.
  56. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Übergabe des ersten Kampfpanzers Leopard 2A4 an Chile}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=www.deutschesheer.de}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  57. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Finland in 200 million-euro used tank deal with the Netherlands}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Yle.fi}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (englisch).
  58. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Suomi ostaa kĂ€ytettyjĂ€ panssarivaunuja 200 miljoonalla eurolla}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=HELSINGIN SANOMAT}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (finnisch).
  59. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Zwischenbericht zum 30. September 2006}} Rheinmetall AG, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (PDF, 840KB, deutsch).
  60. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Griechenland bezahlt gelieferte Leopard-Panzer nicht}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=FTD.de}} Archiviert vom Original am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  61. ↑ Gerd Höhler: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Bestellt, aber nicht bezahlt}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Der Tagesspiegel}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  62. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=LEOPARD-2HEL: Endless story ...}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=DefenceNet}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (griechisch, Übersetzung).
  63. ↑ Florian Hassel: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Athen hat kein Geld zum Schießen}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Welt Online}} Axel Springer AG, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  64. ↑ Umstrittener RĂŒstungsdeal: Berlin genehmigt Verkauf von 164 Panzern nach Indonesien
  65. ↑ spiegel.de 10. Juli 2012: "Leopard 2" fĂŒr Indonesien: Panzer-Wunsch bringt Merkel in ErklĂ€rungsnot
  66. ↑ Pressemitteilung Rheinmetall Defence: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Indonesien bestellt militĂ€rische Kettenfahrzeuge bei Rheinmetall – Auftragsvolumen rund 216 MioEUR}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  67. ↑ a b  RĂŒstung: „Leo“ nach Afghanistan. In: Der Spiegel. Nr. 7, 2007, S. 20 ({{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, online).
  68. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Renewing the Canadian Forces’ Tank Capability}} National Defence and the Canadian Forces, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (englisch).
  69. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=„Leoparden“ fĂŒr Kanada}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=www.bundeswehr.de}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, archiviert vom Original am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  70. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Background — CF Leased & Purchased Leopard 2 A6M / 2A4 Tanks}} Canadian American Strategic Review, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, archiviert vom Original am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (englisch).
  71. ↑ a b c d  Totgesagte leben lĂ€nger Kampfpanzer Leopard 2A4M CAN fĂŒr die kanadische Truppe. In: MilitĂ€rfahrzeuge. Nr. 1/2011, Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, 6. Dezember 2010, S. 16–20.
  72. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Verkauf von ĂŒberzĂ€hligen Leopard 2 Kampfpanzern an Kanada}} Eidgenössisches Departement fĂŒr Verteidigung, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  73. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Tank Replacement Project — Upgrade and Conversion of up to 100 Used Leopard 2 Tanks in Canada — MERX LOI Notice}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Canadian American Strategic Review}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (englisch).
  74. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Rheinmetall holt AuftrĂ€ge in Kanada: Modernisierung von Leopard Kampfpanzern und neue Waffensysteme – Gesamtwert 87 MioEUR}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Rheinmetall Defence}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  75. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Notice of Proposed Procurement (NPP) Abstract: Leopard 2 AEV Conversion}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=MERX Canadian Public Tenders}} Archiviert vom Original am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (englisch).
  76. ↑ a b  Leopard News International. In: MilitĂ€rfahrzeuge. Nr. 4/2012, Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, 13. Juli 2013, S. 22–27.
  77. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=KMW liefert 20 modernisierte LEOPARD 2 an Kanada}} Krauss-Maffei Wegmann, archiviert vom Original am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  78. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Panzer fĂŒr Katar: Regierung vollzieht radikalen Kurswechsel beim RĂŒstungsexport}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=SPIEGEL ONLINE}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  79. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Katar will 200 Leopard 2-Panzer von Deutschland kaufen}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=SPIEGEL ONLINE}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  80. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Krauss-Maffei Wegmann unterstĂŒtzt katarische Heeres-Modernisierung}} KMW, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (pdf; 35 kB).
  81. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Kabinet stemt in met bezuinigingen Defensie – wel tweede JSF}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=nrc.nl}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (niederlĂ€ndisch).
  82. ↑ Conrad Seidl: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Darabos: Eurofighter nicht auf dem Sparplan}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=derStandard.at}} derStandard.at GmbH, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  83. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Deutschland und Polen unterzeichnen Vertrag zum Kauf von Leopard Kampfpanzern}} BMVg, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  84. ↑ Die Übergabe der ersten Exemplare fand im Oktober 2008 statt.   In: Jane's Defense Weekly. 22. Oktober 2008, S. 14.
  85. ↑ Zu Schmidts Haltung vgl.  Mainhardt Graf von Nayhauss: Helmut Schmidt. Mensch und Macher. Bergisch Gladbach 1988, S. 395 u. 401 ff.. Zum Vorstoß von Strauß vgl. Frankfurter Rundschau 21.2. u. 26. Februar 1985.
  86. ↑ a b  Markus Fasse, Martin Murphy: Geplatzte PanzertrĂ€ume. In: Handelsblatt. Nr. 132, 12. Juli 2013, ISSN 0017-7296, S. 1, 6, 7.
  87. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Waffen-Deal: Deutschland will Saudi-Arabien Kampfpanzer liefern}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=SPIEGEL ONLINE}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  88. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Deutsche Regierung schweigt zu PanzergeschĂ€ft}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=NZZ.ch}} Neue ZĂŒrcher Zeitung AG, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  89. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Schwere Waffen fĂŒr absolute Herrscher: Spanien liefert Panzer nach Saudi-Arabien}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=FOCUS Online}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  90. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Botschaft ĂŒber die Beschaffung von Armeematerial (RĂŒstungsprogramm 2006)}} Panzer 87 Leopard WE{{#invoke:Zitation|Endpunkt|titel=Panzer 87 Leopard WE}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (PDF, 4,61 MB, deutsch).
  91. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Verkauf von ĂŒberzĂ€hligen Leopard-2-Kampfpanzern an den deutschen Hersteller}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=www.news.admin.ch}} Eidgenössisches Departement fĂŒr Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  92. ↑ http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ruestungsexporte-in-umstrittene-empfaengerlaender-von-gabriel-vorbereitet-a-969983.html
  93. ↑ a b {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=RĂŒstungsexporte – Verkauf von deutschen Leopard-Kampfpanzern an Staaten des Mittleren Ostens und an weitere LĂ€nder}} Kleine Anfrage der Abgeordneten Jan van Aken, Christine Buchholz,Wolfgang Gehrcke, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 17/14628 –{{#invoke:Zitation|Endpunkt|titel=Kleine Anfrage der Abgeordneten Jan van Aken, Christine Buchholz,Wolfgang Gehrcke, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 17/14628 –}} Deutscher Bundestag, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (PDF).
  94. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=SIPRI Arms Transfers Database}} Stockholm International Peace Research Institute, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (englisch).
  95. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=First of SAF’s new tanks here}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=The Straits Times}} Singapore Press Holdings Ltd., {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, archiviert vom Original am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (englisch).
  96. ↑  Gordon Arthur: Singapurische Armee. In: MilitĂ€rfahrzeuge. Nr. 4/2012, Tankograd Publishing – Verlag Jochen Vollert, 13. Juli 2013, S. 22–27.
  97. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Leopard 2: RĂ€tselraten um Panzerlieferung an die TĂŒrkei}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=SPIEGEL ONLINE}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (deutsch).
  98. ↑ RĂŒstungsgeschĂ€ft mit der TĂŒrkei:  Deutscher Bundestag (Hrsg.): Plenarprotokoll. Nr. 14/64, 29. November 1999, S. 5777.
  99. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Germany to Sell 298 Leopard 2 Tanks to Turkey}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Defense Industry Daily}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (englisch).
  100. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Foreign manufacturers seek share in Turk tank program}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, archiviert vom Original am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (englisch).
  101. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Korea in Huge Arms Export Deal to Turkey}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=The Chosun Ilbo}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (englisch).
Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 23. April 2007 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen.
Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.